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Was mich bei all diesen Ernährungsumstellungstipps so wundert, ist, warum eine mögliche Unverträglichkeit bestimmter Nährstoffe erst NACH der Pubertät eintritt? Ich meine, wer erinnert sich nicht an die frühen Zeiten, in denen man wirklich alles in sich reinschaufeln konnte und dennoch eine Haut hatte, wie sie selbst Photoshop-getunte Werbemodels nicht aufweisen können? Und all das soll durch ein temporäres Hormonchaos für immer dahin sein? Wie kann das sein?
Was mich zu einem weiteren Gedanken führt: Jeder hier dürfte mittlerweile wissen, dass Industriezucker nicht nur vollkommen entbehrlich ist, sondern auch ausschließlich schädlich auf den menschlichen Körper wirkt, ganz gleich, welche Dosis. Ich habe selbst von klein auf bis ungefähr zu meinem 16. Lebensjahr ordentlich Süßigkeiten und sonstige zuckerhaltige Produkte konsumiert, allerdings nie über dem allgemein üblichen Durchschnitt. Dieser ist jedoch ein äußerst hoher und bekanntermaßen für zahlreiche Volkskrankheiten (mit)verantwortlich. Nun frage ich mich, ob man durch diese "Giftzufuhr" in jungen Jahren nicht möglicherweise seinen Verdauungsapparat oder andere mit dem Stoffwechsel betraute Abläufe IRREPARABEL aus ihrem natürlichen Gleichgewicht gebracht hat? Ich habe vor einigen Jahren mal einen Artikel in der ZEIT gelesen, wo davon die Rede war, dass manche Menschen mit chronischem, kaum zu bekämpfenden Übergewicht in ihrer Kindheit mittels falscher Ernährung die Grundlagen für ihre späteren Beschwerden gelegt haben könnten. Vielleicht trifft ein ähnlicher Mechanismus zumindest auch auf einen Teil der Akne-Langzeitbetroffenen zu? Oder haben wir hier jemanden, der sich Zeit seines Lebens nahezu perfekt, vorbildlich und gesund ernährt hat und dennoch unter anhaltender Akne leidet? |
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Bei mir sieht es so aus: Ich habe keine Ahnung, ob ein Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel etwas bringen würde. Einzig Zucker, Weißmehlprodukte und allzu Gesalzenes meide ich nach Möglichkeit mittlerweile bestimmt schon über ein Jahr, was dem Körper spürbar gut tut, nicht nur hinsichtlich der Akne.
Allerdings habe ich auch keine große Lust, weiterführende Reduzierungen auszuprobieren. Auf Grund mangelnder Kochkünste, Zeit und Lust esse ich sowieso seit ich alleine lebe mehr oder weniger immer das Gleiche (davon kann die Akne aber nicht kommen, die war schon lange vorher da); manch einer würde meine Kost wohl als spartanisch empfinden. Es geht aber geschmacklich in Ordnung, ist ausgewogen und sollte alles auch äußerst gesund sein, alleine schon auf Grund meiner regen sportlichen Aktivitäten. Und da liegt auch mein Problem: Von Natur aus extremer Schnellverbrenner kann ich es mir zusammen mit der sportlichen Belastung - auf die ich nicht verzichten will - gar nicht leisten, Milch oder gar kohlenhydratreiche Nahrungsmittel aus dem Speiseplan zu nehmen, weil ich sonst innerhalb kürzester Zeit enorm abnehmen würde. Mit diesem Low Carb - Kram würde ich nur eine geschmackliche Eintönigkeit gegen eine schlimmere und womöglich in ihrer Gesamtheit auch ungesündere eintauschen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich als Laie kann mir ohnehin nicht vorstellen bzw. erklären, warum ich nach der nun schon eine ganze Weile zurückliegenden Hormonschwemme mit Namen "Pubertät" plötzlich auf Nahrungsmittel verzichten sollte, die mir zuvor definitiv nicht schlecht bekommen sind. Diesen Widerspruch sollte vielleicht einmal jemand auflösen, vorher kann ich keinen der zahlreichen und sich gegenseitig widersprechenden Verzichtsapologeten hier und anderswo wirklich ernstnehmen. Geändert von alejo (07.05.2009 um 22:38 Uhr) |
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Also ich finde LC schon irgendwie geil.Habs ja selber schon spasshalber mal ohne Fleisch probiert,und muss sagen,ich fühlte mich bissl fitter:-).KHs in masen ist ok,zuviel machen eher schlapp.Aber ohne Fleisch bringt mir das eh nix,wegen dem untergewicht,und es wäre eine zu einseitige Ernährung.Ich brauch einfach KHs und Fett.Das du Zucker und Weissmehlprodukte meidest finde ich schonmal gut;-).Bräuchte eigentlich kein Mensch,nur es gibt halt verdammt leckere sachen wie z.b. Pfannkuchen,da drauf verzichten,würde für mich sehr schwer fallen.Ich liebe diesen sachen einfach,und wüsste sonst nicht was ich essen soll wegen meinem untergewicht.
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Ich weiß, dass es penetrant wirkt und auch nicht der beste Diskussionsstil ist, aber auf Grund ausbleibender zufriedenstellender Antworten und der Verständlichkeit halber fasse ich noch einmal meine wichtigsten Fragen kurz zusammen:
1.) Wieso tritt eine vermeintliche Unverträglichkeit mit Milch, Kohlenhydraten usw. als mögliche Ursache von Akne erst nach der Pubertät auf? 2.) Wenn dem so sein sollte, warum konnte man dann in seiner Kindheit all diese im Grunde sehr gesunden Stoffe ohne vergleichbare oder auch völlig anders geartete Abwehrreaktionen des Körpers konsumieren? Diese beiden Punkte beschäftigen mich am meisten und werfen kein gutes Licht auf sämtliche Verzichtsstrategien, die hier von so Manchem verbreitet werden. Ich lasse mich jedoch stets gerne eines Besseren belehren. In diesem Zusammenhang wäre außerdem äußerst wissenswert: 3.) Welche Rolle spielt der Placebo-Effekt bei erfolgreichen Enthaltungsdiäten à la Low Carb, Milchverzicht etc.? Davon losgelöst interessieren mich auch folgende Ansätze: 4.) Inwieweit könnte ein (übersteigerter) Zuckerkonsum in dem Zeitraum zwischen frühester Kindheit und Pubertätsbeginn irreparable Schäden im Verdauungsapparat bewirken, die sich später in Form von Akne äußern? 5.) Haben wir hier volljährige Betroffene, die sich zeitlebens kaum von Süßigkeiten u.ä., sondern überwiegend oder auch nahezu ausschließlich von allgemein als gesund bezeichneten Nahrungsmitteln ernährt haben? Ich verbleibe in freudiger Erwartung auf Antworten. Spekulationen sind selbstverständlich ebenso willkommen, ich hoffe zwar vor allem, aber nicht nur auf medizinische Abhandlungen.
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Zu 1+2: möglicherweise ist es eine Frage der Summe. Also die Hormone, die du erst als Erwachsener produzierst (bzw. die Organe, die diese Hormone erst im Erwachsenenalter produzieren) werden erst dann durch Zucker oder irgendwelche Hormone so beeinträchtigt/beeinflusst, dass es dann zu Akne kommt.
Ich weiß, dass dich diese Erklärung immer noch nicht zufriedenstellen wird. Ich hätte auch gern eine in sich konsistente Erklärung, und möglicherweise gibt es sie nicht, weil vielleicht jeder aus anderen Gründen Akne kriegt. Vielleicht sinds tatsächlich Mondphasen, Blutgruppen oder Außerirdische, wer weiß? ![]() Die 3. Frage kann wohl nur eine Studie hinreichend belegen. Allerdings kann man auch annehmen, dass sich hier viele viele Leute tummeln, die aus reiner Verzweiflung sich sonstwas für Therapien unterzogen haben und wieder ein Stück Hoffnung und Glauben investiert haben.... warum hat da das Placebo nicht funktioniert??? (Ich hab jetzt vegetarisches Low Carb angefangen, und glaub mir, vorher hab ich seit 12 Jahren nicht pur vegan, aber doch weitgehend so gelebt. Und ich konnte mir nicht vorstellen, dass es gesund sein könnte, sich nur von Fett und Eiweiß zu ernähren. Ich fand das (und finde es noch) irgendwie abstoßend. Aber ich wills probieren. Ich mach das jetzt seit nem Monat, ich hab n Thread dazu. Und es scheint zu wirken, obwohl sich meine Seele sträubt... Placebo?) Mit Frage 5 hast du dir Frage 4 fast selbst beantwortet. Ich denke, dass ab der Pubertät einfach ne Menge im Körper passiert, und dann die Haut einfach anders auf äußere Einflüsse reagiert, egal, wie man sich vorher ernährt hatte, bzw. ernährt wurde. LG, River Geändert von River (15.05.2009 um 22:35 Uhr) |
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Ich merke grad, dass ich Frage 5 verkehrt verstanden hab (hatte gestern schon was geraucht und Wein getrunken
)Ich kann mich erinnern, dass jemand sowas geschrieben hat. Kind von Ökos kriegt nur Bio-Food, und trotzdem schwere Akne. Es wäre dann aber noch die Frage, ob das, was landläufig als gesunde Ernährung bezeichnet wird, auch tatsächlich dies ist. Die ganzen Ernährungstheoretiker bestreiten dies ja, und propagieren ihren Weg als viel besseren. Es wäre interessant, Leute zu sehen, die schon als Kinder in einer bestimmten "Diät" ernährt wurden. Also neben denen, die keinen Zucker gekriegt haben (die Armen ), oder kaum Fett.Kinder von ideologisch/religiös geprägten Eltern fielen mir da ein. Waldörflern oder Zeugen Jehovas wird nachgesagt, sie würden ihren Kids keine Süßigkeiten geben. (Vielleicht ist das aber nur ein Gerücht). Muslimische Kinder kriegen kein Schweinefleisch, chinesische kaum Milchprodukte. Allerdings kenn ich sowohl Moslems als auch CHinesen, die mit ihrer Haut zu kämpfen haben... Ich denke, bei den Ernährungstherapien ists wie mit vielen anderen Antiaknemitteln auch: probieren geht über studieren, weil jeder anders drauf reagiert. LG, R. |
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