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  #5341 (permalink)  
Alt 18.06.2009, 19:45
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Auszug aus Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Glucocorticoide):

"Stoffwechselwirkungen

Physiologisch

Glucocorticoide fördern in natürlicher Konzentration die Gluconeogenese, also die Neubildung von Kohlenhydraten aus Proteinen und Fetten. Protein- und Lipiddepots werden abgebaut und zur Energiegewinnung eingesetzt. Dies äußert sich in erhöhter Konzentration von Glucose, Aminosäuren und Fettsäuren im Blut, sowie derer Abbauprodukte."

Glucocorticoide fördern die "Gewinnung von Glukose" aus genau den Substraten welche man bei LC-Diäten vermehrt aufnimmt (Fett, bei manchen LC-Diäten auch Eiweiß), weil man KH stark reduziert. Aber Glukose ist so wichtig, dass der Organismus z.B. über genau diesen Mechanismus verfügt. Die erhöhte Glucocorticoiausschüttung wirkt gleichzeitig aber entzündungshemmend und immunsuppressiv, also bei genau den Krankheiten wo LC-Diäten (am besten) wirken.
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  #5342 (permalink)  
Alt 18.06.2009, 20:07
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Man liest auch oftmals, dass KH bzw. Insulin die Arachidonsäureproduktion anheizen würden. Ich denke dass das nicht der Fall ist. Die Japaner müssten dann nicht in Sachen Lebenserwartung führend sein, sondern bei allen entzündlichen Krankheiten einschließlich Herzkrankheiten. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Die hohe KH-Zufuhr äußert sich lediglich in einer verminderten Glucocorticoidsynthese. Weniger Glucocorticoide bedeuten weniger "indirekte Bekämpfung/Eindämmung". Von außen betrachtet sieht das dann aus wie eine erhöhte Entzündungsförderung (Anheizung der Arachidonsäureproduktion) der KH. Glucocorticoide wirken ja wie bereits gesagt, hemmend auf die Phospholipase A2 durch Hemmung der Freisetzung von Arachidonsäure aus der Membran. Werden weniger Glucocorticoide synthetisiert und freigesetzt, wird vermehrt Arachidonsäure freigesetzt.

Sorgt man aber dafür, dass es erst gar nicht zu entzündlichen Prozessen kommt (O3:O6-Verhältnis), ist es diesbezüglich auch egal wie viel Glucocorticoide ausgeschüttet werde (und damit mögliche Entzündungen eindämmen). Zudem wird bei einem ausgeglichenen O3:O6-Verhältnis weit weniger Arachidonsäure hergestellt, letztlich kann auch nur noch weniger freigesetzt werden. Dies kann man noch weiter einschränken, indem man möglichst wenig PUFAs aufnimmt (damit wird noch weniger Arachidionsäure hergestellt).

Weniger Glucocorticoide bedeuten aber auch, dass der Körper weniger Situationen/Umstände als stressig empfindet. Ich denke, dass ist längerfristig doch gesünder und man sollte Entzündungen nicht nur eindämmen sondern direkt bekämpfen bzw. diesen vorbeugen.

@ Fred2k1

Wie kommst Du denn auf ein O3:O6-Verhältnis von 2:1? Du musst dich doch wie ein Eskimo ernähren? Zudem halte ich auch O3 für sehr bedenklich, gerade größere Mengen!

Geändert von Low-Joe (18.06.2009 um 20:21 Uhr)
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  #5343 (permalink)  
Alt 19.06.2009, 10:37
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@ Sven--

Machst du Overfeedings eigentlich des öfteren? Ich bekomme das überhaupt nicht hin. Wenn ich satt bin bin ich satt. Mir würde da ziemlich sicher schlecht werden. Oder meinst du mit Overfeeding, dass du einfach deutlich mehr isst, weil du Appetit verspürst. Anfänglich hatte ich auch deutlich mehr gegessen, aber mein Appetit hat sich mit der Zeit ziemlich reduziert.

Ich kann es nur noch sehr grob überschlagen, aber ich müsste so zwischen 2600-2800 Kalorien pro Tag aufnehmen. Sobald ich merke, dass ich Appetit (Hunger???) verspüre esse ich, aber nur bis ich satt bin. Dann höre ich auf zu essen. Ein richtiges (starkes) Hungergefühl verspüre ich eigentlich nicht, obwohl ich keine Unmengen esse. An Tagen mit intensiverer körperlicher Belastung esse ich ganz automatisch mehr, weil ich mehr Appetit verspüre und mein Sättigungsgefühl etwas später erst einsetzt. In letzter Zeit fehlt mir allerdings die Zeit dafür. Zunehmen tue ich aber trotzdem nicht (die Kalorienmenge ist ja auch nicht allzu hoch). Ich würde und könnte auch nicht essen ohne Appetit zu verspüren. Ich kann es leider nur sehr schwer beschreiben, aber Hunger fühlt sich anders an. Ich würde deshalb ein wenig zwischen Appetit und tatsächlichem Hunger unterscheiden. (Vielleicht ist der Appetit welchen ich verspüre auch schon Hunger, aber dann esse ich auch sofort.)

Miss Deine Basaltemperatur doch vielleicht mal unter den Achseln, so empfiehlt es B. Barnes. (Elektronisches) Thermometer neben das Bett legen und früh morgens nach dem Erwachen für 10min unter eine Achsel schieben. Nach 10min das Thermometer anschalten und (erst dann) den Wert ablesen.

Geändert von Low-Joe (19.06.2009 um 10:42 Uhr)
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  #5344 (permalink)  
Alt 19.06.2009, 10:41
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@ Brady
Bleib bei der Kochzeit, wo der Reis auch wirklich gar und (am besten) verdaulich ist! Wenn es 27 min sind, dann bleib dabei. Es bring dir nichts, wenn du Reis isst (hat schon kaum Vitamine) welcher dann noch nicht einmal richtig verdaut werden kann und wohl möglich noch Probleme bereitet.
Werd ich dann machen,danke nochmal;-).Noch eine frage,was hälst du eigentlich von einer fast salzlosen Ernährung?Also ich meide Salz eher.Hab sogar schonmal gehört,von zuviel Salz kann man auch impotent werden?Noch eine frage,weisst du zufällig was viel Kalium und Eisen hat?Der Arzt sagte mal zu mir,bei mir ist so alles in ordnung,nur hab ich Kalium und Eisenmangel.Wollte mir schonmal Kaliumsalz kaufen,aber ob das so gut ist?
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  #5345 (permalink)  
Alt 19.06.2009, 11:44
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Werd ich dann machen,danke nochmal;-).Noch eine frage,was hälst du eigentlich von einer fast salzlosen Ernährung?Also ich meide Salz eher.Hab sogar schonmal gehört,von zuviel Salz kann man auch impotent werden?Noch eine frage,weisst du zufällig was viel Kalium und Eisen hat?Der Arzt sagte mal zu mir,bei mir ist so alles in ordnung,nur hab ich Kalium und Eisenmangel.Wollte mir schonmal Kaliumsalz kaufen,aber ob das so gut ist?
Zu kaliumreichen Lebensmitteln hat beulenmaul ja schon einiges gesagt, dem kann ich auch nur zustimmen.

Also eine salzarme Ernährung funktioniert. Der Körper (besonders die Niere, Renin-Angiotensin-Aldosteron-System) reguliert den Wasser- und Elektrolythaushalt, durch Ausschüttung bestimmter Hormone (Mineralcorticoide der Nebennieren). Besonders wichtig ist dabei Aldosteron. Ich persönlich halte nichts von einer salzlosen Ernährung. Das hat mehrere Gründe, auf die ich jetzt aber auf die Schnelle nicht ausführlich eingehen kann.

Es wäre aber denkbar, dass deine erniedrigten Kaliumwerte direkt mit deiner salzreduzierten Ernährung zusammenhängen (z.B. einer der Gründe warum ich nicht salzlos lebe). Fehlt Natrium (in der Ernährung) muss die Niere (Nebennierenrinde) vermehrt Hormone synthetisieren und ausschütten um das wenige Natrium zurückzuhalten (geht sonst mit dem Urin, Schweiß verloren). Dabei geht aber Kalium verloren, d.h. dieses wird mit dem Urin ausgeschieden. Man tut sich also nicht unbedingt einen Gefallen mit einer salzreduzierten Kost (auch wenn diese funktioniert). Ich selbst nehme schon seit längerer Zeit wieder recht viel Salz (ca. 8-10g) und zwar über den gesamten Tag (Lebensmittel & Getränke) verteilt zu mir. Es gibt noch ein paar weitere Gründe warum ich klar für Salz bin.

Was für Werte hat denn dein Arzt bei dir bestimmt? Serum-Eisen, Ferritin?

Da gibt es Unterschiede!

Ich selbst versuche meine Eisenzufuhr so gering wie möglich zu halten (Eisen ist hinsichtlich entzünlichen Prozessen (Eicosanoidproduktion) meines Erachtens eher kritisch einzuschätzen).
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  #5346 (permalink)  
Alt 19.06.2009, 12:57
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@ Brady

Bitte versteh das nicht falsch, aber ich bin kein Arzt. Deine Werte, was auch immer bestimmt wurde, haben sicherlich ihre Gründe. Da solltest Du auch mit deinem Arzt drüber reden. Es kann dir niemand eine Ferndiagnose geben (und ich schon gar nicht!). Ich halte höhere Mengen von Salz auch nicht für unbedenklich (vor allem wegen den Chloridionen). Wenn du so gut klar kommst, solltest du auch bei deiner Ernährung bleiben. Wenn du dich in deiner Haut wohlfühlst ist das doch das Wichtigste, egal was andere Leute über Salz denken.
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  #5347 (permalink)  
Alt 19.06.2009, 14:16
 
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@ Fred2k1

Wie kommst Du denn auf ein O3:O6-Verhältnis von 2:1? Du musst dich doch wie ein Eskimo ernähren? Zudem halte ich auch O3 für sehr bedenklich, gerade größere Mengen!
@ Low-Joe

ich setze dieses Verhältnis gar nicht in die Tat um, ich hatte diesen Wert lediglich mal aufgeschnappt irgendwo, und wollte gerne deine Meinung dazu hören. Danke dafür.

Zitat:
Zitat von Low-Joe
Es gibt noch ein paar weitere Gründe warum ich klar für Salz bin.
Es würde mich freuen, wenn du irgendwann nochmal ein wenig Zeit findest und deine Gründe für den Konsum von Salz erläuterst. Ich finde das Thema unheimlich interessant.
Hattest du nicht vor ein paar Wochen noch geschrieben, dass höherer Salzkonsum evtl. den Haarausfall mitbegünstigt ?
__________________
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  #5348 (permalink)  
Alt 19.06.2009, 16:37
goethe
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jetzt darf man als akneleidender nicht mehr salz essen? keine kohlenhydrathe, jetzt kein salz, wegen haarausfall? sich, dass das nicht an paranoia grenzt?
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  #5349 (permalink)  
Alt 19.06.2009, 16:44
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Zitat:
Zitat von Low-Joe Beitrag anzeigen
@ Brady

Bitte versteh das nicht falsch, aber ich bin kein Arzt. Deine Werte, was auch immer bestimmt wurde, haben sicherlich ihre Gründe. Da solltest Du auch mit deinem Arzt drüber reden. Es kann dir niemand eine Ferndiagnose geben (und ich schon gar nicht!). Ich halte höhere Mengen von Salz auch nicht für unbedenklich (vor allem wegen den Chloridionen). Wenn du so gut klar kommst, solltest du auch bei deiner Ernährung bleiben. Wenn du dich in deiner Haut wohlfühlst ist das doch das Wichtigste, egal was andere Leute über Salz denken.
Glaub dir würde ich sogar mehr vertrauen als einen Arzt.Wohlfühlen ist gut gesagt,es ist halt das Untergewicht,und ich fühle mich ehrlichgesagt schon schlapp.Mein ganzer Schlaf-Rhythmus ist auch durcheinander.Blutdruck ist auch ein wenig zu niedrig.

@Beulenmaul THX;-).
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  #5350 (permalink)  
Alt 19.06.2009, 17:59
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Zitat:
Zitat von Fred2k1 Beitrag anzeigen
Hattest du nicht vor ein paar Wochen noch geschrieben, dass höherer Salzkonsum evtl. den Haarausfall mitbegünstigt ?
Du hast recht. Und genau seit diesem Zeitpunkt habe ich dann auch den Salzkonsum stark erhöht, um zu sehen ob da wirklich etwas dran sein könnte. Ich halte an sich nicht das Salz für ausschlaggebend, sondern u.a. das Verhältnis von Natrium zu Kalium. Nun ist es aber so, dass ein gesunder Organismus genau dieses Verhältnis (Elektrolyte, Säure-Basenhaushalt, Wasserhaushalt) selbst regelt. Problematischer könnte es werden, wenn man eventuell bereits Probleme mit seinen Nebennieren hat. Dies kann sich mitunter ungünstig auf den Elektrolyt-, Wasser- sowie auf den Säuren-Basen-Haushalt auswirken. Wie gesagt, ein gesunder Organismus regelt dies aber alles selbst.


Ich schicke dir mal eine PN mit ein paar Anregungen (z.B. aus eigenen Beobachtungen) und weiteren Überlegungen.

@ goethe

Nicht verzweifeln, niemand hat gesagt du dürftest kein Salz (u/o KH) essen. Manchmal kommt es einfach auf die Menge an. Man sollte es nicht übertreiben!


@ Brady

Vertrauen darfst du niemanden! Was bei dem einen vielleicht klappt und gut ist, kann bei dem anderen zu heftigen Problemen führen. Deshalb immer vorsichtig mit den Aussagen anderer umgehen (auch meiner), selbst wenn sie dir eigentlich helfen wollen. Auch Aussagen von Ärzten solltest du nicht blind vertrauen. Es schadet sicherlich nicht, sich selbst etwas mit der jeweiligen Thematik zu beschäftigen und bei Unklarheiten den Arzt direkt darauf anzusprechen. Eine 2 oder 3 Arztmeinung ist auch empfehlenswert, zu mindesten bei schwerwiegenderen Problemen.

Ich habe mal eine Gegenfrage. Warum ist du salzarm? Schmecken dir salzige Speisen nicht? Manchmal ist dies schon ein deutlicher Hinweis. Wenn du salziges eigentlich ganz gerne isst und dich oftmals danach "sehnst" solltest du versuchsweise dein Salzkonsum etwas anheben.

Die Symptome die du bei dir beobachtet hast, können natürlich viele Ursachen haben. Mir selbst ging es während meiner salzlosen Zeit so ähnlich, dass muss aber noch nichts heißen. Vielleicht versuchst du für 1-2 Wochen mal deinen Salzkonsum zu erhöhen und beobachtest genau was passiert.

Kannst du in etwa sagen wie viel Salz du pro Tag aufnimmst? Wie lange lebst du schon so relativ salzlos?
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