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hallo liebes forum
ich habe seit 8 jahren akne. bin zur zeit in meiner 2. iso therapie. hatte 3 monate gute haut und im moment ständig probleme mit auf und abs. wenn ich gute haut habe - studiere ich nicht drüber nach. aber im moment dominiert es meinen alltag sehr fest. ich habe trotz iso auf einen schlag wieder akne. ich nehme 20mg/tag und bin fast 30. egal - auf was ich hinaus will, ich habe verlernt damit zu leben. hat mir jemand einen tipp wie ich besser damit umgehen kann? einfach sagen, nicht spiegel schauen etc. hört sich super an, aber die umsetzung ist schwierig. Danke gruss stefano |
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Damit dir die zahlreichen Leidensgenossen in diesem Forum weiterhelfen können, solltest du vielleicht zunächst einmal spezifizieren, inwieweit die Akne dein Leben negativ beeinflusst, ganz konkret. Glaub mir, 98 % der User hier werden genau die selben Gefühle und Probleme haben/kennen wie du, da bin ich mir sicher, also brauchst du dich hier wirklich für nichts zu schämen.
Hindert dich die Akne an der Ausübung deiner "alltäglichen Pflichten"? Triffst du dich noch öfters mit deinen Freunden oder bleibst du lieber zuhaus? Beeinträchtigt dich die Krankheit beim Umgang mit anderen Menschen, etwa innerhalb deines Jobs, auf Parties etc.? Wie fühlst du dich, wenn du beispielsweise einkaufen gehst? Ist das "Gefühl der Hässlichkeit"(klingt schrecklich... aber nach meinen eigenen Ehrfahrungen trifft es den Nagel einfach auf Kopf) so groß, dass du dich isolierst und nicht mehr am "normalen Leben" teilnehmen kannst? Diese Fragestellungen sollen nur eine Anregung sein. Erzähl uns ein bisschen mehr über deinen seelischen Zustand, dann werden wir dir sicherlich helfen können. Außerdem ist es sowieso immer sehr heilsam, sich den ganzen Scheiß einfach mal von der Seele zu schreiben, also nur Mut! Die Leute hier werden dich vermutlich besser verstehen, als du glaubst. |
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Mein obiger Post hätte nach dem von Rockbottom kommen sollen.
Du grenzt dich also selbst aus und wirst depressiv. Ich würde an dieser Stelle einfach mal soweit gehen, zu behaupten, dass das in den meisten Fällen eine vollkommen normale Reaktion auf die Akne ist, wobei "normal" natürlich nicht immer gleich bedeutet, dass es gut ist. Geht die soziale Ausgrenzung denn von DIR aus, also fällst du selber die Entscheidung "Nein, heute gehe ich nicht vor die Tür!", oder wird Sie dir von anderen (oberflächlichen, dummen) Menschen aufgezwungen, die dich aufgrund deiner Krankheit ausschließen und schlecht behandeln, ja gar auslachen und mobben? Wenn Ersteres der Fall ist, musst du dir mal Folgendes vor Augen führen: Du redest dir bestimmt oft ein, dass die anderen Menschen dich aufgrund deiner Haut für jemand minderwertigen halten. Du wirfst ihnen vielleicht Oberflächlichkeit vor und projizierst fleißig deine EIGENEN Gedanken in IHRE Köpfe hinein. Das ist von mir jetzt bloß ne Vermutung, da das bei mir so war. Vielleicht geht es dir ja ähnlich. Jedenfalls kam mir vor Kurzem die Erkenntnis, dass ICH in Wahrheit der einzig oberflächliche Mensch in meinem Umfeld bin, und ich absolut keinen Grund habe, anzunehmen, dass die ANDEREN mich in irgendeiner Form nicht bei sich haben wollen, weshalb auch immer. Bei näherer "Untersuchung" habe ich dann auch festgestellt, dass es den Leuten, die mir etwas bedeuten, völlig egal ist, wie meine Haut aussieht. Ich habe mich selbst immer durch die Augen der Anderen gesehen, ihre "Wertung meines Aussehens" allerdings völlig falsch eingeschätzt. Du darfst dir niemals einreden, Gedanken lesen zu können; das ist der wohl größte Fehler, den ein Akneleidender machen kann, denn es zu nichts als Scham, Angst und seelischen Schmerzen. Versuch, Gedanken wie "Oh Gott, der/sie schaut bestimmt grad genau auf meine fetten Pickel... und findet mich abstoßend hässlich!" aus deinem Kopf zu verbannen. Das braucht viel Zeit und Disziplin, ist aber machbar. An der Stelle kann ich dir Achtsamkeitsmeditation empfehlen. Die hilft, die mentale Kontrolle zu behalten. Der nächste Schritt ist dann natürlich, zu lernen, sich und sein Aussehen zu akzeptieren. Du musst begreifen, wie unwichtig das Aussehen für's reine Überleben und Sicherlich auch für die Lebensqualität ist. Es gibt genug hässliche Menschen, die ein glückliches Leben führen, mit Frau/Mann, Kind, oder was auch immer sie glücklich macht. Und da wir hier von Akne als Schönheitsmakel sprechen, hast du wohl oder übel keine andere Wahl, als diesen Makel zu akzeptieren und dich damit abzufinden. Wieviele Bürger hat Deutschland? Sagen wir grob 80 Millionen. Wieviele davon haben Schönheitsmakel? Sagen wir grob 80 Millionen. Fällt dir was auf? Es ist vollkommen NORMAL, nicht perfekt auszusehen(wobei "perfektes Aussehen" dabei oftmals ein Diktat der Medien ist), da es im Grunde keiner tut. Was mir sehr geholfen hat, mit der Akne umzugehen, war, das Gespräch zu suchen. Damit meine ich nicht das Internet, sondern im echten Leben, face to face, mit jemandem, dem du zu einhundert Prozent vertrauen kannst. Zur Not eben deine Eltern oder deine Geschwister. Rede mit ihnen über dein Problem, fang ein Gespräch an, sag z.B. einfach mal zwischendrin "Ich hab nächste Woche einen Hautarzttermin... Ich hoffe, meine Leberwerte sind in Ordnung. Wie findest du denn meine Haut zu Zeit?", das kann die "Hemmschwelle" und "Angstbarriere", die die Akne in einem aufbaut, durchaus brechen. Man lernt, sie als etwas völlig Natürliches wahrzunehmen, wenn man mit einem netten Menschen unbefangen darüber reden kann. Sie verliert dann ein großes Stück ihres negativen Einflusses. Und das ist immerhin ein Anfang, also wage doch einfach mal den ersten Schritt in ein neues Leben! =) Wenn du wirklich ernsthaft depressiv sein solltest, also mit suizidialen Tendenzen und der Unfähigkeit, (positive) Emotionen richtig wahrzunehmen, solltest du so schnell wie möglich einen Psychiater aufsuchen. Ich habe das auch getan(bin seit Jahren depressiv), und bin nun guter Dinge, dass er mir wirklich helfen kann und ich mein Leben irgendwann wieder in den Griff kriege. Das kann auch schon Hoffnung geben und deine Lebensqualität, ja vielleicht sogar deine Akne, verbessern! (Möglicherweise ist sie ja sogar psychisch bedingt!) Ich weiß jedenfalls aus eigener Ehrfahrung, dass Akne+Depressionen absolutes Gift ist. Ich meine es ernst, nimm das nicht auf die leichte Schulter! Tut mir Leid, ich könnte noch seitenweise so weiterschreiben, aber ich muss gleich weg. Ich hoffe, ich konnte dir schon etwas helfen. Wir hören voneinander. Viel Glück und halte durch! |
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ok sorry, ich habe nicht so weit studiert.
also ich habe seit 2003 akne - damals war ich gut 21 jahre alt. ich hatte während meiner teenie zeit eigentlich keine pickel. meine damalige freundin ist für ein studium ins ausland. zu dieser zeit hat sich eine mittlere akne entwickelt, da ich extreme beziehungs- bzw. verlustängste hatte. sie kam dann nach einem jahr zurück, aber leider blieb die akne. irgendwie hat das ggf. psychisch etwas ausgelöst. auf jeden fall ging es mit der haut ständig auf und ab. ich hatte nie durchgehend akne. zeitweise war die haut gut und dann wieder sehr schlecht. die akne und das erlebt davor hat mich charakterlich sehr verändert. hin zu kommt, das ich eher ein kontrollmensch bin und seit ich akne habe, wenig vertrauen in meinen körper/haut habe. oft muss ich in spiegel gucken, um sicher zu sein, das es besser ist oder nichts neues gekommen ist. wie auch immer es fehlt das gefühl sein zu können mit der akne. naja, die beziehung ging dann einige jahre später in die brüche auch wegen meiner akne, da sie für die beziehung eine belastung war. ich habe soweit immer schnell frauen gefunden, das war nie das problem. aber die akne belastet mich sehr. ich habe mich über jahre immer wieder selbst bestraft in dem ich nicht weg bin, kurzfristig abgesagt habe, auch einige depressionen hatte, 2x bei psychologen war. oft hatte ich für wichtige termine die hoffnung "gute" haut zu haben und dann kams knüppeldicke mit pickel. einige jahre ging dieser zustand so weiter. auch heute noch falle ich oft in dieses verhalten und habe wie keinen bock von einer sekunde zur anderen, wenn ich wieder schlechtere haut habe. ich habe über 6 jahre diverse creme, mittel, kosmetikbesuche, homeopathische produkte versucht. teils wars besser, aber nicht zufriendenstellen. 2009 habe ich eine iso therapie gemacht von 6 monaten - nach 3 monaten war ich pickelfrei und das hat ca. 6 monate gehalten. die akne kam wieder, aber nur noch leicht. nun mache ich seit 6 monaten meine 2. therapie. zu beginn wars super intensiv mit AV und nebenwirkungen. nach gut 3 monaten kam die verbesserung und die hoffnung auf ein aknefreies leben. der HA wollte nach 6 monate aufhören, aber ich sagte, dass ich wegen der kummulierten dosis von 120mg/kg noch länger machen will. 3 monate wars super! kurz darauf kommen wieder intensivst pickel nach. obwohl ich vorallem mitesser und oberflächliche akne habe. soweit die kurzfassung - nun zu meinem problem im umgang. ich habe die hoffnung nicht aufgegeben, aber weil ich wenig vertrauen wegen meiner geschichte habe, falle ich wie erwähnt immer in die alten muster zurück. ich belaste meine jetzige beziehung im moment, schotte mich ab, im job habe ich oft mit kunden zu tun. mir fehlt einfach das vertrauen zu sagen: "hier bin ich - so wie ich jetzt aussehe". vielleicht bin ich zu penibel. es ist schwierig zu erklären. aber wer akne hat und das lange und nicht weiss wieso und sucht und sucht. der fühlt sich vom leben irgendwie verarscht. dies ist bei allem so - aber hier gehts um akne :-) man schaut leute an und checkt deren haut und denkt scheisse. ich habe pickel und narben. pickel trotz iso. ich defniniere mein wohlbefinden über meine haut. der tag ist im arsch, wenn ich am morgen wieder drei grosse pickel habe. ich habe so versucht einiges zu erwähnen. die geschichte ist lang und sonst bin ich morgen noch dabei euch zu langweilen. :-) ich möchte einfach irgendwie versuchen diese punkte zu vergessen und zu handeln wie ein "normaler" mensch, aber eben mit akne. hoffe man versteht mich Danke |
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@henryChinaski
thx - deine worte sprechen mir aus der seele. ich denke auch oft das meine akne psychisch ist, aber ich habe keine beweise. höchstens das es wegen psychischer gründe kam. ich find deine angehensweise super - werds mir zu herzen nehmen. ich bin nicht suizidgefährdet, aber ich habe schon oft den anschiss. da bei jedem rückfall extreme emotionen freigesetzt werden. vorwürfe die ich mir mache etc. |
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