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Joe,
wie genau sieht denn so eine "Elementardiät" aus? Habe ich noch nie von gehört... Ich denke, du solltest dich nicht zu sehr auf Matt einschießen. Natürlich neigt er dazu, hier und da das Thema etwas zu sehr zu vereinfachen und sicherlich kann nicht jeder sofort mit der Enährung beginnen, die er als relativ gesunder Mensch angefangen hat. Aber er sagt auch an mehreren Stellen, dass dies nicht der Fall ist und das es viele Sonderfälle ( z.B crohn patienten) gibt, die eine sehr spezielle "Therapie" benötigen. Nichts desto trotz denke ich immer noch, dass er gute Arbeit leistet, da er viele wichtige Werke und Ideen von klugen Leuten aufgreift und zusammenfasst. Der Großteil seiner Ernährung sollte für die meisten Leute auch m.M.n. sehr gut funktionieren. Und mann sollte dabei auch nicht vergessen, dass sein blog für ein breites Publikum ausgelegt ist und er versucht eher "normale" Leute ohne Vorwissen anzusprechen. Außerdem hat er dabei wahrscheinlich immer noch mehr Ahnung vom Thema als 90% aller "Nutritionists" und Ärzte. Und sein Blog gefällt mir dabei sehr viel besser als der übliche LowCarb- oder oft auch Paleoblödsinn. Für mich zählt er neben Stephan und Peat immer noch zu den Besten. Wie gehts dir eigentlich allgemein so zur Zeit? Gruß Fink
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Life in all it's fullness is mother nature obeyed |
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Woran merke/sehe ich das die Lebensmittel nicht richtig verdaut werden?
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- BPO > so gut wie abgeschafft - Sport seit Januar 09 > 3x wöchentlich Fitness - Gewicht bei 1,69 m > 69 kg (Februar 2011) |
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@Low-Joe, habe noch ein paar Fragen zu Deinem Post
Ist "fermentiertes Brot" für Dich u.a. mit Sauerteig hergestelltes Brot, welches ja zudem weniger Phytinsäure enthält? Kannst Du die "Elementardiät" in Bezug auf Kohlenhydrate mal erläutern? Würdest Du spezielle Milchprodukte bei Problemen mit "Helicobacter pylori" empfehlen, wenn ja welche, bzw. welche nicht? |
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Hallo Fink,
Du hast mit Deinen Ausführungen natürlich recht. Ich habe nichts gegen Matt Stone und mit dem Großteil seiner Empfehlungen liegt er meines Erachtens auch richtig. Ich selbst meide PUFAs und Fruktose nun schon seit mehreren Jahren und geschadet hat es mir bislang nicht. Bei einer Elementardiät werden die Nährstoffe bereits "aufgeschlossen oder vorverdaut" zugeführt. Das heißt, Fette als einzelne Fettsäuren, Proteine in der Form von Aminosäuren und KH als Monohydrate (Einfachzucker). Jegliche crohnischen Magen-Darmleiden gehen unter dieser Ernährung (je nach Zusammensetzung der Diät) beinahe vollständig zurück und nicht nur diese. Die Liste ist lang und reicht von Autismus über Ankylosing Spondylitis bis hin zu vielen Krankheiten des Verdauungstraktes. Eigentlich habe ich die beiden wirkungsvollsten Ernährungsformen miteinander kombiniert. Das wären die SCD und die LC-Diät von Kwasniewski. Das die KH Ursache jeglichen Übels seien sollen hat für mich in Anbetracht der vielen gesunden Völker, welche den größten Teil ihrer Kalorien aus KH beziehen, nie einen Sinn gemacht und so ist es noch heute. Ich denke, eine LC-Diät a la JK oder Lutz funktioniert, jedoch erst nach längerer Zeit, da man die KH, bzw. die die nicht verdaut werden können, nicht genug senkt. Das bemerken auch viele Leute hier, wenn sie eine LC-Diät verfolgen. Möchte man so schnell wie möglich Erfolge, sollte man meines Erachtens ganz anders vorgehen. Zur "Wiederherstellung" einer gesunden und ausgewogenen Darmflora wird bei der SCD selbstgemachter Joghurt empfohlen. Ich habe viele englisch sprachige SCD-Foren abgeklappert, und ein Hauptgrund für ein Nichteintreten von deutlichen Verbesserungen ist u.a. oftmals, dass man z.B. keinen selbstgemachten Joghurt verwendet oder andere probiotische Lebensmittel. Da man bei der SCD mitunter sehr hohe Mengen an Fruktose (schlechte Resorption, siehe H2-Atemtest) aufnimmt, sowie andere unverdauliche Bestandteile, benötigt man etwas um der Dominanz ungünstiger Bakterienstämme einhalt gewähren zu können. Im Verbund sind so Probiotika (Milchsäurebakterien) und Präbiotika (natürliche Bestandteile bestimmter Gemüse- und Obstsorten) durchaus empfehlenswert. Ich würde jedoch trotzdem nicht zur Einnahme von Präbiotika raten, zu mindestens nicht ohen Probiotika und auch nicht wenn man bereist mit deutliche Verdauungsstören zu kämpfen hat. Ich weiß, dass es Studien gibt, welche positive Einflüsse von Präbiotika festgestellt haben, besonders bei Darmleiden. Die Crohnpatienten befanden sich bei diesen Studien aber in der Überzahl in Remission, so dass die Aussagen für mich keinerlei Allgemeingültigkeit haben, besonders nicht hinsichtlich Heilung. OK, also Fruktose und PUFAs meide ich noch immer so gut es geht. Ein paar Nährstoffe (bzw. Mineralien) benötige ich aber auch. Vitamine gibt es aus Innereien, diese sind kein Problem. Bei der SCD wird, wie bereits erwähnt, selbstgemachter Joghurt dringendst empfohlen. Ich verzichte auf diesen und zwar aus zwei Gründen. Der erste Grund ist der, dass je länger man die Joghurtkulturen reifen lässt, desto mehr D-Milchsäure entsteht. Mit dieser hat der menschliche Organismus mehr Probleme als mit L-Milchsäure. Der zweite Grund ist ein rein praktischer, nämlich die Zubereitung. Besonders wegen dem ersten Punkt, d.h. der D-Milchsäure, verwende ich laktosefreien Joghurt, welche zwar keine Laktose mehr enthält, dafür aber Milchsäurebakterien. Das ist genauso Joghurt wie jeder andere, nur dass die Laktose durch Enzyme bereits gespalten wurde, anders als bei "normalem" Joghurt, wo aufgrund der kürzeren Fermentationszeit nicht sämtliche Laktose gespalten werden konnte. Meine Ernährung sieht folgendermaßen aus: Frühs, mittags und abends gibt es etwas Joghurt mit gelöster Glukose und Gelatine. Dazu esse ich Fleisch und Shrimps, geraspelte und gekochte Möhren und Gurken (geschält, gekocht, gerieben), sowie eine Menge Butter und etwas Kokosöl. Natürlich auch Innereien, wie Leber und Herz. Zudem sind in der Glukose (Dextro-Energy) sämtliche Vitamine enthalten, was aber nicht unbedingt auch gleich gut seien muss. Aufgrund der Osmolarität (Glukose) bereite ich alles als Suppen(mahlzeiten) zu, das ist bei Glukoselösungen WICHTIG! Die reine Glukoseaufnahme beträgt bei mir je nach körperlicher Betüchtigung zwischen 100 (Minimum, ohne Galaktose und Fruktose, welche zu ca. 60% ebenfalls in Glukose konvertiert wird) und 160g/Tag. Fruktose unter 10g/Tag, PUFAs insgesamt ca. 6-7g (dabei ausgeglichenes O3:O6-Verhältnis), Calcium = ca. 700-800mg, Mg = ca. 500mg. Das Einzige was ich ergänze sind Salz und etwas Mg-Citrat. Darüber hinaus nehme ich nun schon seit zwei Monaten Saccharomyces boulardii und Lactobacillen Acidophilus ein. Bei bewirken alleine bereits eine Veränderung der Darmflora, jedoch auch erst nach relativ langer Zeit. Es geht anders viel viel schneller. Saccharomyces B. führen u.a. zu einer IgA-Erhöhung, sowie zur Erhöhung der Disaccharidaseaktivität im Darm (u.a. sicherlich bedingt durch Konkurrenz . Dazu gibt es aber auf pubmed so viele beeindruckende Studien, dass kann man dort viel detaillierter nachlesen. Ach ja, die angesprochenen Hefezellen produzieren sogar selbst Vitamine, im Gegensatz zu anderen Mikroorganismen welche für die Darmwand schädliche (toxische) Substanzen produzieren. Meine Blutzuckerspiegel sind im Vergleich zu meiner vorhergehenden Ernährung (bei weitem mehr KH) auf Grund der gewissermaßen als LC-Diät einzustufenden Menge höher, jedoch genau in dem von JK als optimalen BZ angesehenen Rahmen (110-140 nach dem Essen). Die Glukose kann, bedingt durch die physiologische Insulinresistenz gar nicht weg (in die Gewebe), deshalb auch die etwas höheren Werte. Gerade beim Sport empfinde ich dies aber mittlerweile als Vorteil. Ich frage mich welcher Organismus mehr mit der Regulierung des BZ mehr beschäftigt ist (Cortison, Epinephrin, Adrenalin etc), Matt Stone seiner mit einem permanenten BZ von 70 oder meiner, welcher Glukose nicht für die Muskelarbeit verwendet? Tja, wer weiß… In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal kurz auf JK zurückkommen. Ich hatte schon einmal geschrieben, dass ich JKs Ausführungen, dass Leute selbst bei höheren KH-Mengen (bei ihm ist dies zumeist Stärke) noch immer Ketonkörper im Harn aufweisen, bedingt durch schwere organische Veränderungen, nicht glaube. Ich selbst bin dafür der beste Beweis! Bei Stärkezufuhr traten bei mir selbst bei 130-150g/Tag oftmals noch Ketonkörper im Harn auf. Bei reiner Glukose, welche anders als Stärke, beinahe vollkommen vom Darm aufgenommen werden kann, liege ich bei ca. 70-80g/Tag. Das passt meines Erachtens mit den zufuhr geschilderten Überlegungen, dass Stärke unter gewissen Umstände gar nicht aufgeschlossen und verdaut (Zerstörung der Disaccharidasen und Schleimschicht der Becherzellen) werden kann, und daher viel eher den Bakterien als Substrat dient überein. Ich denke, ich habe mir viel durch Zucker und zwar sehr viel Zucker zerstört. Jeder der halbwegs gesund ist, sollte sich ein gutes Probiotikum (vorzugsweise laktosefreier und selbstzubereiteter Joghurt) suchen, dies zum täglichen Bestandteil seiner Ernährung machen und auf eine optimale Zubereitung seiner Speisen Wert legen. Die Verdauung ist Alles!! Kalorien sind neben Nährstoffen das A und O (sämtliche Vorteile einer Kalorienrestriktion lassen sich ebenso durch Proteinrestrektion (Cystein und Methionin) beobachten bzw. nachweisen!). Wer Fruktose, Laktose (sofern man mit dieser Probleme hat) und PUFAs meidet, noch keinerlei schwerwiegende Verdauungsprobleme oder andere gesundheitliche Probleme hat, und mit Stärke sehr gut fährt, sollte selbstverständlich bei dieser bleiben und darauf achten geben, dass das Darmmilieu weiterhin so gute Arbeit leistet (Milchsäurebakterien!!!, d.h. fermentieret Lebensmittel). OK, alles im allen nichts Neues, aber es wirkt und zwar ungemein. Bei Diabetiker würde ich von diesen Glukosemengen selbstverständlich abraten! |
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Das ist eine gute Frage. Ich dachte lange Zeit, dass man dies anhand dem was hinten herauskommt am Besten sieht. Zu einem gewissen Teil ist dies auch so, obwohl es auch etwas täuschen kann. Also Bauchkrämpfe, Schmerzen, Durchfall, Blut im Stul, Fisteln, all dass ist mehr als nur ein Anzeichen. Darüber hinaus kannst Du ganz einafach mal sämtliche Wert echekcen lassen. Bei erhöhten Entzündungsmarkern (TNF, CRP) würde ich zuerst immer an Bakterien denken, da genau diese Marker unter LC zurückgehen, aber oftmals auch unter Antibiotikabehandlungen. Beides wirkt letztlich in geisser Weise vergleichbar und zwar auf das Darmmilieu.
Geändert von Low-Joe (28.02.2010 um 15:03 Uhr) |
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Zitat:
Das mit den Bakterien ist kein großes Geheimnis. Bei Leuten mit schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen sind oftmals vor allem bestimmte Milchsäurebakerien reduziert, wohingegen andere Bakterienstämme überwiegen bzw. in deutlich überhöhter Zahl (im Vergleich zu gesunden Leuten) vorhanden sind. Im Darm bzw. Magen ist nur begrenzt Platz. Breiten sich pathogene Keime aus, nehmen sie gesundheitsförderlichen Baktreien den Platz. Erniedrigte Magensäure ist daher so etwas wie das Eingangstor. Tut man nun alles dafür wieder vermehrt Milchsäurebakterien zuzuführen, nimmt man den pathogenen Keimen automatisch wieder Platz. In der Tat werden H. pylori recht erfolgreich mit Antibiotika bekämpft, woraufhin sich die Magensäure auch wieder "erniedrigt" (pH-Wert). Antibiotika würde ich jedoch unter wirklich gar keinen Umständen empfehlen, da diese oftmals gerade die recht empfindlichen Milchsäurebakterien gleich mit abtöten. Viele Leute bekommen genau das nach einer Antibiotikatherapie (oder Tumortherapie) mit der vollen Breitseite mit. DURCHFALL. Pathogene Bakterien haben es dann recht einafch sich weiter auszubreiten, da diese oftmals leider recht resistent gegen Antibiotika sind bzw. werden. Ich würde unter jeden Umständen laktosefreien Joghurt verwenden oder selbstgemachten Joghurt, welcher längere Zeit als gewöhnlicher Joghurt reift, und daher keine Laktose mehr aufweist, verwenden. Zudem findet so auch bereits eine Vorverdauung (je nach eingesetzter Bakterienkultur) der Proteine (wie Casein) statt. Sauerteigbrot ist in aller Regel viel viel verdaulicher als "normales" Brot und wird manchmal sogar von glutenempfindlichen Personen vertragen. Geändert von Low-Joe (28.02.2010 um 15:08 Uhr) |
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Zitat:
ich selbst esse ca. 400g laktosefreien Joghurt täglich und dies nun schon seit sehr langer Zeit. In dieser Menge jedoch erst seit 2 Monaten. Mir ist sehr wohl bewusst, dass Milchprodukte allgemein für schädlich eingestuft werden und gerade Paleoanhänger oftmals sagen: "es gibt kein anderes (Säuge)Tier auf diesem Planeten, dass die Milch einer anderen Spezies trinkt/isst. Die jeweilige Muttermilch ist lediglich für die jeweilige Tierart bestimmt". Ironischer Weise sind dies oftmals genau die Leute, welche Eier ohne Bedenken verzehren. HÜHNEREIER (daraus entwickelt sich das ganze Huhn/Hahn, und stellt somit das erste Nahrungssubstrat für diese dar, ähnlich wie beispielsweise Milch für Rinder, Schafe, usw.) sind natürlich für den Menschen bestimmt! So wie es Leute gibt, die allergisch auf Milcheiweiß reagieren, gibt es genauso gut welche die auf Hühnereiweiß (u.a.) reagieren. Der einzige Unterschied zwischen Eiern und Milch ist der KH-Anteil bzw. der Milchzucker. Pasteurisierte Milch enthält kaum noch Laktase. Hinzu kommt, dass der Mensch im Allgemeinen die Laktaseproduktion mit der Zeit einstellt. Trinkt man dann permanent pasteurisierte Milch sind Probleme vorprogrammiert. Es gibt so viele Kulturen deren Hauptnahrungsmittel Milch ist. Angefangen von Kuhmilch über Schafsmilch bis zu Kamelmilch. Jede ist im Vergleich mit der Muttermilch des Menschen hinsichtlich der Zusammensetzung grundverschieden. Der Mensch wächst viel langsamer als all die aufgezählten Tiere und gerade die großen Proteinmengen und Calcium sind daher für Säuglinge sehr problematisch. Dies muss aber nicht heißen, dass die Milch dieser Tiere für den Menschen grundsätzlich schädlich ist, ganz im Gegenteil. |
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Laktose und Fruktose sind die mit Abstand am wenigsten tolerierten Lebensmittelbestandteile. Zu viel davon und es passiert was ich weiter vorne schon geschrieben hatte. Was nicht verdaut wird kann früher oder später Probleme verursachen und dann wird mitunter auch Stärke problematisch.
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