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Lieber Low Joe...wenn ich mich in meinem letzten Posting im Ton vergriffen habe, tut es mir leid. Entschuldigung! Ich war genervt, weil ich auf ein Argument reagieren mußte, das ich nicht gemacht habe.
Ich glaube wir beide und Sceptic führen eine Phantomdiskussion. Wir meinen letztendlich das gleiche, reden aber einander vorbei. Nun ja, das sind die Tücken der Konversation. Ich versuche noch einmal die Fäden aufzugreifen und zusammenzuführen. Das Buch "Optimal Essen" war ursprünglich ein Leitfaden für Patienten, die von Kwasniewski in seiner eigenen Klinik behandelt wurden. Das Buch richtet sich also an ernährungsphysiologische Laien. Deshalb sah sich JK gezwungen, möglichst prägnant und griffig zu formulieren (sein Sohn nennt ihn "den Meister der Vereinfachung"). Das geht natürlich auf Kosten der Präzision. Ein Satz wie "Kohlenhydrate und Fette vertragen sich nicht" ist einfacher zu verstehen als "mehrfach ungesättigte Fettsäuren entfalten erst im Beisein von einer gewissen Menge an Kohlenhydraten ihr inflammatorisches Potential" - wie es meines Erachtens korrekt heißen müßte. Das ist die Kernaussage der Studie, die ich zitiert habe. Obwohl die high carb Gruppe nur ca. die Hälfte der PUFAs der high-fat-Gruppe konsumierte, waren ihre Entzündungsmarker höher. Heißt das, daß high-carb generell schlecht ist? Nein, Nein, Nein! Das habe ich auch nicht behauptet. Iß high-carb und reduziere die PUFAs auf ein Minimum und der Motor läuft wie geschmiert. Du erfährst es ja momentan an Dir selbst, daß dieses Konzept wunderbar funktioniert. Prima! Hast du schon einmal getestet, deinen Fettkonsum so weit zu drosseln (ca. 20% der Gesamtkalorien), daß deine tägliche PUFA-Einnahme <2g wird. Das scheint mir in etwa Peats Ansatz zu sein. Würde mich mal interessieren, was Erfahrungswerte mit diesem Ernährungsmodell sind. P.S. ich habe deine Äußerungen nie so aufgefaßt, daß du eine hohe PUFA-Einnahme befürwortest. P.P.S. "Optimal Essen" ist Basiswissen - das individuelle Feintuning der Diät erfolgt immer nach Lebensalter, Aktivitätsgrad, Erkrankung. Also 50g KH sind eine solide Grundlage, von dort kann es aber dann nach oben oder unten (selten) nach unten gehen (bei Carzinomen z.B.) P.P.P.S. ich habe auch noch einige Anmerkungen zur Muttermilch - verschiebe diese aber auf das Wochenende, wenn ich etwas mehr Zeit zum posten habe.
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Zitat:
Ob man wirklich aus dem Aussehen auf optimale Ernährung schließen kann, bleibt mal dahingestellt, hab da auch noch ein bisschen herumgeschaut und für mich sehen da komischeweise die Rohköstler sehr gesund aus: Wandmaker, Konz, Wolfe... Btw.: Versteht eigentlich jemand wieso Kwasniewski den Apfel so verteufelt? In Homo Optimus meint er, es wäre schon bei Adam und Eva die schlechteste Frucht, die Frucht der Sünde. Das kann der doch nicht ernst meinen. Auch ich merke, es klingt zwar komisch, aber habe es immer wieder probiert, nach dem Essen von einem Apfel so eine leichtes Krankheitsgefühl, so ein Ziehen, leichtes Benebeltsein. Komisch, vlt. die hohe Fructose? Grüße |
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Immer wenn JK ins Religiöse abdriftet, denke ich: Hmm, ob das viele Fett nicht vielleicht doch die Birne vernebelt.
Also: ein sehr guter Marker für das Risiko, einer cardiovaskulären Erkrankung zu erliegen, ist das Triglyzeride/HDL-Verhältnis. Alles was unter dem Faktor 2 liegt, wird mit einem geringen Risiko assoziert. Wenn man also - wie Kardiologen das häufig tun - seine Zahlen behandeln will, sollten die Trigs niedrig sein und das HDL hoch. Wie geht das: Triglyzeride hängen eng mit Fructose zusammen. Fructose wird in der Leber so schnell wie möglich in Fett umgewandelt, das anschließend als Trigs in der Blutbahn auftaucht. Ein schöner Weg, um sich die Trig/HDL Balance zu verhageln, ist der massive Konsum von Fructose. Die Amerikaner sind gut darin: alle soft drinks sind mit high-fructose-corn-sirup gesüßt. Diese trinkt man dann zum Hamburger und anschließend ist das Rindfleisch am Herzinfarkt schuld. So funktioniert moderne Ernährungswissenschaft! P.S. der beste Weg deine HDLs in die Höhe schießen zu lassen, ist die Einnahme von gesättigten Fetten P.P.S. ach ja, der Apfel. Er hat unter allen Früchten mit die schlechteste Fructose/Glucose Bilanz. Die arme Sau! Aber gelegentlich einen genossen, wird dich nicht umbringen. Aber zur Beichte mußt Du!
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http://lightinfusion.de Geändert von braesikalla (10.04.2009 um 19:39 Uhr) |
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Programm - ARTE
19:00 - Unser liebster Feind: Das Fett Ich wollte mal wissen, wer diesen Film noch verfolgt hat.
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- BPO > so gut wie abgeschafft - Sport seit Januar 09 > 3x wöchentlich Fitness - Gewicht bei 1,69 m > 69 kg (Februar 2011) |
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Wandmaker hat soweit ich weiß in seinen späteren Jahren an Eiweißmangel gelitten. Ob man Wolfe mit Ray Peat vergleichen kann ist ebenso fraglich. Peat ist immerhin doppelt so alt. Im Übrigen nehmen alle Genannten, durch ihre früchtebasierende Kost, wahrscheinlich sehr geringe Mengen an PUFAs auf. Und darum geht es uns ja. Ich würde gegen jeden wetten, der eine Low Carb Ernährung mit pflanzlichen Ölen und Nüssen etc. durchführen will (wie es im übrigen Nicolai Worm propagiert). |
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Interessant - wo ich mich gerade einlese - finde ich auch die Instincotherapie, klingt irgendwie logisch, dass im Kochtopf chemische Veränderungen auftreten, an die der Mensch nicht adaptiert ist, und auch, dass der Mensch einen Instinkt hat, der selbst steuert, was er benötigt, klingt plausibel. Hat sich von euch damit vlt. schon mal informiert und auseinandergesetzt? Grüße |
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Ich werde PUFAs noch mehr einschränken und das Eigelb weglassen. Mal sehen, ob sich weitere Verbesserungen feststellen lassen. Den größten nominalen PUFA-Gehalt hat bei mir noch Butter, die ich mal mehr durch Kokosfett ersetzen werde. Instinctotherapie ist eine weitere unhaltbare Theorie des Kinderschänders Guy-Claude Burger.. |
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Geändert von Low-Joe (11.04.2009 um 14:48 Uhr) |
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Seitdem ich Jod einnehme (25mg in Form von Lugolscher Lösung) brennt mein Stoffwechsel lichterloh. Meine morgendliche Körpertemperatur hat sich erhöht und die Frequenz des Stuhlgangs liegt mittlerweile bei 2 mal täglich. Es kommt mir vor, als hätte ich für mich das fehlende Stück in einem Puzzle gefunden. Ich warte förmlich auf einen Rückschlag, weil ich noch nicht glauben mag, daß man sich dauerhaft so gut fühlen kann. Ich spekuliere kurz ein wenig über die Gründe: Natürlich hat Jod Einfluß auf die Schilddrüse und auf alle anderen Körpergewebe - ich möchte aber darüberhinaus noch einmal auf die Affinität von Jod zur PUFAschen Doppelbindung hinweisen - vielleicht liegt hier ein weiterer mächtiger Wirkungsmechanismus verborgen. Gehen wir einmal davon aus, daß PUFAs aus zwei Gründen dauerhaft schlecht für den Organismus sind. Erstens aufgrund ihrer Instabilität durch Oxidation ihrer Doppelbindung. Die enstehenden Lipidperoxide scheinen eine Schlüsselrolle bei vielen Zivilisationskrankheiten zu spielen. Zweitens: wegen ihrer Rolle als Signalvermittler in der inflammatorischen Kaskade - Entzündungsprozesse können ausufernd reagieren. Jod - wenn in ausreichenden Mengen konsumiert - verbindet sich mit den instabilen Doppelbindungen der PUFAs und macht sie vielleicht somit unschädlicher, als wenn diese Doppelbindungen mit Sauerstoff gesättigt würden. Zudem könnte ich mir vorstellen, daß die jodinierten PUFAs nicht mehr als Signalträger zu inflammatorsichen Prozessen beitragen können. Wie gesagt - die Schlüsselwörter sind: "könnte ich mir vorstellen". Ich kann mir aber auch vorstellen, daß jodinierte PUFAs Entzündungsprozesse zu stark hemmen - wenn sie es überhaupt tun - und somit zur Krankheitsenstehung beitragen, weil die Immunantwort zu schwach wird. Spätestens wenn ich eine kürbisgroße Metastase im Bauchraum mein Eigen nenne, werde ich berichten.
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