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Ich bin mir da allerdings nicht mehr so sicher. Interessant in diesem Zusammenhang die letzten Laborwerte von Lex Rooker. Sein HbA1C lag mit 6,0 erstaunlich hoch und das obwohl er sich seit 4 Jahren ZC ernährt. Lex's Journal - Raw Paleo Forum Ansonsten scheint sein Gesundheitszustand allerdings exzellent zu sein. Ein interessantes Beispiel, dass ZC durchaus auch gut sein kann. Er ernährt sich ausschließlich von rohem Fleisch/Fett. Wer mal Zeit hat, sein Journal ist echt interessant. Zitat:
Man darf nicht vergessen, dass Insulin da auch eine Rolle spielt. Krebszellen haben oft sehr viele Insulinrezeptoren und verursachen teilweise eine künstliche Insulinresistenz, um mehr Glucose abzubekommen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass wenig Insulin (wie bei LC) da hilfreich ist. Zitat:
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Die Leber sorgt normalerweise dafür, dass der BZ nicht zu tief wird, was durch die Regulation der Glucose oder auch Glucogenese (Eiweissverzuckerung) geschieht. Durch den Alkoholabbau wird dieser Prozess allerdings gestört und so entstehen die niedrigen BZ am nächsten morgen. So hab ich es zumindest verstanden. Ist natürlich recht einfach formuliert das ganze. Alkoholiker können einen großteil des Alkohols als Energie nutzen, stand da. Mir ist nicht ganz klar wie das funktioniert. Hätte eigentlich angenommen das der Körper mehr Energie für den Abbau verbraucht als er über Alkohol aufnimmt. Und wie verwerten die zellen den Alkohol? Evtl stand es in den Links, ich habe allerdings nicht alles verstehen können. Ein weiterer gedanke war, dass Low-Carber besser gegen einen Kater geschützt sind. Denn LCler haben ja durch die "gewollte" Insulinresistenz einen höheren Nüchtern BZ welcher ja auch nach alkoholkonsum nicht alzu stark abfallen dürfte. Nunja...nur so eine Theorie. |
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Beweisen kann ich dies natürlich unmöglich, jedoch gibt es einige Anhaltspunkte, welche mich klar in diese Richtung denken lassen. Die Kitava wie auch die Eskimos unterscheiden sich durch eine komplett verschiedene Ernährungsweise, sowohl bei den Lebensmitteln wie auch bei der Makronährstoffverteilung. Bei beiden Kulturen sind sowohl Herzkrankheiten, Krebs sowie "westliche Krankheiten" so gut wie nicht präsent. So unterschiedlich diese beiden Ernährungsformen auch sind, haben sie trotzdem eine Gemeinsamkeit. Die einzige Parallele ist das ausgeglichene O3:O6-Verhältnis. Urtümlich lebende Eskimos haben gar nicht die Chance an Pflanzenöle und damit an größere Mengen O6 zu kommen. Durch den Verzehr von Fisch und natürlich auch den gewonnen Fetten aus Fischen, Robben etc. haben sie trotz insgesamt größerer Mengen PUFAs trotzdem ein ausgeglichenes O3:O6-Verhältnis. Diese High-Fett- und LC-Diät funktioniert letzten Endes auch durch die Bereitstellung und Verwertung von Ketonen und dies sicherlich nicht zu knapp. Die Kitava hingegen knallen sich mit Glukose (Yams) weg. Diese Ernährung ist das Pendant zu der Ernährung der Eskimos. Eine deutlich höhere Glukosezufuhr und auch höhere Insulinspiegel als bei den Eskimos wird wohl niemand abstreiten. Jedoch verwenden die Kitava ausschließlich Kokosöl (viel gesättigtes fett und nur sehr sehr wenig O6). Ihre Proteinquelle ist hauptsächlich Fisch, so dass die geringen Mengen O6 aus Kokosöl allemal ausgeglichen werden. Das geht recht gut aus der Lindberg-Studie bezüglich der Kitava hervor. JK hat sein Hauptaugenmerk fast nur auf KH gelegt, zu mindestens bei Erklärungsversuchen für eine Vielzahl von Krankheiten. Als er seine Theorien und Bücher verfasst hat, war die Forschung noch gar nicht so weit wie sie es heute ist. Er spricht zwar glücklicherweise sehr abgeneigt von PUFAs, doch hat er die tatsächliche Gefahr dieser Fettsäuren nicht erkannt. Ein ausgewogenes O3:O6-Verhältnis spricht er z.B. in keinster Weise an. Mit Blick auf die Wertigkeit von Eiweiß ist Fisch sogar seine letzte Wahl. Dies halte ich für bedenklich, gerade bei der Favorisierung von Schweineschmalz und zig Eiern. Nun ist der Mensch sehr anpassungsfähig und sicherlich ist solch eine Ernährung noch besser als die "normale" Kost (PUFA-Öle, Zucker usw.), weshalb ernsthafte Probleme auch eher die Ausnahmen sind. Jedoch geht es bei weitem viel optimaler! In jeglichen Erklärungsversuchen spielen bei JK KH eine Hauptrolle, obwohl er selbst Kulturen mit sehr hohem KH-Konsum anführt, welche sich aber recht guter Gesundheit erfreuen. Was natürlich eine Delux-Variante einer LC darstellt, ist Solars Lebensmittelauswahl. Ich denke mit dieser Ernährung wird man relativ wenig Probleme haben, vorausgesetzt man verträgt diese ähnlich gut wie Solar (keine Ketonurie). Es tut mir leid, dass ich immer wieder JK anspreche. Da sich hier aber anscheinend doch recht viele LC ernähren, sollten sie bei der Fett- und Lebensmittelauswahl viel eher Solar folgen als den Anweisungen von JK. Diese finde ich nur suboptimal, aber immer noch besser als die "Normalkost" und auch weitaus weniger bedenklich. Ich versuche zwar nicht ständig wieder auf JK zurückzukommen (so gut wie versprochen), aber bei Solars tollem LC-Beispiel hat sich dies noch einmal angeboten. Eigentlich ging es ja um Ketone, Glukose und Insulin. Zwar alles relevant, doch in meinen Augen auf keinen Fall eine umfassende Erklärung für Krebs PUNKT Aber hier sind wir uns ja auch einig. Tolle Gedanken die Du hier ständig anbringst! Leider können wir nichts von alledem richtig wider- oder belegen. Von daher ist ein leichter Blick auf "gesunde" Kulturen vielleicht nicht so verkehrt. Wie was warum und wodurch funktioniert ist für mich nicht so wichtig, wie das es überhaupt funktioniert. |
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Deinen sonstigen Ausführungen kann ich nur zustimmen. Zitat:
Nichtsdestotrotz habe ich Untersuchungen gelesen, dass einige Tumore (besonders wohl die aggressiven) ihre Energie ausschließlich aus Glucosevergärung gewinnen und freie Fettsäuren/Ketone nicht verwerten können. Wenn ein solcher Tumor vorliegt, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass eine ketogene Diät zumindest therapiebegleitend nützen könnte. Ich hatte vor einiger Zeit mit Dr. Coy Kontakt, der in diese Richtung forscht. Das fand ich schon recht interessant. Zitat:
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Wie problematisch ist nun eigentlich fettes Fleisch? In gewisser Weise spielt Fett eine wichtige Rolle, aber ich kann mich auch erinnern, daß low-joe meinte, es seien viele PUFAs im Schweinefett...
Hab bereits das Forum durchsucht, aber bin konkret nicht fündig geworden. Andere Frage: Hat jemand schon mal Rindergelatine selbergemacht? |
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@ spindoctor
Fütterungsbedingt bzw. dadurch bedingt das Schweine, z.B. im Gegensatz zu Rindern, mit der Nahrung aufgenommene PUFA (Linolsäure) nicht durch mikrobielle Umwandlungsprozesse (Pansen) in bestimmte trans-Fettsäuren (CLA) konvertieren können, findet sich ein Großteil der aufgenommenen PUFA letztlich auch im Fettgewebe wieder, ganz ähnlich wie bei uns Menschen. Dies muss man JK natürlich zugutehalten. Als er seine Empfehlungen erarbeitete bekamen Schweine noch nicht dieses Mastfutter von heute, zu mindestens nicht in diesem Ausmaß und sicherlich auch mit weniger Sojaanteil. Heute ist dies aber leider Praxis. Von daher meide ich konsequent Schweinefett. Ich esse zwar relativ viel Schweinefleisch, aber lediglich nur magere Stücke und sichtbares Fett schneide ich weg. Wenn du dich irgendwann vielleicht etwas genauer mit Fettsäuren auseinandersetzt, wirst du sicherlich an Chris Masterjohn nicht vorbeikommen. Unglaublich kompetent und viele viele interessante Artikel. Theoretisch klingt beinahe alles was er schreibt einleuchtend. Interessanterweise hatte ich meine einzigen MC-Rückfälle (während nun 3 Jahren, hatte mich neulich vertippt, ich habe mich 2,5 Jahre LC ernährt und nicht nur 1,5) als ich mich mehr oder weniger streng nach seinen Empfehlungen richtete. Masterjohn geht sehr ausführlich auf PUFAs ein und differenziert da bei auch. So sagt er z.B., dass die einzigen essentiellen Fettsäuren für Säugetiere Arachidonsäure und DHA seien, aber auch diese nur in geringen Mengen. EPA hält er für schädlich und deshalb auch Fischöl, zu mindestens größere Mengen. Nun gut. Masterjohn rät zu Eiern (täglich) und Leber u.a. auch wegen der enthaltenen Arachidonsäure in diesen Lebensmitteln und lediglich zu gelegentlichem Fischgenuß (zu mindestens von fettem Fisch). Und genau als ich diese Empfehlungen in die Tat umsetzte flammte bei mir wieder MC auf und das nachdem ich bereist ein Jahr absolut Symptomfrei war. Als ich die Eier absetzte, begann auch alles wieder zu heilen. Das versuchte ich dann noch einmal, mit dem selben negativen Ergebnis (Entzündungen). Mein O3:O6-Verhältnis war zu dieser “Eier-Zeit“ trotzdem recht ausgeglichen. Auf Fisch verzichtete ich. Nur 1-2mal die Woche aß ich welchen. Seine Theorie ist, dass EPA den Arachidonsäurestoffwechsel negativ beeinflusst und letztlich größere Mengen EPA zu einem Arachidonsäuremangel führen. Jetzt mal zu den Sachen die mich an seinen Empfehlungen stören. Leider hatte ich mir erst nachdem sich bei mir wieder vieles verschlechterte, Gedanken über seine Empfehlungen gemacht. Er favorisiert Arachidonsäure von allen PUFAs und gewisse Mengen DHA. Soweit kann ich mitgehen. Doch dann kann ich seine Ernährungsempfehlungen nicht ganz nachvollziehen. Er rät zur Deckung des Arachidonsäurebedarfs vornehmlich zu Eiern, Leber und Butter. Von Fisch rät er ab, dabei enthält dieser sowohl Arachidonsäure wie auch DHA. Er tut dies, weil Fisch zusätzlich noch EPA enthält und dieses ja in größeren Mengen den Arachidonsäurestoffwechsel negativ beeinflussen soll. Zu diesen größeren Mengen (immer im Vergleich zu Arachidonsäure) kommt es aber gar nicht, da man mit Fisch immer auch Arachidonsäure aufnimmt. Also je mehr Fisch, desto mehr EPA, aber auch desto mehr Arachidonsäure. Mit Fisch nimmt man also alle essentiellen Fettsäuren gleichsam auf und ich denke auch in einem recht ausgeglichenen Verhältnis. Ich denke, dass es, als ich die Eier noch gegessen hatte, nicht zu den Entzündungen gekommen wäre, wenn ich nebenbei noch vermehrt Fisch gegessen hätte. Ich weiß nicht genau ob ich diesen Versuch irgendwann noch einmal riskiere (habe ehrlich gesagt Angst davor), mal sehen. Er scheint auch außer acht zulassen, dass alle die für ihre robuste Gesundheit bekannten Kulturen beinahe ausnahmslos recht große Mengen an Meeresfrüchten verzehren und dies fast täglich. Seien es die Eskimos, die Kitava, die Japaner, besonders die Bewohner von Okinawa, Kretaner oder die Franzosen (besonders in den Küstenregionen). Also allgemein die Kulturen die in gewisser Weise eine “mediterrane“ Ernährung verfolgen. Bei all diesen Kulturen steht Fisch täglich auf dem Speiseplan und alle erfreuen sich mehr oder weniger toller Gesundheit, unabhängig davon wie das Makronährstoffverhältnis aussieht. Fisch ist mehr oder weniger die einzige Gemeinsamkeit. Neben den Fettsäuren können natürlich auch noch ganz andere Inhaltsstoffe (Jod, Selen etc.) für den guten Gesundheitszustand all dieser Kulturen verantwortlich sein, keine Frage. In diesem Artikel (The Benefits of Liver and Cod Liver Oil — Cholesterol and Much, Much More) sagt Masterjohn z.B., dass wenn die PUFA-Gesamtzufuhr gering ist, EPA ohnehin zu DHA umgewandelt wird. In einer Ernährung mit Fisch und ohne zusätzliche Pflanzenöle ist dies doch absolut der Fall. Ich möchte ihn keineswegs kritisieren, dafür reicht meine Kompetenz überhaupt nicht, aber mit Blick auf die langlebigen und gesunden Kulturen und durch meine eigenen Erfahrungen würde ich eher zu (täglich) Fisch raten. Das Ende vom Lied, meide Schweinefett wenn möglich (besonders Wurstwaren, ich hoffe aber dass du gar keine Fertigprodukte zu dir nimmst). Du brauchst vor geringen Mengen Schweinefett jedoch keine Angst haben. Mit etwas Fisch ergibt sich sogar vielleicht eine tolle Nährstoffkombination. Geändert von Low-Joe (24.07.2009 um 13:45 Uhr) |
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@Low-Joe
Vielleich kommen deine mit Eiern verbundenen Probleme auch von problematischen Stoffen im Futter der Hühner? Hast du da verschiedene getestet? Selbst Bio Hühner werden ja sicher noch größere Mengen Getreide und Soja bekommen, nur eben aus biologischem Anbau (was in dem Fall nicht viel besser ist). Ich habe letztes etwas ähnliches gelesen: http://health.groups.yahoo.com/group...e&var=1&tidx=1 (Man braucht einen yahoo Acoount und muss in der Gruppe registriert sein). Zitat:
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Ich hatte die Eigelb immer roh gegessen. Es waren weder Salmonellen noch irgendwelche allergischen Reaktionen. Beides äußert sich etwas anders. Ich hatte auch keine weiteren Verdauungsprobleme festgestellt, lediglich die längst abgeheilten Fisteln entzündeten sich wieder und waren dann für die Zeit des Eier-Konsums auch permanent offen. Exakt drei Wochen später nach absetzen der Eier heilten die Fisteln dann wieder ab. Heutzutage sind es glücklicherweise nur noch zwei kleine Narben. Ganz allgemein habe ich das Gefühl, dass meine Wundheilung (sofern ich mal kleine Kratzer oder dergleichen habe) seit dem deutlich höheren KH-Konsum viel besser verläuft. Da LC bei Dir so toll funktioniert, würde ich gern mal wissen, ob du bezüglich Wundheilung irgendwelche Auffälligkeiten feststellen konntest bzw. kannst? Geändert von Low-Joe (24.07.2009 um 22:03 Uhr) |
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Die Schnelligkeit der Wundheilung ist ja eine relative subjektive Wahrnehmung, wirklich große Auffälligkeiten konnte ich da seit LC nicht feststellen, auch wenn es ja schon öfters erwähnt wird.
Mir wurden vor einiger Zeit (während LC) auch die Weisheitszähne gezogen und die Verheilungsdauer war relativ kurz, auf jeden Fall nicht langsamer als "normal". Sobald der Eiter raus ist heilen Pickel im Gesicht bei mir auch ziemlich schnell ab (2-3 Tage). |
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