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  #1 (permalink)  
Alt 03.07.2011, 20:44
Benutzerbild von Dark_Phoenix
 
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Standard Anleitung zur Selbstmotivation - Eure Erfolgserlebnisse im Alltag

Hallo,

ich weiß zwar nicht, ob bereits ein ähnliches Thema existiert (jedenfalls habe ich via Suchfunktion nichts Derartiges gefunden, nicht auf die Schnelle zumindest - vielleicht habe ich auch nur nicht ausreichend danach gesucht.)

Nun, was soll ich sagen: Zwar bin ich erst seit kurzem hier als Forenmitglied angemeldet, doch habe ich mich schon durch zahlreiche Posts gelesen, und musste mit Schrecken feststellen, dass, vor allem im Unterforum ''Soziale und psychische Probleme'', die meisten schon mit sich abgeschlossen haben und sich in ihr scheinbar unvermeidbares Schicksal fügen. Die Gedanken drehen sich fast nur um das Äußere oder das Gefühl hässlich zu sein.

Auch fällt es vielen offensichtlich schwer, sich mit ihrer Situation zu arrangieren oder aus ihren starren, selbstzerstörerischen Denkkreisläufen auszubrechen.

Eigentlich sind solche Postings und Gedanken doch nur kontraproduktiv und ziehen euch nur weiter in euer tiefes Loch.

Daher mal ein Vorschlag: Wie wäre es stattdessen, einfach mal einen komplett gegensätzlichen Kurs zu fahren? Seht es als eine Art Experiment:

Anstatt immer nur negative Erlebnisse im Alltag zu berichten oder irrationale Pseudointerpretationen bezüglich des Verhaltens seiner Mitmenschen anzustellen, wie wäre es mal gezielt nach positivem Feedback zu suchen und andere User daran teilhaben zu lassen, um so vielleicht diese finsteren Gedanken und Denkprozesse aufzuweichen und so für Neuerungen offener zu sein.

Ihr könnt euch auch bewusst kleineren Herausforderungen stellen, die ihr euch selber vornehmt, und dann die Reaktionen der anderen berichten. Und selbst, wenn es nicht so ausgeht, wie ihr es euch vielleicht gewünscht hättet, so könnt ihr überlegen (oder auch wir alle gemeinsam), was ihr beim nächsten mal anders machen könnt.

Denkt einfach mal darüber nach, es tut eigentlich nicht weh und muss auch nicht mit großem Aufwand verbunden sein.
Ihr könnt es auch langsam angehen und ganz klein anfangen, um euch dann zu steigern.

Ich fang am besten einfach mal an:

Morgen zum Beispiel muss ich ein Referat halten und das ist für mich auch immer total unangenehm, von allen angstarrt zu werden. Folglich verfalle ich immer in ein schnelleres Sprechtempo und rede ziemlich unverständlich.
Für morgen nehme ich mir nun einfach mal vor, bewusst den Blicken der anderen zu begegnen, anstatt ihnen immer auszuweichen, freundlich zu erwidern und mich verständlicher auszudrücken.

Ich werde dann morgen Abend berichten, was mir aufgefallen, oder wie es gelaufen ist.

Bis dahin,

einen schönen restlichen Sonntagabend euch allen und viele Grüße,

Dark_Phoenix
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''...und so wähle ich den Kampf - sei es für die Erlösung oder meinen Untergang...''

Geändert von Dark_Phoenix (03.07.2011 um 20:51 Uhr)
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Alt 04.07.2011, 18:01
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wie ist es ausgefallen?
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  #3 (permalink)  
Alt 04.07.2011, 18:35
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Sorry fürs lange Warten, aber bin nebenbei noch am Lernen.

@rockbottom:

Also, zunächst einmal war heute kaum wer anwesend (grade so um die 10, 15 Mann). Vielleicht lags auch am schlechten Wetter

Jedenfalls habe ich mich dabei ertappt, besonders zu Beginn, wie ich wieder etwas schneller gesprochen habe und auch fand ich die Blicke anfangs unangenehm.

Ich habe dann aber mal versucht alles auszublenden und einfach vor mich her geredet, also eben aufs Thema konzentriert. Mir waren ab einem Gewissen Punkt die Blicke auch ehrlich gesagt egal und ich habe versucht, möglichst langsam und verständlich zu sprechen, die anderen dabei anzuschauen und sogar ein paar erklärende Gesten gemacht.

Ich hatte auch eher den Eindruck, die Anwesenden waren bemüht, den Inhalten zu folgen und weniger auf mein Erscheinungsbild fixiert. Die Blicke haben mich weder getötet, noch hat jemand eine dämliche Bemerkung gemacht oder gelacht.

Ab einem gewissen Punkt war auch die innere Anspannung überwunden und der Herzschlag entspannter.

Da direkt danach noch eine weitere Referatsgruppe dran war, habe ich die anderen ab und zu mal beobachtet und musste feststellen, dass sie wiederum eher dem Referat lauschten und weniger mit mir beschäftigt waren. Auch in der Duskussion hat niemand irgendwie angewidert geguckt.

Fazit: Ich lebe noch und keine meiner Befürchtungen haben sich bestätigt. Ich bin sogar auf anschließende Fragen weitestgehend ''locker'' eingegangen, ohne irgendwelche Versprecher.
Schonmal ein kleiner Erfolg, und dass, obwohl ich zusätzlich oder gerade absichtlich und ausnahmsweise mal ein T-Shirt anhatte, trotz einiger Narben an den Armen.
Morgen werde ich wohl wieder ein T-Shirt anziehen und mal weitere Reaktionen testen.

Viele Grüße,
Dark_Phoenix
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Geändert von Dark_Phoenix (04.07.2011 um 18:37 Uhr)
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  #4 (permalink)  
Alt 04.07.2011, 21:30
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weiter so!
das ist der richtige weg, du beginnst dich zu akzeptieren, ich bin fast schon ein bisschen neidisch
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  #5 (permalink)  
Alt 05.07.2011, 13:28
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So, nunmal zu heute, Tag 2 des Experiments:

Wieder mit T-Shirt und, wen überrascht es? Nichts, keine Reaktionen, zumindest sind mir keine Unterschiede aufgefallen; alle haben sich mir gegenüber verhalten wie sonst auch.

Außerdem habe ich heute mal versucht, vor allem in Konfrontation mit Menschenmassen, nicht ständig auf den Gesichtsausdruck und die Blicke anderer zu achten. Dazu sei hinzuzufügen, dass ich aufgrund meiner Sozialen und Dysmorphophobie ansonsten ständig nur darauf fixiert bin, ob andere Menschen schauen, wenn ich an ihnen vorbei laufe oder sie meinen Weg kreuzen, und sofort in Katastrophisierungskognitionen verfalle (also in etwa wie: ''Was guckt der/die denn so blöd? Der muss ja auch denken, ich seh scheiße aus....'' usw.)

Zugegeben, es war mir letztlich doch nicht immer möglich, diesen Drang zu unterdrücken, den Vorbeigehenden ins Gesicht zu schauen und ihre Blickrichtung zu bestimmen. Dennoch habe ich manchmal sogar bewusst angesichts einer Menschentraube einen Punkt in weiter Ferne gesucht und mich darauf fokussiert. Sobald ein Gedanke angeschlichen kam, der wieder Bößes verhieß, habe ich ihn auch gleich beiseite geschleudert und mir eingeredet, dass mir die Blicke und Gedanken der anderen doch egal sein können; ist schließlich mein Leben und nicht das der anderen, also lass sie doch gucken, wenn sie denn meinen, dass es unbedingt nötig sei...

Sicher, die automatisch anlaufenden Körperreaktionen und physiologischen Prozesse (Herzklopfen, Bauchschmerzen, etc.) lassen sich nicht unmittelbar beeinflussen oder abstellen. Aber es hilft wirklich, einfach mal an etwas anderes zu denken oder sich auf das zu konzentrieren, was man gerade macht (z.B. den Bürgersteig entlang laufen).

Man wird automatisch lockerer, ist weniger verkrampft und muss feststellen, dass selbst wenn man seine Aufmerksamkeit mal etwas fahren lässt, man nicht gleich von hinten angesprungen oder getötet wird. Diese ständige Alarmbereitschaft ist nämlich nicht nur übertrieben, sondern auch äußerst kraftraubend und anstrengend. Oft hilft es auch (wenn man z.B. in der Straßenbahn sitzt), einfach mal kurz die Augen zu schließen und tief durchzuatmen.

Einfach mal ausprobieren, ich kann es nur empfehlen. Denn sobald so ein ''negativer'' Gedanke kommt und man sich länger als zwei Sekunden mit ihm befasst, hat man eigentlich schon verloren und dieser Gedanke gewinnt die Kontrolle über uns, dabei sind derartige Befürchtungen meistens überflüssig.

Zusätzlich habe ich versucht, beim Blick in den Spiegel mir gut zuzureden. Klar, am Anfang lacht man noch selbst darüber, weil es einfach lächerlich klingt, aber es kann bestimmt nicht schaden.

Außerdem ist mir aufgefallen, wenn man sein Gesicht weniger verkrampft oder aufrichtig lächelt, das Gesamtbild gleich viel freundlicher aussieht als wenn man die ganze Zeit nur eine Schnute zieht.

Ich bilde mir sogar ein, ein gewisses Funkeln in meinen Augen gesehen zu haben, eben jenes Leuchten, dass Optimismus, Kraft und Tatendrang verspricht und dass ich bislang noch nie zuvor beim Blick in den Spiegel feststellen konnte. Ich schätze mal, das nennt man ''Ausstrahlung'', auch wenn ich mir bis dato nichts darunter vorstellen konnte.

Für die nächsten Tage nehme ich mir vor, z.B. absichtlich mal an einem öffentlichen Platz zu Mittag zu essen und werde dabei die Reaktionen der Leute im Auge behalten, aber natürlich nicht zu verkrampft und verbissen.

Auch werde ich morgen mal bewusst mit meinem Mp3-Player zur Uni gehen, was ich mich früher nie getraut hätte, da ich so möglicherweise ungewollte Blicke und Aufmerksamkeit auf mich projizieren könnte, wo ich doch ständig um das genaue Gegenteil bemüht war.

''Learning by Doing'' sozusagen. Einfach mal etwas wagen und schauen, was passiert, ohne bereits im Vorfeld zu hohe Erwartungen zu haben oder den Ausgang zu wissen.

@ekelgesicht:

Glaub mir, du kannst das auch, horche einfach mal in dich hinein. Wenn du keine Einfälle hast, was du mal ausprobieren könntest, so mache doch mal Folgendes: Gehe einen Tag durch deinen Alltag und versuche dir Situationen einzuprägen, in denen du dich unwohl oder gehemmt fühlst... oder wo du denkst: ''Das will ich auch können...'' Dann suchst du dir eine dieser Situationen aus, und nimmst dir bewusst vor, sie den nächsten Tag mal anzugehen, einfach so, nur um zu schauen, was passiert. Es muss ja nichts Großes sein, es reicht schon, wenn du einfach mal jemanden nach der Uhrzeit fragst oder Ähnliches. Das lässt sich ja dann auch weiter steigern und ausbauen. Du kannst dir ruhig gut zu reden und dir sagen: ''Ich schaffe das''.

Außerdem sollte der Thread hier auch kein ''Selbstheilungstagebuch'' meinerseits werden, sondern eher andere User anregen und animieren, etwas offener zu sein. Also, nur zu, sei bereit für einen kleinen Schritt in eine andere Richtung. Es ist weder schmerzhaft, noch tödlich, einfach nur ein Experiment. Der gute Wille und der eigene Antrieb deinerseits ist aber natürlich vorausgesetzt

Man muss beginnen sich seinen Dämonen zu stellen, anstatt ihnen ein Leben lang davon zu laufen, sonst lebt man kein Leben, sondern ist ständig Gehetzter einer schier ewig dauernden, endlosen Jagd.

In diesem Sinne, den Kopf über Wasser halten und einfach mal die Zügel etwas lockerer lassen. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich es mal schaffen würde, aber manchmal hilft eben nur ein Sprung ins kalte Wasser.
Schließlich gibt es nichts zu verlieren; im Gegenteil man ist hinterher sogar an Erfahrungen reicher. Und höre mal in dich hinein: Du willst doch auch, dass sich an deiner Situation etwas ändert, oder etwa nicht?

Viele Grüße,
Dark_Phoenix
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Geändert von Dark_Phoenix (05.07.2011 um 13:42 Uhr)
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  #6 (permalink)  
Alt 05.07.2011, 15:10
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sorry aber wenn ich neue eiterpickel im gesicht hab, kann ich nicht irgendjemand ansprechen.
Da denk ich sofort der die guckt dahin und ekelt sich, was ja auch verständlich ist.

Wenn ich mal gute tage habe würde ich wahrscheinlich alles machen
Einfach weils so selten vorkommt und man das mal leben kann was man leben will
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  #7 (permalink)  
Alt 05.07.2011, 15:22
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@ekelgesicht:

Klar, unter solchen Umständen ist das nicht gerade einfach, aber du denkst schon wieder zu viel und bist von vornherein negativ eingestellt, dabei kannst du gar nicht wissen, was der andere denkt, wie auch? Alles nur Vermutungen.

Und wie gesagt, es muss ja nicht gleich mit jemanden ''ansprechen'' sein, es reicht ja schon aus, wenn du dir kleinere Herausforderungen suchst, die du dir zutraust. Zum Beispiel einen Punkt in der Ferne fixieren, wenn du an Menschen/Gruppen vorbeiläufst und versuchen mal etwas anderes zu denken.

Ich will ja auch niemanden zwingen, aber wenn man selbst schon so demotiviert rangeht und nicht ''will'', dann wird das auch nix.

Schau einfach mal so in deinen Alltag, suche dir irgendeine Situation raus, ich bin mir sicher du findest bestimmt was Passendes für dich. Mehr als dir Mut machen und gut zureden kann ich leider auch nicht, der Rest, nämlich die Umsetzung, liegt bei dir, da kann dir auch keiner weiterhelfen. Du musst es eben ''wollen''.

Vielleicht sollten wir auch anders vorgehen...

Wie wäre es, wenn du einfach mal deinen Tagesablauf kurz zusammenfasst und deine Gedanken schilderst. Dann kommt Stufe 2.
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  #8 (permalink)  
Alt 05.07.2011, 15:59
 
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hey Leute bin neu hier und würde gern einen Beitrag erstellen, hab aber nirgends den Button gefunden auf dem steht "Beitrag erstellen" oder der dergeleichen.

Ich weiß das hat nicht viel mit dem Thema zu tun aber wäre trotzdem für jede Antwort dankbar.
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  #9 (permalink)  
Alt 05.07.2011, 16:05
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@Lion:

Eigentlich ganz einfach:

Du klickst im Forum auf ein beliebiges Unterforum, wo du dein Thema erstellen willst und scrollst dann runter, bis du links unten den Button ''Neues Thema'' findest. Wie du Posts erstellen kannst, weißt du ja inzwischen, wie es scheint
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  #10 (permalink)  
Alt 05.07.2011, 17:06
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Was willst du jetzt von mir lesen??
Ich geh arbeiten und sonst nicht in die öffentlichkeit was soll ich da schon groß von leuten denken.
Klar wenn ich auf der arbeit welche grüße verstell ich mich und tu so als ob ich gute laune habe und die leute machen genau das gleiche gutgelaunte zurück.

ist doch super
und dann bin ich froh wenn ich in ruhe meine arbeit machen kann fahre nach hause baller mir hassgefüllte musik ins ohr und erfreue mich daran.
Dann sitz ich vorm rechner vegitier vor mich hin träume von schöner haut was ich tun kann usw.
Dann geh ich zum kampfsport und erfreue mich auch mal die wut rauszulassen, alles kontrolliert auch wenn maln paar minuten gegen boxsack hauen auch gut wären tun wir bei uns aber net.
auf der straße biste ja auch kein boxer mit handschuhen D:

Dann geh ich pennen denke denke denke und schlaf irgendwann ein träume jeden krassen scheiss dens gibt und alles von vorn^^
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