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http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowPDF&ArtikelNr=182270&Ausga be=0&ProduktNr=224164&filename=182270.pdf
Sehr interessantes Dokument, Thema: Acute Acne Flare following Isotretinoin Administration: Potential Protective Role of Low Starting Dose http://www.aafp.org/afp/20001015/1823.html Zitat: The typical dosage of isotretinoin is 0.5 to 1 mg per kg daily in two divided doses, with a standard cumulative maximum of 120 to 150 mg per kg per treatment course. Because the intensity of the side effects of isotretinoin is dose-related, the lower dosage may be chosen. However, dosages of 0.5 mg per kg daily or less are more frequently associated with treatment failure. Initiation of isotretinoin therapy may cause a marked flare-up of the patient's acne. It is, therefore, common practice to introduce the medication slowly, beginning at 0.1 to 0.5 mg per kg daily, and increasing to the desired dosage of 1 mg per kg daily by the end of the first month of treatment. The average duration of therapy is five months, at which time most patients will have reached the desired goal of 120 to 150 mg per kg. However, a longer course of therapy is necessary in patients taking lower initial or daily dosages. http://www.aad.org/research/_doc/ClinicalResearch_Acne%20Vulgaris.pdf Zitat: Dosage: The approved dosage is 0.5 to 2.0 mg/kg/day. The drug is usually given over a 20-week course.138-158 Drug absorption is greater when the drug is taken with food. The acne expert work group feels strongly that initial flaring can be minimized with a beginning dose of 0.5 mg/kg/day or less. Alternatively, lower doses can be used for longer time periods, with a total cumulative dose of 120 to 150 mg/kg.138 In patients who have severely inflamed acne, even greater initial reduction of dose may be required. In the most severe cases of acne, consideration of pre-treatment with oral corticosteroids may also be appropriate. http://www.derma-net-online.de/buch/kapitel9_2/Kap_9_2.pdf Zitat: Die Anfangsdosis sollte bei 0,5mg/kg liegen. Wegen möglicher initialer Verschlechterung empfehlen andere Autoren niedrigere Anfangsdosen (0,25mg/kg) und erst dann eine Dosissteigerung. http://www.klinikum-dessau.de/fileadmin/user_upload/Hautklinik/PDF-Files/198_macne.pdf Zitat: Die Diskussion über die optimale Isotretinoin-Dosierung zur Therapie der Akne ist bisher nicht abgeschlossen. Einige Autoren favorisieren 0,5mg/kg Körpergewicht/d oder eine Lowdose-Therapie (weniger 0,3mg/kg). Während beide klassische Behandlungsschemata zur gleichen klinischen Langzeitbesserung führen, treten bei Patienten mit schwerer Akne nach einer Lowdose-Behandlung signifikant häufigere Rückfälle auf, die einen erneuten Isotretionoin-Zyklus notwendig machen. Für 99% der Aknepatienten ist eine 6-monatige Therapie ausreichend. Es wurde jedoch gezeigt, das eine initiale Dosierung von 1mg/kg Körpergewicht/d für 3 Monate mit einer anschliessenden Dosisreduktion auf 0,5mg/kg und, falls möglich, auf 0,2mg/kg für weitere 6-9 Monate das klinische Langzeitergebnis optimiert. Zitat: In einer 10jährigen Nachbeobachtungsphase nach einer Isotretinoinbehandlung mit 1mg/kg (oder einer Kumulativdosis von 120mg/kg Körpergewicht) zeigte sich eine Rückfallquote von 22-30%. Im Vergleich hierzu lag die Quote nach einem Lowdose-Behandlungsschema bei 39-82%. Derzeit wird bei der Mehrzahl der schweren Aknefälle eine 6-12monatige Behandlung mit einer Isotretioninkonzentration von 0,5-1mg/kg Körpergewicht/d bei einer kumulativen Gesamtdosis von 150mg/kg Körpergewicht empfohlen. http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2006/2006-24/2006-24-389.PDF Zitat: Gut 40% der mit Isotretinoin behandelten Patienten sind nach einem Zyklus von der Akne vollständig geheilt, bei weiteren 40% ist eine verminderte Ausprägung festzustellen, und nur bei 20% kommt es zu einem Rezidiv, was zu einem erneuten Therapiezyklus führen kann [1]. Patienten unter 16 Jahren, Patienten mit sehr schwerer Akne im Bereich des Stammes und erwachsene Frauen neigen eher zu einem Rezidiv. Isotretinoin wird bei schwerer Akne, insbesondere Acne conglobata bzw. nodulocystica eingesetzt. Es sollte mit einer tiefen Dosierung (z.B. mit 20 mg/d) begonnen werden. So kann, vor allem bei den sehr schweren Formen der Akne, ein flare-up verhindert werden. Gelegentlich müssen bei sehr schweren Formen initial zusätzlich orale Steroide eingesetzt werden. Je nach Therapieeffekt und Nebenwirkung kann die Dosis gesteigert werden. http://www.praxispaediatrie.ch/images/5_Akne-Praxisp%E4diater-07-01R-P.pdf Auf Seite 55 gehen: Grafik zur Rückfallquote bei kumulativer Gesamtdosis grösser und kleiner 120mg/kg .
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XXXXXXXXXXXXXXXX SIGNATUR XXXXXXXXXXXXXXXXXX Diese Antibiotika-Wirkstoffgruppe kann Krankheiten heilen, langfristig jedoch irreversible Langzeitschäden verursachen! Ciprofloxacin/Levofloxacin/Norfloxacin/Moxifloxacin/ Ofloxacin/Lomefoxacin http://www.symptome.ch/vbboard/gesundheit-allgemein/27078-gelenkschmerzen-antibiotika-3.html http://www.fqresearch.org/pdf_files/...ORT_REV_12.pdf http://www.myquinstory.info/ Geändert von pm2 (13.09.2009 um 17:18 Uhr) |
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Zitat:
15 Jahre Retinoidtherapie: Langzeiterfahrungen in einer dermatologischen Spezialsprechstunde [...] Untersuchungen anhand von 90 Patienten, die über einen Zeitraum bis zu 15 Jahren beobachtet wurden. [...] In unseren Untersuchungen wurden 75 Etretinat-/Acitretinpatienten über einen Zeitraum bis zu 15 Jahren beobachtet und die therapeutischen Effekte, Dosierungen und unerwünschten Wirkungen (Nebenwirkungen) in der Zeitachse dokumentiert und ausgewertet. Außerdem beobachteten wir Therapiewirkung und Nebenwirkungen bei 15 Aknepatienten unter Medikation von Isotretinoin (Roaccutan) über einen Zeitraum von durchschnittlich 6,6 Monaten. [...] 3.2 Ergebnisse der Isotretinointherapie Von 15 Patienten, die mit Roaccutan behandelt wurden, waren 12 Männer und 3 Frauen. Das Durchschnittsalter bei Beginn der Therapie betrug 29,1 Jahre und die Altersspanne bei Therapiebeginn liegt zwischen 17 und 64 Jahren. 15 Patienten erhielten Roaccutan in einer Gesamtdosierung von 90,145 g. Die Spanne der Gesamtdosis reicht von 1,2 - 23,51 g, im Gesamtdurchschnitt erhielt jeder Patient 6,01 g. Die Anfangsdosis betrug für 15 Patienten durchschnittlich 36 mg/d (30-70 mg/d), die Erhaltungsdosis betrug durchschnittlich 29,6 mg/d (22,9 - 45 mg/d). In 93,3 % (14/15) wuden Aknepatienten und in nur 7,7 % (1/15) wurde eine hereditäre Keratose mit Isotretinoin behandelt. Im Durchschnitt wurde jeder Patient 6,6 Monate (1-30,7 Monate) mit Roaccutan behandelt. Die Gesamtbehandlungsdauer betrug für 15 Patienten 99,5 Monate. In 3 Fällen wurden Behandlungspausen von 2 Wochen, 1,2 und 6 Monaten eingelegt. Rezidive traten bei 2 Patienten (nach 3 bzw. 5,1 Monaten) auf, rezidivfrei blieben 3 Patienten, bei 10 Patienten traten deutliche Verbesserungen ihrer Hauterkrankung ein. Der klinische Effekt ... zeigt sich in der Verbesserung der Hautbefunde in 14 Fällen, bei 1 Patienten blieb der Hautzustand unverändert. Die Verbesserung der Hautbefunde zeigte sich im Rückgang von Induration, Infiltrat und Komedonen, Rückgang von Entzündung, Erythem, Zysten und Pusteln/Papeln, Abflachung von Narbenkeloiden sowie im Nachlassen von Eitersekretion, Schuppung und Dyskeratosen. Die Besserung der Hautbefunde trat nach durchschnittlich 7,4 Wochen (3-28 Wochen) auf. [...] Nach Orfanos besteht die Retinoidwirkung bei verschiedenen Verhornungsstörungen aus einer verstärkten Keratolyse in Verbindung mit einer günstigen Modulierung von epidermalem Wachstum und Differenzierung sowie zusätzlicher Blockade von Entzündungszellen in der Epidermis: ”... tritt die klinische Besserung der Hautkrankheit - unabhängig von ihren auslösenden Ursachen - nicht durch Elimination der zugrunde liegenden pathogenetischen Noxe, sondern durch Verhinderung von deren Auswirkungenauf das verhornende Epithel ein.” [...] Nebenwirkungen der Roaccutantherapie traten bei 15 Patienten in Form von Cheilitis, Sebostase, Pruritus und Konjunktivitis, trockener Mundschleimhaut, Exsikkose, Erosionen der Lippen, erhöhter Hautverletzlichkeit, Allergodermie, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, häufiges Nasenbluten und Schuppung der Kopfhaut auf. Bei 7 der 15 Roaccutanpatienten war die Therapie zum Zeitpunkt der Auswertung bereits beendet, 5 Patienten wiesen einen stabilen gebesserten Hatzustand auf, bei 2 Patienten trat ein Rezidiv nach 3 bzw. 5,1 Monaten auf. 8 der 15 Roaccutanpatienten befanden sich zum Zeitpunkt der Auswertung in laufender Behandlung. Bei keinem der 15 Roaccutanpatienten traten unter der Therapie hepatotoxische Reaktionen oder permanente Erhöhungen der Leberwerte auf, die den Abbruch der Therapie gerechtfertigt hätten. Die beschriebenen Nebenwirkungen führten in keinem Fall zu Verschlechterungen vorbestehender Erkrankungen und wurden von den Patienten aufgrund ihrer geringen Beeinträchtigungen gut toleriert. Im Rahmen unserer ambulanten Langzeitbetreuung wurden 15 Patienten mit Isotretinoin über einen Zeitraum von durchschnittlich 6,6 Monaten behandelt. Die Behandlung wurde im Durchschnitt mit 36 mg/d (0,31-0,83 mg/kg KG) begonnen und mit 30 mg/d weitergeführt (entsprechend einer Tagesdosis von 0,29-0,52 mg/kg KG) über einen Zeitraum von durchschnittlich 6,6 Monaten in Abhängigkeit von der Tagesdosis. Behandelt wurden 14 Patienten, die unter verschiedenen Arten von Akne litten und ein Patient mit einer hereditären Keratose. Die klinischen Wirkungen zeigten sich im Rückgang von Induration, Infiltration und Komedonen, rückläufig waren Entzündungszustand, Erythem, Zysten und Pusteln/Papeln. Weitere klinische Wirkungen waren mit Rückgang der Eitersekretion, Schuppung und verminderter Ausbildung von Dyskeratosen zu verzeichnen. Die klinische Wirkung von Isotretinoin besteht in einer Verminderung der Sebumproduktion, in Verminderung und Auflockerung des intrainfundibulären Hornpfropfes sowie antientzündlicher und antiproliferativer Wirkung. Die Effektivität der Isotretinoinbehandlung hängt von der Fähigkeit, verschiedene pathogene Mechanismen zu regulieren, ab: Sebumproduktion, Komedogenese, bakterielle Besiedlung und Entzündung spielen eine Rolle. In Übereinstimmung mit Weightman konnte auch bei unseren Patienten durch die Einnahme von Isotretinoin eine Abflachung von Narbenkeloiden erreicht werden. Eine Verbesserung der Hautbefunde konnte durch die Isotretinointherapie bei 14 von 15 der behandelten Patienten erreicht werden, bei 1 von 15 blieb der Hautzustand im Rahmen einer Akne conglobata-Behandlung unverändert. Klinische Nebenwirkungen traten bei allen 15 Patienten auf und äußerten sich in Form von Cheilitis bei 60%, Sebostase bei 20%, Pruritus bei 13% und in 7% mit Konjunktivitis, Xerostomie, Exsikkose, Lippenerosionen, erhöhter Hautverletzlichkeit, Allergodermie, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Epistaxis und Schuppung der Kopfhaut. Schwere systemische Nebenwirkungen, die in der Literatur mit 2 % angegeben sind, wie Kopfschmerzen, Myalgien, Arthralgien oder akute Arthritis, traten bei unseren Patienten nicht auf. Hepatotoxische Reaktionen oder permanente Leberwerterhöhungen sahen wir unter der Isotretinointherapie nicht. Im Gegensatz zu Untersuchungen von Ostlere et al. waren bei unseren Patienten signifikante Erhöhungen im Fettstoffwechsel (Cholesterol und Triglyzeride) nicht nachweisbar. In Übereinstimmung mit Ergebnissen von Cunliffe et al. führten die Nebenwirkungen bei keinem Patienten zu einer Verschlechterung vorbestehender Erkrankungen und wurden von den Patienten gut toleriert, so daß ein Behandlungsabbruch nicht notwendig wurde. Bei 8 von 15 Patienten war die Behandlung zum Zeitpunkt der Auswertung noch nicht beendet, von 7 abgeschlossenen Isotretinoinbehandlungen wiesen 5 einen stabilen gebesserten Hautzustand auf, bei 2 Patienten trat ein Rezidiv auf. Bei 5 abgeschlossenen Behandlungen erwies sich der Behandlungszeitraum von 6,6 Monaten als ausreichend, um ein stabiles, für Arzt und Patient zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Die Isotretinoinbehandlung sollte in Anlehnung an Cunliffe et al. nach unseren Ergebnissen nicht nur auf die Therapie schwerer Akneformen beschränkt bleiben, da die Aknemorbidität durch mehr Faktoren als die körperliche Beeinflussung, z. B. psychische und psychosoziale Probleme, determiniert wird. Bei unseren behandelten Aknepatienten konnte eine deutliche Verbesserung, parallel zur Abheilung der Hauterscheinungen, der reaktiven Verstimmung auf die Erkrankung und Normalisierung in ihrem sozialen Umfeld (Familie und Freunde) festgestellt werden. Bei sorgfältiger Patientenauswahl und Überwachung ist es möglich, die Langzeitretinoidtherapie ohne erhöhtes Risiko von nachteiligen Effekten für die Patienten durchzuführen. Welche Schlußfolgerungen können wir aus diesen Langzeiterfahrungen mit der Retinoidtherapie ziehen? Unsere Erfahrungen über 15 Jahre Retinoidbehandlung haben gezeigt, daß Retinoide als Präparate für eine dermatologische Dauerbehandlung geeignet sind, die klinisch gut zu steuern ist. Dosierungen von 0,5-1,0 mg/kg/d sind geeignet, um Patienten in einem klinisch zufriedenstellenden Hautzustand zu bringen und zu halten. Eine ausreichende klinische Wirkung ist nach 2-4 Wochen der Präparateinnahme festzustellen, wobei die individuelle Dosierung dem Schweregrad der Dermatose anzupassen ist. Die sich als optimal für den Patienten festgestellte Dosierung läßt sich über einen langen Zeitraum beibehalten, da der klinische Effekt nicht nachläßt. Einsatzgebiete für die Langzeittherapie von Retinoiden sind pustulöse, erythrodermische und Plaque-Psoriasisformen, lokalisierte und generalisierte Verhornungsstörungen sowie Lymphome. Die bekannten Dosierungshinweise werden in der Langzeittherapie dem klinischen Effekt und den unerwünschten Wirkungen angepaßt. Auch bei einer Dauertherapie über Jahre kommen unserer Erfahrung nach in der Regel keine neuen unerwünschten Wirkungen, die im wesentlichen den Leberstoffwechsel und Blutfettwerte betreffen, hinzu. Auf seltene unerwünschte Wirkungen wie Kopfschmerzen oder „Pseudotumor cerebri“ durch Hirnödeme wird im Text hingewiesen. Bei der Langzeitbehandlung fällt hinsichtlich der paraklinischen Nebenwirkungen auf, daß sich die Laborwerte auf einem höheren aber tolerierbaren Niveau einpegeln und im Laufe der Therapie nicht weiter ansteigen. Nach Absetzen der Retinoide nach einer Langzeitbehandlung kommt es innerhalb von 2-12 Wochen zu einen Rezidiv, meist ohne Rebound-Effekt. [...] Zusammenfassend läßt sich für die Langzeittherapie mit Retinoiden feststellen, daß damit eine Lücke in der Behandlung von chronischen Dermatosen mit Verhornungstörungen geschlossen wurde. Die Therapie wird bei individueller Steuerung über Jahre und Jahrzehnte von den Patienten gut toleriert und von diesen Patienten als deutliche Steigerung ihrer Lebensqualität angesehen. Die wichtigsten Ergebnisse dieser Untersuchungen lassen sich so zusammenfassen: Retinoide sind für eine Langzeittherapie über Jahre geeignet und chronische Hautkrankheiten, wie die Psoriasis, können in ihrem Verlauf über Jahre günstig beeinflußt werden. Grundsätzlich erscheint es auf Grund unserer Untersuchungen möglich und sinnvoll, Patienten mit chronischen Dermatosen Retiniode als Langzeitbehandlung zu verabreichen. Die Dosierung wird, wie wir an unseren Patienten zeigen konnten, nicht starr belassen sondern individuell dem Krankheitsschweregrad angepaßt. So werden die Hauterscheinungen, beispielsweise von Patienten mit Psoriasis vulgaris, auf etwa 20-30 % des Ausgangsniveaus gehalten. Wir konnten zeigen, daß dazu etwa Retinoiddosierungen von 0,34-0,5 mg/kg Körpergewicht notwendig sind. Das garantiert einerseits, daß das Krankheitsniveau dauerhaft erträglich für den Patienten gehalten werden kann, zum anderen, daß die Nebenwirkungsrate in tolerierbaren Grenzen bleibt. Bedeutsam erscheint anhand unserer Auswertungen, daß sich die Nebenwirkungsrate und das Spektrum unter der Langzeittherapie nicht zu ändern scheint. Dieses gilt sowohl für die klinischen als auch die paraklinischen Nebenwirkungen. [...] Wir fanden außerdem, daß die Retinoidtherapie paraklinische Parameter wie Leberenzyme und Blutfette zwar beeinflußt, es aber auch unter Langzeitgabe nur selten zu einer zunehmenden Verschlechterung der Parameter kam, so daß auch von dieser Seite her eine Retinoidlangzeittherapie tolerabel und sinnvoll ist. [...] Gabler, Wibke: 15 Jahre Retinoidtherapie: Langzeiterfahrungen in einer dermatologischen Spezialsprechstunde. Halle, Martin-Luther-Universität, Med. Fak., Diss., 80 Seiten, 2003 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Zitat: Ten-Year Follow-up of Isotretinoin for Acne The 10-year anniversary of the introduction of isotretinoin for the treatment of acne has recently passed. Dr. Cunliffe and colleagues in the United Kingdom have evaluated the efficacy and safety of isotretinoin 10 years after the initial course of treatment and the factors which may predict the need for more than one course of treatment. In the first study, a cohort of 88 patients with longstanding acne who had been treated with an initial dose of 0.5 or 1.0 mg/kg per day of isotretinoin was evaluated an average of 9 years after treatment. Most patients needed only 4 months of therapy to produce an average of 85% improvement. At follow-up, 61% of patients were still clear. Of the remaining patients, 16% were being treated with conventional antibiotics and 23% required a second course of isotretinoin. Of patients who relapsed, 78% did so within 18 months and 96% within 3 years of discontinuing therapy. Factors related to relapse included the presence of severe truncal acne and the initial dose of isotretinoin (patients who started at 0.5 mg/ kg per day or whose cumulative dose was less than 120 mg/kg relapsed more frequently [39%] than those who received larger initial or cumulative doses [22%]). In the second study, the investigators evaluated 299 patients 5 years after treatment with isotretinoin. During this time, 22.7% of patients required repeat courses of treatment, with the majority requiring only one additional course. Patients responded well to repeated courses of isotretinoin, and these treatments were not associated with increased adverse effects. Factors associated with needing repeat courses of isotretinoin included the presence of severe acne and a long history of acne. Repeat treatment courses were required more often by males under the age of 20 than by older men, and by females over the age of 25 than by younger women. Comment: These two large studies underscore the efficacy and safety of isotretinoin, particularly at a daily dose of 1 mg/kg or at a cumulative dose greater than than 120 mg/kg. After a decade of using this drug, it is clear that repeat courses are often necessary, and that the repeat courses are effective and safe. It is as yet unknown whether higher-dose regimens would improve outcome in patients who are predicted to respond poorly or to require more than one treatment course. -- JS Dover Published in Journal Watch Dermatology 1 November 1993 Isotretinoin for acne vulgaris -- 10 years later: a safe and successful treatment. Layton AM et al., Br J Dermatol 1993; 129:292-296. Geändert von pm2 (13.09.2009 um 17:54 Uhr) |
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Zitat:
Isotretinoin niedriger dosiert in der Behandlung: Seit Jahren ist die Wirksamkeit von systemischem Isotretinoin in der Dosierung von 0,5 – 1,0 mg/kg und einer Kumulativdosis von 120 mg/kg in der Behandlung schwerer Akne etabliert. In manchen Fällen wurde die Therapie jedoch durch hauptsächlich dosisabhängige Nebenwirkungen eingeschränkt. In den letzten Jahren wurde Isotretinoin zunehmend auch in Fällen von moderater Akne, die sich als therapieresistent gegenüber anderen Behandlungsmethoden erwies, erfolgreich eingesetzt. Eine Reduktion der Narbenbildung und Abnahme der psychosozialen Belastung ist ebenso für diese Patientengruppe von hoher Bedeutung. Aufgrund fehlender Studien hat sich das Therapieregimen mit niedrigerer Dosis noch nicht etablieren können. In einer prospektiven, nicht-vergleichenden, offenen Studie (2007) wurden 638 Patienten mit moderater Akne papulopustulosa über sechs Monate mit einer Dosis von 20 mg/d (0,3 – 0,4 mg/kg) Isotretinoin behandelt. Die Patienten waren in zwei Altersgruppen eingeteilt: 12 bis 20 Jahre und 21 bis 35 Jahre. Alle zwei Monate fand eine Beurteilung der klinischen und laborchemischen Parameter statt. Ergebnisse: Nach der Behandlung wurde eine signifikante Besserung bzw. eine Komplettremission der Akne in 94,8 % der Patienten in der Altersgruppe 12 bis 20 Jahre und in 92,6 % in der Altersgruppe 21 bis 35 Jahre erreicht. Nur ein Patient musste die Studie aufgrund von stark erhöhten Triglyzerid-Werten abbrechen. Leicht erhöhte Serumlipid-Level und Leberparameter wurden in 4,2 % bzw. 4,8 % der Patienten nachgewiesen. 91 % der Patienten entwickelten eine leichte Cheillitis, 43 % der Patienten milde Xerosis, und bei 2,5 % der Patienten trat eine Epistaxis auf. Depression oder psychische Nebenwirkungen traten bei keinem der Patienten auf. Keine der behandelten Frauen wurde unter der Isotretinoin-Therapie schwanger. Die durchschnittliche Kumulativdosis betrug in der jüngeren Altersgruppe 70,2 mg/kg, in der älteren Patientengruppe 66,8 mg/kg. Im Nachbeobachtungszeitraum von vier Jahren kam es in der Altersgruppe 12 bis 20 Jahre bei 20 Patienten (3,9 %) zu einem Rezidiv der Akne. Bei sieben der 20 Patientinnen wurde daraufhin die Diagnose eines polyzystischen Ovar-Syndroms (PCOS) gestellt. Die Rezidivrate zeigte sich mit einer Rate von 1:4 unter den Patientinnen höher als im Vergleich zu den männlichen Patienten. In der Altersgruppe 21 bis 35 Jahre trat bei sieben Patienten (5,9 %) ein Rezidiv auf, von den sechs Frauen wurde bei Zweien ein PCOS diagnostiziert. Fazit: In der vorliegenden Studie erwies sich der Therapiezyklus mit Isotretinoin von sechs Monaten in niedrigerer Dosierung als effektiv, nebenwirkungsarm und kostensparend bei Patienten mit moderater Akne vulgaris. Die Heilungsrate zeigte sich vergleichbar mit Studiendaten, bei denen Patienten mit moderater Akne mit der Standarddosis von 0,5 – 1,0 mg/kg behandelt worden sind. Aufgrund der Dosisabhängigkeit der meisten Isotretinoin-Nebenwirkungen traten in der vorliegenden Studie deutlich weniger Nebenwirkungen auf: erhöhte Serumlipid-Level bei 4,2 % der Patienten (Standarddosis: 35 % der Patienten) und erhöhte Leberparameter bei 4,8 % der Patienten (10 % beim klassischen Therapieregimen). Ein Nachteil der niedriger dosierten Therapie mit systemischem Isotretinoin ist ohne Zweifel die längere Therapiedauer, die bei Frauen das Risiko des Auftretens einer Schwangerschaft erhöht. Nach Meinung des Autors ist die niedriger dosierte Therapie mit Isotretinoin aufgrund der Reduktion an Nebenwirkungen und Kosten geeignet für Patienten mit moderater Akne, zur Therapie von schweren Akneformen ist jedoch weiterhin das klassische höher dosierte Therapieschema effektiver. Geändert von pm2 (13.09.2009 um 16:17 Uhr) |
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Geändert von pm2 (13.09.2009 um 16:17 Uhr) |
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Wie lange dauert die AV?
Wann hat die AV angefangen? Frage zur Dosis von Isotretinoin Frage zur Anfangsverschlechterung Anfangsverschlechterung? Niedrige Dosierung = weniger AV? Kreis der Niedrigdosierten - ROACCUTAN Anmerkung pm2: Wann und wie gut/schlecht Isotretinoin u.a. auch langfrisitg wirkt bzw. ob, wie stark/lange Anfangsverschlechterungen eintreten hängt von vielen Faktoren ab (z.B. Dosis, Akneart/Aknegrad, Hormone, Gene usw.) Eine Vorhersage ist kaum möglich oder schwierig. Falls eine Anfangsverschlechterung (AV) stattfindet wird diese (u.a. je nach Dosierung) meistens in den ersten 4 Wochen beginnen und kann ggf. bis zu 3 Monate andauern. Wer also nach 4 Wochen niedriger Anfangsdosis (z.B. 0,2-0,25mg/pro kg/Tag) noch keine Anfangsverschlechterung bekommen hatte kann beruhigt die nächste Dosierungsstufe (zusätzl. 10MG/Tag) wählen, sofern es in der Therapie vorgesehen ist. In der Phase einer Anfangsverschlechterung die Dosis zu steigern wird diese eher noch mehr "anheizen" und ist deshalb kontraproduktiv. Eine deutliche AV kann zu mehr oder weniger Narbenbildung führen, dieser Umstand wird durch die nicht optimale Wundheilung unter Isotretinoin gefördert. Deshalb ist eine auf die Person abgestimmte Dosierungsstrategie umso wichtiger! Im Zweifelsfall besser die ersten Wochen/Monate die Dosierung niedriger ansetzen bzw. langsam steigern als umgekehrt, besonders bei entzündlicher Akne! Eine niedrige Anfangsdosis wäre z.B. ca. 0,2-0,25mg/pro kg Körpergewicht/Tag, Ein Denkfehler ist es anzunehmen, bei möglichst hoher Anfangsdosierung wird die Akne schneller und deutlicher reduziert oder die Anfangsverschlechterung besser bekämpft. Stufenweises "Einschleichen" von Isotretinoin schliesst ja nicht aus dass man nach einiger Zeit bei einer hohen Tagesdosis oder Gesamtdosis angekommen ist. Auch sonstige ggf. vorbeugende Maßnahmen gegen die Anfangsverschlechterung/Entzündungen bzw. gegen die Narbenbildung, innerlich oder äusserlich, sollte man sich vor der Behandlung überlegen und nicht erst nachdem die Verschlechterung passiert ist. - Geändert von pm2 (15.09.2009 um 06:34 Uhr) |
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