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  #1 (permalink)  
Alt 04.01.2011, 21:04
 
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Standard Psychotherapie während der Akne

Hallo,

ich habe schon die Suchfunktion benutzt aber leider keine wirklich Antwort bekommen.

Es gibt ja viele von denen man liest das sie nach bzw noch mit Akne eine Psychotherapie(PT) machen.
Was mich mal dringend interessieren würde wäre wie gut diese euch geholfen hat während ihr noch akut Akne hattet.
Hat es jemand geschafft seine Akne ganz ausblenden zu können und sein Selbstbewusstsein wiedererlangt? Oder hilft es nur mit der Situation besser umzugehen?

Ich fange bald an eine Terapie zu machen und bin mir nicht ganz sicher was ich erwaten kann.

Einen schönen Abend noch!
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  #2 (permalink)  
Alt 05.01.2011, 15:09
 
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Erst einmal finde ich es toll, dass du dich zu einer Psychotherapie entschieden hast. Ich glaube, das kann grundsätzlich nur helfen (vorausgesetzt die Therapeuten taugen etwas, aber davon sollte man ausgehen).

Ich habe vor ca. 10 Jahren auch eine Therapie gemacht.
Allerdings hatte / habe ich keine starke Akne, sondern eher unreine Haut bzw. leichte Akne, mit der ich aber auch extrem unglücklich war.
Zum einen habe ich meine Haut durch falsche Mittel und Gedrücke und Gekratze kaputt gemacht, so dass sie irgendwann (trotz "nur" unreiner Haut) richtig schlimm aussah. Zum anderen hat sich eine Art Zwangsstörung entwickelt, da meine Gedanken ausschließlich um meine Haut gekreist sind.

Die "Diagnose" lautete BDD (Body Dysmorphic Disorder), auf deutsch: Körperdysmorphe Störung. In meinem Fall wurde mir zu einer kognitiven Verhaltenstherapie geraten. Einerseits wird an den negativen Gedanken gearbeitet, andererseits am zwanghaften Verhalten. Welche Art von Therapie dir angeraten wird, kommt darauf an, wo genau dein Problem liegt. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es auf etwas Ähnliches hinauslaufen wird. Wenn du kein Problem mit zwanghaften Verhaltensweisen hast, wird vielleicht der Fokus auf positive Sichtweisen gelegt.

Ob eine Therapie hilfreich ist oder nicht, hängt zum Großteil davon ab, ob man sich selbst darauf einlässt. Mir hat sie sehr geholfen und ich bin immer noch froh, dass ich das damals gemacht habe. Wobei man danach nicht unbedingt "geheilt" ist. Ich persönlich merke, dass ich z.T. wieder in alte Verhaltensmuster hineinrutsche, sobald meine Haut schlechter wird. Wenn es ganz schlimm ist (was zum Glück schon länger nicht der Fall war), krame ich meine alten Aufzeichnungen heraus, die ich im Verlauf der Therapie gemacht habe, und lese sie z.B. vor dem Einschlafen. Das wirkt auf eine unbewusste Art, so dass ich beim Aufwachen ganz anders denke als den Abend zuvor.
Der große Unterschied zu früher ist, dass es mir bewusster ist, was ich tue bzw. denke und: ich kann anders damit umgehen, weil ich einen anderen Lebensinhalt habe. Ich würde mir z.B. inzwischen niemals erlauben, wegen meiner Haut zu Hause zu bleiben und nicht arbeiten zu gehen (was ich früher regelmäßig gemacht habe). Soll heißen: "Die Sache mit der Haut" ist immer noch "mein" Problem, aber sie steht nicht mehr über allem.

Ich kann dir raten: Führe Tagebuch! Einmal, um dir das Gesagte in den Therapiestunden besser einprägen zu können, und zum anderen auch, um es später evtl. nochmal lesen zu können.

Geändert von Muriel (05.01.2011 um 15:41 Uhr)
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Alt 06.01.2011, 08:29
 
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Also ich habe schon oft gehört, dass dies sehr sinnvoll ist und überlege auch so etwas zu machen. Leider habe ich mich noch nicht über die Möglichkeiten/Kosten informiert. Bin Privatpatient und bin mir da auch nicht sicher, ob es eine Möglichkeit gibt das die Krankenkasse das übernimmt. Da ich definitiv unter leichten Depressionen, zumindest zeitweise, leide könnte man sich da ja eventuell durch den Hausarzt oder so überweisen lassen.

Bin gespannt, was du so berichten kannst. Ich weiß aufjeden Fall von Fällen, wo die Akne durch so eine Therapie verbessert oder teilweise geheilt werden konnte, da irgendwo eine psychische Blockade saß. Zum Aufbessern des Selbstbewusstseins sicher auch nicht verkehrt.
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  #4 (permalink)  
Alt 09.01.2011, 17:52
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Ich hatte mal das Thema Dysmorphophobie angesprochen gehabt. Der Typ meinte nur: haha da müssen sie sich doch nicht so haben. Das hat mir gereicht, habe den Mist abgebrochen, so ein Wanker. Hoffe ihr habt mehr Glück.
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  #5 (permalink)  
Alt 10.01.2011, 14:59
 
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... dann bist du an einen unerfahrenen oder unfähigen Therapeuten (?) geraten.

Ausgebildete und erfahrene Psychologen kennen sich i.d.R. mit der Thematik aus und nehmen sie auch ernst! Denn psychische Probleme im Hinblick auf das eigene Aussehen bzw. den Körper nehmen immer mehr zu und gehören zu den Kenntnissen, über die Therapeuten verfügen sollten.
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  #6 (permalink)  
Alt 11.01.2011, 06:41
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Also ich kann jeden nur raten, wenn man Probleme mit sich und seinem Körper hat und allein nicht mehr wirklcih weiter weiß bzw. sich aus dem Tief selber rausholen kann ... dann soll ist der Weg zur Therapie wirklich gut ....

Ich selber war auch lange in Therapie (nicht wegen der Akne ...) und es hat mir sehr geholfen .... man muss sich aber darauf einlassen können und auch an einem selber arbeiten ...

Wichtig ist, dass man Vertrauen zum Therapeuten/zur Therapeutin hat ... ohne das kann es nicht gehen
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*Juni 2008 bis Nov 2008 Ciscutan (ISO),erreichte Dosis ca. 75mg pro Kg.
Seid Mitte Nov 2011 wieder ISO - 3 Tabletten a 10mg die Woche, also ca. alle 2 Tage 10mg
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  #7 (permalink)  
Alt 13.01.2011, 01:53
 
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Hey,

ich habe bei meinem Therapeuthen angerufen aber leider konnten sie mir immer noch keinen Termin geben, ich soll in 4 Wochen nochmal anrufen.

Was mir aber wirklich geholfen hat ist das Buch "spitze sein, wenns drauf ankommt":
Spitze sein, wenn's drauf ankommt: Amazon.de: Matthias Herzog: BücherSpitze sein, wenn's drauf ankommt: Amazon.de: Matthias Herzog: Bücher

Hier wird einem erklärt wie man sein Leben besser in den Griff gekommt und insgesamt ein positiveres Lebengefühl bekommt. Ich kann es jeden ans Herz legen egal ob man psychische Probleme hat oder nicht.

Außerdem habe ich mir vorgenommen mich mit Büchern zu beschäftigen die in diese Richtung gehen, also wie man sein leben verbessern kann.

Liebe Grüße euer LC4TW
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  #8 (permalink)  
Alt 13.01.2011, 08:58
 
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Lesen hat mir auch immer geholfen bzw. hilft mir immer noch!
Es ist immer gut, sich aktiv mit seinem Problem auseinanderzusetzen.

Ich habe damals auch ewig auf einen Termin gewartet - das ist völlig normal.
Ich glaube, zwischen Erstgespräch und Therapiebeginn lagen damals 4 Monate. Da braucht man leider Geduld.
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  #9 (permalink)  
Alt 13.01.2011, 09:53
 
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Bei mir gab es bisher noch nicht mal ein erstgespräch, ich wurde nur am telefon gefragt um welche probleme es sich handelt. Ich hoffe nur das ich dann nich nochmal 4 monate warten muss bis ich dann die therapie gebinnen kann.
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