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Alt 02.11.2011, 14:44
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..und ich fange endlich an zu leben.

Oder auch nicht.

Ich bin in den letzten Tagen ziemlich sentimental und emotional labil,mache mir zu viele Gedanken um das was war,was ist und vielleicht noch kommen wird.
Manchmal ist es einfacher etwas "in die Runde zu schmeissen" als mit jemanden persönlich zu reden..womöglich auch noch mit jemanden der sich in die eigene Lage nicht hineinversetzen kann..und das tue ich jetzt mal und hoffe, dass es mir danach besser gehen wird.

Die verdammte Akne hat mir die besten Jahre meines Lebens genommen und meine psyche gefickt!

Als es mit der Zeit besser wurde,wurde ich natürlich auch sebstbewusster und unternehmungsfreudiger,fing an wieder meine sozialen Kontakte aufzubauen,die ich zu einem gewissen Zeitpunkt überhaupt nicht hatte,weil ich neben meinen Pickeln auch mit meiner Essstörung beschäfigt war...den Auslöser für diese kann ich guten Gewissens auf die Akne schieben.
Eigentlich hatte ich überhaupt keine Jugend,habe ziemlich viel verpasst...dafür bin ich aber ziemlich nachdenklich,weiß wer Goethe,Schiller,Freud und Kant waren...ganz im Gegenteil zu meinem Freundeskreis.
Meine damaligen besten Freundinnen haben jetzt beide Kinder,leben mit ihren Partnern in einer gemeinsamen Wohnung..sie scheinen glücklich zu sein.
Und Gespräche über Wohnungseinrichtungen,Kochen,Backen und Pampers scheinen ihnen auch zu genügen.
Und ich hingegen kann mich an diesen Gesprächen nicht beteiligen,nicht dass ich das möchte..über Goethe und Co möchte ich natürlich auch nicht reden...aber über Musik,Konzerte,Filme,Großstädte und Träume,Ziele und Wünsche..ist das mit ü20 noch normal?!
Fast alle Mädchen mit denen ich damals meinen Realschulabschluss gemacht habe,haben bereits Kinder und natürlich einen Partner..sie sind sozusagen an der Endstation ihres Lebens ( Jetzt nicht wörtlich nehmen, ich hoffe ihr versteht was ich meine) angekommen.
Und ich habe eigentlich nichts und niemanden an den ich mich festkrallen könnte,mit dem ich mich auf die Zukunft freuen könnte..das macht mich wirklich fertig,das Leben ist hart und wenn man ganz alleine ist,ist es doppelt so hart..ich fühle mich unverstanden und einsam,meine Großstadtseele verkümmert in diesem Kaff.
Ende November habe ich hoffentlich mein Abitur in der Tasche...das einzige worauf ich mich noch stütze ist die Hoffnung, dass ein Studium vieles in meinem Leben verändern wird,dass ich da die Möglichkeit haben werde Menschen kennenzulernen die ähnlich wie ich ticken..

So,isch habe feddisch.
Mir gehts immernoch kagge..ich sollte wohl die Pille absetzen,die macht mich depri -.-
__________________
Heute schon gelebt?!
Oder wieder alles auf den Tag danach vertagt?
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Alt 02.11.2011, 15:47
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Jojo, traurige Geschichte. Sehe mich in einigen Dingen gut wieder und kann dir "glaube" ich einige Tipps geben und Mut zusprechen.

Also, ich bin auch ü20 (grad mal 21, hehe, aber doch schon über 20) und ich glaube es ist eher genau andersrum. Bei uns unterhält sich keiner über Kochen, Pampers, etc. sondern beschäftigt sich genau mit dem, was du angesprochen hast und da kommen wir direkt zum nächsten Punkt. Ja, ich glaube, dass das Studium dir sehr helfen wird/kann.

Ich studiere nun auch schon einige Jahre und habe jetzt bald meinen ersten Abschluss und mich hat es erfüllt, ich denke das kann es auch bei dir tun. Es sind einfach ganz andere Verhältnisse. Ich will KEINESFALLS behaupten, dass es bessere für jeden sind und uns somit höher stellen als andere. Es hängt von jeder Person selbst ab. Du findest kaum bis gar keinen Student der Kinder hat, im Ernst. Die meisten sind auch Single's. Es wird die ganze Zeit über die Dinge geredet, die du eben aufgelistet hast und weitere Sachen.

Also bloß nicht aufgeben und die Hoffnung verlieren. Das wird schon.
Wie ich gelesen habe wohnst du ja eh bei mir ca. in der Nähe und vllt. wäre die rwth in Aachen eine Uni für dich, die in eine engere Auswahl käme. Da ich dort selber bin kann ich dir auch einige Infos geben und von der Atmossphäre erzählen. Sie ist super. Und dort findest du sicherlich auch Freunde, vllt. sogar einen festen Freund. Setz dich selbst nicht unter Druck. Vllt. verliebst du dich so in dein Fach, dass der Rest erst einmal unwichtig wird. Die Uni kann einen richtig verändern, ich spreche aus Erfahrung. Ich habe es damals so wie du gesehen, aber durch das Studium wurde einiges verändert. Hehe.

Und ich fände es schon schlimm mit Anfang 20 schon an der Endstation "Leben" zu sein. Also d.h. fest gebunden zu sein (verheiratete Frau + Kinder, etc.). Du musst dein Leben dadurch viel mehr einschränken etc. und ich weiß nicht was daran so toll sein soll. Eine Freundin, Freund zu haben ist wieder was anderes. Klar, das fände glaube ich jeder toll.

Ach, das wird schon wieder. Bloß nicht die Hoffnung nehmen lassen. Hehe.
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Alt 02.11.2011, 16:04
 
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Er hat Recht!
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Alt 02.11.2011, 16:13
 
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Ich bin auch "schon" 22 Jahre alt und studiere derzeit auch. Ich kenne weder einen Kommilitonen oder jemanden, der damals mit mir zusammen Abitur gemacht hat, der jetzt verheiratet ist oder Kinder hat. Wirklich niemanden.
Das hängt in Deutschland (und andererorts sicher auch) nunmal doch stark vom sozialen Milieu ab, in dem man sich bewegt. Ich denke auf jeden Fall, dass du im späteren Studium da eher auf Gleichgesinnte treffen wirst.
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  #5 (permalink)  
Alt 02.11.2011, 17:15
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Zitat:
Zitat von Winkelavocado Beitrag anzeigen
Ich bin auch "schon" 22 Jahre alt und studiere derzeit auch. Ich kenne weder einen Kommilitonen oder jemanden, der damals mit mir zusammen Abitur gemacht hat, der jetzt verheiratet ist oder Kinder hat.
Ist ja auch logisch, oder?
Realschule fertig mit 16/17. Dann 3 Jahre Lehre = 19/20 Jahre alt.
Lehre fertig, Partner eventuell gefunden.

Abitur mit 18/19. Gleich Studium oder wegen Wartezeit etwas später. Dauert länger als nur 3 Jahre Ausbildung. Dann beruflich Fuß fassen, bevor man sich an die Familienplanung macht.
Die Frauen die ich kenne und die studiert haben, sind erst ab knapp Ende 20 schwanger geworden, viele erst mit Mitte 30.

Ich denke, wenn du zum Studieren wieder in eine größere Stadt gehst, wird es dir psyschisch auch besser gehen.

Ich fange im April ein neues Studium an, mit gut 40 Jahren und NACH Kindern.
Und ich freue mich drauf!
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  #6 (permalink)  
Alt 02.11.2011, 17:22
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Du labberst oder? Geil, was studierst du denn? Würde mich echt mal interessieren. Darf ich raten? Soziologie, Psychologie, Germanistik oder Geschichte bestimmt, ne?
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  #7 (permalink)  
Alt 02.11.2011, 17:29
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Völlig falsch.

Medizincontrolling
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Alt 02.11.2011, 17:36
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Heftig, damit hätte ich ja nicht direkt gerechnet, obwohl stimmt. Medizin ist sehr stark von Frauen besetzt. Ich studiere ja auch nebenbei Medizin, willkommen im Klub, lol. Wo machst du es? Also die Uni?
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  #9 (permalink)  
Alt 02.11.2011, 17:46
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Lustig, Medizin habe ich mal studiert, aber nach dem Grundstudium abgebrochen.

Medizincontrolling hat weniger mit Medizin, als mit BWL zu tun.
Medizinische BWL sozusagen.

Ich studiere in der schönsten Stadt der Welt.

@ HateIt,

ich habe noch so einige Sachen für dich im Kopf, die ich dir heute Abend oder morgen schreibe.
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  #10 (permalink)  
Alt 02.11.2011, 17:54
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Schönste Stadt.. das glaubst du wohl selber nicht schöne Dame. Ich kann verstehen warum man Medizin abbricht. Ist ja auch echt scheiße. Also auch nicht zumindest meins, zum Glück. Machst du das als Weiterbildung oder aus purem Interesse, Neugier (fände ich echt super. Sowas will ich auch später machen)?
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