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Zitat:
Ich habe das Gefühl durch die carnivore Ernährung in eine Schilddrüsenunterfunktion geraten zu sein. D.h. Lethargie, trockene Haut, Schwindel und auch schlechte Stimmung. Vermutlich sollte man es aber wie Matt Stone halten und wirklich viel fressen (einiges mehr als bei einer gemischten Ernährung), um diesen Zustand zu verhindern. Wenn das der Fall ist, muss ich folgende Frage stellen: Wieso sollte es dem (Steinzeit-)Menschen nutzen, wenn er essen muss ohne Ende, damit seine Körper-Selbstregulation nicht aus der Bahn geworfen wird? Wo besteht darin der Sinn - rein überlebenstechnisch? Ich denke die Vorteile der carnivoren Ernährung hängen einfach mit dem Verzicht auf die schon oft genannten Stoffe zusammen, seien es Amine, Ballaststoffe oder PUFAs. Kurz etwas zur SCD: Wievielen Leuten mit dieser Ernährung wirklich geholfen wurde, ist nirgenswo bewiesen. Da kann man genausogut den "Testimonials" der Optimalen Diät glauben schenken. Bei der SCD sind Ballaststoffe, Fruktose- und PUFA-reiche Lebensmittel erlaubt, sogar erwünscht, was in meinen Augen ein großer Fehler ist. Wenn die Bakterien im Darm ausgehungert werden sollen, muss man auch auf Ballaststoffe verzichten. Das ist wohl der Grund warum sich Erfolge bei einer carnivoren Ernährung sehr viel schneller einstellen als bei der SCD. Des Weiteren halt ich die Theorie für fraglich, dass komplexe Kohlenhydrate (egal ob Kartoffeln, Wurzelgemüse oder Getreide) nicht komplett verdaut werden können. Getreide ist problematisch, da stimm ich zu - Kartoffeln, Karotten etc. nein. |
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@Skeptic: Ich denke schon das ein gesunder erwachsener Mensch rein carnivor leben kann. Das Problem ist eben das wahrscheinlich niemand in völlig gesundem Zustand diese Ernährung beginnt, sondern weil die meisten nur deshalb sich carnivor ernähren möchten weil sie schon vorher krank sind. Das man durch eine carnivore Ernährung in eine Schilddrüsenunterfunktion rutscht ist auch nicht bewiesen, wie Matt Stone ja selbst erörtert hat. Menschen mit Stoffwechselproblemen haben z.b. eh schon Probleme aus Protein Glucose herzustellen, weshalb diese sich dann zwangsläufig niemals gut fühlen werden, wenn sie sich carnivor ernähren. Die meisten Menschen in unseren Breitengraden ernähren sich ja High Carb und trotzdem leiden sehr viele unter Schilddrüsenproblemen und vielen anderen Krankheiten. Ich möchte jetzt nicht sagen das du in irgendeiner Weise krank bist, allerdings ist es meistens so das nur kranke Menschen Low Carb machen bzw carnivor. Wenn jemand sich in den ersten Wochen carnivorer Ernährung schlecht fühlt muss das auch nicht auf die Schilddrüse bzw den Stoffwechsel geschoben werden. Genausogut kann dieses Phänomen auch durch absterbende Bakterien entstehen.
100-150g Protein zu essen ist dank Metzgereien, etc. eigentlich kein Problem. Um in der freien Wildbahn an diese Menge Fleisch zu kommen muss man schon eine gute Jägergruppe sein und man braucht vermutlich große Tiere wie Mammuts um genügend Fleisch zu jagen. Wie lange hast du denn carnivor getestet? Die ersten paar Wochen sind meistens ziemlich hart, je nach körperlichem Zustand. Matt Stone ist offenbar in einem gesunden Zustand gewesen als er angefangen hat sich carnivor zu ernähren, weshalb seine "Nebenwirkungen" relativ harmlos sind.
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"Du musst nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit dem Kopfe essen, damit dich nicht die Naschhaftigkeit des Mundes zugrunde richtet." (Friedrich Nietzsche) Geändert von schandmaul (14.12.2008 um 17:29 Uhr) |
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Hallo,
als Mitleser dieses Fadens bin ich auf die Möglichkeit einer Null-Kohlenhydrate-Diät aufmerksam geworden und praktiziere diese nun seit etwa 8 Wochen. Da diese hier wieder Thema ist, will ich kurz meine Erfahrung damit mitteilen. Es zeigten sich bei mir sehr schnell Vorzeichen von Skorbut wie Mandelentzündung (unüblich bei mir) die auf Schwächung des Immunsystems zurückzuführen ist, schlechte Wundheilung, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, leichte Gelenkschmerzen). Durch Vitamin-C-Pulver besserte sich das Problem schlagartig, womit die Zuordnung der Symptome sehr eindeutig ist. Auch im amerikanischen Zero-Carb-Forum berichten viele, dass ihnen Vitamin C hilft. Fleisch und Eier aß ich meist nur schwach gekocht und manchmal auch roh, aber ausreichend Vitamin C erhielt ich daraus nicht. Lag aber vielleicht auch daran, dass ich überwiegend Hackfleisch nahm. Seit der Vitamin-C-Ergänzung war mein Wohlbefinden wieder gut. Hierbei stellte ich fest, je weniger Eiweiß man zu sich nimmt, desto besser geht es mir. Mittlerweile habe ich die tägliche Aufnahme auf gut 70g abgesenkt. Dennoch stelle ich mittlerweile auch eine schleichende Verschlechterung von Symptomen fest, die auf Schilddrüsenunterfunktion hindeuten wie Frieren, Müdigkeit, Schwindel, schlechtes Nägelwachstum. Woran könnte das liegen? Ich werde es demnächst mit Kombualgen probieren, die extrem jodhaltig sind. Damit könnte ich die Schilddrüse wieder auf Trab bringen und wenn sich dann die Symptome bessern, sollten sie auch eindeutig darauf zurückzuführen sein. So könnte man sich auch das notwendige Vitamin C zurückführen. Schließlich essen auch die Inuit geringe Mengen Seetang u.ä.. Eine wirklich 100% Ernährung aus tierischen Lebensmitteln betreibt kein Volk (sondern „nur“ 90-95%ige). Mal schauen wie es sich dann die Sache weiterentwickelt, die Kohlenhydrataufnahme wird damit ja weiter bei höchstens 10g täglich liegen. Die positiven Auswirkungen des radikalen Kohlenhydratentzugs will ich nämlich nicht vermissen die da bei mir wären: Kein Heißhunger mehr (eine Mahlzeit täglich genügt), bessere Konzentrationsfähigkeit (bei mir generell ein großes Problem), weniger Stimmungsschwankungen und auch verbesserter Hautzustand (liegt aber wohl v.a. an PUFA-Reduktion). |
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Es stimmt zwar, dass die meisten Eskimostämme im Sommer geringe Mengen pflanzliche Nahrung, wie z.B. Beeren in ihre Ernährung einbauten. Stefansson schreibt aber in seinem Buch "The Fat of the Land", dass es durchaus einzelne sehr nördlich lebende Eskimostämme gegeben habe, die selbst im Sommer 100% carnivor lebten.
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Als ich 3 Tage lang Mohnnudeln mit ganz viel Staubzucker aß, hatte ich eine super Verdauung und 1a Stuhlgang! Mir bekommen Mohnnudeln mit Zucker sehr gut, obwohl ich pro Tag sicher 300 g KH aufgenommen habe.
Wenn ich Fleisch zusammen mit Obst esse, bekomme ich Durchfall! Wem geht es ähnlich? |
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Vielleicht ist es so das in unseren Breitengraden eine rein carnivore Ernährung etwas komplziierter ist. Die Eskimos leben (bzw früher) in relativ steriler Umgebung wo kaum Seuchen und Krankheiten durch Bakterien und Viren vorkommen, da die niedrigen Temperaturen ein Vermehren vieler Bakterien und Viren verhindern, deshalb ist der Vitamin C Bedarf nicht vorhanden. Ich habe mal einen Bericht gesehen wo ein Forscher um 1920 2 Eskimos zu Forschungszwecken mit in die USA genommen hat. Die Eskimos haben alle möglichen Krankheiten bekommen und sind, so glaube ich mich zu erinnern, auch daran gestorben. Ob es nun an der veränderten Nahrung lag oder am nicht angepassten Immunsystem ist natürlich fraglich.
@Wilhelm: Es kann auch sein das du gewisse Krankheiten bereits hattest, bevor du die carnivore Ernährung begonnen hast. Durch den Wegfall von deinen Vitamin C Lieferanten konnte dein Immunsystem nun nicht mehr gegen die Erreger ankämpfen. Nur ein Gedanke.
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"Du musst nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit dem Kopfe essen, damit dich nicht die Naschhaftigkeit des Mundes zugrunde richtet." (Friedrich Nietzsche) |
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@ Wilhelm
Um deine Schilddrüse wieder auf Trab zu bringen, würde ich dir eher empfehlen, versuchsweise mal drei Mahlzeiten pro Tag (und vielleicht auch ein wenig Kohlenhydrate) zu dir zu nehmen. Die Kombualgen sind zwar extrem reich an Jod - aber leider auch an Kadmium und Arsen und enthalten darüber hinaus auch natürliche Glutaminsäure. Langfristig könnten die dir mehr schaden als nutzen. |
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Zitat:
Um meine carnivore Zeit objektiv beurteilen zu können, muss ich das Ganze mal ohne Jod versuchen, weil es beträchtliche Nebenwirkungen (Entgiftungserscheinungen) haben kann. Das nächste Mal werde ich, wie Matt, essen ohne Ende, um meinen Körper auf Hochtouren zu bringen. Uneinig bin ich mir, ob Gluconeogenese wirklich als Stress für den Körper empfunden wird oder eigentlich ein wünschenswerter Zustand ist. Wie ernährst du dich momentan, Schandmaul? |
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Also die KH-Diät scheint bei mir super zu wirken, es dauert jetzt zwar schon 2 Monate, aber die Haut wird immer besser, einfach super. Leider wird es noch dauern bis alle Unterlagerungen weg sind, aber da muss man durch mit viel Geduld.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich inszwischen eher bei LOGI gelandet bin. Das viele Gemüse scheint mir sehr gut zu tun. (Worm beschreibt ja auch, dass Gemüse die meisten Nährstoffe enthält, während Getreideprodukte beinahe nährstoffslos sind) Was ich noch wichtig finde, ist, dass man sich nicht so vollstopft, wie ich es am Anfang tat. Durch meine vorherige Kohlenhydratmast war ich es gewohnt erst mit vollem Sättigungsgefühl das Essen zu beenden. Bei low carb Ernährung war aber dieser Sättigungspunkt viel zu weit hinten, und mein Körper musste all den Überschuss wieder ausscheiden. Ich denke so wie Worm es beschreibt ist es korrekt. Wenn man kein Hunger verspürt keineswegs essen, und beim Essen wenn man merkt, dass man nicht mehr essen müsste, dann das Essen beenden, auch wenn man noch was auf dem Teller hat. Man kann ja immer noch weiteressen wenn man wieder Hunger verspürt. Vielen Dank an das Forum und die vielen zahlreichen Tipps! Grüße |
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