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  #5321 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 17:48
 
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Zitat:
Zitat von Sven-- Beitrag anzeigen
Ich stimme Dir zu, dass bei der Extremform von LC-Ernährung (ketogen) katabole Elemente stark vertreten sind. Dies zeigt sich am verminderten Wachstum von Kindern, die zur Epilepsie-Kontrolle ketogen ernährt werden. Siehe hier:

Long-term use of the ketogenic diet in the treatme...[Dev Med Child Neurol. 2006] - PubMed Result
Zur Nicht-Überlegenheit von ketogenen Diäten auch zum Abnehmen sei noch auf folgende Studie verwiesen:

Ketogenic low-carbohydrate diets have no metabolic advantage over nonketogenic low-carbohydrate diets -- Johnston et al. 83 (5): 1055 -- American Journal of Clinical Nutrition

hier näher erläutert:
Ketogenic Low-Carbohydrate Diets have no Metabolic Advantage over Nonketogenic Low-carbohydrate diets | BodyRecomposition - The Home of Lyle McDonald

Interessant, dass im Hinblick auf Entzündungsmarker die ketogene Ernährung schlechter abgeschnitten hat als die nicht ketogene.

@ Low-Jow und Sven

Eure Diskussion ist sehr interessant, auch wenn ich glaube, dass keine Seite die andere überzeugen wird. Seht es einfach so: Wir ernähren uns vermutlich besser als 90% der übrigen Industriestaatenbevölkerung. Ob es jetzt LC oder moderat KHs, spielt, glaube ich, keine große Rolle. Viel wichtiger ist es die schädlichen Nahrungsmittel zu eliminieren.

Meiner Meinung nach war es im Übrigen nicht ein "Activator X", den Weston A. Price bei seiner Tour entdeckt haben will, sondern lediglich das Fehlen von raffinierten KHs und pflanzlichen Ölen bzw. PUFAs.
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  #5322 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 18:01
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Zitat:
Zitat von Sceptic Beitrag anzeigen
Zur Nicht-Überlegenheit von ketogenen Diäten auch zum Abnehmen sei noch auf folgende Studie verwiesen:

Ketogenic low-carbohydrate diets have no metabolic advantage over nonketogenic low-carbohydrate diets -- Johnston et al. 83 (5): 1055 -- American Journal of Clinical Nutrition

hier näher erläutert:
Ketogenic Low-Carbohydrate Diets have no Metabolic Advantage over Nonketogenic Low-carbohydrate diets | BodyRecomposition - The Home of Lyle McDonald

Interessant, dass im Hinblick auf Entzündungsmarker die ketogene Ernährung schlechter abgeschnitten hat als die nicht ketogene.
Da gebe ich dir recht, wirklich interessant. Zugleich finde ich aber noch erstaunlicher, dass die LC-Diät eigentlich gar keine LC-Diät ist, sondern die böse Brennstoffmischung. Würde dann ja auch wieder gegen eben diese Thesen sprechen.

Zitat:
Zitat von Sceptic Beitrag anzeigen
@ Low-Jow und Sven

Eure Diskussion ist sehr interessant, auch wenn ich glaube, dass keine Seite die andere überzeugen wird. Seht es einfach so: Wir ernähren uns vermutlich besser als 90% der übrigen Industriestaatenbevölkerung. Ob es jetzt LC oder moderat KHs, spielt, glaube ich, keine große Rolle. Viel wichtiger ist es die schädlichen Nahrungsmittel zu eliminieren.

Meiner Meinung nach war es im Übrigen nicht ein "Activator X", den Weston A. Price bei seiner Tour entdeckt haben will, sondern lediglich das Fehlen von raffinierten KHs und pflanzlichen Ölen bzw. PUFAs.
Hier kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen sowie auch dem letzten Post von Sven--.
Schöner als in Eure beiden Post hätte man es nicht sagen können!!!
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  #5323 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 20:45
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Ich habe mal eine Frage, da ich diesbezüglich bislang keine verlässlichen Quellen gefunden habe.

Zu wie viel Prozent werden konsumierte KH tatsächlich in Fett konvertiert.

Ich meine aber halbwegs verlässliche Quellen. Angaben findet man zwar immer wieder, zumeist aber aus LC-Bücher oder auf LC-Foren. Aufgrund der doch ganz beachtlichen Glykogenspeicher liegt der prozentuale Anteil vielleicht gar nicht so hoch. Ich denke in einer Mischkost ist es mitunter recht schwierig diese Speicher (permanent) zu füllen.

@ Brady
Ich weiß nicht inwiefern Zigaretten und Kaffee für dein Untergewicht verantwortlich sind. Hast du eine grobe Ahnung davon wie viele Kalorien du täglich ungefähr aufnimmst?
Wie viele Mahlzeiten isst du denn?
Isst du denn erst wenn du Hunger hast oder bereits wenn du Appetit verspürst?

Geändert von Low-Joe (16.06.2009 um 20:49 Uhr)
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  #5324 (permalink)  
Alt 16.06.2009, 23:08
 
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Zitat:
Zitat von Low-Joe Beitrag anzeigen
Ich habe mal eine Frage, da ich diesbezüglich bislang keine verlässlichen Quellen gefunden habe.

Zu wie viel Prozent werden konsumierte KH tatsächlich in Fett konvertiert.
So ganz pauschal kann man das vermutlich nicht sagen, da das von mehreren Faktoren abhängt. Da aber bei hohem KH-Konsum üblicherweise die Triglycerid-Werte recht hoch sind, dürfte das schon ein nicht unerheblicher Teil sein.

Wird den nun nachts der Leber-Glykogenspeicher entleert oder nicht? Da finde ich irgendwie keine eindeutige Antwort zu. Wenn dem so ist, dann dürften die aufgenommenen KH ja znächst dahin wandern und der Anteil, der in Fett umgewandelt wird, sollte niedrig sein. Logisch wärs (für mich) wenn zuerst Glykogen verwendet wird und dann erst Eiweissverzuckerung voll in Schwung kommt, aber ich habe auch schon mehrfach gegenteiliges gelesen. Wie erklären sich dann die hohen Triglyceridwerte?
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  #5325 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 05:54
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Zitat:
Zitat von Low-Joe Beitrag anzeigen
@ Brady
Hast du eine grobe Ahnung davon wie viele Kalorien du täglich ungefähr aufnimmst?
Wie viele Mahlzeiten isst du denn?
Isst du denn erst wenn du Hunger hast oder bereits wenn du Appetit verspürst?
Hmm...keine Ahnung?Mahlzeiten mehrere,brauche eigentlich immer was zum beißen*g*.Frühstück meistens schon um halb 5 eine Mohnsemmel mit Butter,oder eine Banane mit Schlagsahne.Mittagessen Nudeln oder Reis(ohne Salz) mit Butter,dazu meistens Bio Möhrchen.Nachspeise 125g Vollfettquark mit 1/4 Banane und ein wenig Honig,die anderen 125g esse ich dann vorm Schlafengehen.Nachmittags meistens wieder eine Buttersemmel mit Kaffee,abends nochmal paar Rippen Schokolade,dazu trinke ich Demeter Vollmilch.Ich weiß,richtig gesund ist das nicht gerade,wie findest du die Essgewohnheit?

Ps.Selten mal zum Frühstück Eier.Und meine Sosse ist immer reine Butter.Fertigprodukte und pflanzliche Öle so zeug meide ich.
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  #5326 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 07:55
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@ Sven--

Um noch einmal auf deine gestrige Anspielung zurückzukommen. Bereits bevor ich mich mit LC beschäftigt hatte, hatte ich mich zuvor sehr intensiv mit Cortisol, Cortison (äußerst wichtig bei Morbus Crohn) und dem Einfluss von Fettsäuren auf die Prostaglandinensynthese auseinandergesetzt.

Für LC entschied ich mich u.a. aus folgendem Grund. Bei Morbus Crohn (MC) kommt je nach Schweregrad immer auch Cortison zum Einsatz. Cortisol wirkt u.a. auch immunsuppressiv, was bei Autoimmunerkrankung aber mitunter erwünscht ist. Jedoch behandelt man damit lediglich nur die Symptome, nicht die Ursache. Ich hatte mich bevor ich mit LC begann damit abgefunden, dass ich an einer unheilbaren Autoimmunerkrankung leiden würde und suchte eine Ernährung welche wenigstens die Symptome ein wenig eindämmt. Ich dachte damals wirklich, dass mein Körper zu wenig Cortisol produzieren würde und die schwerwiegenden Entzündungen u.a. damit zu tun haben.

Dann stieß ich auf das Buch von Lutz. Anders als er argumentiert, dachte ich bereits damals schon, dass unter LC mehr Cortisol produziert wird und zwar aus folgendem Grund. Lutz selbst führt in seinem Buch an, das MC nur mit Cortison einigermaßen behandelbar bzw. vielmehr eindämmbar ist. Lutz stellt LC so hin, als würde unter einer normalen Ernährung viel mehr Cortisol freigesetzt werden (als eben bei LC).

Lutz selbst führt aber in seinem Buch in Bezug auf MC an, dass man "zum ersten Mal", "eine als unheilbar geltende Erkrankung mit Diät [damit meint er LC] erfolgreich behandeln (ich möchte das Wort "ausheilen" vermeiden)" konnte (Lutz 2007, S. 94). Tatsächlich spricht er in seinem kompletten Buch nie von Heilung, immer nur von Behandlung (teilweise sogar nach mehreren Jahren LC). Lutz selbst sagt, dass man nach wenigen Wochen auf seiner LC-Diät Cortison teilweise komplett absetzen konnte. So schnell heilen aber solch schwerwiegenden Entzündungen wie bei MC üblich nicht ab.

Meines Erachtens muss(te) LC deshalb auf andere Art und Weise wirken, nämlich indem vielleicht mitunter mehr Cortisol produziert wird. Wie gesagt, er selbst spricht sogar nach mehreren Jahren nie von Heilung, immer nur von Behandlung und Symptomreduzierung.

Wie ich neulich bereits sagte, wirkt Cortisol mitunter auch auf die Prostaglandinensynthese modulierend ein. So hatte ich nach meinem Empfinden eine Ernährung gefunden, welche mehr Cortisol produziert, welches sich dann wiederum positiv auf die Prostaglandinensynthese auswirken könnte. Zudem setzte ich bereits von Beginn an auf ein ausgeglichenes O3:O6-Verhältnis, aufgrund pabas Beiträgen hier.

Wenn es tatsächlich die KH wären, hätte Lutz von Heilung sprechen müssen wenn er diese weglässt und LC tatsächlich die Ursachen bekämpfen würde.

Lange Zeit hielt ich die, meines Erachtens, höhere Cortisolproduktion unter LC daher für sehr nützlich. Auf die Idee das es auf längere Sicht eher kontraproduktiv sein könnte, kam ich erst als ich mich intensiver mit Jod beschäftigte und daher viele Beiträge auf dem Curezone-Forum las. Meines Erachtens behandeln dort viele Leute eher eine Nebenniereschwäche als eine Schilddrüsenfunktionsstörung. Natürlich, das eine beeinflusst direkt und indirekt immer auch das andere.

Daneben beschäftigte ich mich viel mit den Artikeln von Ray Peat. Das Problem bei Ray Peat ist meines Erachtens nicht die dünne Beweiskraft der Quellen auf die er sich bezieht, sondern das er oftmals seine Theorien an total abstrakten Dingen fest macht. Da geht es manchmal um irgendwelche Zellkulturen, zig Tierstudien und ähnliches. Den Bogen dann direkt auf den Menschen zu spannen kann ich daher oftmals nicht ganz nachvollziehen. Vielleicht fehlt mir dafür aber auch einfach nur das Verständnis.


Was ich bei Ray Peat und dem Curezone-Forum aber mitgenommen habe ist, dass Cortisol und Schilddrüsenhormone nicht gut miteinander können. Eine Überproduktion von Cortisol steht so oftmals direkt mit Schilddrüsenproblemen (besonders einer Unterfunktion dieser) in Zusammenhang. Von daher entschloss ich mich irgendwann daran schleunigst etwas zu ändern. Daraufhin stieß ich auf den Blog von Matt Stone. Von ihm habe ich auch viele Gedanken aufgegriffen. Doch sind dies meist nur ganz kurze Theorien ohne wissenschaftlich fundierten Hintergrund. Ein wenig besser wurde es dann durch die Arbeiten von Schwarzbein, aber auch da fehlt meines Erachtens die Wissenschaftlichkeit.

So musste ich mich selbst hinsetzen und die vielen Ideen irgendwie, zunächst nur für mich, dann hier im Forum zusammenbringen.

Worauf ich hinaus will ist folgendes. ich habe nie behauptet, dass ich hier die Welt neu erfinden würde und ich habe immer gesagt, dass meine Ernährung ganz stark durch die Arbeiten von Ray Peat und Diana Schwarzbein beeinflusst ist. So wie meine Ernährung durch diese Autoren beeinflusst ist, sind es auch meine Gedanken.

Ich habe mittlerweile so viele Ideen und Anregungen von den unterschiedlichsten Blogs aufgenommen und für mich weiter aufgearbeitet, dass ich nicht mehr sagen kann, welche Idee von wem und woher ist. Natürlich greift man auch auf bereits geäußerte Ideen zurück, aber diese muss man auch erst einmal für sich verarbeiten.

Es tut mir daher Leid, wenn manche Gedanken bereits woanders so ähnlich geäußert wurden. Ich weiß einfach nicht mehr welcher Gedanke woher und von wem stammt. Ich versuche hier nur vieles zusammenzutragen und mit eigenen Gedanken aufzufüllen. Letztlich machst du doch dasselbe oder erfindest du die Welt täglich neu. Wachst du früh morgens auf und weißt plötzlich aus dem Nichts z.B. alles über Cortisol? Ich denke nein! Auch du musst dich diesbezüglich belesen und damit sind deine geäußerten Gedanken auch nicht mehr "Deine" Gedanken und Argumente!

Um vielleicht doch noch einmal auf´s Cortisol zurückzukommen. Die von dir gestern bereitgestellte Studie zur ketogenen Diät (Minderwuchs) würde die Theorie der katabolen Stoffwechsellage, sei es durch zu viel Cortisol welches sich ungünstig auf die Proteinsynthese auswirkt oder den negativen Effekt von zuviel Cortisol und Adrenalien auf die Schilddrüsenhormone (welche besonders für`s Wachstum relevant sind) weiter stützen/bekräftigen. Zusammen mit meinen einführenden Worten ist die Evidenz für mich eben nicht so marginal und dünn wie für dich. Unter Lutz seiner LC-Diät hätte eine Heilung eintreten müssen, wenn LC tatsächlich die Ursachen der Entzündung bekämpfen würde. Dem ist aber anscheinend nicht so. Ich denke unter LC isst man weniger Sachen welche eine zusätzliche Entzündungsneigung verstärken würden und zeitgleich hat das vermehrt ausgeschüttete Cortisol mitunter starken Einfluss auf die Prostaglandinensynthese.

Ich finde, so "dünne" sind die Argumente doch gar nicht. Da sind deine Erklärungsversuche und Gegenargumente welche du aus der Evolution zu speisen versuchst, meines Erachtens, viel dünner.

Geändert von Low-Joe (17.06.2009 um 08:48 Uhr)
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  #5327 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 08:26
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Zitat von Brady Beitrag anzeigen
Hmm...keine Ahnung?Mahlzeiten mehrere,brauche eigentlich immer was zum beißen*g*.Frühstück meistens schon um halb 5 eine Mohnsemmel mit Butter,oder eine Banane mit Schlagsahne.Mittagessen Nudeln oder Reis(ohne Salz) mit Butter,dazu meistens Bio Möhrchen.Nachspeise 125g Vollfettquark mit 1/4 Banane und ein wenig Honig,die anderen 125g esse ich dann vorm Schlafengehen.Nachmittags meistens wieder eine Buttersemmel mit Kaffee,abends nochmal paar Rippen Schokolade,dazu trinke ich Demeter Vollmilch.Ich weiß,richtig gesund ist das nicht gerade,wie findest du die Essgewohnheit?

Ps.Selten mal zum Frühstück Eier.Und meine Sosse ist immer reine Butter.Fertigprodukte und pflanzliche Öle so zeug meide ich.
Für meinen Geschmack ist deine Ernährung etwas zu Getreide-lastig. Solange du es aber ohne Probleme verträgst, ist das, denke ich, OK. Mit ein paar Kartoffeln ab und an anstatt Nudel (Semmeln) und Reis könntest du vielleicht etwas mehr Vitamin C, Molybdän und Kalium aufnehmen als mit Getreideprodukten.

Irgendwie fehlt halt doch ein wenig hochwertiges Protein. Klar, Quark enthält auch hochwertiges Protein, aber davon isst du ja keine riesigen Mengen (und zudem die gute Vollfettvariante).

Deine Wahl der Fettquellen finde ich ziemlich gut, viel besser geht es diesbezüglich auch nicht.

Isst du denn bereits bevor sich bei dir ein richtiges Hungergefühl bemerkbar macht?

Es würde zu mindestens die These stützen, dass der Körper bei länger anhaltendem Hungergefühl die zugeführte Nahrung "anders aufbereitet". Also isst du wenn du Lust und Appetit verspürst oder erst wenn du Hunger hast?
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  #5328 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 09:44
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Zitat:
Zitat von Low-Joe Beitrag anzeigen
Für meinen Geschmack ist deine Ernährung etwas zu Getreide-lastig. Solange du es aber ohne Probleme verträgst, ist das, denke ich, OK. Mit ein paar Kartoffeln ab und an anstatt Nudel (Semmeln) und Reis könntest du vielleicht etwas mehr Vitamin C, Molybdän und Kalium aufnehmen als mit Getreideprodukten.

Irgendwie fehlt halt doch ein wenig hochwertiges Protein. Klar, Quark enthält auch hochwertiges Protein, aber davon isst du ja keine riesigen Mengen (und zudem die gute Vollfettvariante).

Deine Wahl der Fettquellen finde ich ziemlich gut, viel besser geht es diesbezüglich auch nicht.

Isst du denn bereits bevor sich bei dir ein richtiges Hungergefühl bemerkbar macht?

Es würde zu mindestens die These stützen, dass der Körper bei länger anhaltendem Hungergefühl die zugeführte Nahrung "anders aufbereitet". Also isst du wenn du Lust und Appetit verspürst oder erst wenn du Hunger hast?
Jep,genau das ist das problem bei uns Vegetariern,zuviel Getreide.Werde versuchen,demnächst mal die Semmeln wegzulassen.Nudeln sind zwar auch nicht gesund,aber immerhin besser als Semmeln oder?Reis esse ich immer den Uncle Bens 10min im Kochbeutel(Parboiled).Was hälst du von Parboiled Reis?Kartoffeln sind eigentlich eine gute idee:-).Kartoffeln mit Quark.

Ps.Zu deiner letzten frage mit dem Hungergefühl,ich esse schon bevor ich richtigen Hunger habe;-).
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  #5329 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 12:49
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@ Sven--

Als ich das Beispiel mit der Ernährung der 3. Welt angebracht hatte, hoffte ich inständig, dass du genau diesen Einwand bringen würdest, welchen du dann auch angeführt hast. Natürlich ist es nicht einzig und alleine die Kalorienmenge, sondern eben auch die Nährstoffe.

Bei welcher Ernährung würden Nährstoffe zu kurz kommen (natürlich vorausgesetzt, dass man dieselben Lebensmittel isst)?
Bei einer kalorienreduzierten oder bei einer hoch-kalorischen Ernährung? Natürlich bei einer kalorienreduzierten Ernährung. Als ich das Beispiel mit den Eskimos brachte, brachtest du einfach die Japaner ins Spiel. Dabei vergleichst du aber Äpfel mit Birnen. Zwei komplett unterschiedliche Brennstoffe versuchst du zu vergleichen. Reis ist eben sehr nährstoffarm, und schon aus diesem Grund kein Super-Food und damit auch nicht für die optimalste Entwicklung förderlich. Es sind eben nicht einfach nur KH welche für eine optimale Schilddrüsentätigkeit verantwortlich sind. Wäre das so, würde man Schilddrüsenprobleme höchstwahrscheinlich mit Coca Cola behandeln Tatsächliche würden es aber so gut wie keine Schilddrüsenprobleme geben, da ja genug Leute Cola und sonstiges Süßzeug en masse essen (trinken). Genau so funktioniert es eben nicht.

Mit den KH muss man eben auch Nährstoffe aufnehmen, welche die Funktion der Schilddrüse positiv beeinflussen. Ich gebe dir recht, wenn man viele Sache isst, welche kaum Nährstoffe enthalten, ist dies alles andere als gesund und belastet einen Stoffwechsel unnötig. Wenn man aber den Körper selbst entscheiden lässt, wie viel er benötigt (Sättigungsgefühl), dabei aber auf sehr nährstoffreiche Lebensmittel zurückgreift, ist dies doch mehr als bedarfsgerecht.

Man muss sich von dem Gedanken lösen, dass man seinen täglichen Kalorienbedarf ausrechnen kann und sich daraufhin beim essen zurücknimmt. Fiktive Zahlen (Vorstellungen) vom eigenen Kalorienbedarf werden einem langfristig eher mehr schaden als nutzen.


Leute wie u.a. Brady, Schwarzbein, Bruce, M. Stone, (R. Peat) zeigen doch, dass viel essen, noch bevor man richtigen/deutlichen Hunger verspürt nicht automatisch in Fettsucht enden muss. Man muss aber dafür sorgen, dass man seinem Körper ausreichend Brenn- und Nährstoffe zuführt. Nur so kann man gewährleisten, dass sich der Körper nimmt was er für eine optimale Entwicklung benötigt.

Jetzt noch einmal zum Cortisol. Ich weiß, dass du keine LC-Diät mehr befolgst. Aber dies ist hier ein LC-Thread und deshalb gehört es hier doch auch mehr oder weniger hinein. JK hat nach eigenen Angaben u.a. auch Typ-1-Diabetes behandelt. Auch hier würde ich die Betonung wieder auf behandelt legen. Es ist richtig, dass unter seiner Ernährungsform weitaus weniger Insulin benötigt wird. Bei einer Krankheit, bei welcher das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört (Entzündungsvorgänge), ist es zunächst natürlich ratsam die KH zu senken und damit gleichzeitig auch den Bedarf an Insulin. Aber auch hier handelt es sich wieder um eine Autoimmunerkrankung mit Entzündungsvorgängen. Auch hier könnte u.a. wieder die immunsuppressive Wirkung von Cortisol eine entscheidende Rolle spielen. Bei einer Ernährungsform wo mehr Cortisol ausgeschüttet wird, kann dies auch zu einem größeren Prozentsatz die Entzündungsreaktionen eindämmen (nicht aber die Ursache bekämpfen). Man würde so 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen ohne dabei jedoch tatsächlich die Ursache direkt zu bekämpfe.

Ganz allgemein finde ich es höchst interessant, dass JK unter seiner Ernährungsform zahlreiche Autoimmunkrankheiten bzw. ENTZÜNDLICHE Krankheiten „erfolgreich“ behandelt (nicht heilt!!!).

Da wären nach eigenen Angaben z.B. die Winiwarter-Buerger-Krankheit (Autoimmunkrankheit), Typ-1-Diabetes (Autoimmunkrankheit), Still-Krankheit (Autoimmunerkrankung), Bechterew-Krankheit, chronische Polyarthritis, Multiple Sklerose und letztlich natürlich Erkrankungen des Verdauungsdraktes (z.B. Morbus Crohn (Autoimmunerkrankung)).

Diese Krankheiten treten aber nicht überall da auf wo auch größere Mengen an KH verzehrt werden (Kitava, Japan, etc.). KH sind also nicht die Ursache. Senkt man KH in einer Ernährung, behandelt man also noch lange nicht die tatsächliche Ursache, aber mitunter steigt dadurch die Cortisolausschüttung an. Das vermehrt ausgeschüttete Cortisol wirkt sich dann (zunächst) wiederum positiv auf den Entzündungsverlauf der jeweiligen Krankheit aus (jedoch nicht auf die Heilung).

Ich finde es schon ziemlich deutlich, dass LC-Diäten zum Großteil bei Autoimmunkrankheiten positive Effekt erzielen, auch ohne diese jemals wirklich direkt zu heilen (nach eigenen Angaben von Lutz in Bezug auf MC und Colitis ulcerosa). Bei letzter Krankheit (Colitis ulcerosa) hat Lutz sogar bei mehreren Patienten nach mehr als 10 Jahren unter LC-Kost Rückfälle/Durchbrüche und dergleichen feststellen können.


Und jetzt noch einmal den Bogen zu diesem Forum hier spannen. Auch Akne ist eine entzündliche Krankheit, was man bei vielen, mehr oder weniger deutlich, bereits leider im Gesicht auch sehen kann. Viele hier haben von einer deutlichen Reduzierung ihrer Akne (Entzündung) berichtet, jedoch kaum einer von einer 100% Heilung. So ist es doch vielleicht wirklich so, dass unter LC deutlich mehr Cortisol freigesetzt wird, welches sich dann wiederum positiv auf viele entzündliche Prozesse im Körper auswirkt (auswirken kann). Vielleicht bereichten deshalb auch viele nur von einer Besserung unter LC, nicht aber von einer tatsächlichen Heilung. Meiner Ansicht nach behandelt man mit einer LC-Diät nämlich nicht die Ursache der Entzündung, sondern lediglich den Ausprägungsgrad dieser. Die tatsächlich Entzündungsursache wird man langfristig nur mit einer niedrigen PUFA-Aufnahme und zudem mit einem möglichst ausgeglichenen O3:O6-Fettsäureverhältnis (1:1, 1:2 oder 1:3) behandeln können.

Das ist auch der Grund warum bei mir sämtliche Entzündungen abgeheilt sind, auch unter hoher KH-Zufuhr.


Letztlich ist das natürlich noch alles kein Beweis, aber eine gewisse Evidenz ist doch nicht von der Hand zuweisen oder?

Geändert von Low-Joe (17.06.2009 um 12:51 Uhr)
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  #5330 (permalink)  
Alt 17.06.2009, 13:20
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Jep,genau das ist das problem bei uns Vegetariern,zuviel Getreide.Werde versuchen,demnächst mal die Semmeln wegzulassen.Nudeln sind zwar auch nicht gesund,aber immerhin besser als Semmeln oder?Reis esse ich immer den Uncle Bens 10min im Kochbeutel(Parboiled).Was hälst du von Parboiled Reis?Kartoffeln sind eigentlich eine gute idee:-).Kartoffeln mit Quark.

Ps.Zu deiner letzten frage mit dem Hungergefühl,ich esse schon bevor ich richtigen Hunger habe;-).
Reis ist zwar sehr gut verdaulich, aber leider auch sehr nährstoffarm. Ich selbst esse zwar auch vermehrt Reis, dafür aber auch immer zeitgleich etwas Kartoffeln, und Fleisch oder Fisch. 1-2 mal die Woche esse ich etwas Kalbsleber. So eine richtige Nährstoffbombe fehlt ein wenig bei dir. Ich denke zwar nicht, dass ein Erwachsener Mensch Unmengen an Vitaminen benötigt, aber ein wenig mehr ist sicher nicht verkehrt.

Wie gesagt, Reis zeichnet sich nicht durch Nährstoffreichtum aus. Wenn man aber ohnehin schon etwas weniger Nährtsoffe aufnimmt, ist Parboiled-Reis vielleicht anderem Reis vorzuziehen. Aber überschätze Parboiled-Reis nicht. Dieser enthält durch das spezielle Verfahren (Parboiling) zwar mehr Vitamine als vergleichbarer geschälter Reis, aber noch immer nicht viel und auch nicht alle Vitamine. an der Verdaulichkeit ändert das Parboiling-Verfahren meines Erachtens nichts. Deshalb iss den Reis ruhig wenn er dir schmeckt.

Kartoffeln mit Quark klingt doch sehr gut, auf jeden Fall besser als eine Buttersemmel.
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