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  #5271 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 15:44
 
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Standard Ernährungsportal

Hallo,
wenn sowohl der Admin als auch alle Autoren in diesem Thread damit einverstanden sind, würde ich es in Angriff nehmen, eine Art Ernährungsportal zu eröffnen, wo die Beiträge hier in diesem Thread zusammengefasst und nach Themen/Theorien geordnet werden. Es wurde hier ja auch schon mehrmals der Wunsch geäußert.
Einverständnis, Einwände, Mithilfe oder sonstige Hinweise auch gerne an mich per PN.
Hoffe auf gutes Gelingen des Projekts.

Grüße
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  #5272 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 16:19
 
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klingt sehr interessant, denn in diesem Thread stecken ja haufenweise information, Theorien und Erfahrungsberichte. Leider hat kaum jemand was davon, da es einfach zu viel für ein Thread is. Leute die nicht von anfang an dabei waren, werden wohl kaum den ganzen thread durchlesen.
Ich lese hier shcon recht lange mit, von daher hab ich glaub ich das meiste gelesen.

Bin mir nur nicht ganz sicher was genau du vor hast. Ein Portal abseits von Aknewelt.de?
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  #5273 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 16:38
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Zitat:
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Irgendwie habe ich den Eindruck, als würdest Du jede Aussage, die nicht in Dein Weltbild passt als Attacke gegen Dich sehen. Meine Aussagen sind weder als in Stein gemeisselte Wahrheiten zu sehen, noch als unverrückbare persönliche Überzeugungen. Teilweise überlege ich nur laut (bzw. lesbar). Ich bin keineswegs ein glühender LC-Verfechter (auch wenn bei Dir scheinbar immer wieder dieser Eindruck entsteht). Auch scheinst Du den Eindruck zu haben, dass ich JK´s-Pentose-Hypothese für voll und ganz richtig halte. Dem ist nicht so. Ich fand die von Anfang an dubios, hielt es aber möglich, dass doch ein Körnchen Wahrheit dran ist. Vermutlich ist aber noch nichtmal das der Fall.
@Sven--

Du hast recht. Ich dachte tatsächlich, dass du diese Theorie für stimmig und absolut plausibel erachtest. Nach meinem momentanen Wissensstand spricht nur absolut nichts dafür und ich dachte, du hättest weitere Informationen (auf die Du dich beziehst). Ich kann die Theorie natürlich auch nicht mit 100% Genauigkeit ausschließen, aber in meinen Augen spricht bei weitem mehr gegen diese Theorie als dafür. Aus diesem Grunde wurde ich dann auch etwas direkter in meinen Ausführungen. Du sagtest aber mal selbst, dass Du damit keine Probleme hast. Ich hoffe dem ist noch immer so! Es ist wirklich nicht persönlich gemeint, ich bin sehr froh, dass Du deine Einwände und Bedenken kund gibst.

Mir war auch bewusst, dass Du neulich bereits deine grobe Makronährstoffverteilung hier niedergelegt hattest. für mich klang es aber damals so, als wärst Du mit dieser nicht zufrieden, hauptsächlich wegen der höheren KH-Zufuhr. Ich dachte deshalb, du hättest deine Ernährung bereits wieder umgestellt.

Ich finde deinen Einwand berechtigt, dass es auch bei dieser Ernährungsumstellung (mehr KH) erstmal zu Problemen kommen kann. Sei es Gewichtszunahme, Verdauungsbeschwerden oder dergleichen. Dies hatte ich zwar nicht wirklich, ich hatte meine KH-Zufuhr aber schon seit Monaten immer weiter angehoben. Das war der umgekehrte Schritt den Lutz empfiehlt. D.h. anstatt langsamer Senkung der KH habe ich diese langsam wieder erhöht. Es ist denkbar, dass sich der Organismus so nach und nach immer weiter auf die nun erhöhte KH-Zufuhr einstellen konnte und bereits mehr Enzyme synthetisierte. Ich denke da vorrangig an Amylasen und Disaccharidasen.

Deine Ernährung klingt für mich sehr vernünftig. Ich habe auch lange Zeit große Mengen von rotem Fleisch gegessen, vor allem Rindfleisch. Nicht das dieses schlecht wäre, hinsichtlich der Fettzusammensetzung erachte ich dieses gegenüber den anderen Fleischarten sogar als überlegen an. Bedenken habe ich lediglich wegen der höheren Eisenkonzentration. Ich habe meine Ferritinspiegel aber nicht ärztlich überprüfen lassen und kann daher auch nicht sagen, ob diese bei meinem z.T. recht hohen Rindfleischkonsum tatsächlich erhöht waren. Es ist lediglich eine rein präventive Maßnahme. Ich erachte Eisen nur als sehr kritisch, vor allem in Bezug auf Herzkrankheiten (Infarkt). Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Geändert von Low-Joe (09.06.2009 um 16:54 Uhr)
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  #5274 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 17:04
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@ Cartman

Deine Idee finde ich prinzipiell sehr gut. Nichtsdestotrotz habe ich da auch so meine Bedenken. Wer sich intensiv mit Ernährung beschäftigen möchte oder muss (aus gesundheitlichen Gründen) wird nicht drumherum kommen sich zu belesen. Dazu gehört mitunter vielleicht auch sich durch diesen Thread hier zu kämpfen. Ich musste das damals auch, was Monate dauerte, aber geschadet hat es mir nicht. Im Gegenteil, ich erachte es als sehr lehrreich. Ich weiß nicht genau was du vor hast, ich kann mir aber vorstellen, dass eine Zerstücklung sehr schwierig werden wird. Mitunter gehen da wichtige Informationen verloren oder die Zusammenhänge einzelner Beiträge werden nicht mehr deutlich sichtbar.

Wie auch immer, das intensive Durcharbeiten dauerte bei mir bereits Monate. Eine Zerstücklung in einzelne Themen und Theorien dauert da mit Sicherheit noch länger.
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  #5275 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 17:09
 
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@Low-Joe:

Danke für Deine Ausführungen zum Cortisol. Tatsächlich könnte alles was Du schreibst so hinkommen.
Ich will Dir gar nicht grundsätzlich widersprechen, nur ein paar Sachen nennen, die mir dabei durch den Kopf gingen:

Lutz hat ja gerade gegen das Cushing-Syndrom und auch einen eher unernährten Körper eine LC-Ernährung angewendet. Der Heilungsprozess verlief ja auch über mehrere Jahre. So war bei Lutz ja ein Argumentationspfeiler der Cortisolanstieg während der Nacht (bei KH-lastiger Ernährung). Dieser dürfte unter LC sinken, da zumindest zum Teil Fettsäuren verwendet werden. Besonders bei sehr niedrigem KH-Konsum dürften hingegen die Cortisolspiegel tagsüber höher sein. In dieser Hinsicht könnte es tatsächlich "optimal" sein durch hohen Fettgehalt seinen Fettstoffwechsel in Schwung zu halten, aber trotzdem ausreichend KH´s zu essen, um nicht unnötig auf die Glycogenspeicher zurückgreifen zu müssen.

Du schriebst, dass bei LC die Cortisolspiegel vielleicht nicht höher liegen als bei Mischkost aber trotzdem aufgrund "höherer Cortisolnutzung" (sag ich mal) negativ wirken. Das erscheint mir nicht sonderlich plausibel. Wenn die Spiegel nicht erhöht sind, dann ist es doch etwas weit hergeholt einen negativen Effekt hineinzuinterpretieren.

Die ketogene Ernährung bei Epileptikern ist eine Extremform der LC-Ernährung. Ich habe auch schon Studien darüber gelesen und insgesamt werden die Nebenwirkungen als sehr moderat beschrieben. Der Kleinwüchsige dürfte eher eine Ausnahme gewesen sein. Ich würde grundsätzlich nicht so viel Gewicht auf Einzelfälle legen (so gut sie auch die eigene These bestätigen mögen). Das gleiche gilt auch auch für die von Dir genannten LC-Gurus. Es gibt ne Handvoll Bilder von einer Handvoll Leute. Da kann man imho keine sinnvollen Schlüsse draus ziehen. Wähle zufällig Leute im gleichen Alter aus und vermutlich gibts da keine großen Unterschiede. Ich stimme auch zu, dass z.B. Barry Groves eher älter aussieht als er ist. Aber das kann unter anderem auch genetische Ursachen haben. Auf der anderen Seite scheint er sowohl geistig wie auch körperlich ziemlich fit zu sein.

Zum Thema Eisen: Ich versuche halbwegs regelmäßig zum Blutspenden zu gehen und hoffe, dass das ausreicht, um nicht zu viel Eisen anzusammeln. Für Colpo scheint das ja ein extrem wichtiges Thema zu sein.

Bezüglich Energielevel muss ich sagen, dass ich nie so stabile Energie hatte wie unter strenger LC-Ernährung (High Fat). Früher unter normaler Mischkost bekam ich meist schon um 11 Uhr wieder Hunger und musste auf jeden Fall was "vernünftiges" zu mittag essen. Aktuell bekomme ich auch schneller wieder Hunger (aber natürlich nicht so schnell wie damals). Dass eine Anhebng des KH-Niveaus stabilere Energie bringt wie oft berichtet, kann ich für mich nicht behaupten (im Gegenteil).

Für den "täglichen Gebrauch" empfinde ich übrigens einen höheren Nüchternblutzucker als angenehm. Früher gab es schonmal Fälle wo mir bei schnellem Aufstehen aus der Hocke mal leicht schwarz vor Augen wurde. Das kenne ich seit LC nicht mehr.
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  #5276 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 18:01
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Zitat:
Zitat von Sven-- Beitrag anzeigen
Lutz hat ja gerade gegen das Cushing-Syndrom und auch einen eher unernährten Körper eine LC-Ernährung angewendet. Der Heilungsprozess verlief ja auch über mehrere Jahre. So war bei Lutz ja ein Argumentationspfeiler der Cortisolanstieg während der Nacht (bei KH-lastiger Ernährung). Dieser dürfte unter LC sinken, da zumindest zum Teil Fettsäuren verwendet werden. Besonders bei sehr niedrigem KH-Konsum dürften hingegen die Cortisolspiegel tagsüber höher sein. In dieser Hinsicht könnte es tatsächlich "optimal" sein durch hohen Fettgehalt seinen Fettstoffwechsel in Schwung zu halten, aber trotzdem ausreichend KH´s zu essen, um nicht unnötig auf die Glycogenspeicher zurückgreifen zu müssen.
Erst einmal ein sehr guter Einwand. Zu mindestens theoretisch lässt sich das aber relativieren. Die Mechanismen welche tagsüber bei einer LC-Diäten greifen, greifen dann sicherlich auch während der Nacht. D.h., auch während der Nacht sorgt u.a. Cortisol für die (hohen) Blutzuckerspiegel bei einer LC-Kost. Hoch habe ich deshalb in Klammern gesetzt, weil diese zwar unter einer LC-Kost erst einmal tatsächlich höher sind, wie aber aus meinen vorherigen Posts hervorgeht, ist Cortisol dabei nicht unbeteiligt. So denke ich, dass bei einer LC-Diät Cortisol auch während der Nacht eine entscheidende Rolle spielt.

Der höhere Blutzuckerspiegel (physiologische Insulinresistenz) resultiert aus einer "Glukoseschonung". D.h. der tatsächliche vorhandene Blutzucker dient beinahe ausnahmslos der Versorgung der wichtigsten Organe. Dazu zählt teilweise auch das Gehirn.

Worauf ich hinaus möchte ist folgendes. Unter einer LC-Diät reicht die KH-Menge wahrscheinlich nie und nimmer um die Glycogenreserven vollständig zu füllen, eben weil die wenigen zugeführten KH vorrangig für die Organe bereitgestellt werden, welche ausschließlich bzw. auch zum Teil auf KH angewiesen sind.

In einer Mischkost mit ausreichend KH werden genau diese bei einem "Überangebot" zunächst zur Auffüllung der Glykogenreserven verwendet und erst wenn auch diese voll sind, werden die dann noch immer "überschüssigen" KH weiter konvertiert (u.a. zu Fett).

Vorhin habe ich nur geschildert was unter kh-reduzierter Kost vermutlich im Körper abläuft. Ich bezweifele ganz stark, dass die Glykogenspeicher unter kh-reduzierter Kost permanent gefüllt sind. Doch genau diese Speicher nutz der Körper als erstes, d.h. noch bevor er Aminosäuren verzuckert bzw. verzuckern muss (wie unter kh-reduzierter Kost). Bei einer LC-Kost kann der Körper dies vermutlich nicht, bei einer Mischkost werden zunächst aber genau diese Glykogenreserven herangezogen. Lutz behauptet ja das ausschließlich Muskeleiweiß verzuckert wird. Ich würde aber sagen das dem nicht so ist. Wäre das wirklich der Fall, könnten Bodybuilder niemals einen Muskelzuwachs erzielen. Denn irgendwann müssen auch die mal schlafen und können demzufolge nichts mehr essen. Die Folge wäre eine Verzuckerung ihrer Muskeln noch bevor diese überhaupt wachsen konnten.


Zitat:
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Du schriebst, dass bei LC die Cortisolspiegel vielleicht nicht höher liegen als bei Mischkost aber trotzdem aufgrund "höherer Cortisolnutzung" (sag ich mal) negativ wirken. Das erscheint mir nicht sonderlich plausibel. Wenn die Spiegel nicht erhöht sind, dann ist es doch etwas weit hergeholt einen negativen Effekt hineinzuinterpretieren.
Cortisolnutzung habe ich nicht geschrieben. Ich versuche es anders auszudrücken. Wenn permanent oder meinetwegen auch in etwas größeren zeitlichen Abständen Cortisol synthetisiert werden muss, also die Notwendigkeit zur Cortisolsynthese gegeben ist, muss der Körper mehr davon herstellen. Dieses produzierte Cortisol erfüllt natürlich seinen Zweck, weshalb mitunter auch keine erhöhten Cortisolspiegel die Folge sein müssen, da es ja benötigt wird. Es ist nur fraglich, ob eine permanente Produktion auf längere Sicht nicht auch in einer Nebennierenschwäche enden kann.

Zitat:
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Die ketogene Ernährung bei Epileptikern ist eine Extremform der LC-Ernährung. Ich habe auch schon Studien darüber gelesen und insgesamt werden die Nebenwirkungen als sehr moderat beschrieben. Der Kleinwüchsige dürfte eher eine Ausnahme gewesen sein. Ich würde grundsätzlich nicht so viel Gewicht auf Einzelfälle legen (so gut sie auch die eigene These bestätigen mögen). Das gleiche gilt auch auch für die von Dir genannten LC-Gurus. Es gibt ne Handvoll Bilder von einer Handvoll Leute. Da kann man imho keine sinnvollen Schlüsse draus ziehen. Wähle zufällig Leute im gleichen Alter aus und vermutlich gibts da keine großen Unterschiede. Ich stimme auch zu, dass z.B. Barry Groves eher älter aussieht als er ist. Aber das kann unter anderem auch genetische Ursachen haben. Auf der anderen Seite scheint er sowohl geistig wie auch körperlich ziemlich fit zu sein.
Den Kleinwüchsigen habe ich angesprochen, da hier eventuelle Wirkungen einer (sehr extremen) kh-reduzierten Kost nach mehreren Jahren konstatiert worden. Aus einem Einzelfall kann man unmöglich Rückschlüsse ziehen. Aber beide Elterteile waren bedeutend größer. Die prinzipielle Aussagekraft ist tatsächlich fraglich, da gebe ich dir recht.

Zitat:
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Bezüglich Energielevel muss ich sagen, dass ich nie so stabile Energie hatte wie unter strenger LC-Ernährung (High Fat). Früher unter normaler Mischkost bekam ich meist schon um 11 Uhr wieder Hunger und musste auf jeden Fall was "vernünftiges" zu mittag essen. Aktuell bekomme ich auch schneller wieder Hunger (aber natürlich nicht so schnell wie damals). Dass eine Anhebng des KH-Niveaus stabilere Energie bringt wie oft berichtet, kann ich für mich nicht behaupten (im Gegenteil).
Hast du schon einmal versucht Deine Mahlzeiten noch weiter zu splitten. Ich esse täglich 3 Mahlzeiten und zwei Snacks. Immer Proteine, KH und Fett gemischt. Ich esse auch bevor ich Hunger verspüre (siehe Cortisol und Hunger). Zudem esse ich abends die größte Mahlzeit. Hinsichtlich Energielevel habe ich überhaupt keine Probleme, im Gegenteil. Ich habe auch nicht großartig zugenommen, zu mindestens keine Fettmasse. Dies könnte man ja vermuten, wenn man isst noch bevor man wirklich Hunger hat. Bei mir ist dem nicht so.

Geändert von Low-Joe (09.06.2009 um 18:09 Uhr)
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  #5277 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 18:42
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Zitat:
Zitat von Sven-- Beitrag anzeigen
Bezüglich Energielevel muss ich sagen, dass ich nie so stabile Energie hatte wie unter strenger LC-Ernährung (High Fat). Früher unter normaler Mischkost bekam ich meist schon um 11 Uhr wieder Hunger und musste auf jeden Fall was "vernünftiges" zu mittag essen. Aktuell bekomme ich auch schneller wieder Hunger (aber natürlich nicht so schnell wie damals). Dass eine Anhebng des KH-Niveaus stabilere Energie bringt wie oft berichtet, kann ich für mich nicht behaupten (im Gegenteil).
Ich kann mir gut vorstellen das du unter strikter LC-Diät die konstantesten Energielevel hattest. Doch wie gesagt, eine Aufgabe von Cortisol ist es zum Beispiel die Glukoseaufnahme in die Fett- und Muskelzellen zu verhindern (Glukoseschonung). Während striker LC-Diät ist der Organismus u.a. auf eine permanente Ketogenkörperproduktion angewiesen, diese war höchstwahrscheinlich auch der Grund für dein Energielevel, doch selbst daran war u.a. auch Cortisol beteiligt. Dieses verhinderte u.a. die Glukosenutzung der Muskeln. Ich sage ja nicht, dass ketogene Diäten oder LC-Diäten nicht funktionieren würden. Ich versuche nur zu zeigen, dass dies trotzalledem nicht automatisch auch gleich der Idealzustand sein muss und auch diese Ernährungsformen ihre Schwächen haben.

Die LC-Autoren machen beinahe nur die KH für alles verantwortlich. Mit der Realität hat das jedoch in meinen Augen nicht wirklich viel zu tun, zu mindestens wenn man seine KH-Quellen mit Bedacht wählt.

Für mich sind die richtigen Fette viel entscheidender und selbst dann kommen noch zig andere Faktoren hinzu, welche ich für relevanter halte als einzig und allein KH. Ich würde sogar eher noch puren Zucker essen bevor ich einen Löffel Distel- oder Sonnenblumenöl zu mir nehme.
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  #5278 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 21:01
 
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Auch wenn ich mich in letzer Zeit kaum mehr an der Diskussion beteiligt habe, möchte ich nur mal kurz anmerken, dass ich immer noch interessiert mitlese und ich das Niveau der Diskussion in der letzten Zeit als sehr anregend empfunden habe. Nachdem der Thread ja zwischenzeitlich fast gekidnappt wurde, kann man hier wieder echt was dazulernen.

@cartman

Ich habe gegen deine Idee nichts einzuwenden. Leider habe ich selbst nicht die Zeit, mich aktiv an einem solchen Projekt zu beteiligen. Du kannst gerne meine Beiträge für eine solche Zusammenstellung gebrauchen. Allerdings würde ich von gewissen Aussagen, die ich zu Beginn des Threads getroffen habe, heute Abstand nehmen. Wie du ja weisst, hat sich meine Meinung in einigen Punkten schon recht stark gewandelt. Ich verfolge heute eine Ernährungsphilosophie, die derjenigen von Low-Joe ziemlich nahe kommt.

Noch kurz eine Anmerkung zur Gefahr erhöhter Ferritinwerte durch hohen Konsum von rotem Fleisch: Ich denke, ähnlich wie Sven, dass man das durch regelmässiges Blutspenden gut kontrollieren kann. Ich selbst habe vor etwas mehr als einem Jahr meinen Ferritinspiegel überprüft. Mit 195mcg/l war er zwar noch locker im Normbereich, aber doch deutlich höher als der Durchschnitt meiner Altersgruppe und genügend hoch, um ein Risikofaktor für verschiedene chronische Krankheiten zu sein. Ich gehe deshalb seit einem Jahr etwa alle 3 Monate zur Blutspende. Bisher habe ich 4x Blut gespendet. Ich denke, dass ich vielleicht in einem halben Jahr meinen Ferritin wieder mal überprüfen lassen werde. Ich rechne damit, dass er schon deutlich runtergekommen ist. Laut den Erfahrungen von Michael Eades, die er in seinem Buch 'The Protein Power Lifeplan' beschreibt, sollte der Ferritinwert schon nach wenigen Blutspenden deutlich runterkommen.
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  #5279 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 21:19
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Die Sache mit dem Blutspenden ist mir schon bewusst, macht auch unheimlich viel Sinn. Gerade wenn man bedenkt, dass sich nach der Menopause die absoluten Zahlen hinsichtlich Herzinfarkte zwischen Frauen und Männern gehörig angleichen. Mein Problem ist leider nur, dass ich absolut kein Blut sehen kann. Selbst als ich eine zeit lang versuchte meinen Blutzuckerspiegel zu bestimmen ging das oftmals in die Hose. Beim Blutspenden bin ich schon einige Male umgekippt. Ich versuche es deshalb auf dem Wege einer möglichst geringen Zufuhr.

Ist für mich aber eigentlich keine große Einschränkung. Trotzdem Danke für Eure Hinweise (Sven & Paba).
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  #5280 (permalink)  
Alt 09.06.2009, 22:14
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Zitat:
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Für den "täglichen Gebrauch" empfinde ich übrigens einen höheren Nüchternblutzucker als angenehm. Früher gab es schonmal Fälle wo mir bei schnellem Aufstehen aus der Hocke mal leicht schwarz vor Augen wurde. Das kenne ich seit LC nicht mehr.

Interessant, dass du das erwähnst. Ich hatte es schon fast vergessen bzw. es ist mir gerade aufgefallen, dass ich das auch schon seit längerer Zeit nicht mehr hatte. Früher ist mir das nach längerem Hocken ziemlich oft beim Aufstehen passiert, teilweise sogar mit leichtem Schwindel.
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