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  #1 (permalink)  
Alt 29.12.2009, 20:27
 
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Unglücklich Roa Wirkung mildern bzw. rückgängig machen?

Hallo!

Meine Roa Therapie ist nun fast 2 Jahre her, habe damals nach 4 Monaten aufgehört, da die Nebenwirkungen zu heftig wurden.

Und genau diese bewegen mich jetzt zu dieser wahrscheinlich für euch merkwürdigen Frage:
Wie kann ich das Zeug wieder rauskriegen bzw. abstoßen? Oder eben die Wirkung schwächen?

Habe seit der Einnahme noch immer folgende NWs: Haarausfall, Extreme Müdigkeit, Augenringe, fahle und blasse Haut, extreme Lichtempfindlichkeit.

Diese Dinge machen mich fertig und ich würde alles tun, um etwas dagegen zu unternehmen. Die Symptome sind ja ident mit einer Vitamin A Hypervitaminose, welche ja auch die Wirkung von Roaccutan wiederspiegelt (Na Toll).

Derzeit achte ich darauf, möglichst wenig Vitamin A zu mir zu nehmen, fällt euch sonst noch was ein?

Bin über jeden Tipp extrem dankbar! :-)

Lg Tripple

P.S.: Das Zeug wirkt, Haut ist 1A, nur wäre mit Akne hundertmal lieber als der derzeitige Zustand :-(
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Alt 29.12.2009, 23:52
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2 Jahre? Also die eigentlichen Isotretinoin Moleküle sind schon lange verschwunden. Vielleicht dümpeln noch ein, zwei in deinem Körper rum (statistischer Effekt, siehe biologische Halbwertszeit).
Was aber wahrscheinlich geblieben ist die veränderte Proteinexpression, da Isotretinoin als Transkriptionfaktor Einfluss auf die mRNA-Produktion hat. Diese Änderungen können u.u. auch noch weiterbestehen wenn das Isotretinoin weg ist, indem die Änderungen z.B. durch epigenetische Veränderungen der DNA gefestigt werden (rein hypothetisch).
Prinzipieller Ablauf der Proteinherstellung: DNA bzw. Gen --[Transkription]--> mRNA --[Translation]--> Protein. Ist weniger mRNA vorhanden, weil Isotretinoin dessen Produktion gehemmt hat, wird auch weniger von dem Protein hergestellt. Dies kann z.B. ein Protein sein welches wichtig ist für die Talgproduktion. Effekt: Die Talgproduktion sinkt. Da aber sehr viele Gene durch Isotretinoin moduliert werden und durch die orale Einnahme quasi alle Zelltypen erreicht werden, kommt es zu den verschiedensten (Neben)wirkungen.
Diese wieder kausal rückgängig zu machen dürfte sich als schwer herausstellen, ich wüsste nicht wie. Man müsste einen Transkriptionsfaktor haben der genau gegensätzliche Wirkung hat wie das Isotretinoin, falls es sowas überhaupt gibt. Weniger Vitamin A einzunehmen wird wohl nicht viel nützen.
Symptomatisch kannst du natürlich mehr schlafen, (Sonnen)creme gegen gereizte Haut benutzen, mehr Sport machen etc. Und am besten versuchen all die Sachen zu akzeptieren. Zumal du auch nicht mit definitver Gewissheit sagen kannst, dass für all das das Medikament verantwortlich ist. Dies lässt sich schwer beweisen.

Grüße
__________________
Den Wald vor lauter Bäumen sehen.

Geändert von Gabriel (30.12.2009 um 15:03 Uhr)
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  #3 (permalink)  
Alt 30.12.2009, 09:29
 
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Zitat:
Zitat von Gabriel Beitrag anzeigen
2 Jahre? Also die eigentlichen Isotretinoin Moleküle sind schon lange verschwunden. Vielleicht dümpeln noch ein, zwei in deinem Körper rum (statistischer Effekt, siehe biologische Halbwertszeit).
Was aber wahrscheinlich geblieben ist die veränderte Proteinexpression, da Isotretinoin als Transkriptionfaktor Einfluss auf die mRNA-Produktion hat. Diese Änderungen können u.u. auch noch weiterbestehen wenn das Isotretinoin weg ist, indem die Änderungen z.B. epigenetische Veränderungen der DNA gefestigt werden (Hypothetisch).
Prinzipieller Ablauf der Proteinherstellung: DNA bzw. Gen --[Transkription]--> mRNA --[Translation]--> Protein. Ist weniger mRNA vorhanden, weil Isotretinoin dessen Produktion gehemmt hat, wird auch weniger von dem Protein hergestellt. Dies kann z.B. ein Protein sein welches wichtig ist für die Talgproduktion. Effekt: Die Talgproduktion sinkt. Da aber sehr viele Gene durch Isotretinoin moduliert werden und durch die orale Einnahme quasi alle Zelltypen erreicht werden, kommt es zu den verschiedensten (Neben)wirkungen.
Diese wieder kausal rückgängig zu machen dürfte sich als schwer herausstellen, ich wüsste nicht wie. Man müsste einen Transkriptionsfaktor haben der genau gegensätzliche Wirkung hat wie das Isotretinoin, falls es sowas überhaupt gibt. Weniger Vitamin A einzunehmen wird wohl nicht viel nützen.
Symptomatisch kannst du natürlich mehr schlafen, (Sonnen)creme gegen gereizte Haut benutzen, mehr Sport machen etc. Und am besten versuchen all die Sachen zu akzeptieren. Zumal du auch nicht mit definitver Gewissheit sagen kannst, dass für all das das Medikament verantwortlich ist. Dies lässt sich schwer beweisen.

Grüße
Wie recht du hast!
Ist aber deine Erklärung nicht zu medizinisch
bzw schwer verständlich?

Und doch..... da man nicht genau weiss, was es bewirkt hat,
kann man auch nicht wissen, ob es rückgängig oder repariert
werden kann. Da bleibt zum Glück Hoffnung.
So wie die meisten hier wissen, wurde meine Tochter hart
getroffen von Nebenwirkungen und trotzdem geht es
harzig aber stetig vorwärts.
Das Gehirn ist im Stande, den 'Urzustand' wieder herzustellen,
besonders im jugendlichen Alter, bis ca.25jährig.
Hauptsache man bietet dem Gehirn Nahrung dazu bzw Impulse.
Egal welche Beschwerden, sie werden via Gehirn und dem
Zentrale Nervensystem ausgelöst.
Auch der Homoöpathie kann sehr wohl helfen.
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  #4 (permalink)  
Alt 30.12.2009, 11:52
 
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Helfen kann ich leider auch nicht. Aber mich würde mal Interessieren welche Gesamtdosis du, und über welchen Zeitraum genommen hast? Und was sagen die Ärtzte zu deinem Problem?

gruß
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  #5 (permalink)  
Alt 30.12.2009, 13:51
 
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Danke für die Antworten!

@Gabriel: Du scheinst dich ja echt auszukennen. Gibt es eine Möglichkeit, die Talgproduktion wieder etwas anzukurbeln, diesen Mangel mache ich primär für den Haarausfall verantwortlich, die meiner Meinung nach schlimmste Nebenwirkung.

@luana: Ich war bereits bei einem Homoöpathen, der wollte Roa irgendwie nachbauen, hatte wenig vertrauen darauf und ging nicht mehr hin...

@Werwolf: Gesamtdosis weiß ich leider nicht mehr, es gibt doch so eine Gwichtsformel, naja die dürfte ich wohl nicht erreicht haben, da ich ja vorher abgebrochen habe.
Der Arzt ist ein ziemlicher Roa-Verfechter, er sagt eben, dass Roa gut geholfen hat und ich zufrieden sein soll. Nur kann ich mich durch die ganzen NWs erst recht nicht mehr mit meinem Körper anfreunden, irgendwie fühlt es sich fremd an, schwer zu beschreiben :-/
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  #6 (permalink)  
Alt 30.12.2009, 15:18
 
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iso ist ein dreckszeug. "leute nehmt iso!"^^

die talgproduktion kann man über männliche hormone regeln bzw ankurbeln. nur ist das einfach zu krass, und davon bekommst du mit sicherheit andere schädliche nebenwirkungen und durch das testosteron noch mehr haarausfall xD

interessant wieviele iso opfer sich hier vermehrt zu wort melden. nur mut!

Geändert von pauleck (30.12.2009 um 15:23 Uhr)
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  #7 (permalink)  
Alt 30.12.2009, 16:06
 
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@Tripple,

du hast folgendes geschrieben:
"@luana: Ich war bereits bei einem Homoöpathen, der wollte Roa irgendwie nachbauen, hatte wenig vertrauen darauf und ging nicht mehr hin..."

und hast wohl 'abbauen' schreiben wollen..., dies hat auch die Homoöpathin
als erstes bei meiner Tochter gemacht.

Auch wenn ich dir das nicht zeigen kann,

meine Tochter war bei Psychologen, Psychiater und einem Neurologe,
eine klare Diagnose konnte nie gestellt werden, auch keine Prognose.
Sie wurde mit diverse Psychopharmaka behandelt über 3 Jahre,
die sie zwar etwas beruhigten, doch noch mehr veränderte und
das war nicht was sie wollte. Sie wollte sich wieder fühlen,
wie vor der Isotretinointherapie.

Sie hat sich denn eine Homoöpathin gesucht und mit Absegnung
der Psychiater hat sie sämtliche Medis abgesetzt.
Seither geht es bergauf!!
Sie fühlt sich bei diese Homoöpathin ernst genommen und gut aufgehoben.
Ich glaube, es ist auch wichtig, dass die Chemie zwischen beide stimmt.

Auch jetzt ist es ein Probieren, was ihr gut tut und was weniger,
doch seit Monaten sehe ich eine Tochter, die nicht länger NUR VERZWEIFELT ist.

Ich hoffe, ich habe dir hiermit einen Schubs gegeben.
Alles Gute und ein guter Start ins 2010

Geändert von luana (30.12.2009 um 16:08 Uhr)
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  #8 (permalink)  
Alt 30.12.2009, 17:26
 
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Danke erstmal!

Ich denke, dass ich damals einfach beim falschen Homoöpathen war, dieser war gleichzeitig Dermatologe und "Hobbypsychologe" und wollte tatsächlich Roacuttan nachbauen, er sagte, dass ein Homoöpathischer Nachbau dann die gegenteilige Wirkung habe. Dieser Punkt machte mich stutzig, da unlogisch.

Vielleicht sollte ich ja wirklich noch einen Homoöpathen aufsuchen, Medikamente nehme ich ja keine, daher gibts bei mir auch nichts abzusetzten :-)
Psychisch bin ich ja eigentlich auch ok, die NWs belasten halt - aber nicht psychisch.

Welches homoöpatische Mittel hat deine Tochter bekommen?

Noch eine Frage an alle:
In einem Forum erwähnte ein User, dass Vitamin E sozusagen das Gegenvitamin zu A darstellt, kann dies wer bestätigen?

Danke!!
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  #9 (permalink)  
Alt 30.12.2009, 20:20
 
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@ tripple...

ich kann dich verstehen, dass diese ganze nw. sehr belastend sind, vor allem wenn keine besserung in sicht ist.

hast du den schon mal versucht irgendwas gegen den haarausfall zu tun? oder hoffst du seit 2 jahren, dass er von alleine weggeht?
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  #10 (permalink)  
Alt 31.12.2009, 09:17
 
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Habs schon mit verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln und Shampoos probiert, kein Erfolg.

Das Problem ist, dass alle diese Mittelchen auf den erblichen Haarausfall ausgelegt sind, und nicht auf den durch Medikamente hervorgerufenen diffusen.

Das einzige wo ich noch zögere ist Regaine (Minoxidil) welches aber leider abhängig macht, und ich hoffe ja noch immer, dass es aufhört....
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