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Alt 13.06.2009, 10:36
 
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Hey, dieser thread ist als Erfahrungsaustausch für alle gedacht, die gerade durch die Akne Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu bewältigen und vielleicht auch Mut machen oder Tipps geben, wie es gelingen kann...

Bei mir steht und fällt die Stimmung -je nachdem wie es in meinem Gesicht aussieht. Seit einigen Tagen habe ich 2-3 Riesen- entzündungen, die mir das Leben echt zur Hölle machen. Ich war die letzte Woche froh, nur 3 Tage arbeiten zu müssen -hätte mich beinahe schon für Mittwoch krankgemeldet weil ich dachte ich halte es nicht aus. Ok, ich hab´s dann noch durchgezogen und eigentlich macht mir auch die Arbeit Spaß -gerade weil ich dann nicht ständig an die Haut denke und abgelenkt bin aber im Moment ist es so schlimm, dass ein Blick in Spiegel mich schon extrem runterzieht und ich mich kaum traue, Leuten länger ins Gesicht zu schauen.

Habe auch seit einiger Zeit häufig Ängste und Schlafstörungen deswegen.
Am Mittwochabend habe ich dann auch noch einen schlimmen Nesselauschlag am Körper bekommen -laut Arzt eine allergische Reaktion auf irgend ein Nahrungsmittel. Muß nun demnächst einen Allergietest machen aber sowas hatte ich bisher noch nie. Bin mir aber ziemlich sicher, dass das auch zum Großteil durch die psychische Belastung ausgelöst wurde, die ich gerade mit mir herumschleppe...
Dieser Psychostress den ich mir selber mache, ist ja fast schlimmer als die Akne selbst -vor allem wenn ich mir damit noch andere Sachen einhandle bzw. alles noch schlimmer mache... Dass muß echt aufhören.
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  #2 (permalink)  
Alt 13.06.2009, 13:06
goethe
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ich gehe sport treiben, ich pumpe viel um mich davon von meinen narben abzulenken....hilft ganzg gut und wenn man dann nach monaten die verbesserungen des körpers im spiegel sieht....dann bekommt man glücksgefühle, die sind echt unbeschreiblich.
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  #3 (permalink)  
Alt 13.06.2009, 16:09
 
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Ich versuche immer wieder meine Probleme richtig einzuordnen.
Damit meine ich, dass ich mich mit anderen Menschen vergleiche und zwar nicht nur mit denen, die mehr Glück haben, sondern auch mit den vielen Menschen, die größeres Leid zu schultern haben.
Da ich mit offenen Augen durchs Leben gehe und schon einige Erfahrungen machen musste, gelingt mir dies ziemlich gut, auch wenn es natürlich Phasen gibt, wo ich gefrustet bin und dann es wie goethe mache, auspowern beim Sport oder einfach raus, mp3 player an und durch den Wald joggen.

Ich habe z.B. in einem Lehrgang für den Zivildienst drei tolle Erfahrungen gemacht, die ich nicht vergessen werde:
Wir besuchten ein großes Heim für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche und verbrachten dort den gesamten Vormittag. Da weiß man schlagartig, wie klein ein Pickel sein kann.
An einem anderen Tag machten wir einen Ausflug in eine größere Stadt, jedoch musste jeder für einige Stunden im Rollstuhl sitzen und so den Alltag im Straßenverkehr und beim Einkaufen nachempfinden. Die Hindernisse am Bordstein, die Blicke der anderen Menschen, die Probleme sich in Geschäften zu bewegen usw.
Anschließend besuchten wir einen Mann, der von Geburt an den Rollstuhl brauchte, er war offen, lebensfroh, witzig, hatte ein großes Haus, hatte studiert, verheiratet, Kinder und gewann viele Medaillen bei Europa- und Weltmeisterschaften, ich glaube bei Olympia war er auch.

Unglaublich, ich weiß noch wie ich mich damals gegen diesen Lehrgang gesträubt hatte, weil der übers Wochenende ging, und nun bin ich so dankbar, dass ich solche Erfahrungen machen durfte.

Zum Schluss zitiere ich gern einen anderen Mann, der trotz wiedriger Umstände alleine im Rollstuhl durch Indien gereist ist.... " die Grenzen sind im Kopf ".
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  #4 (permalink)  
Alt 13.06.2009, 17:31
goethe
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Schön geschrieben und da ist natürlich viel wahres dran, doch ich finde, dass ein Vergleich zu solchen Leuten eher hinkt....muss man sich direkt mit Behinderten, Krebskanken und Blinden vergleichen und dann zur Schlussfolgerung zu kommen, dass es einen besser geht?

ne, nicht mein Fall...
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  #5 (permalink)  
Alt 14.06.2009, 02:16
 
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natürlich sind jedem seine eigenen qualen die grössten.
aber negative einstellung und traurigkeit helfen nicht. deswegen finde ich ist es nicht schlecht ab und zu mal zu versuchen sich an die menschen zu erinnern, die es richtig schlimm erwischt hat...
obwohl, eine körperliche behinderung kann ein kleineres problem sein, wenn man positiv eingestellt ist und mit seiner situation umgehen kann, als die akne oder irgendein anderes problem, das und psychisch belastet.

sport treiben ist gut. ausgehen ist gut. mit freunden sein ist gut. verliebt sein. musik hören oder machen. sich trotz der akne schön machen und so rumlaufen... alles ist gut, nur nicht in die hoffnungslosigkeit versinken. denn das leben ist schön
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  #6 (permalink)  
Alt 14.06.2009, 11:27
 
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Mir hilft es manchmal auch, an noch schlimmere Schicksale zu denken... Und natürlich Ablenkung. In "guten Zeiten", wenn die Haut gerade besser ist, versuche ich viel auszugehen, Leute zu treffen etc....und meinen ursprünglichen Optimismus wieder herzustellen, der in letzter Zeit so´n paar Kratzer abbekommen hat...
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  #7 (permalink)  
Alt 14.06.2009, 20:44
 
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Was mir am meisten hilft, mich ein bischen besser zu fühlen ist Kraftsport.
Ich finde mich ziehmlich hässlich, vor allem wegen der Akne aber auch wegen den Muttermalen. Da ich deshalbt mit fast keinem anderen Jungen in meinem alter mithalten kann versuche ich, zumindest Körßerlich fit zu sein. Ich spiele Fußball (im verein) und mach für mich selber eigentlich täglich Krafttraining.
Ich kann wenn ich gut drauf bin 80 liegestütz machen und hab in Sport auch imme rwas zwischen 1 und 2. Das hilft mir mich ein bischen wohler in meinem körper zu fühlen.

ch versuche mich auch oft mit anderen zu vergleichen. Ich eknne auch viele "behinderte" leute, der eine hört nur 10%, der andere hat an 1 hand nur 2 Finger.
Aber beide sind dennoch deutlich fröhlicher und selbstbewusster als ich.
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