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  #1 (permalink)  
Alt 01.10.2009, 10:27
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Standard Adrenal Fatigue und Akne

Hat jemand schon mal etwas von Akne im Zusammenhang mit Adrenal Fatigue gelesen?
Nachdem ich Anfang Juni anfing, auf Kaffee zu verzichten verschwand meine Akne schlagartig von einem auf den anderen Tag. Koffein regt die Nebennieren dazu an, verstärkt Cortisol auszuschütten, was sich auf das gesante homornelle Gefüge auswirkt. Meine Akne kam zweite Monat später graduell wieder, als ich meine Ernährung von (semi-) Low Carb auf "normal" (was i.A. als normal bezeichnet wird) umstellte, trotz Verzichts auf Kaffee. Allerdings gibt es eine ganze Reihe weiterer Nahrungsmittel, die sich schlecht auf die Nebennierenfunktion auswirken.

Hier kann man sich über das "Krankheitsbild" informieren
Nebennierenschwäche durch Stress | Adrenal-Fatigue
Dr. James Wilson's Adrenal Fatigue

Ich versuche später noch etwas mehr zu schreiben, ist grad schlecht bin im Büro.
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  #2 (permalink)  
Alt 01.10.2009, 19:26
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Hi Xeno,

die beiden Seiten die du genannt hast sind eigentlich die typischen Informationen, die man zu Adrenal Fatigue findet. Ich denke das Meiste trifft auch mehr oder weniger zu, trotzdem würde ich mich nicht zu sehr darauf versteifen denn die Krankheit bzw die Symptome von Adrenal Fatigue sind sehr vielfältig und nur schwer einzugrenzen. Auf der ersten genannten Seite werden m.E. zum Teil völlig schwachsinnige Ernährungstipps gegeben, wie z.b. Vollkorn (Antinährstoffe, Darmreizung), viel Gemüse und das auch noch roh (das meiste Gemüse ist nur gekocht verdaulich), Nüsse (PUFA und Antinährstoffbomben). Auch der Hinweis 5-6 kleine Mahlzeiten zu Essen ist m.E. nicht richtig, vielmehr sind 3 solide und komplette Mahlzeiten vorzuziehen um einerseits Sättigung zu erzielen und andererseits die Verdauung zu entlasten. Auch die Nahrungsergänzungsmittel sind zum Teil kritisch aber darauf einzugehen ist mir jetzt zu aufwendig.

Richtig ist aufjedenfall eine allergenarme Ernährung mit ausreichend tierischen Proteinen und eben guten Fetten wie z.b. Butter. Als Kohlenhydrate kann man Kartoffeln und Reis nehmen. Auch Salz ist wichtig, ich würde aber einfach die Mahlzeiten ausreichend salzen und nicht noch Salzwasser trinken.

Meistens ist es sowieso ein ganzer Komplex an Problemen die zu Adrenal Fatigue führen. Kaputte Verdauung, schlechte Ernährung, Stimulantien, zu wenig Schlaf, Schilddrüsenprobleme. Das wichtigste scheint mir immer die Verdauung zu sein und deshalb würde ich mich als allererstes darauf konzentrieren, der Beste Indikator dafür ist eben der Stuhl und wie man sich nach einer Mahlzeit fühlt. Wenn die Verdauung optimal funktioniert und man sich richtig ernährt ist man schon zu 90% gesund.

Ich weiß nicht wie gut du über Jod / Lugolsche Lösung bescheid weisst, sollte aber einen Versuch wert sein. Vielleicht hast du Glück und erreichst damit schon einiges. Ansonsten kann ich zu diesem Thema noch das Buch von Diana Schwarzbein (Schwarzbein Principle) empfehlen und den Blog von Matt Stone (da musst du aber viel in den Kommentaren zu seinen Blogposts lesen, dort stecken die meisten Informationen).
__________________
"Du musst nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit dem Kopfe essen, damit dich nicht die Naschhaftigkeit des Mundes zugrunde richtet." (Friedrich Nietzsche)
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Alt 01.10.2009, 23:47
 
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Zitat:
Zitat von schandmaul Beitrag anzeigen
Auch der Hinweis 5-6 kleine Mahlzeiten zu Essen ist m.E. nicht richtig, vielmehr sind 3 solide und komplette Mahlzeiten vorzuziehen um einerseits Sättigung zu erzielen und andererseits die Verdauung zu entlasten.
Schwarzbein empfiehlt in "The Transition" bei Nebennierenschwäche tatsächlich häufig kleinere Mahlzeiten zu essen. Der betreffende Abschnitt findet sich auf S. 433: Why You Should Eat Smaller Meals More Frequently: "The best way to get enough food into your body without causing further hormone imbalances is to eat smaller meals more frequently. It is always better to eat smaller meals more frequently because eating too much food at any given moment raises insulin levels too high; eating too little food raises adrenaline and cortisol levels too high."

Zitat:
Zitat von schandmaul Beitrag anzeigen
Richtig ist aufjedenfall eine allergenarme Ernährung mit ausreichend tierischen Proteinen und eben guten Fetten wie z.b. Butter. Als Kohlenhydrate kann man Kartoffeln und Reis nehmen. Auch Salz ist wichtig, ich würde aber einfach die Mahlzeiten ausreichend salzen und nicht noch Salzwasser trinken.
Protein ist natürlich wichtig, zuviel belastet die Nebennieren aber doppelt, da zum einen mehr Adrenalin ausgeschüttet wird, um Protein in Zucker umzuwandeln und um Aminosäuren zu neutralisieren, und zum anderen die Konvertierung von T4 zu T3 gehemmt wird, was letztendlich meist wieder die Nebenniere kompensiert.

Diesbezüglich mach ich gerade einen interessanten Versuch: bin seit 3 Tagen wieder Lowcarb unterwegs und benötige seitdem beinah die doppelte Menge Hydrocortison verglichen mit meiner früheren kohlehydratreichen/proteinmoderaten Diät, was Low-Joes-Thesen diesbezüglich eindeutig bestätigt. Vielleicht pendelt es sich aber noch ein.

Das ganze Schwarzbein-Programm scheint mir ziemlich unaufrichtig zu sein. Sie betont zwar immer wieder, dass man Hormon-Ersatztherapie beginnen soll, wenn mans braucht, aber das wars auch schon dazu und es geht hunderte Seiten um Ernährung. Klar, das verkauft sich gut, da kann jeder schön mitkochen. Erfolge gibt es mit dieser "puristischen" Art, also ohne Hormone, erst nach Jahren, eher wahrscheinlich erst nach Jahrzehnten, wenn überhaupt. Diesbezüglich muss man sich nur mal in den Foren umschauen oder der Schwarzbein-yahoo-group beitreten.

Ich bin überzeugt, dass Schwarzbein selbst zumindest Estrogen, Progesteron, T3/T4 und wahrscheinlich auch hgH nimmt. Und dagegen hab ich auch überhaupt nichts. Ich finds nur bisschen schäbig, ihre Erfolge hauptsächlich als Ernährungserfolge darzustellen. Das sind sie nämlich nicht.

Bei Adrenal Fatigue ist meistens (zuvor) auch die Schilddrüse in Mitleidenschaft gezogen, was allein schon Akne entstehen lassen kann, denn die Haut wird schlechter durchblutet und Giftstoffe können nicht gut genug abtransportiert werden.

Zitat:
Zitat von schandmaul Beitrag anzeigen
Das wichtigste scheint mir immer die Verdauung zu sein und deshalb würde ich mich als allererstes darauf konzentrieren, der Beste Indikator dafür ist eben der Stuhl und wie man sich nach einer Mahlzeit fühlt. Wenn die Verdauung optimal funktioniert und man sich richtig ernährt ist man schon zu 90% gesund..
Ich geb dir völlig recht! Verdauung ist ganz entscheidend. Aber Verdauung, Schilddrüse und Nebennieren sind so unheimlich stark verschränkt, dass man glaub ich nichts davon prioritisieren kann.
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  #4 (permalink)  
Alt 02.10.2009, 06:13
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@ michikoilka

Sehr interessante Beobachtungen!

Zum Thema Cortisol (bzw. Cortison):
Es war Sven, welcher darauf aufmerksam gemacht hatte, nicht ich: Reine Haut durch kohlenhydratarme Ernährung

Woran machst Du denn fest, dass Du nun (unter LC) die doppelte Dosis benötigst? Wenn diese Frage zu intim sein sollte, dann verzeih mir bitte!
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  #5 (permalink)  
Alt 02.10.2009, 10:15
 
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Zitat:
Zitat von Low-Joe Beitrag anzeigen
Es war Sven, welcher darauf aufmerksam gemacht hatte, nicht ich: Reine Haut durch kohlenhydratarme Ernährung

Woran machst Du denn fest, dass Du nun (unter LC) die doppelte Dosis benötigst? Wenn diese Frage zu intim sein sollte, dann verzeih mir bitte!
Ich habe mich auf dein Posting hier Reine Haut durch kohlenhydratarme Ernährung bezogen. Will Sven aber natürlich nicht sein geistiges Eigentum streitig machen, sorry ;-)

Die Symptome von zu niedrigem Cortisol bei mir sind plötzlich einsetzende Müdigkeit mit konstantem Gähnen (10+ pro Minute), starke Kopfschmerzen im Scheitel, Brainfog, Gereiztheit. Kopfschmerz und Müdigkeit merkt man natürlich vor der Gereiztheit (in Bezug auf Geräusche etwa) und dem Brainfog (weil der ja die Beobachtungsgabe selbst vernebelt).
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  #6 (permalink)  
Alt 02.10.2009, 12:56
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Sobald es um Hormone geht wird es unheimlich kompliziert. Damals wie heute weiß ich noch immer nicht, ob man unter LC tatsächlich mehr Cortisol benötigt. Grundsätzlich machen niedrigere Cortisolspiegel unter LC ja auch Sinn, da eben Fett (bzw. Ketone) die Hauptenergiequelle darstellt. Warum sollte dann noch zusätzlich beispielsweise Eiweiß verzuckert werden? Und genau dies passiert ja eventuell auch unter Cortisongaben.

Ich denke, wenn man sich für eine LC-Diät entscheidet, muss man durch dieses anfängliche Tief durch. Dein Gehirn (u.a.) muss erst wieder komplett auf Ketonkörperverwertung eingestellt werden. Bislang deckte sicherlich Glukose den Großteil des Energiebedarfs. Fehlt Glukose und die Ketonkörperproduktion läuft noch nicht auf Hochtouren, kommt es mitunter zu den von Dir beschriebenen Symptomen. In diesem Fall wäre es denkbar, dass man mit Cortisongaben u.a. die Glukosesynthese fördert. (Genau das möchte man aber unter LC ja eigentlich nicht.) So steht dem Gehirn wieder etwas mehr Glukose zur Verfügung und die von Dir beschriebenen Symptome werden etwas gelindert.

Gerade in der Anfangszeit (LC) muss man da irgendwie durch, denke ich.

Wenn dies natürlich sehr lange anhält, liegt die Vermutung nahe, dass die von Dir gewählte und zugeführte KH-Menge eventuell zu gering ist. Je nach KH-Quelle sollte man auch weitere Faktoren, wie z.B. Malabsorption mit bedenken. Große Mengen Fruktose können oftmals gar nicht komplett aufgenommen werden. Ebenso ist bei den Stärkequellen immer ein Anteil resistenter Stärke mit dabei. Die theoretisch zugeführte KH-Menge muss daher also nicht unbedingt der tatsächlich aufgenommenen KH-Menge entsprechen. Vielleicht wäre ein kleiner Puffer in diesem Fall gut.

Aber das siehst Du ja ohnehin erst wenn sich bei Dir Ketonkörper im Harn nachweisen lassen.


@ Xeno

Was genau verstehst Du denn unter "normal"? Ich meine nicht nur die KH-Menge, sondern was genau und wie viel von welchen KH hast Du gegessen. Bei einem aus dem Ruder gelaufenen Stoffwechsel können größere Mengen KH aus ganz anderen Gründen sehr sehr ungünstig sein. Da wäre Cortisol noch eines der geringeren Probleme. Hast Du schon einmal einen OGTT (Oraler Glukose Toleranz Test) machen lassen oder selbst Deinen Blutzucker (BZ) mehrfach bestimmt?

Ich selbst habe meinen BZ zu Beginn sehr stark und regelmäßig kontrolliert und habe dann auch einen OGTT machen lassen.

Geändert von Low-Joe (02.10.2009 um 13:08 Uhr)
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  #7 (permalink)  
Alt 02.10.2009, 13:31
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Zitat:
Zitat von schandmaul Beitrag anzeigen
Hi Xeno,

die beiden Seiten die du genannt hast sind eigentlich die typischen Informationen, die man zu Adrenal Fatigue findet. Ich denke das Meiste trifft auch mehr oder weniger zu, trotzdem würde ich mich nicht zu sehr darauf versteifen denn die Krankheit bzw die Symptome von Adrenal Fatigue sind sehr vielfältig und nur schwer einzugrenzen. Auf der ersten genannten Seite werden m.E. zum Teil völlig schwachsinnige Ernährungstipps gegeben, wie z.b. Vollkorn (Antinährstoffe, Darmreizung), viel Gemüse und das auch noch roh (das meiste Gemüse ist nur gekocht verdaulich), Nüsse (PUFA und Antinährstoffbomben). Auch der Hinweis 5-6 kleine Mahlzeiten zu Essen ist m.E. nicht richtig, vielmehr sind 3 solide und komplette Mahlzeiten vorzuziehen um einerseits Sättigung zu erzielen und andererseits die Verdauung zu entlasten. Auch die Nahrungsergänzungsmittel sind zum Teil kritisch aber darauf einzugehen ist mir jetzt zu aufwendig.

Richtig ist aufjedenfall eine allergenarme Ernährung mit ausreichend tierischen Proteinen und eben guten Fetten wie z.b. Butter. Als Kohlenhydrate kann man Kartoffeln und Reis nehmen. Auch Salz ist wichtig, ich würde aber einfach die Mahlzeiten ausreichend salzen und nicht noch Salzwasser trinken.

Meistens ist es sowieso ein ganzer Komplex an Problemen die zu Adrenal Fatigue führen. Kaputte Verdauung, schlechte Ernährung, Stimulantien, zu wenig Schlaf, Schilddrüsenprobleme. Das wichtigste scheint mir immer die Verdauung zu sein und deshalb würde ich mich als allererstes darauf konzentrieren, der Beste Indikator dafür ist eben der Stuhl und wie man sich nach einer Mahlzeit fühlt. Wenn die Verdauung optimal funktioniert und man sich richtig ernährt ist man schon zu 90% gesund.

Ich weiß nicht wie gut du über Jod / Lugolsche Lösung bescheid weisst, sollte aber einen Versuch wert sein. Vielleicht hast du Glück und erreichst damit schon einiges. Ansonsten kann ich zu diesem Thema noch das Buch von Diana Schwarzbein (Schwarzbein Principle) empfehlen und den Blog von Matt Stone (da musst du aber viel in den Kommentaren zu seinen Blogposts lesen, dort stecken die meisten Informationen).

Ja, die beiden Seiten geben nicht allzuviel her, hab auf Anhieb nichts besseres
gefunden. Die Ernährungshinweis sind wirklich mit Vorsicht zu geniessen.

Mit Jod hab ich mich noch gar nicht beschäftigt. Was mir schon letztes Jahr extrem
aufgefallen ist, dass ich permanent kalte Hände und Füsse habe und überhaupt
friere ich sehr schnell. So richtig wohl fühle ich mich eigentlich nur im Hochsommer
bei Temperaturen ab 25°C. Afaik weisst das auf eine Schilddrüsenunterfunktion
hin, deswegen wollte ich mir Jod nochmal genauer anschauen.
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  #8 (permalink)  
Alt 02.10.2009, 13:50
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Zitat:
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@ Xeno

Was genau verstehst Du denn unter "normal"? Ich meine nicht nur die KH-Menge, sondern was genau und wie viel von welchen KH hast Du gegessen. Bei einem aus dem Ruder gelaufenen Stoffwechsel können größere Mengen KH aus ganz anderen Gründen sehr sehr ungünstig sein. Da wäre Cortisol noch eines der geringeren Probleme. Hast Du schon einmal einen OGTT (Oraler Glukose Toleranz Test) machen lassen oder selbst Deinen Blutzucker (BZ) mehrfach bestimmt?

Ich selbst habe meinen BZ zu Beginn sehr stark und regelmäßig kontrolliert und habe dann auch einen OGTT machen lassen.
Ich hatte mich seit Mitte letzten Jahres mehr oder weniger Low-Carb ernährt, oder zumindest Weizenprodukte und Milcherzeugnisse (ich weiss, letzteres hat mit Low Carb nichts zu tun) so weit wie möglich gemieden. Meine Hauptkohlenhyrdatquelle waren Kartoffeln. Meine Akne hatte ich "unter Kontrolle", auch wenn sie nie völlig weg war.

Anfang Juni hatte ich mir noch einmal verschiedene Artikel gelesen, u.a. Loren Cordain's
Acne: A desease of modern civilization (Orginaltitel grad nicht im Kopf). Nebenbei bemerkt, halte ich von Cordain's Paleo Diet nichts. Eine Beobachtung, die er in dem Artikel machte, ist,
dass Völker, die von Akne nicht betroffen sind, auf viele der westlichen Lebensmittel verzichten, darunter auch Kaffee. Ich habe das zum Anlass genommen, meinen täglichen Kaffee Konsum (3-5 Tassen) einzustellen, worauf meine Akne innerhalb weniger Tage verschwand. Ich habe die Verbesserung ausschließlich auf den Kaffee zurückgeführt, weswegen ich eine Woche später bereits wieder anfing, mich so wie früher (vor Low Carb)
zu ernähren, also sehr viel Süsses wie Puddings, Pasta, Obst, Brot etc. Blutzuckertests
hab ich in dieser Zeit nicht machen lassen, allerdings wurden meine Lebenwerte überprüft, laut Aussage meines Arztes ohne nennenswerte Auffälligkeiten.

Das ging einige Wochen erstaunlich gut, meine Haut war wirklich makellos. Ich hatte Mitte Juli dann wieder mit Sport angefangen, und habe nen KH Anteil noch entsprechend weiter hochgefahren (Morgens viel Müsli mit Obst). Zu dem Zeitpunkt kam dann auch meine Akne zurück.

Ich glaube nach wie vor, dass mein Kaffeekonsum einen ziemlich grossen Anteil an meinen Hautproblemen hat. Die letzten Wochen hatte ich wieder vermehrt morgens Kaffee getrunken und mein Hautbild hatte sich in dieser Zeit wieder enorm verschlecht. Erst seitdem darauf verzichte, stellen sich Verbesserungen ein, allerdings sieht meine Haut zur Zeit alles andere als perfekt aus. Bin in den letzten drei Wochen auch zu Low Carb zurück.
Ich denke es wird eine Zeit, dauern bis sich mein Hormonspiegel wieder eingependelt hat.
Jedenfalls steht's zu hoffen, dass ich zu dem Zustand Anfang Juni zurückfinden kann.

Geändert von Xeno (02.10.2009 um 13:52 Uhr)
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  #9 (permalink)  
Alt 02.10.2009, 14:31
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@ Xeno

Danke für Deine Ausführungen. Eigentlich hast Du ja schon selbst alles gesagt. Völker die , nach Cordain, vor Akne gefeit sind, "verzichten" eben nicht nur auf Kaffee, sondern auch auf große Mengen Süßigkeiten, Pasta, Brot (und Obst). Das sind eigentlich genau die Lebensmittel die hier die wenigsten trotz höherem KH-Anteil essen. Gerade diese Lebensmittel werden hier oftmals bewusst gemieden.


Ich glaube, dass Du gar keinen Rat benötigst, da Du selbst weißt wo die Gründe liegen könnten. Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate. Sowohl bei der Art wie auch bei den jeweiligen KH-Quellen gibt es große Unterschiede.

Das sich die von Dir genannten Lebensmittel ungünstig auf den Stoffwechsel auswirken, glaube ich Dir sofort. Das habe ich selbst auch erfahren müssen.
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