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Alt 18.04.2007, 13:27
 
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Inspiriert durch die gestrige Folge von Dr. House habe ich mir mal einige Gedanken zum Thema Zöliakie gemacht.

Bei Zöliakie handelt es sich um eine Unverträglichkeit gegenüber dem Klebeeiweiss Gluten, welches in viele Getreidesorten vorkommt. Dies führt zu einer chronischen Entzündung der Dünndarmschleimhaut und der daraus resultierenden schlechteren Aufnahme wichtiger Nährstoffe.

Folgende Symptome treten dabei auf
- Gewichtsverlust
- Durchfall
- Appetitlosigkeit
- Gereiztheit
- Müdigkeit

Die meisten dieser Symptome treffen auf Kinder zu, während die Symptome bei Erwachsenen nicht treffend gleich sein müssen. Ich habe jedoch gelesen, dass Akne scheinbar auch ein Indikator auf eine mögliche Gluten-Unverträglichkeit sein kann.

Da viele mit Low Carb erfolgreich sind, könnte auch hier ein Zusammenhang bestehen. Brot und Pasta werden nicht konsumiert, somit entfällt auch das darin enthaltene Gluten. Die daraus resultierende Verbesserung der Dünndarmfunktion ermöglicht auch die bessere Aufnahme von Nährstoffen (unter Low Carb ist man ja zb auch weniger müde und fühlt sich fitter -> vielleicht durch diese bessere Verwertung der Nährstoffe?)

Die Krankheit betrifft den Darm, der ja Ursache vieler Erkrankungen ist. Auch hier könnte eine mögliche Besserung drin liegen.

Oftmals leiden Zöliakie-Patienten auch unter Laktrose- und Fruktose-Intoleranz.

Wie seht ihr das? Vor allem die Low Carbler unter uns?

Eure Meinung ist gefragt
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Alt 18.04.2007, 18:40
 
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Ich habe mich vor der LC-Diät bereits einige Monate glutenfrei ernährt. Ich und ein paar andere Leute auf diesem Forum konnten definitiv eine Verbesserung durch eine glutenfreie Ernährung feststellen. Sweetjade auf acne.org behauptet sogar, allein durch die Meidung von Gluten eine über 90 prozentige Verbesserung ihrer Haut erreicht zu haben.
Gemäss meiner persönlichen Erfahrung ist es aber so, dass die LC-Ernährung effizienter ist als eine glutenfreie Ernährung. Allerdings muss ich zugeben, dass ich die glutenfreie Ernährung nicht so lange durchgezogen habe wie die LC-Ernährung.

Wenn man durch einen Verzicht von glutenhaltigen Getreidesorten eine Besserung erfährt, muss das noch nicht zwingend am Gluten liegen, da im Getreide auch noch andere Stoffe enthalten sind, die Probleme machen können. Ich denke da vor allem an Lectine. Lectine sind Glycoproteine, die von Pflanzen gebildet werden, um sich vor Frassfeinden - insbesondere Insekten - zu schützen. Getreide und Hülsenfrüchte enthalten besonders viel Lectine. Lectine können sich im menschlichen Körper an essentielle Einfachzucker binden. Es gibt 8 essentielle Einfachzucker (Fucose, Galactose, Glucose, Mannose, N-Acetylgalactosamin, N-Acetylglucosamin, N-Acetylneuraminsäure und Xylose). Der Körper stellt diese Zuckerstoffe entweder selbst her oder bezieht sie über die Nahrung. Die körpereigene Produktion ist aber oft gestört. Salicylate z.B. die man in vielen Beeren, Früchten und Gemüsen findet, stören die körpereigene Produktion von essentiellen Einfachzuckern. Diese essentiellen Einfachzucker erfüllen wichtige Funktionen im Körper. Sie befinden sich z.B. an der Oberfläche von Zellmembranen und erfüllen eine wichtige Funktion in der interzellulären Kommunikation. Essentielle Einfachzucker modulieren auch das Immunsystem und befinden sich auf weissen Blutkörperchen, Makrophagen und T-Zellen. Zudem befinden sich essentielle Einfachzucker auf Schleimhäuten als Schutz gegen Krankheitserreger.
Lectine aus der Nahrung können sich an essentielle Einfachzucker anheften und sie dadurch verbrauchen oder ihre Funktion behindern. Dadurch kann es zu Störungen im Immunsystem kommen. Autoimmunerkrankungen wie Arthrose, Multiple Sklerose usw werden mit Lectinen in Verbindung gebracht. Indem Lectine auch essentielle Einfachzucker in den Schleimhäuten verbrauchen, wird man anfälliger für Infektionen mit Bakterien oder Parasiten. Bestimmte Lectine, wie z.B. eines aus der schwarzen Bohne, könne auch mit Mastzellen reagieren und eine übermässige Histaminfreisetzung bewirken.
Bei der ganzen Lectingeschichte spielen also verschiedene Faktoren eine Rolle.
1. Körpereigene Produktoin von essentiellen Einfachzuckern: Die Produktion von essentiellen Einfachzuckern ist ein komplexer biochemischer Prozess, der vielen Störungen unterworfen sein kann. Wenn man mit bestimmten Vitaminen oder Mineralien, die es für die Produktion braucht, mangelhaft versorgt ist, kann es zu Produktionsengpässen kommen. Ausserdem können bestimmte Pflanzengifte wie Salicylate die Produktion stören.
2. Die Zufuhr von essentiellen Einfachzuckern über die Nahrung. Fucose findet man z.B. in bestimmten Pilzen, in Algen (Kelp) oder in Bierhefe. Mannose findet man in bestimmten Beeren, in Aloe Vera, im Kohl, Auberginen, Tomaten usw. N-Acetylgalactosamin findet man vor allem in Haifisch- oder Rindsknorpel. N-Acetylglucosamin findet man ebenfalls in Haifisch- und Rindsknorpel sowie in Shiitake-Pilzen. Interessanterweise findet man N-Acetylglucosamin in der Schilddrüse und in den Talgdrüsen des Menschen. Das könnte deshalb für Akne sehr relevant sein, zumal Glucosamin auch noch die Insulinausschüttung vermindert. N-Acetylglucosamin wird auch gegen Athritis. Es wirkt enzündungshemmend und spielt eine wichtige Rolle in der Collagenbildung.
N-Acetylneuraminsäure findet man in Eiern, in der Molke und im Fleisch.
3. Die Vermeidung von Lectinen in der Nahrung. Einige Lectine werden durch Kochen zerstört. Weizenlectine sind aber leider hitzestabil.

Das Problem ist, dass man bei einer glutenfreien Ernährung vermehrt auf andere Nahrungsmittel ausweicht, die vielleicht die Unverträglichkeit von Lectinen gerade noch erhöhen, indem sie z.B. viele Salicylate enthalten. So kann es passieren, dass man in einen Teufelskreis hineinkommt und am Ende glutenhaltiges Getreide noch schlechter verträgt als am Anfang. Meine Empfehlung wäre deshalb, möglichst wenig Salicylate und Lectine und dafür möglichst viel gute Nährstoffe (insbesonder essentielle Einfachzucker) zu essen. Ich finde das Thema Lectine und Einfachzucker hochinteressant, weil viele dieser Einfachzucker oft gerade in denjenigen Nahrungsmitteln in hoher Konzentration vorkommen, denen auch eine Wirkung gegen Akne nachgesagt wird (z.B. Bierhefe, Aloe Vera usw.)

Zu Lectinen und Einfachzuckern empfehle ich schwer, mal folgenden Artikel zu studieren:
http://www.plantpoisonsandrottenstuf...t-lectins.aspx
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  #3 (permalink)  
Alt 05.02.2010, 01:48
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Hallo.

Ich finde diesen Beitrag hochinteressant. Leider ist er im Archiv verschwunden. Weis jemand von euch mehr dazu? Hat das jemand ausprobiert /Erfahrung mit?
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  #4 (permalink)  
Alt 05.02.2010, 11:41
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Tägliche Lektin-Portion garantiert
Die Auffassung der DGE, im sachgerecht zubereiteten Lebensmittel seien gewöhnlich keine wirksamen Lektingehalte mehr zu erwarten, kann so aber auch nicht stehen bleiben. Gerade die von der Gesellschaft propagierte Rohkost enthält auf jeden Fall reichlich aktive Lektine. Viele Lektine sind außerdem hitzestabil. Die Lektine zahlreicher Lebensmittel hielten sogar
einer Autoklavierung (Erhitzen unter hohem Druck) stand; darunter waren die von Karotten, Äpfeln, Mais, Weizenkleie, Weizenbrot, Kürbissamen und Bananen. Durch Hitze wurde die Aktivität des Bananen-Lektins sogar noch erhöht. Aktive Lektine konnten selbst in gerösteten Erdnüssen, Reiscrispies und Cornflakes nachgewiesen werden. Egal ob roh oder gekocht: Jede ballaststoffreiche Ernährung bedeutet eine lektinreiche Ernährung. Aus einer US-amerikanischen Studie ist bekannt, dass 30 Prozent aller frischen sowie verarbeiteten Lebensmittel signifikante Mengen an Lektinen enthalten. Die meisten Lektine sind gegenüber den Verdauungsenzymen resistent. Damit muss ernsthaft die Möglichkeit erwogen werden, dass Lektine bei chronischer Zufuhr biologische Effekte entfalten, auch wenn vielleicht nur einige wenige Lebensmittel blutgruppenspezifisch reagieren. Bereits der Verzehr einer Tomate oder eines Esslöffels Weizenkeime hat zur Folge, dass die gesamte Mundschleimhaut mit Lektinen ausgekleidet wird – völlig unabhängig von der Blutgruppe des Essers. Bei vielen Menschen reagieren die Lektine auch mit den Glyco-Lektinkonjugaten des Speichels sowie der Plaque auf den Zähnen. Auf diesem Wege verhindern beispielsweise die Lektine von Avocados und Weizen (WGA), dass sich das Kariesbakterium Streptococcus mutans an die Plaque anheftet.

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http://www.dge.de/modules.php?name=N...=print&sid=383
Lektine sind Proteine oder Glykoproteine, die in vielen Nahrungspflanzen vorkommen und spezifisch an Kohlenhydrate binden. Sie besitzen eine hohe Resistenz gegenüber den Enzymen des Magen-Darm-Traktes und können dosisabhängig und lektin-spezifisch zu Schädigungen in der Darmwand führen. Charakteristisch für Lektine ist ihre Eigenschaft, eine Agglutination (Verklumpung) der roten Blutkörperchen hervorzurufen. Insgesamt unterscheiden sich die einzelnen Lektine stark hinsichtlich ihrer Toxizität. Des Weiteren kann zwischen hitzestabilen und hitzeempfindlichen Lektinen unterschieden werden. So führt das Erhitzen von Hülsenfrüchten zu einer starken Verminderung des Lektingehaltes. Verschiedene Weizenlektine sind hingegen hitzestabil.
Zur täglichen Gesamtaufnahme von Lektinen beim Menschen gibt es keine exakten Daten. Basierend auf einer kürzlich veröffentlichten Arbeit (Peumans & van Damme 1996) haben wir eine durchschnittliche Lektinaufnahme von 0-300 mg/Tag bzw. 0-5 mg/kg Körpergewicht berechnet (Watzl et al. 2001). Hierzu tragen in erster Linie Hülsenfrüchte (1-10 g/kg) und Weizenkeime (0,1-0,5 g/kg) bei. Letztere enthalten das Lektin Weizenkeimagglutinin (WGA). Lektine finden sich in geringen Mengen u. a. auch in Tomaten, Himbeeren, Nüssen, Bananen, Zwiebeln und Kartoffeln. Der Lektingehalt liegt für Vollkorn, Kartoffeln und Zwiebeln in einem Bereich von <0,01 g/kg (Peumans & van Damme 1996). Somit unterscheidet sich Vollkorn nicht wesentlich von verschiedenen anderen Lebensmitteln. Lektine werden auch vom Menschen selbst sowie von Mikroorganismen synthetisiert. Ein großer Teil der intraluminalen Lektine im Dickdarm wird durch Mikroorganismen gebildet (Rhodes 1999).



Ganz nette Links zum Thema:

http://www.krispin.com/lectin.html

http://ezinearticles.com/?Food-Lecti...tion&id=275056

--------------------------------------------------------------------------------------------
Zu Salicylaten:

http://aerzte.freepage.de/cgi-bin/fe...alicylate.html

Geändert von pm2 (05.02.2010 um 13:15 Uhr)
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  #5 (permalink)  
Alt 05.02.2010, 12:04
bentheman
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Ich halte garnichts von diesen ganzen" Ich darf dies jenes nicht Essen"Diskussionen. Man muss sich abwechslungsreich ernähren und eine Akne aufgrund Nahrungsmittel verantwortlich zu machen ist nicht richtig. Wenn ich sehe wieviel dicke Weiber und Kerle alles für Scheiße in sich hineinstopfen,aber eine reine Haut haben! Schön von allen möglichen ernähren wie Vollkornprodukte,Fisch,Fleisch etc. das ist total nötig für unseren körper. Vor allen geht Akne mit der Zeit eh weg. Bei den das garnicht weg geht, bei den ist mit Sicherheit schon einiges im Körper kaputt,aber nicht durch die Nahrung. Mit vernünftiger Ernährung hat man auch eine gesunde Darmflora!!! Das es eine Nahrungsunverträglichkeit gibt stimmt wohl, denn einfach den übeltäter weglassen und alternativen suchen.

Geändert von bentheman (05.02.2010 um 12:09 Uhr)
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  #6 (permalink)  
Alt 05.02.2010, 12:40
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@bentheman

Nicht böse gemeint aber Dein
Post ist ein Paradebeispiel für:
"Ich sage etwas zu einem Thema von
dem ich eigentl. garkeine Ahnung habe"
Aus Zeitgründen werde ich auch keine
Gegenargumente bringen, ich denke
nach tausenden Posts im Ernährungsforum
und vielen positiven Erfahrungsberichten
bezügl. Nahrungsumstellung ist das auch nicht nötig.
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  #7 (permalink)  
Alt 05.02.2010, 13:38
bentheman
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Mein Beitrag ist absolut richtig, lies du lieber mal richtig nach! Was soll daran bitte nicht stimmen das man sich abwechslungsreich ernähren soll? Du führst dich hier öfters auf als wenn du ein Facharzt wärest!!!
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  #8 (permalink)  
Alt 05.02.2010, 13:44
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Zitat:
Zitat von bentheman Beitrag anzeigen
Mein Beitrag ist absolut richtig, lies du lieber mal richtig nach! Was soll daran bitte nicht stimmen das man sich abwechslungsreich ernähren soll? Du führst dich hier öfters auf als wenn du ein Facharzt wärest!!!
Dein Post ist nen Fall für die Rundablage
oder Bravo-Zeitung
und nicht für ein Akneforum im Jahr 2010,
es hat in diesem Thread rein garnichts zu suchen!
Ärzte kapieren das Thema Akne&Ernährung
sowieso meistens nicht, daher, ich bin kein Arzt
und habe auch nicht vor einer zu werden

Geändert von pm2 (05.02.2010 um 13:56 Uhr)
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  #9 (permalink)  
Alt 05.02.2010, 14:43
bentheman
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Das man sich abwechslungsreich ernähren sollte weiß jedes Kind, da braucht man auch kein Arzt zu sein. Wenn hier jemand denkt,wenn er sich glutenfrei ernährt dann seine Akne verschwindet nunja lasse glauben. Gibt doch sogar Vegetarier die total die Akne haben! Ich denke Ernährung hat einen geringen Anteil daran, dass sich die Akne bessert,denke der Hormonhaushalt spielt eher eine Rolle.
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  #10 (permalink)  
Alt 05.02.2010, 16:39
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Zitat:
Zitat von bentheman Beitrag anzeigen
Das man sich abwechslungsreich ernähren sollte weiß jedes Kind, da braucht man auch kein Arzt zu sein. Wenn hier jemand denkt,wenn er sich glutenfrei ernährt dann seine Akne verschwindet nunja lasse glauben. Gibt doch sogar Vegetarier die total die Akne haben! Ich denke Ernährung hat einen geringen Anteil daran, dass sich die Akne bessert,denke der Hormonhaushalt spielt eher eine Rolle.
Noch einmal Rundablage!
Ich finde es normal nicht tragisch wenn jemand seine
Meinung äussert oder auchmal total danebenliegt,
aber in diesem Thread und in diesem Fall regt
es mich einfach nur auf, der Thread ist nicht dazu
da um Anfängerfragen in Sachen Ernährung&Akne
zu erläutern

Geändert von pm2 (05.02.2010 um 16:45 Uhr)
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