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  #6391 (permalink)  
Alt 16.03.2010, 23:47
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Low-Joe,

sind getrocknete Bakterienkulturen (Pulver, Kapseln) im Vergleich zu Bakterien in frischen Fermenten (z.B. Joghurt) deutlich inaktiver = bei weitem nicht so wirkungsvoll?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Es gibt Anbieter die ihre Probiotikprodukte gekühlt bzw. geringfügig thermoisoliert versenden. Die Angaben auf Probiotika beziehen sich auf den Zeitpunkt der Herstellung. Niemand weiß jedoch wie lange die Produkte nach der Herstellung irgendwo gelagert worden, wie der Versand (zumeist Übersee) realisiert wurde (Kühlkette), ob die Produkte anschließend ordnungsgemäß (gekühlt) gelagert worden und und und. "Wärmebehandelter" Joghurt muss nach dem Lebensmittelgesetzt als solcher kenntlich gemacht werden, d.h. wenn nichts dergleichen von "wärmebehandelt" draufsteht, sollte ausreichend lebende Bakterien im Joghurt enthalten sein um mit diesem neuen Joghurt herzustellen. Ich gebe nun immer ein oder zwei Becher Joghurt zur fermentierenden Milch. Dabei muss man jedoch sehr vorsichtig sein, denn die meisten Joghurtbereiter haben anscheinend Probleme eine konstante Temperatur von ca. 40-45°C über einen längeren Zeitraum halten zu können. Ich habe nun schon den dritten Joghurtbereiter im Einsatz. Einer war eine absolute Katastrophe, da dieser am Ende der Fermentation eine Temperatur von 56°C aufwies. Ab dieser Temperatur leiden die Milchsäurebakterien bereits, bzw. manche Stämme mehr als andere. Auch die beiden verhältnismäßig geeigneten Joghurtbereiter die ich einsetze, erhitzen nach 24h Fermentation den Joghurt auf ca. 50°C. Bei diesen Temperaturen leiden die S. thermophilus etwas, wohingegen die L. bulgaricus Bakterien fast noch im Optimum laufen. Ich lasse meinen Joghurtbereiter nun ca. 8h laufen, dann schaltet sich dieser ab (Zeitschaltuhr) und nach ein paar Stunden wieder an.

Darauf sollte man etwas achten, gerade wenn man mit Bifidobakterien experimentiert: Mikrobiologie der Lebensmittel ... - Google Bücher
Deren Optimum liegt zwischen 37-40°C. In dem Buch werden auch die anderen gebräuchlichen Bakterienkulturen vorgestellt, mit Temperaturoptima etc.

Also es kommt darauf an, was für ein Produkt Du verwendest, wann dieses hergestellt wurde und wie es gelagert und versandt wurde. Darüber hinaus kommt es natürlich darauf an, welche Mengen Joghurt als Vergleichsmaßstab dienen.

Hier (http://www.tierklinik-hh-rahlstedt.d...m_Joghurt.html) mal ein paar Vergleichszahlen zur Bakterienpopulation in Joghurt, u.a. vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Wenn man diesen Zahlen wirklich vertrauen kann, dann übersteigt Joghurt die meisten Tabletten hinsichtlich lebenden Keimen (natürlich immer in Abhängigkeit von Produkt und Menge).

Andere Quelle (Unterschied zwischen Joghurt und Quark - Expertenforum: Sie fragen - aid antwortet - was-wir-essen Foren), selbe Zahlen (basieren vielleicht auf derselben Ursprungsquelle).

Zitat:
Zitat von Pazzle Beitrag anzeigen
Von Lactobacillus Rhamnosus gibt es auch sehr viele und ausschließlich positive Studienergebnisse. Kann man auch Kulturen, die (üblicherweise) nicht als Joghurt-Starter eingesetzt werden auch hierzu verwenden?
Du kannst andere Kulturen einsetzen, ich würde jedoch zunächst die Kulturen einsetzen, die am meisten Einfluss auf Laktose- und Proteinabbau haben. Anschließend kannst Du auch ruhig andere Kulturen dazugeben, die sich vermehren sollen. Dafür würde ich dann noch etwas Dextrose zugeben, um sicherzustellen, dass die Kulturen neben der optimalen Temperatur auch noch ausreichen Substrat für deren Vermehrung haben. Je nach Länge der vorherigen Fermentationsdauer ist gegen Ende eventuell die Laktose komplett gespalten und die Glukose bereits zu Essigsäure und Milchsäure metabolisiert.

Mit Bifidobakterien habe ich mich bislang eingehender nur mit B. longum & animalis (lactis) beschäftigt. Mir fehlt momentan die Zeit, so lang experimentiere ich auch nicht mit anderen Kulturen. Tut mir Leid. In drei Wochen habe ich wieder etwas mehr Zeit, dann werde ich die Recherche auch wieder aufnehmen.

Geändert von Low-Joe (16.03.2010 um 23:52 Uhr)
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  #6392 (permalink)  
Alt 17.03.2010, 13:04
San San ist offline
 
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Wie steht ihr zu Mikrowellen? Manche sagen ja, dass durch die Reaktion der Lebensmittel in der Mikrowelle Molekühle zerstört und deformatiert werden, wodurch chemische Verbindungen entstehen, die so in der Natur nicht vorkommen. Der Körper erkennt diese Molekühle dann womöglich nicht.

Edit:
Gesundes Essen aus der Mikrowelle? - Ernährung

Geändert von San (17.03.2010 um 13:08 Uhr)
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  #6393 (permalink)  
Alt 17.03.2010, 13:19
 
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Zitat:
Zitat von San Beitrag anzeigen
Wie steht ihr zu Mikrowellen? Manche sagen ja, dass durch die Reaktion der Lebensmittel in der Mikrowelle Molekühle zerstört und deformatiert werden, wodurch chemische Verbindungen entstehen, die so in der Natur nicht vorkommen. Der Körper erkennt diese Molekühle dann womöglich nicht.

Edit:
Gesundes Essen aus der Mikrowelle? - Ernährung
keine ahnung, meistens is eh alles was aus der mikrowelle kommt 'n fertiggericht, und dass fertiggerichte nich gut sein sollen, wissen wir eh alle. aber so peinlich genau halt ich mich auch nich dran, sonst dürfte ich ja nich mal 'n brot essen, wenn ich's vorhin aufgedaut hab
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  #6394 (permalink)  
Alt 17.03.2010, 14:37
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Wirklich super recherchiert @Low Joe. Ich bin ebenfalls der Meinung das die Darmflora / Verdauung der Grundbaustein eines optimal funktionierenden Körpers ist. Auch ich supplementiere bereits seit längerem wieder Bakterien und zwar folgendes Produkt, das ich schon öfter empfohlen haben:

Laktonova Darmflora-Aktiv

Da ich bereits verschiedene Probiotika getestet habe bin ich schlussendlich immer wieder bei diesem Produkt angelangt. Die Bakterien stammen zu 100% aus menschlichem Ursprung und sind m.E. mit 12 Milliarden Keimen auch ausreichend hoch dosiert. Desweiteren wurden spezielle Arten eingesetzt, welche die Magensäure überleben sollen. Das zugesetzte Reismehl soll die Bakterien auch vor der Magensäure schützen, die Ballaststoffe dienen als Futter. Es enthält Laktobazillen und Bifidos. Ein weiteres Produkt, welches ich empfehlen kann ist "Lactobacillus Acidophilus" von Kirkman, das sind Kapseln.

Zwar habe ich auch einen Joghurtbereiter (der von der deutschen SCD Seite empfohlene, Firma Petra), bin allerdings noch nicht dazu gekommen mir einen eigenen Joghurt zu machen. Zum einen wegen Zeitmangel und zum Anderen habe ich auch Bedenken wegen Kontamination mit pathogenen Bakterien, die sich dann evtl im Joghurt vermehren. Falls ich allerdings mal damit beginnen sollte, würde ich das Laktonova Produkt als Starter verwenden.

Wie sieht es eigentlich mit Rohmilch Käse aus? Vielleicht weiß ja jemand hier, ob man damit auch Milchsäurebakterien zuführen kann? Wobei bei Rohmilch ja immer die Gefahr einer Kontamination mit Pathogenen besteht.

Ich habe leider noch nicht alle Beiträge der letzten Zeit lesen können. Es ist wohl aber auch so das die Bakterien Kolonien bilden und sich mit einem "Schutzfilm" versehen. Gottschall schreibt ja, das bestimmte Bakterien bis zu 1 Jahr (evtl auch mehr, schon lange her als ich das Buch gelesen habe) ohne Nahrung auskommen und wenn sie welche bekommen, sich dann explosionsartig vermehren. Bereits vor meiner Ernährungsumstellung war ich überzeugt das Bakterien eine große Rolle bei der Verdauung spielen, weshalb ich damals auch Apfelessig in Wasser getrunken habe, mit wirklich sehr gutem Erfolg auch ohne Ernährungsumstellung. Ich könnte mir Vorstellen, das die Säure im Apfelessig (bin mir jetzt nicht sicher aber Apfelessig enthält m.W. gute Hefen und Milchsäurebakterien) diese Kolonien praktisch "auflöst". Bei Candida wird ja auch immer empfohlen Apfelessig vor einer Stuhlprobe zu nehmen, da dieses die "Nester" lösen soll.

Habe hier noch ein paar gute Informationen zu den pathogenen Bakterien Blastocystis Homins und D. fragilis mit einem Haufen Erfahrungsberichten, wobei Stärke so gut wie immer zu einer Verschlimmerung der Symptome führt!

http://www.badbugs.org/index.html

Leider ist es schon eine Weile her, seit ich das Recherhiert habe. Dort findet man aber auch ein paar Tipps, wie eben Low Carb, Meiden von Stärke, SCD. Der Hammer dabei ist, das die meisten erst mit einer 3-fach Antibiotika Therapie diese Bakterien losgeworden sind und beschwerdefrei wurden.

Ein sehr gutes Buch zu diesem Thema ist auch "A new IBS Solution" von Dr. Pimentel, welcher der ebenfalls der Ansicht ist, das IBS eben Bakterien als Ursache hat. Allerdings hält er nicht viel von der Supplementation von Bakterien, da er nicht zwischen guten und bösen unterscheidet sondern oft von Bakterien an der falschen Stelle spricht. Seine Therapie sieht Antibiotika vor und eine spezielle Ernährung (kh-arm), zum Schluss auch eine Flüssignahrung, ähnlich wie sie Low Joe durchzieht.
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"Du musst nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit dem Kopfe essen, damit dich nicht die Naschhaftigkeit des Mundes zugrunde richtet." (Friedrich Nietzsche)

Geändert von schandmaul (17.03.2010 um 15:08 Uhr)
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  #6395 (permalink)  
Alt 17.03.2010, 15:00
 
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Low-Joe,

mal wieder Danke für deine Antwort!
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  #6396 (permalink)  
Alt 17.03.2010, 15:43
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@ schandmaul

Ja ich weiß, Du hast schon immer sehr auf die Darmgesundheit geachtet, ob nun Probiotika, Essig etc. Ich denke, dass dies sehr klug ist. Prinzipiell versuche ich meinen Fokus möglichst weiträumig schweifen zu lassen. Neben den hier angesprochenen Bakterien gibt es noch viele viele weitere Bakterienstämme mit unglaublich gesundheitsfördernden Eigenschaften für den Menschen. Neben B-Vitaminen sorgen manche Bakterien u.a. auch für einen guten Vitamin K-Status. So z.B. Bacillus subtilis natto. Nichts Neues, ist mir klar. Ab und zu ist es aber vielleicht mal ganz gut sich ein paar Dinge ins Gedächtnis zu rufen.

Zum Rohmilchkäse. Dieser wird natürlich ebenfalls mit Milchsäurebakterien fermentiert. Ich denke, dass die bei der Käseherstellung verwendeten Bakterien hinsichtlich Aufbau und Erhalt einer gesunden Darmflora je nach verwendeten Kulturen unterschieden werden müssen. Bei der Käseherstellung kommen überwiegend mesophile Bakterienstämme zum Einsatz, jedoch gibt es bei diesen recht große Streuungen hinsichtlich Temperaturoptima. Je eher Milchsäurebakterien zum Einsatz kommen, deren Temperaturoptimum in der Nähe von 37°C (Körpertemperatur) liegt, desto besser! Ist dies nicht gegeben, haben die Bakterien (neben Magensäure etc.) schon vor vornherein recht schlechte Karten sich im Organismus auszubreiten und damit schließlich pathogenen Keimen den Gar auszumachen.

Falls jemand nicht genau weiß von was ich gerade schreibe, hier mal ein Link diesbezüglich:Stoffwechsel oder Bacterial Lifestyles

Meine Tipp wäre daher, bei den Firmen (deren Käse man essen möchte) nachzufragen, welche Bakterien sie zur Herstellung ihres Käses verwendet. Anschließend kann man sich dann im Internet etwas kundig machen. Die meisten Kulturen die für die Herstellung von Käse eingesetzt werde, weisen meines Erachtens ein deutlich niedrigeren Temperaturpräferenzbereich auf.

Zur Joghurtherstellung. Natürlich besteht immer die Gefahr das man auch Pathogene heranzüchtet. Auf der anderen Seite hemmen aber gerade Milchsäurebakterien eine Großzahl der für den Menschen pathogenen Keime. Nichtsdestotrotz, ausschließen kann man es nie. Deshalb ist vor allem auch die eigene Hygiene bei der Joghurtherstellung entscheidend!

Was Du als letztes verlinkt hast, habe ich in ähnlicher Weise auf vielen anderen Foren nachlesen können. Es ist leider so, was nicht adäquat verdaut wird dient im weiteren Verlauf Bakterien als Nahrung. Ist die Darmflora OK, kein Problem, ist sie es jedoch nicht, tut man sich mit jedem weiteren Gramm Stärke (natürlich auch malabsorbierte Fruktose, Laktose) keinen Gefallen. In diesem Falle wäre ein Probiotika-Produkt mit Glukose anstatt Maltodextrin und Reismehl eventuell eher geeignet. Auch die Oligofructose dient u.a. nicht nur "guten" Bakterien als Nahrung. Deshalb vielleicht etwas vorsichtig sein. Bei Dir trifft dies ja sicherlich nicht zu. In diesem Falle ist das Produkt natürlich recht gut.

Danke für den Buchtipp!

@ Pazzle

Kein Problem! Es ist natürlich immer nur meine eigene Sichtweise und muss nicht stimmen!

Geändert von Low-Joe (17.03.2010 um 15:54 Uhr)
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  #6397 (permalink)  
Alt 17.03.2010, 16:12
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Zitat von schandmaul Beitrag anzeigen
Ich habe leider noch nicht alle Beiträge der letzten Zeit lesen können. Es ist wohl aber auch so das die Bakterien Kolonien bilden und sich mit einem "Schutzfilm" versehen. Gottschall schreibt ja, das bestimmte Bakterien bis zu 1 Jahr (evtl auch mehr, schon lange her als ich das Buch gelesen habe) ohne Nahrung auskommen und wenn sie welche bekommen, sich dann explosionsartig vermehren. Bereits vor meiner Ernährungsumstellung war ich überzeugt das Bakterien eine große Rolle bei der Verdauung spielen, weshalb ich damals auch Apfelessig in Wasser getrunken habe, mit wirklich sehr gutem Erfolg auch ohne Ernährungsumstellung. Ich könnte mir Vorstellen, das die Säure im Apfelessig (bin mir jetzt nicht sicher aber Apfelessig enthält m.W. gute Hefen und Milchsäurebakterien) diese Kolonien praktisch "auflöst". Bei Candida wird ja auch immer empfohlen Apfelessig vor einer Stuhlprobe zu nehmen, da dieses die "Nester" lösen soll.
Genau, diese Schutzfilme (Biofilme) sind das eigentliche Problem. Die Biopolymere schützen die Bakterien und verhindern z.T. auch das Antibiotika überhaupt erst wirken können. Ich denke jedoch, dass die Leute die die SCD befolgen tatsächlich nicht die Pathogene komplett "aushungern" sondern diese in ihrer Population verdrängen. Und genau in diesem Zusammenhang, denke ich, u.a. auch mit oder durch Bifidobakterien, auch wenn diese nicht direkt zugeführt werden. Viele der erlaubten SCD-Lebensmittel beinhalten Oligosaccharide, welche ansich bereits auf das Wachstum von Bifidobakterien (Bifidofaktor) Einfluss ausüben und darüber hinaus vor allem auch L. bulgaricus welches die Vermehrung von Bifidobakterien unterstützt.

Ich hatte das neulich schon einmal angedeutet. Beinahe jede bei und von JK durch seine LC-Diät behandelte Krankheit konnte ich nach längerer Recherche mit bestimmten Bakterien und/oder Antigenen gegen Bakterien-Metabolite in Verbindung bringen. Das heißt natürlich nicht ich, sondern Wissenschaftler die sich damit beschäftigen. Gerade deshalb halte ich es auch für sehr wichtig etwas auf seine Darmflora zu achten.

Ich hoffe, demnächst wieder öfter von Dir zu lesen. Auch wenn Du es sicherlich nicht mehr nötig hast, können doch sicherlich viele von deinen Erfahrungen und von Deinem Wissen profitieren.

Das Forum hat sich überhaupt sehr gut gemacht, mittlerweile sind hier sehr viele Leute deren Beiträge ich sehr gerne lese und dabei immer etwas lerne!

Dankeschön an alle!

Geändert von Low-Joe (17.03.2010 um 16:16 Uhr)
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  #6398 (permalink)  
Alt 17.03.2010, 18:59
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Danke für deine Antwort, Low Joe. Ich werde bei Gelegenheit mal bei Appenzeller nachfragen, vielleicht weiß Paba ja mehr, da Appenzeller ein Käse aus der Schweiz ist.

Ich finde deine Vorgehensweisen übrigens sehr krass und konsequent, im positiven Sinne. Du hast diese Sch*** Krankheit und ich finde es Klasse wie du gegen sie ankämpfst und schlussendlich immer gewinnst. Respekt, Low Joe! Ich denke vielen geht es hier ähnlich, Magen / Darm oder Haut, wobei natürlich beides zusammenhängt. Dieser Thread hier war und ist auch für mich immer noch eine sehr große Hilfe, leider komme ich kaum noch dazu hier zu Lesen oder geschweige denn zu Schreiben. Darüber hinaus würde ich auch pm2's Empfehlungen zur Häufigkeit von Sex jedem männlichen Leser ans Herz legen, ich kann seine Erfahrungen nur bestätigen. Lieber 1mal die Woche Sex, dafür die ganze Nacht und unter der Woche die Leistungsfähigkeit auf dem Höhepunkt halten. Seit ich das beherzige, habe ich den besten Sex meines Lebens! ))

Insgesamt ernähre auch ich mich nach den Vorgaben hier. Also Mid-Carb, High Fat, Mid Protein. Meine bevorzugten KHs sind Kartoffeln und Bananen, ab und an ein Stück dunkle Schokolade. Dazu reichlich Salz, etwas Jod, keine Stimulantien wie Kaffee und ich habe das Gefühl am Höhepunkt meiner Leistungsfähigkeit zu sein, mental wie auch körperlich. Der Weg war sicherlich lang und steinig, doch ich denke jeder kann es schaffen, die Informationen hier sind Gold wert!

Zu dem Probiotika Produkt, was ich empfohlen habe: Die geringen Mengen Oligofructose und Reismehl sind m.E. nicht ausreichend um irgendwelche Beschwerden auszulösen. Aber ich stimme Low Joe natürlich zu, um 100% sicher zu gehen sollte man seine Hinweise beachten. Vielleicht kennt jemand hier das Libase Forum, dort werden z.b. auch Milligramm!! Mengen Fruktose für alle möglichen Beschwerden verantwortlich gemacht. Das ist in meinen Augen Augenwischerei.
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Geändert von schandmaul (17.03.2010 um 19:18 Uhr)
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  #6399 (permalink)  
Alt 18.03.2010, 19:16
 
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Ich bin seit einiger Zeit stiller Mitleser dieses Threads und bin erstaunt, wie viel Wissen sich hier (leider wahrscheinlich eher unbeachtet) verbirgt. Meine Kenntnisse über Ernährung stammten bisher aus einschlägigen Diät-Büchern und ich war regelrecht erschrocken, welche Widersprüche sich zu dem hier geschriebenen auftun.

Ich leide seit meiner Pubertät an leicht unreiner Haut (fettig, Mitesser in der T-Zone, wenige größere Entzündungen, rote Flecken und schnell reizbare, empfindliche Haut). Ich bin weiblich, 29 Jahre alt und müsste aus der normalen Pickelzeit eigentlich schon längst raus sein. Die Pille nehme ich seit über 10 Jahren und konnte damit keine Verbesserung der Haut erzielen. Auch nicht bei hoch dosierten Exemplaren. Ein Selbstversuch bei dem ich die Pille absetzte, zeigte auch nur eine kurzzeitige Änderung der Haut (sie wurde erst deutlich fettiger, aber pendelte sich dann wieder auf dem alten Niveau ein). Meine Schlussfolgerung daraus war, dass meine schlechte Haut mit großer Sicherheit aus meiner Ernährungsweise resultiert. Mein Frauenarzt diagnostizierte bei mir jedoch ein Überschuss an männlichen Hormonen, der für die schlechte Haut und auch für meinen unregelmäßigen (eher kaum vorhandenen) Eisprung verantwortlich sein soll. Aber die Einnahme der Pille ändert den Zustand meiner Haut nicht.

Meine Ernährung basiert größtenteils auf Kohlehydraten in Form von Getreideerzeugnissen (Brot, Brötchen, Laugengebäck …) in Verbindung mit Wurst, Käse und süßen Aufstrichen. Fleisch und Fisch esse ich eher selten, Süßigkeiten in sämtlichen Varianten dafür umso mehr. Obst und Gemüse habe ich bis vor einem halben Jahr regelmäßig und auch täglich verzehrt. Allerdings habe ich dann Beschwerden (starke Blähungen, harter Bauch, Schleim im Stuhl) entwickelt und vermute, dass diese von einer aufgetretenen Fruktosemalabsorption stammen könnten. Mit Laktose habe ich diese Probleme nicht. Kartoffeln und Reis konsumiere ich eher wenig, da ich selten warm esse.

Eine Ernährungsumstellung auf die empfohlene Basis von Low-Joe (kaum mehrfach-gesättigte Fettsäuren, wenig Fruktose, Kohlehydrate aus Reis Kartoffeln und wenig Brot, viele gesättigte Fette, Eiweiß) könnte ich mir gut vorstellen. Eine strikte Low-Carb Ernährung würde mir sicher schwer fallen.

Gerne will ich in diesem Zusammenhang noch einmal bezüglich einzunehmenden Kalorienmenge pro Tag eingehen. Low-Joe schrieb


Zitat:
Zitat von Low-Joe Beitrag anzeigen

Wer sich viel bewegt, benötigt viele Kalorien und zwar sehr viele! Ich achte schon seit Jahren peinlichst genau darauf, immer mehr Kalorien aufzunehmen als ich rein rechnerisch pro Tag benötigen würde. Das berechne ich natürlich nicht für jeden Tag (das habe ich lediglich 1x gemacht, das reicht), aber ich kenne meinen rechnerischen Grundumsatz und habe im Kopf Zahlen für den Kalorienverbrauch bestimmter Tätigkeiten/Zeitintervall. Ich habe einen Körperfettgehalt von 11% und esse wirklich sehr viel.
Ich habe mir im Laufe der letzten Jahre durch ständige Diäten und darauffolgendem unkontrollierten Essen (meist Kohlehydrate, Fertiggerichte und Süßigkeiten) eine hartnäckige Speckschicht am Bauch angefressen und wahrscheinlich meinen Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht gebracht. Mein Gewicht mit 61 kg auf 1,74 m ist in Ordnung, aber der Speck sitzt hartnäckig. Durch viel und regelmäßig Sport liegt mein Gesamtumsatz bei etwa 2300 Kcal pro Tag. Doch wieviel darf/soll ich essen, um bestenfalls den Körperfettanteil zu senken?

Die Ernährungsforen predigen ein mäßiges Kaloriendefizit (Gesamtumsatz minus 500 kcal) bei der üblichen falschen Nährstoffzusammstellung (mit viel Obst, Gemüse, low-fat Lebensmitteln und den anscheinend gesunden mehrfach-gesättigten Fetten).

Ich bin sehr unsicher, was, wie viel und in welcher Zusammensetzung ich überhaupt essen soll!!!!!
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  #6400 (permalink)  
Alt 18.03.2010, 19:35
 
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Hi Ipanema,

hab auch so meine Probleme mit Fruktose und kann dir nur empfehlen die Süßigkeiten und den süßen Aufstrich zu reduzieren oder ganz wegzulassen. Bißchen was Süßes zum Aufhellen der Stimmung, bewirkt bei Fruktosemalabsorption nämlich genau das Gegenteil.

Gruß Tensing
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früher: schwere Akne, zig Präparate, vor 6 Jahren Iso (starke Nebenwirkungen, teils noch nach Absetzen), mit der Zeit eine "andere" Haut: sehr empfindlich, trocken, Mitesser, seb.Ex ?, neigt weiterhin zu Entzündungen
aktuell: Ernährungsumstellung ... = gesund, zufrieden und gute Haut
Gesicht + Haare: Kaolin/Lavaerde, keine Creme, Manukaöl Körper: Waldfussel's Salzseife pur
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