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  #6521 (permalink)  
Alt 25.04.2010, 22:10
 
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Positive Erfahrungen zu (Apfel-)Essig gibt es insbesondere bezüglich Verdauung. Mir geht es aber um die Zerstörung der Biofilme (Grundvoraussetzung für die Maßnahmen zur Darmsanierung) durch die Essigsäure, um so die Bekämpfung der pathogenen Keime und somit der Förderung u.a. der Bifidobakterien zu unterstützen. Dies ist auch nur als Kur über mehrere Wochen angedacht, da - wie du angesprochen hast - es auch Amylase hemmt (ich esse zu jeder Mahlzeit Kartoffeln oder Reis).
Im Moment stelle ich den Joghurt a la SCD her, also ohne Bifidobakterien (Landliebe-Naturjoghurt als Starter), jedoch nehmen hierdurch diese ebenfalls in ihrer Population zu (wie du ebenfalls in den damaligen Beiträgen dargelegt hattest), was auch mein Ziel ist.
Die Kombination von Pro- und Präbiotika ist auf jeden Fall am erfolgversprechendsten. Mit Präbiotika habe ich mich aus zeitlichen Gründen bisher noch nicht näher beschäftigen können, weshalb ich auch noch keine zu mir nehme. Zu Beginn ist es aber auch eher sinnvoll, täglich fermentierte Lebensmittel zuzuführen, im Gegensatz zu einer auschließlichen Präbiotikaeinnahme. Deine Anmerkungen hierzu (Pektin, Inulin) sind aber ein guter Einstieg zu eigener Recherche.

Zitat:
zu 2.) Bislang hatte ich zum Glück noch keine Probleme. Vielleicht gibst Du einen wirklich kleinen Schuss Essig dem Sud bei (zu mindestens dem ersten neu aufgesetzten), da Phytase im sauren Milieu erst die volle Wirkung entfalten kann. Reis ist ohnehin recht arm an Phytase, weshalb es Sinn machen kann, etwas Buchweizen zum Reis zu geben. Buchweizen enthält relativ viel Phytase. Ist vielleicht ein Versuch wert, denn die Phytase des Buchweizens kann als Starter dienen.
Ich habe keine Ahnung, warum es jetzt nicht mehr fermentieren mag, habe nichts geändert. Die ein- bis max. zwei Grad Erhöhung der Zimmertemperatur kann aber wohl nicht der Grund hierfür sein. Werde es die nächsten Tage dann mal mit deinen "unterstützenden Maßnahmen" probieren.

Viel Erfolg bei deiner Masterarbeit Low-Joe!
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  #6522 (permalink)  
Alt 26.04.2010, 07:49
 
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Und was spricht gegen Rinderhackfleisch aus Supermärkten?

Was ich zum Thema "Probiotika" beitragen möchte: Kann man da nichts vorgefertigtes wie Kanne Brottrunk (fermentiertes Getreide) nehmen? Das wäre im Gegensatz zu Kapseln, einzelnen Bakterien die maßvollere Variante. Ich glaube nämlich an den Parcelsischen Grundsatz.

Ich hab hier noch einige Flaschen liegen.
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  #6523 (permalink)  
Alt 26.04.2010, 08:50
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Zitat:
Zitat von Tcrazyjam Beitrag anzeigen
Und was spricht gegen Rinderhackfleisch aus Supermärkten?

Was ich zum Thema "Probiotika" beitragen möchte: Kann man da nichts vorgefertigtes wie Kanne Brottrunk (fermentiertes Getreide) nehmen? Das wäre im Gegensatz zu Kapseln, einzelnen Bakterien die maßvollere Variante. Ich glaube nämlich an den Parcelsischen Grundsatz.

Ich hab hier noch einige Flaschen liegen.
Gegen abgepacktes Fleisch spricht recht viel. Zum Beispiel die teilweise recht hohen Gehalte biogener Amine, Nährstoffverluste, Gefahr bakterieller Verderbnis etc. Dies trifft natürlich auch teilweise für Fleisch vom Metzger zu, deshalb solltest Du einen finden dem Du vertraust. Es spricht auch nichts dagegen, ab und an mal Fleisch aus dem Supermarkt zu verzehren, sofern Du dieses problemlos verträgst. Schneller geht es, wenn Du vielleicht erst einmal die Suchfunktion dieses Forums nutzt.

Zum Brottrunk. Ich sage doch die ganze Zeit, dass man eher zu natürlichen Lebensmitteln greifen soll als zu handelsüblichen Probiotika. Es spricht nichts dagegen, einige Probiotika als Starterkultur zu verwenden. Was für Joghurt gilt, gilt sicherlich auch für den Brottrunk. Soll heißen, wenn man sich auf die Zahlen des Max-Rubner-Instituts bezieht (einige Posts zuvor), wird deutlich, dass die Lebendkeimzahl recht schnell abnimmt. Bei der traditionellen Fermentation von Lebensmitteln werden diese anschließend möglichst kühl, trocken und DUNKEL gelagert und nicht an einem hellen und warmen Standort in hellen Glasflaschen (Supermarkt, Drogeriemarkt etc.). Licht (& Wärme) zerstört Vitamine und Enzyme. Es gibt eine Fülle an fermentierten Lebensmittel. Prinzipiell kann man so ziemlich alles fermentieren. Wer also permanent Probleme mit Milchprodukten hatte, sollte trotz aller positiven Eigenschaften von (fermentierten) Milchprodukten Abstand nehmen und auf andere Lebensmittel ausweichen. Gleiches gilt für Gluten (z.B. Brottrunk). Manche Leute vertragen auch Hefen nicht gut (Antigene), dies sollte man bei der Auswahl seiner Lebensmittel auch bedenken.
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  #6524 (permalink)  
Alt 26.04.2010, 13:28
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@ Low-Joe

Also der "Denkfehler" kommt nicht direkt von mir, sondern die ganze Geschichte wird so im Fachaufsatz von Dr. Jacob dargestellt. Natürlich produziert der Magen Magensäure. Und selbstverständlich wird diese durch das basische Verdauungssekret der Bauchspeicheldrüse "abgefangen", damit unter anderem die Enzyme arbeiten können und die Darmschleimhaut nicht gereizt wird. Sonst kommt es auf Dauer zu Entzündungen. Das alles weisst du natürlich. In einem Beitrag hast du geschrieben, dass es also egal wäre, welche Milchsäure man nimmt, da diese ja sowieso neutralisiert wird. Davor hattest du aber geschrieben, dass zuviel Essigsäure amylasehemmend wirkt, da der PH-Wert zu niedrig ist und die Enzyme nicht richtig arbeiten können. Oder hab ich was falsch verstanden? Zum anderen hatte ich mal gelesen, dass der Magen für jede "Einheit" Magensäure" eben auch eine "Einheit" basisches Sekret produziert. Hat ja auch eine gewisse Logik. Der Körper produziert für jede Säure auch eine Base. Das macht er natürlich aus Natriumchlorid. Darum sind salzfreie Diäten meiner Meinung nach nicht zu empfehlen. Da leidet nur die Verdauung und das macht krank.
Aber zurück zur Milchsäure. Da der Körper also gar nicht genug basisches Sekret ausgibt, sollte die Milchsäure sehr wohl ihre Wirkung im Dickdarm tun. Fraglich ist nur, ob eine Einnahme vor und zwischen den Mahlzeiten dann nicht sinnvoller wäre, um die Enzymtätigkeit nicht unnötig zu behindern. Letzten Sommer hatte ich ja während meinem Rohkostwahnsinn auch täglich Vita Biosa eingenommen. Das ist ein Milchsäuregetränk mit mehreren Milchsäurebakterien und Hefen, die natürlich sehr nützlich sind und hauptsächlich rechtsdrehende Milchsäure produzieren. Es ist übrigens falsch, dass der Körper nur rechtsdrehende Milchsäure produziert. Linksdrehende ist auch nicht schädlich, was früher auch behauptet wurde. Der Körper kann die rechtsdrehende wohl einfach besser abbauen. Letzten Sommer hatte ich aber auch sehr viel Sport gemacht in Form von Jogging/Running. War da auch regelmäßig im anaeroben Bereich. Mein Körper hat also auch selbst vermehrt Milchsäure produziert. Es kamen also zu viele Faktoren hinzu um mit Sicherheit sagen zu können, ob es jetzt an einer Sache, mehreren oder einer Mischung aus allem gelegen hat. Die entscheidenden Faktoren waren aber wohl Ballaststoffe (vor allem Obst), aber auch Zucker. Dazu noch der viele Sport, das Meiden von Genussgiften und last but not least das Vita Biosa. Will natürlich keine Werbung für das Zeug machen, aber ich glaub es hat mir echt geholfen. Wahrscheinlich werde ich wohl statt der reinen Milchsäure lieber wieder das Vita Biosa nehmen. Da sich da bein 3 Liter Karton preislich nichts tut. Außerdem kann man es auch als Starterkultur nehmen. Steht auch so beschrieben im Internet. Mit Apfelsaft an einem warmen Ort bis es schäumt. Hab es übrigens hauptsächlich morgens auf leeren Magen genommen. Da wird dann auch keine/kaum Magensäure produziert und eben auch kein Bauchspeichelsekret. Kurz danach dann Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Damals konnte ich auch die Uhr nach meiner Verdauung stellen. Dazu kauf ich mir noch Inulin. Ist nicht sehr teuer und wirkt glaub ich auch sehr gut.
Abschließend wollte ich noch sagen, dass es mir letzten Sommer so gut wie noch nie in meinem Leben ging. Meine Freundin meinte damals sogar, dass meine gute Laune manchmal schon richtig nervig war. Perfekt war meine Ernährung mit Sicherheit nicht. Zu viel Fructose, und die PUFAS hätten auch viel niedriger sein müssen (obwohl hauptsächlich Nüsse und Olivenöl, es geht natürlich noch schlimmer). Damit hattest du mich am Anfang glaub ich auch falsch verstanden. PUFAS und Fructose sind natürlich schlecht. Hab ja auch Matt Stone´s Sachen gelesen. Aber es gibt auch andere Katastrophengebiete in der Ernährung (zuviel Eiweiß). Die in der Vergangenheit gemachten Fehler mache ich aber dank diesem Thread natürlich nicht wieder. Aber es waren eben auch viele gute Komponenten in diesem „Lebensstil“ dabei, die ich ja schon aufgezählt habe. Abgewichen bin ich ja nur, weil die vielen Fruchtsäuren und der Zucker mir die Zähne kaputt gemacht haben und der zu geringe Eiweißanteil zu leichtem Haarausfall geführt hat. Gleich ins andere Extrem mit Atkins und High Protein zu gehen war wohl auch mit einer der größten Fehler, die ich je gemacht habe. Ich glaube/hoffe, wenn ich die Erfahrungen von damals und die Infos von heute vermische, sollte ich die Chance auf eine nahezu „perfekte“ Gesundheit haben. Klopf auf Holz ;-)
Es geht mir ja auch im Augenblick nicht mehr wirklich schlecht, aber wie du ja selbst mal geschrieben hast, kann es immer noch besser werden, auch wenn man es kaum glauben kann.
Werde dann laufend kleine Berichte über meine Erfahrungen und Erfolge schreiben.


Gruß


Dexter

Geändert von Dexter Morgan (26.04.2010 um 13:37 Uhr)
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  #6525 (permalink)  
Alt 26.04.2010, 14:05
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Zitat:
Zitat von Dexter Morgan Beitrag anzeigen
In einem Beitrag hast du geschrieben, dass es also egal wäre, welche Milchsäure man nimmt, da diese ja sowieso neutralisiert wird. Davor hattest du aber geschrieben, dass zuviel Essigsäure amylasehemmend wirkt, da der PH-Wert zu niedrig ist und die Enzyme nicht richtig arbeiten können. Oder hab ich was falsch verstanden?
Nein, nein! Ich habe geschrieben, dass es nach Deiner Logik (oder basierend auf der des "Fachaufsatzes") egal sei, welche Form der Milchsäure man dem Organismus zuführt, da diese einfach den Organismus, dass heißt den Verdauungstrakt passiert (und diesen währenddessen "ansäuert"). Das ist falsch. Essig-, Milch- und Buttersäure im Stuhl sind zum Großteil Abbauprodukte (von Sacchariden) und nicht die mit der Nahrung aufgenommenen Säuren! Für die Physiologie des Menschen würde ich Dir empfehlen auf Fachbücher zurückzugreifen, nicht auf Aufsätze (von Firmen die ihre Produkte bewerben). Ich denke nicht, dass es egal ist, welche Säure man dem Körper zuführt. Es stimmt schon, dass man dem Konsum größerer Mengen linksdrehender Milchsäure nicht zweifelsfrei bestimmte Krankheitsbilder zuschreiben kann, jedoch gibt es Indizien. Für die Gluconeogenese ist die im Stoffwechsel anfallende rechtsdrehende Milchsäure entscheidender.

Essigsäure, so wie auch andere Säuren hemmen zum Teil Amylase. Aber auch im Magen selbst kommt aufgrund der Magensäure zur vorübergehenden Pause der Stärkeaufspaltung (bzw. -verdauung). Wie die Studienergebnisse bei pubmed nahelegen, scheint Essigsäure im späteren Verlauf (nach dem Passieren des Magens) der Verdauung die Amylaseenzyme weiterhin etwas zu hemmen.

Zitat:
Zitat von Dexter Morgan Beitrag anzeigen
Aber zurück zur Milchsäure. Da der Körper also gar nicht genug basisches Sekret ausgibt, sollte die Milchsäure sehr wohl ihre Wirkung im Dickdarm tun.
Siehe Ausführungen weiter oben! Dies trifft so nicht zu. Für die Essig-, Milch- und Buttersäure in den Endabschnitten des Darmes (Dickdarm) sind in erster Linie die Bakterien zuständig!
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  #6526 (permalink)  
Alt 26.04.2010, 20:40
San San ist offline
 
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dexter, merci für deine berichte. ich lese die erfahrungen gerne durch.

low-joe, danke für die ganzen beiträge von dir.

mache mir z.z. auch joghurt. vertrage ich sehr gut.
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  #6527 (permalink)  
Alt 26.04.2010, 23:04
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Eine kleine, womöglich interessante Nebenbemerkung. Ich esse nun schon seit über 1,5 Jahre strenges Low Carb (<50g KH) mit vielen zusätzlichen Maßnahmen:

- Sehr wenig Fruktose
- Sehr wenig PUFAs
- Jeden Tag 3000 Kalorien
- Jeden Tag 300g Fett (150g Fleischfett + 150g Butter)
- Rund 1g Eiweiß pro kg Körpergewicht
- Größtenteils Fleisch von grasgefütterten Tieren, ansonsten auch viel Bio
- Kohlenhydratquellen sind Kartoffeln und etwas Gemüse (Karotten, Zwiebeln, Brokkoli)
- Verschiedene Mineralergänzungen die meiner Meinung nach nicht genug durch die heutige Nahrung gedeckt werden: Magnesium, Jod, Selen, Zink
- 2-4 Eigelb jeden Tag

Damit bin ich so leistungsfähig wie noch nie, ich hab Energie und keine Problem Muskeln aufzubauen. Meine Verdauung funktioniert sehr gut, das Körpergewicht passt mit 75kg auf 1,80m auch und es geht mir einfach gut.

Trotzdem hatte ich vor einigen Wochen das was medizinisch nicht ganz korrekt als "Blinddarmentzündung" bezeichnet wird (Appendizitis) und mir wurde in einer OP der Wurmfortsatz des Blinddarm entfernt, gerade noch rechtzeitig bevor dieser perforieren konnte (was sehr viel ernster ist).

Ich bin etwas erstaunt, dass es mich einfach so aus heiterem Himmel getroffen hat, gerade bei meinem als optimal empfundenen Essgewohnheiten. Andererseits scheint es laut der offiziellen Lehrmeinung keine echten Ursachen zu geben, so dass es jeden treffen könnte...

Low-Joe's Ausführung zu Probiotika und dem Fermentieren von Lebensmitteln verfolge ich übrigens interessiert, nur halten mich meine negativen Kefirerfahrungen und andere Experimente im Moment noch von eigenen Versuchen ab. Irgendwann werde ich das mit Sicherheit aber mal probieren und dann auf deine Ausführungen zurückkommen. Vielen Dank schonmal.
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  #6528 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 06:57
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@ Solar

Ich habe in letzter Zeit sehr interessante Beiträge zum Aufbau und der Beschaffenheit des Darmes gelesen. In mehreren Artikeln ging es auch darum, dass der Blinddarm gar kein rudimentäres Organ ohne Funktion sei, sondern als Reservoir für Bakterien dient. Dieses Bakterienreservoir dient dem Darm nach Durchfällen für den "Wiederaufbau" der Darmflora. Ich möchte Deine Ernährung keinesfalls schlecht reden, aber man könnte auch eine Blinddarmentzündung als eine bakterielle Dysbalance interpretieren. Da Dein Nährstoffmakroverhältnis recht nah ans JKs Empfehlungen herankommen, kann ich Dir nur empfehlen, vielleicht etwas Sauerkraut anstatt Brokkoli (so ersetzt Du Goitrogene durch Goitrogene) zu verzehren. Sauerkraut ist bei JK recht hoch im Kurs. JK empfiehlt auch Essiggurken um die Verdauung positiv zu beeinflussen.

Ich kenne keine traditionell lebende Kultur (über die Ernährungsgewohnheiten vorliegen), die nicht irgendwelche fermentierten Lebensmittel konsumiert. Eine Ausnahme bilden lediglich die Kitava. Da weiß aber anscheinend niemand so recht wie sie ihre Lebensmittel zubereiten, nur was sie essen. Bei den Untersuchungen an diesem Stamm stand leider das Makronähstoffverhältnis deren Ernährung im Vordergrund. Ich gehe aber jede Wette ein, dass diese auch fermentierte Lebensmittel auf dem täglichen Speiseplan haben. Dies ist bei stärkebasierenden Ernährungsformen nichts ungewöhnliches (ja sogar vielleicht etwas notwendiges!). Die traditionell lebenden Hawaiianer essen z.B. täglich Poi, ein fermentiertes Gericht aus Taro (Stärke) Whole Health Source: Impressions of Hawai'i.
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  #6529 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 07:37
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Gerade bei der Fementation von stärkehaltigen Lebensmitteln tut man seinem Verdauungstrakt etwas gutes, da gewisse Anteile der Polysaccharide (z.B auch in Soja) so bereits vorverdauut werden. Es geht nicht darum, möglichst große Mengen von bestimmten Bakterien aufzunehmen, sondern darum, die Ernährung möglichst leicht verdaulich zu machen. Viele der Stärkemahlzeiten (ob Poi oder Sauerteigbort) werden vor dem Verzehr erwärmt, was die Anzahl an Lebendkeimen dezimiert. Bei Stärke dient die Fermentation daher in erster Linie der Bekömmlichkeit. Z.B. in Hawaii ist es ganzjährig recht warm. Es wäre und ist ein Leichtes, Taro das ganze Jahr über anzubauen und dieses frisch zu verzehren. Doch dies ist (traditionell) nicht der Fall, und dies sicherlich aus guten Gründen (Verdauung/Bekömmlichkeit). Darüber hinaus stehen aber auch fermentierte Lebensmittel, welche vor dem Verzehr nicht erwärmt werden, auf dem Speiseplan gesunder Völker. Man muss, soll und darf sich nicht Lebendkeimen vollstompfen, jedoch sollte man eine bekömmlichen & vor allem KONTINUIERLICHE Quelle in seinen Speiseplan einbauen.
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  #6530 (permalink)  
Alt 27.04.2010, 20:56
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@ Low Joe

OK,wie du meinst!
Bezüglich der L (+) Milchsäure werde ich mich noch mal schlau machen. Habe aber selbst gute Erfahrungen damit gemacht. Und bezüglich Dr. Jabob´s Artikel (den du wohl noch nicht gelesen hast) denke ich, dass es nichts über den Wahrheitsgehalt aussagt. Es gibt eine Menge Leute, die ein Produkt erst nach und nicht vor der Theorie/praktischen Erfahrungen entwickeln. Außerdem wird z. B. sein Basenpulver oder ein anderes Produkt nicht direkt genannt. Wer es nicht weiss, wird so auch keine Verbindung herstellen, was ich schon seriös finde. Also, solange ich keine Beweise für deine Meinung finde, mache ich erstmal mit meinen Plänen weiter.

PS: Wer recht hat kommt auch mit einem "Nein" am Anfang seines Beitrags aus. Wir wollen doch alle nett bleiben!?
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