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  #4961 (permalink)  
Alt 20.04.2009, 14:46
 
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Das kann man so nicht sagen, ich vertrage Bananen z.B. zur Zeit sehr schlecht. Problematisch ist, dass Bananen unreif geerntet werden und erst künstlich gereift.
Ich hab nicht nur mit der Bibel argumentiert, ich hab vorrangig geschrieben, dass tierische Kost seit je her für uns vorgesehen ist. Das mit der Bibel hab ich noch angehängt, wusste ja nicht wie du zur Bibel stehst.
Ich glaube kaum, dass es möglich ist v.a. die B-Vitamine aus rein pflanzlicher Kost zu erhalten. Es gibt auf jedenfall ein paar vegetarische LC-Ansätze, aber ich glaube kaum, dass das gut gehen kann.

Grüße
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  #4962 (permalink)  
Alt 20.04.2009, 17:17
 
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Sceptic, du hast Recht, laut Schaub sind Gemüse, Salat und Obst abends nicht empfehlenswert!

Soweit ich weiß, steigt der Blutzuckerspiegel gerade bei einer Mahlzeit mit vielen KH, bei einer Mahlzeit ohne KH steigt er dagegen nur geringfügig.

Beruht diese neue Ansicht denn alleine auf den konstanten Blutzuckerspiegel?

Bzgl. Ray Peat: Im Allgemeinen halte ich stärkereiche KH wie Reis, Kartoffeln für besser als Obst. Funktionieren diese positiven Effekte von KH + Eiweiss nur bei Zucker aus Früchten oder auch mit Stärke?

Viele Grüße
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  #4963 (permalink)  
Alt 20.04.2009, 18:16
 
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Zitat:
Zitat von Pazzle Beitrag anzeigen
Soweit ich weiß, steigt der Blutzuckerspiegel gerade bei einer Mahlzeit mit vielen KH, bei einer Mahlzeit ohne KH steigt er dagegen nur geringfügig.
Naja, dein Blutzuckerspiegel solte mehr oder weniger konstant bleiben, unabhängig davon, was du gerade isst. Auf nüchternen Magen nach 8 Stunden Fast kann aber auch Protein für einen kleinen Anstieg sorgen. Wenn sich allerdings große Ausschläge feststellen lassen, ist man eigentlich schon am besten Weg zum Diabetiker.

Das Verhältnis von Blutzucker zu Insulin zur Fettspeicherung ist sehr komplex, und wohl auch komplexer, als es Lowcarb-Autoren wie Taubes oder Groves oder Eades darstellen. Fructose etwa lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, löst aber eine starke Insulinausschüttung aus. Laut einer Studie führt ein Steak zu einem stärkeren Anstieg des Insulinspiegels als Pasta. Bei Mäusen änderte die Fütterung mit Zucker, in Abwesenheit von Fett, weder den Insulin- noch den Blutzuckerspiegel.

Wie Schwarzbein es im Detail rechtfertigt, warum man zu jeder Mahlzeit Protein, Stärke KH, Gemüse und Fett zu sich nehmen soll, kann ich hier posten, sobald ich es selber weiß. Ihr "Schwarzbein Principle II" sollte morgen per Post kommen.

Geändert von michikoilka (20.04.2009 um 18:21 Uhr)
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  #4964 (permalink)  
Alt 20.04.2009, 21:50
 
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Zitat:
Fructose etwa lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen, löst aber eine starke Insulinausschüttung aus
Überall liest man, dass Fructose/Fruchtzucker INSULIN-UNABHÄNGIG verstoffwechselt werden. Jetzt verstehe ich gar nichts mehr..!
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  #4965 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 07:35
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Schwarzbeins Ansatz ist hormonbasiert. Nach ihr sollten durch eine Mahlzeit insbesondere die "großen" Hormone Cortisol, Adrenalin und Insulin balanciert ausgestoßen werden. Im Gegensatz zu low-carb betont sie, daß durch zu wenig KH zu viel Cortisol ausgestoßen werden muß, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Das führt zu einem Ungleichgewicht der Kräfte und ist nach ihrer Meinung gesundheitlich kontraproduktiv.

Dem könnte man gegenüber halten, daß es gerade die massive Einnahme gesättigter Fette ist, die eine physiologische Insulin-Resistenz bewirkt, damit die wenigen KH, die über die Nahrung ins Blut gelangen, auch dort für die darauf angewiesenen Gewebe (Erythrozyten, zentrales Nervensystem) verbleiben und nicht sofort von Muskeln und Leber komplett absorbiert werden. Durch diese fett-induzierte Insulin Resistenz wird gewährleistet, daß es bei low-carb zu keinen Hypoglykämien kommt. Dadurch ist der Blutzucker bei einer high-fat Diät a la Kwasniewski paradoxerweise höher, aber auch stabiler als bei einer "normalen", kohlenhydratbasierten Ernährungsweise. JK erwähnt an mehreren Stellen, daß der Blutzucker bei OD zwischen 100 - 140 mg/dl liegt. Und das sei gut so! Ärzte, die dies als prädiabetischen Zustand deuten liegen falsch.
(eine typische Tagesmessung liegt bei mir um die 90 mg/dl und steigt postprandial selten über 110 mg/dl)

Mein eigener Nüchternblutzucker liegt morgendlich zwischen 85-95 mg/dl bei OD. Bevor ich Jod eingenommen hatte, stieg er kontinuierlich an und lag zuletzt zwischen 100-110 mg/dl. Ich war aber nicht beunruhigt, schließlich kannte ich JKs Beobachtungen und auch Peter hatte mehrfach die physiologischen Hintergründe dieses Anstiegs beleuchtet:
Hyperlipid: Physiological insulin resistance: Clarification of FBG

Aber interessanterweise hat - wie oben erwähnt - die Jodeinnahme eine Abnahme des Nüchternblutzuckerspiegels bewirkt. Vermutlich wirkt Jod auf die Insulinrezeptoren ein und bewirkt eine Sensibilisierung.
The Diabetes Iodine Link
__________________
http://lightinfusion.de

Geändert von braesikalla (21.04.2009 um 07:40 Uhr)
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  #4966 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 07:52
 
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Zitat:
Zitat von michikoilka Beitrag anzeigen
Naja, dein Blutzuckerspiegel solte mehr oder weniger konstant bleiben, unabhängig davon, was du gerade isst.
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber basiert das gesamte Konzept des Glykämischen Indexes nicht darauf, die veränderung des Blutzuckerspiegels quantitativ zu erfassen?
__________________
Nur fürs Protokoll: Nicht alle hier sind verrückt
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  #4967 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 08:58
 
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Zitat:
Zitat von anon Beitrag anzeigen
Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber basiert das gesamte Konzept des Glykämischen Indexes nicht darauf, die veränderung des Blutzuckerspiegels quantitativ zu erfassen?
Der Glykämische Index kommt aus der Diabetes Forschung. Meines Wissens haben laut den Messungen von Richard K. Bernstein - Wikipedia, the free encyclopedia völlig gesunde Menschen einen Blutzuckerspiegel von 85 mg/dl. Vor und nach dem Essen. Die mehr oder minder geringfügigen Abweichungen davon, die in vielen Studien immer wieder als "normal" präsentiert werden, rühren laut ihm daher, dass eine Menge Leute mit gestörter Glukosetoleranz unerkannt im Test-Pool waren.
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  #4968 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 13:02
 
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Zitat:
Zitat von Sceptic Beitrag anzeigen
Neu ist das Konzept der PUFA Reduktion nicht. Wenn man Low-Carb richtig anstellt, geht damit automatisch eine PUFA-Reduktion einher. Hier ist meines Erachtens ein wesentlicher Teil des Erfolgs begründet.


-------ich meine, für mich neu, sorry. hab längere zeit hier nicht mehr mitgelesen und war dann überrascht, dass der trend weg von low-carb ging, und es mehr um PUFA's weglassen ging...



Ganz grob, die günstigsten Lebensmittel:

- Fleisch: am besten Rind oder Lamm, mageres Geflügel mit entferntem Fett geht auch
- Milprodukte: Ghee, Butter, Creme fraiche, bei einer moderaten LC und Verträglichkeit empfehle ich noch Vollmilch (PUFA-Gehalt 1,3%)
- Reis, Kartoffeln, gekochtes Gemüse je nach Gusto
- Obst gar nicht oder nur sehr wenig
- Kokosöl je nach Bedarf
- Eier werden immer wieder propagiert. Mir haben Sie jedoch mittlerweile einen zu hohen PUFA-Gehalt. Versuchen kann man es jedoch einmal.

Achja, ganz ehrlich, das LC-Brot ist der reinste Mist. Nüsse sind absolut tabu (PUFA, schlechte Verdaubarkeit), genauso wie Soja (Antinährstoffe, Allergen) und Leinsamen (Ballaststoffe).


------ ich hab diese idee aufgegriffen, weil ich nach ca. 5 wochen lowcarb so sehr nach diesem "trockenen" gefühl von brot gelechzt habe. konnte einfach keine eier mehr zum frühstück essen, und schon gar keinen schinken oder fleisch.
leider gehöre ich zu den typischen "beilagenessern", konnte nie wurst ohne brot essen,...

wenn ich aber kartoffel und vor allem reis essen kann, gehts vielleicht.
es gibt wahrscheinlich auch brot-alternativen aus reis, die lowcarbler sind da sehr erfinderisch.

ich möchte wieder lowcarb vor allem wegen meiner ewigen blutzuckerschwankungen beginnen, sobald ich "normal" kh esse, habe ich dauernd hunger. das hat sich durch eine stärkereiche lowfat-diät nun leider noch verschlechtert.

vielen dank erstmal für die antworten,

lg lana
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  #4969 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 17:23
 
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Zitat:
Zitat von lanalana Beitrag anzeigen
------ ich hab diese idee aufgegriffen, weil ich nach ca. 5 wochen lowcarb so sehr nach diesem "trockenen" gefühl von brot gelechzt habe. konnte einfach keine eier mehr zum frühstück essen, und schon gar keinen schinken oder fleisch.
leider gehöre ich zu den typischen "beilagenessern", konnte nie wurst ohne brot essen,...

wenn ich aber kartoffel und vor allem reis essen kann, gehts vielleicht.
es gibt wahrscheinlich auch brot-alternativen aus reis, die lowcarbler sind da sehr erfinderisch.

ich möchte wieder lowcarb vor allem wegen meiner ewigen blutzuckerschwankungen beginnen, sobald ich "normal" kh esse, habe ich dauernd hunger. das hat sich durch eine stärkereiche lowfat-diät nun leider noch verschlechtert.

vielen dank erstmal für die antworten,

lg lana

lana, du musst vermutlich auf weniger verzichten als du denkst. Ich komme derzeit auf ~150-250g KHs am Tag und ~150-200g Fett + höchstens 100g Protein und es läuft echt gut. Eine typische LC ist das schon lang nicht mehr.

Gestern wollte ich z.B. meine Grenzen etwas ausloten und hab morgens 1l Vollmilch und abends nach reichlich Kartoffeln, etwas Hähnchen und Butter nocheinmal einen Liter nachgekippt. Nicht zu vergessen die rohen Karotten.

Ergebnis der Aktion: Natürlich war ich sehr satt, ohne merkliche Blutzuckerschwankungen. Die Verdauung hat keinen einzigen Laut von sich gegeben, kein Sodbrennen, nichts, obwohl ich kurz danach schlafen gegangen bin.

@braesikalla

Ich wollte dich noch fragen, was JK allgemein zum Salzkonsum sagt? (Menge, Art)

Geändert von Sceptic (21.04.2009 um 17:25 Uhr)
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  #4970 (permalink)  
Alt 21.04.2009, 18:43
 
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sceptic -

wie schaut es eigentlich aus mit käse?

und knäckebrot? (vielleicht als brotersatz, wenn ich kein reis-brot finde?)

und warum ist milch eigentlich nicht lowcarb-geeignet? wegen dem milchzucker, der einen insulinausstoß bewirken könnte? man könnte doch auch laktosefreie milch nehmen?

und joghurt? laktosefreier joghurt?

es scheinen viele die erfahrung zu machen, dass sie nach längerer zeit lowcarb wieder mehr kh zu sich nehmen können, ohne probleme zu bekommen. anscheinend gewöhnt sich der körper daran, effizient energie aus fett zu holen und die insulinproduktion reagiert nicht mehr so allergisch auf kh.

lg lana
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