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Hi zusammen, nach 3(?) Jahren ist dies der erste Thread von mir, der sich noch einmal (vielleicht das letzte mal) mit mir und meiner Akne auseinandersetzt. Ich will euch etwas mit auf den Weg geben, das ich für mich begriffen habe. Ich hoffe es ist etwas für euch dabei.
Das Thema Akne ist für mich zumindest äußerlich seit 3 Jahren abgeschlossen und als es soweit war, dass einfach keine Pickel mehr gewachsen sind, wollte ich dieses Forum und die ganze Thematik einfach nicht mehr sehen und schnellst möglich hinter mir lassen. Da ich immer wieder gegen das Loosergefühl, dass ich aus meiner 7 Jährigen Akne-Karriere nur allzugut kenne, kämpfen muss, ist es irgendwie an der Zeit nochmal zu reflektieren. Ich mache das hier, weil dieses Forum 4 Jahre lang mein zu Hause war, ohne das ich damals wahrscheinlich nicht klar gekommen wäre. Ich denk für viele von euch wird etwas dabei sein, dass es sich auch für euch lohnt diesen Thread zu lesen. Meine Form war schwer entzündlich, das heißt nahezu jeder Mitesser ist zu einem dicken, roten Knoten herangewachsen. Folglich sah mein Gesicht über Jahre aus, wie ein Trümmerfeld. Antibiotikakuren, Vitamine in astronomischen Dosen, Cremes, Waschgels, Salben, Eigenurin, Ernährungsumstellungen...ich hab alles probiert außer Roa. Das Zeug war mir zu heftig und ich hab immer daran geglaubt meinen Körper nicht vergiften zu müssen, um diese Pickel loszuwerden. Ich brauch euch ja nicht zu erzählen, wie man sich in vielen Situationen fühlt, wenn man Akne im Gesicht hat. Man sitzt im Bus, die Sonne scheint auf die Wange und alles woran man denken kann ist, dass diese Pickel jetzt für jeden richtig gut sichtbar sind. Also dreht man seinen Kopf so, dass möglichst wenige Leute diese Wange sehen können und sieht wahrscheinlich schon total bescheuert und verkrampft aus. Da es so warm ist, fängt man an zu schwitzen und man denkt "Na toll, jetzt sieht mein Gesicht nicht nur aus wie eine Pizza, sondern wie eine fettige, glänzende Pizza." So geht das den ganzen Tag. Man läuft durch die Stadt, will etwas einkaufen und kauft lieber ein graues T-Shirt, dass nicht auffällt, bevor irgendjemand aufgrund eines schönen Kleidungsstückes bemerken könnte, dass man anwesend ist und dieser jemand dann sehen muss, was für ein abstoßender Typ man eigentlich ist. Man entwickelt definitiv paranoide Tendenzen. Die Akne hat mich fertig gemacht. Ich hab mich aller Möglichkeiten beraubt gefühlt und mich in meinem zu Hause versteckt, Stunden vor dem Spiegel verbracht, vor dem Rechner und in meinem Kopf, der voller Angst und Selbstzweifel war (und es teilweise immernoch ist). Als die Pickel weg waren, gab es plötzlich eine große Leere. 7 Jahre Kampf...7 Jahre hat sich mein Leben an dieser Krankheit ausgerichtet und plötzlich ist man frei. Aber was tun? Durch einige glückliche Fügungen und finanziellen Aufwand hab ich Menschen kennengelernt, die mir gezeigt haben, dass das Leben auch anders laufen kann. Das die Welt da draußen ein Ort voller Möglichkeiten sein kann. Ich habe daraufhin bis an die Grenze meiner Belastbarkeit versucht alles nachzuholen was ich verpasst habe. Ich bin durch Clubs gezogen, hab gefeiert, hab gelernt wie man tanzt, angefangen mit Frauen zu flirten und verrückte Dinge erlebt. Ich hab mich neben der Uni selbstständig gemacht und Gruppencoachings angeboten. Bin durch Innenstädt gezogen und hab Übungen für Sozialphobiker gemacht, die das Selbstvertrauen stärken sollen. Ich hab fremde Menschen nach FKK-Bädern gefragt. Bin laut muhend und mit den Armen wedelnd durch eine Großstadt gelaufen, hab 30 Menschen innerhalb von einer Stunde nach der Uhrzeit gefragt... und vieles mehr. Mein Kleidungsstil ist schicker geworden, die Orte an denen ich mich aufhalte sind öffentlich und ich hab eingermaßen Erfolg bei Frauen. Gerade vor 3 Wochen ist eine 4 Monatige Affäre mit einem Mädel zu Ende gegangen, die wirklich wunderschön war. Äußerlich eine Traumfrau...aber wie das im Leben so ist...verwundete Seelen finden sich und wenn sie nicht aufpassen tun sie sich gegenseitig nur noch mehr weh. Daran ist es gescheitert und deswegen ist die Erinnerung an all das wieder so stark zurückgekehrt. Ich wollte nie wieder in diesen Sumpf aus Einsamkeit und Selbsthasse zurück, daher war die Flucht vor diesem Gefühl mein täglicher Antrieb. Das Gefühl allein und abstoßend zu sein hat mich bis heute jeden Tag begleitet und das schlimmste daran ist, dass ich es gar nicht mehr wußte. Ich wollte den Normalzustand und das Gefühl willkommen und angenommen zu sein so sehr, dass ich versucht habe mein schiefes Selbstbild einfach zu leugnen. Abstoßend und eklig, das steckt in mir drin. Mit mir allein zu sein und mich in mir selbst wohl zu fühlen, fällt mir nach wie vor schwer. Ich brauche viel Konzentration um so etwas wie Selbstliebe spüren zu können (Ich empfehle euch Meditation!). Und das obwohl mein Umfeld tendentiell sehr positiv über mich spricht. Komplimente über mein Aussehen, meine Art, meinen Körper, meine Intelligenz sind mittlerweile keine Seltenheit mehr und so sehr ich manchmal darauf hoffe, dass mir irgendjemand bestätigt, dass es einen Grund dafür gibt, dass ich mich so scheisse und allein fühle, so gering ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihn mir irgendjemand liefern wird. Das steckt alles nur in meinem Kopf. Die gute Nachricht ist, dass ich augenscheinlich das Potential habe, all das zu erreichen, was ich mir wünsche. Als mir jedoch klar geworden ist, dass ich mit meinen Ängste nicht allein klar komme, habe ich mir einen Therapeuten gesucht, den ich seit mittlweile 1,5 Jahren aufsuche. Es fällt mir schwer offen darüber zu reden, aber es ist Teil meiner Geschichte. Hier stehe ich mit 27 Jahren und bin süchtig. Süchtig nach Leben, dass ich mir 7 Jahre lang selbst verboten habe und mein Image ist bei vielen Menschen auch längst das eines Partygängers und "Draufgängers". Aber das ist genau das, was ich den Anderen glauben machen machen will. Sie sollen nicht sehen, wie es wirklich in mir aussieht. Sie sollen den ekligen Looser, von früher nicht sehen, für den ich mich oft immernoch halte. Paradoxe Situationen sind entstanden, da ich auf dieser Basis immer wieder vor Nähe flüchte. Der alte Fluchtinstinkt, wenn einem jemand zu nah kommt wird aktiviert. Wenn irgendwo Fotos von mir gemacht werden, reagiere ich immernoch gereizt und will sie danach nicht sehen. Ich denke das spricht für sich. Da die letzten Abschnitte vor allem für mich waren, ist der kommende Abschnitt jetzt für euch. Ich will euch etwas mit auf den Weg geben. Ihr alle leidet mehr oder weniger unter eurer Haut und ich hoffe, dass es nur bei den wenigsten diese Ausmaße annimmt, wie es bei mir angenommen hat. Es war zweifellos eine Abwärtsspirale, in die ich mich teilweise selbst hineinmanövriert habe und aus der ich mich gerade mit viel Mühe herauskämpfe. Lasst es nicht soweit kommen. Verbietet euch nicht ihr selbst zu sein, weil ihr diese Krankheit habt. Ihr habt jeden Tag die Entscheidung, ob ihr stolz auf euch seid und euch wegen eurer selbst liebt, oder ob ihr euch versteckt und negativ beurteilt. An jedem einzelnen Tag, wo ihr euch für das Verstecken entscheidet, geht ein kleiner Teil in euch kaputt. Aber an jedem Tag, wo ihr euch dafür entscheidet euch selbst gern zu haben, blüht ihr innerlich ein kleines bißchen auf und habt die wundervolle Möglichkeit zu spüren, dass ihr ein liebenswerter Mensch seid...einfach so, wie ihr seid. Es ist definitiv so, dass ihr selbst euer einzigster Kritiker seid, denn andere Menschen nehmen euch als den Menschen wahr, der ihr seid. Und auf dieser Basis entscheiden sie, ob ihr ihnen sympathisch seid oder nicht, ob ihr geliebt und angenommen werdet oder nicht. Wenn ihr euch selbst nicht liebt, habt ihr keine Chance, dass irgend etwas von euren Wünschen in Erfüllung geht. Ihr lasst es schlicht nicht zu. Ihr werdet immer wieder vor eurem Ziel davon laufen, wenn es plötzlich in greifbarer Nähe ist und bleibt Gefangene in eurem eigenen Mief. Ihr steckt sprichwörtlich in der Scheisse fest und je mehr ihr strampelt, desto tiefer rutscht ihr rein. Verbietet euch nicht ihr selbst zu sein; geht da raus und mach alles das, was euch Spaß macht, genauso, wie es euch Spaß macht. Es wird Menschen geben, die euch schief anschauen und welche, die es nicht tun. Wißt ihr was? DAS GEHT JEDEM SO. Nur liefert ihr euch selbst einen Grund dafür, warum es gerade bei euch etwas anderes ist. Denn ihr habt Akne. Tut euch das nicht selbst an. Diese Krankheit bedeutet nichts. Die psychischen Auswirkungen, die Zwänge, die man sich zu Beginn selbst auferlegt und gegen die man dann nicht mehr ankommt, das niedrige Selbstvertrauen und der Hass auf die eigene Haut...das ist es was andere Menschen in eurer Gegenwart spüren und weswegen sie sich (wenn überhaupt) von euch fern halten. Liebt euch, habt euch selbst jeden Tag gern und lasst die verdammten Finger aus dem Gesicht. Das ist was jeder Hautarzt als erstes verschreiben sollte. Der größte Kampf ist die uneingeschränkte Selbstliebe zu behalten. Ihr müßt sie jeden Tag suchen, euch Zeit nehmen euch gern zu haben und all die Sachen an euch zu entdecken, die euch lebendig machen und die zu entfernen, die euch sprichwörtlich euer Leben kosten. Dinge wie das studenlange vor dem Spiegel stehen. Im Internet surfen. Die abende allein verbringen. Menschen meiden. Euch selbst meiden. Das hat alles gar keinen Sinn. Habt euch gern! Ihr seid in jedem Moment eures Lebens einzigartige Menschen mit Träumen, Zielen und Wünschen, die es wert sind erfüllt zu werden. Ihr seid es wert. Und ihr habt die Kraft und die Stärke euch euer Leben nicht wegen ein paar Pickeln wegnehmen zu lassen! Ihr habt es verdient. Ich wünsch euch was! D_p
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Klicke hier für unsere Produktbewertungen. Gib deine Erfahrungen weiter, oder profitiere von den Erfahrungen anderer! Geändert von D_perfect (11.07.2010 um 14:15 Uhr) |
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Wow! Ich bin baff!... Du hast so recht!
Ich merke es selber an mir. Ich komme jetzt nach den Sommerferien in die Abiturstufe, d.h. ich werde nur noch 2 Jahre mit meinen Freunden verbringen können... und trotzdem sperre ich mich teilwiese hier ein. Wegen meiner Haut. Und ich weiß, dass du recht hast, denn wenn ich mich doch mit ihnen verabrede, ist es ein wunderbares Gefühl. Also auch von mir: Man lebt nur einmal, und die Uhr tickt! Nehmt euer Leben in die Hand und macht was daraus! Und nochmal: Vielen DanK! |
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Ich kann 1 zu 1 mit dir fühlen. Mache ähnliches durch, wahrscheinlich wie viele hier. Akne hat uns verändert. Schön das du jetzt dein Leben ausschöpfst.
Das größte Problem der Akne sind doch tatsächlich die Psyche... Der Konflikt mit sich selbst. Ich hatte in dem Jahr wirklich 3-4 tolle Monate, die ich ausgelebt habe, doch jetzt bin ich wieder an einen Punkt angelangt, der mir sehr zu schaffen macht. Meine größte Angst besteht darin, Kollegen (Freunde) die mir wirklich etwas bedeuten, zu enttäuschen. Aber am Ende schaff ich es doch immer wieder, abgelehnt zu werden. Viel schlimmer ist die Ungewissheit, ob und wann die Akne aufhört und man sich nichtmehr auf sein Gesicht fixieren muss. Du sagtest du wurdest nun nach der Akne zu einem Draufgänger. Bei mir ist es gerade umgekehrt... Ich war früher der absolute Single, viele Freunde, viel Action, viel Spaß. War ziemlich beliebt... doch das hat mir die Akne genommen. Habe heute Probleme damit, Menschen zu treffen die ich von früher kannte. Da sie wenn sie mich jetzt erleben ein völlig neues Bild von mir erhalten. Ich hab den Zwang mich zu isolieren wenn meine Haut schlecht ist, oder ich andere Rückschläge erleide. Ich weiß das es mir hilft mich unter Menschen zu mischen, bzw. mit Kollegen etwas zu unternehmen. Jetzt habe ich mich zwei Wochen zurückgezogen und kann mich nichtmehr integrieren... es wird von Tag zu Tag schlimmer. Diese ständige Einsamkeit ertrag ich nichtmehr. Andererseits brauch ich auch mal Zeit für mich. Ich befinde mich zurzeit in einem Dilemma indem ich ohne Hilfe nichtmehr heraus komme. Ich fühle mich Allein. Mir fehlt das Gefühl von Geborgenheit :-( Mit freundlichen Grüßen, Alex Geändert von alex88 (11.07.2010 um 23:42 Uhr) |
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Aufgehört zu rauchen, unter keinen Umständen mehr drücken und wahrscheinlich das Alter. Ich war 23. Da wird es bei vielen weniger.
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Absolut starker Text. Im Rückblick danke ich dir für die gemeinsame Zeit und wünsche dir das Allerbeste für die Zukunft. Hoffe du schaffst den letzten Schritt auch noch!
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Ich habe so viele Elemente in diesem Text auf mich beziehen können, unglaublich. Es kommt mir zur Zeit so vor als wäre ich im Jahr 3 oder 4 von deinen insgesamt 7. Ich bin nun 18, die ganze Welt feiert, und ich sitz heut schon wieder vor dem Rechner... So ist es fast jeden Tag. Klar sind die Ratschläge, einfach rauszugehn, zu tun was einem Spaß macht gut gemeint, aber das ist die Theorie, die Einsicht die man hat, wenn man die Akne los ist. Aber auch du hattest doch deine Gründe dafür das es so war wie es war - einsam und demotivierend, jeden Tag. Klar ist der Ansatz richtig immer das Positive zu sehen usw, aber es macht einfach keinen Spaß in die Welt zu ziehn und das Haus zu verlassen wenn man solche Akne hat. Es ist eine Blockade. Eine verschlossene Tür. Der Schlüssel ist, die Akne loszuwerden...
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Schade, ich habe Akne. |
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Dabei war ich es, der keine Ahnung hatte. Ich wollte lieber in meinem Mief versinken und mich als Opfer fühlen. Ich hätte genauso gut sagen können: Ich geh da raus und lass es mal darauf ankommen Ich hätte wahrscheinlich nicht glauben können, wie egal meine Haut den anderen ist und auch die positive Resonanz nicht glauben können. Das Ding ist: Wenn jemand kommt und sagt Boah du siehst so scheisse aus fängt man innerlich an zuzustimmen. Man ist selber der Meinung, dass man scheisse aussieht und irgendwie sogar froh darum, dass es wenigstens mal einer ausspricht. Ich hätte mich früher heimlich gefreut, wenn mal irgendjemand gesagt hätte, dass ich kacke aussehe und deswegen lieber zu Hause bleiben soll. Endlich jemand, der meine Realität bestätigt und mich versteht. Aber das Gegenteil war der Fall. Ich wurde immer wieder eingeladen und hab von mir aus permanent geblockt. Das ist paradoxer shit. Je mehr ich eingeladen wurde, desto unverstandener hab ich mich gefühlt und noch weniger Lust gehabt mitzugehen. Dabei wollte ich doch dabei sein...nur nicht so, wie ich bin. Siehst du, wie absurd das ist?! Man spaltet sich selbst auf: In eine annehmbare Person, die irgendwann in der Zukunft okay ist und in eine Jetzt-Person, die man selbst nicht sein will. Was wäre, wenn du einfach der Meinung wärst, dass du gut aussiehst und den Leuten, die dich häßlich finden ( ich wette du findest keine 10!!) sagst, dass sie nicht wissen wovon sie reden. Der Switch ist theoretisch total einfach. Nur ist das die Theorie. Aber: Wenn du dich jeden Tag wieder entscheidest dich scheisse zu finden, konditionierst du dich auf genau diesen Glaubenssatz. Das ist simples operantes Konditionieren. So funktioniert Verhaltenstherapie. Jeden Tag der gleiche Reiz und irgendwann ist es automatisiert und Teil deiner Persönlichkeit. Deswegen funktioniert die Rechnung Akne weg = Alles Gut nicht. Der Automatismus, dass die Jetzt-Person nicht okay genug ist überlebt völlig ohne Grund. Egal, ob ihr Akne habt oder nicht. Das ist, wie unser emotionales Gedächtnis funktioniert. Der Kampf beginnt heute; genau genommen hat er schon längst begonnen, nur mußt du ihn endlich annehmen. Schau mal, was du zu gewinnen hast! Die wahnsinns Erfahrung trotz deiner Haut angenommen zu sein. Du mußt es nur selber glauben können, dann werden die 2-3 Negativerlebnisse, die man im Quartal vielleicht hat, zu Ausnahmen und der ganze restliche Alltag, an dem kein einziges Feedback zu deiner Haut kommt zu einem friedlichen Normalzustand, an dem man sich anderen Dingen widmen kann. Emotionen sind steuer- und erlernbar! Ich weiß, diese ganze Theorie bringt euch nichts. Seit ich mich aktiv mit mir und meinem Selbstbild beschäftige, bin ich ein ziemlicher Pschologie-Freak geworden und könnte Stunden über dieses Thema schreiben. Genieß dein Leben, das ist alles, was ich sagen will. Ich hab hier eine Liste mit 60 Dingen, die ich in meinem Leben noch machen will. Ein paar der Punkte, die nur mit anwesenden Frauen gehen ( ) habe ich tatsächlich erlebt, obwohl mir das damals beim Schreiben dieser Liste total absurd und in endlos weiter Ferne erschien. In 2-3 Monaten plane ich nach 1,5 Jahren Training meinen ersten, offiziellen Boxkampf und momentan zermatere ich mir den Kopf, wie ich ohne Geld nach Südamerika komme und dort möglichst schnell an Geld komme. DAS ist das Leben, nicht diese Einöde die man sich selber antut. Zieh dein Ding durch! Das ist echt der beste Rat, den ich drauf hab.
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ich kann Stefan da Recht geben, der Schlüssel ist es die Akne los zu werden. Wobei man vllt dazu sagen muß, dass das Leben ohne Akne nicht so unbdingt einfacher ist, teilweise im Gegenteil! Eben weil es viel mehr Möglichkeiten gibt und weil man höhere Erwartungen hat. Wenn man sich mit Akne zurückzieht, dann vereinfacht man sein Leben sehr stark auf sehr viel weniger Erwartungen. Wenn man nichts erwartet kann man auch nicht enttäuscht werden.
Im Prinzip hat man zwei Möglichkeiten: sich stark zurückzuziehen und nicht mehr das Haus zu verlassen (soweit das überhaupt möglich ist), oder man tritt die Flucht nach vorne an und sagt sich: Akne, nah und, ist doch egal usw. Die meisten werden wohl irgendwo eine Möglichkeit dazwischen ausmachen. Bei mir war es so, dass ich nie direkt einen Termin wegen der Akne abgesagt habe, ich hatte mir damals vorgenommen niemals wegen der Akne zuhause zu bleiben und habe das auch so durchgezogen. Wobei ich jetzt sagen würde, dass ich es mir da nicht immer leicht gemacht habe. Insgesamt hatte ich aber sehr wenig Termine, weil ich oft keine Lust hatte, weil ich immer weniger Lebensfreude hatte. Z.B. kam es für mich oft aufs gleiche raus, auf eine Party zu gehen oder nicht. Ich habe Vereine und Verpflichtungen "auslaufen" lassen, weil ich der Meinung war, da nicht gut anzukommen. Wobei ich auch durchaus Kritik auch bezüglich der Akne von anderen bekam, ich war keineswegs nur mein eigener Kritiker. Vllt sind auch nicht immer nur die Leute ein Problem, die direkt was negatives zu der Akne, bzw. zu der Person mit Akne sagen. Kann auch sein, dass längere Zeit keiner was direkt negatives sagt. Trotzdem kommt man mit schwerer Akne wie ich sie hatte nicht so unbedingt an. Es ist auf jeden Fall schwierig als Mädel mit schwerer Akne einen festen Freund zu finden und in Gruppen von Gleichaltrigen so voll akzeptiert zu werden. Ich habe mich oft als Spaßbremse empfunden und hatte auch nicht selten das Gefühl, dass andere das auch so empfinden. Ich denke auch nicht, dass Akne nur ein rein subjektiv empfundenes Problem ist, es ist genausogut ein objektives Problem, das auch von anderen störend wahrgenommen wird. Es sei denn, man hat eine Akne, die man nur selber als schlimm empfindet, was in einigen Fällen auch sein kann. D-perfect, du sagst ja selber, dass du dich mit deiner Akne zurückgezogen hast, und dann hattest du wohl auch deine Gründe dafür, jetzt ist alles einfacher für dich, weil du das Problem gelöst hast. Aber wenn du es jetzt wirklich noch schlimm hättest, sagen wir so schlimm wie ich damals, dann würdest du das alles jetzt nicht so locker sehen. Eine schlimme oder schwere Akne ist schon eine Art Behinderung bzw. Hautbehinderung. Das hatte mir der Hautarzt damals auch gesagt. Er meinte damals, ich könnte das Problem nicht damit lösen, wenn ich es unter den Tisch kehre, er meinte sogar, dass ich mich sonst damit überfordern würde. Erstmal müßte ich die Akne behandeln und bekämpfen, das ist das wichtigste und alles andere findet sich dann. |
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