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  #341 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 00:29
 
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ich mach jetzt seid 5 wochen LC... und seid 11 Tagen kein neuer Pickel mehr... *glücklich sei*.
Davor hatte ich... ca. 2 Monate "halbe LC" gemacht... hat nur sehr wenig gebracht.
Und mit LC wurde es halt immer weniger, aber gestoppt mit schüben hats erst nach einigen Wochen.
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  #342 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 12:15
 
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Das Low-Carb Funktioniert heißt aber nicht gleich das es auch an den wenigen Kohlenhydrahten liegt die eingenommen werden. Da gibts noch übelst viele andere Faktoren. Immer diese Scheisse hier es liegt an den Kohlenhydrahten und so viele glauben es schon.
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  #343 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 13:12
 
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Zitat:
Zitat von SpatzusNamensHonk
Das Low-Carb Funktioniert heißt aber nicht gleich das es auch an den wenigen Kohlenhydrahten liegt die eingenommen werden. Da gibts noch übelst viele andere Faktoren. Immer diese Scheisse hier es liegt an den Kohlenhydrahten und so viele glauben es schon.

Du hast natürlich recht. Wenn die Low-Carb-Diät funktioniert, muss es nicht zwingend an den Kohlenhydraten gelegen haben. Alternative Gründe, warum die Low-Carb-Diät funktoniert, wären z.B.:

1. Man hatte einen Candida-Pilz, der durch die Low-Carb-Diät ausgehungert wurde.
2. Man hatte eine Allergie auf ein Nahrungsmittel, das bei der Low-Carb-Diät nicht erlaubt war (z.B. Getreide, Hülsenfrüchte etc.).
3. Durch die Low-Carb-Diät fand eine bessere Versorgung mit bestimmten Nährstoffen statt (fettlösliche Vitamine A und D, bestimmte Mineralien wie z.B. Zink und Eisen sowie schwefelreiche Aminosäuren Taurin und Cystein)
4. Durch die Low-Carb-Diät fallen proinflammatorische und den Darm irritierende Lectine weg.

Alle diese Faktoren mögen eine gewisse Rolle spielen. Den Hauptgrund, warum eine Low-Carb-Diät funktioniert, sehe ich aber immer noch in dem Einfluss der Kohlenhydrate auf die Hormone (siehe Studie von Cordain, die ich früher in diesem Thread übersetzt habe). Eine hohe glykämische Last führt zu einer Erhöhung von IGF-1, was ein starkes Wachstumshormon ist und die Verhornungsstörung fördert. IGF-1 erhöht auch den Spiegel von ungebundenem Testosteron, was wiederum zur Verhornungsstörung und zu einer höheren Talgproduktion beiträgt.
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  #344 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 14:19
 
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Durch LC werden dann eben viele schlechte Faktoren ausgeschlossen, so dass man eine höhere Chance hat auf Erfolg. Ich könnte auch genauso nur mal auf Brot verzichten, dann das andere mal, etc... das dauert aber verdammt lange und darauf hat man allgemein kein bock. man muss sich halt entscheiden ob es sich lohnt auf soviel "leckeres" essen zu verzichten.
Ausserdem fand ich die Idee gut dass auch mal fett nicht die schuld an sowas hat(ok haben auch nicht viele behauptet).
Auch isst man durch LC viel gesünder, kein fastfood, zuckerzeugs und so was. Das kann man auch mit ner "normalen" ernährungsumstellung/diät, aber bei den meisten üblichen diäten soll man ja auch wenig fett essen.
Hat sich halt gut angehört, eine Möglichkeit, die Akne verbessert, wobei man sich immernoch "vollfressen" kann . Ich hab vorher erfolglos nur Medikamente und sowas probiert, und war ziemlich enttäuscht nach den vielen eigentlich guten Posts aus diesem Forum.
Schreibe bis Mai abitur, danach werd ich mal nacheinander versuchen die Nahrung, die man bei LC nicht darf, auszuprobieren wie es sich auf meine Haut auswirkt.

cya!

PS: hab die letzten Tage zuviele Süßigkeiten gegessen... hab schon mieses gewissen... hoffentlich bekomme ich in den nächsten tagen keine neuen pickel
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  #345 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 14:29
 
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Mal so ne Zwischenfrage: paba, Du machst das ja nun seit gut 2 Monaten, gell? Gibt es bei Dir denn jetzt mittlerweile irgendwelche positiven Effekte, die Du vorher noch nicht hattest? Ganz pickelfrei bist Du immer noch nicht, oder? Soll jetzt übrigens kein Angriff sein, ich frag nur aus Interesse.
__________________
ICH BIN ZU BLÖD, UM MIT DEM RAUCHEN AUFZUHÖREN

"Die Welt ist eine Bühne.
Nur...
Das Stück ist schlecht besetzt"
(Oscar Wilde)
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  #346 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 15:00
 
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Zitat:
Zitat von justfun
Mal so ne Zwischenfrage: paba, Du machst das ja nun seit gut 2 Monaten, gell? Gibt es bei Dir denn jetzt mittlerweile irgendwelche positiven Effekte, die Du vorher noch nicht hattest? Ganz pickelfrei bist Du immer noch nicht, oder? Soll jetzt übrigens kein Angriff sein, ich frag nur aus Interesse.
ganz pickelfrei bin ich nicht, aber meine haut ist schon eindeutig - wenn auch langsam - besser geworden. ich fühle mich aber auch sonst mit der low-carb-diät ausgesprochen gut. positive wirkungen, die ich bisher festgestellt habe:

1. habe irgendwie einen klareren kopf bekommen. ich hatte während der ganzen zeit kein brain fog-syndrom mehr.

2. obwohl ich zwar immer noch mühe habe durchzuschlafen, bilde ich mir ein, dass ich besser und tiefer schlafe als vorher.

3. ekzeme an den händen sind alle verschwunden. ein ekzem auf der stirn hält sich leider noch hartnäckig.

4. ich fühle mich entspannter und ruhiger. dieser effekt spüre ich ganz deutlich! die ganze musuklatur ist irgendwie entspannter.

5. mein stuhl ist jetzt wohlgeformt. früher war er oft lose und ungeformt.

6. keine rückenschmerzen mehr nach langem liegen, wobei dies schon mit der glutenfreien diät verschwunden war.

7. ich kann längere zeit ohne essen sein. früher hatte ich kurze zeit nach dem essen schon wieder hunger, was wohl an einer hypoglykämie lag. diese hat sich definitv ein wenig gebessert.

8. ich fühle mich kräftiger

9. die haut ist nicht mehr so trocken und schuppig wie früher (liegt wohl an dem ganzen fett, das ich esse). ich bilde mir auch ein, dass die haut am ganzen körper weicher und "samtiger" geworden ist.

10. eine warze auf meinem ellenbogen, die ich 5 jahre lang hatte, ist während der low-carb-diät plötzlich komplett verschwunden.


nebenwirkungen, die ich vorübergehend hatte, mittlerweile aber komplett verschwunden sind:

schlappheit und verstopfung.
die verstopfung konnte ich mit bittersalz kurieren. seit ein paar tagen habe ich aufgehört bittersalz zu nehmen. bisher habe ich keine verstopfungsprobleme mehr bekommen. ich habe seit ein paar tagen auch mal versuchsweise mein medikament gegen haarausfall (finasterid) abesetzt. ich verspreche mir dadurch einen zusätzlichen nutzen für die haut. hoffentlich fallen mir die haare jetzt nicht büschelweise aus :wink:
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  #347 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 15:29
 
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Es ist lustig: Früher hatte ich auch oft unter dem Brain-Fog-Syndrom zu leiden. Manchmal getraute ich mich gar nicht mehr zu sprechen, weil ich mitten im Satz den Faden verlor. Mir ist sogar schon passiert, dass ich mit dem Bus zu weit gefahren bin, weil ich an der rechten Haltestelle nicht realisiert hatte, dass ich raus muss, oder dass ich mit dem Auto fast nach Aarau gefahren bin, wo ich doch eigentlich nach Lenzburg gemusst hätte. :wink: In letzter Zeit sind mir solche Sachen aber auch nicht mehr passiert. Liegt es vielleicht am Hochglykämischen?
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  #348 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 15:47
 
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Hinter einem "Brain Fog Syndrom" können ganz viele verschiedene Ursachen stecken. Die Low-Carb-Diät wirkt gegen eine ganze Reihe davon.

1. Hypoglykämie (Unterzuckerung).
2. Candida-Pilz-Infektion
3. Nahrungsmittelsensitivitäten
4. chronische Erschöpfung (durch Infektionen, Schadstoffe, Mineralienungleichgewichte usw.)
5. Nahrungsmittelunverträglichkeit (Weizen- und Kuhmilchallergie sind am häufigsten)
6. Mineralienungleichgewichte (zu viel oder unverfügbares Kupfer durch erschöpfte Adrenlindrüsen ist häufig).
7. "vergiftete" Leber, Nieren oder Darm
8. eine Sauerstoffunterversorgung des Gehirns
9. schlechte Stellung der Wirbelsäule
10. Medikamente

vertiefte Informationen für Interessierte:
http://www.drlwilson.com/articles/brain_fog.htm
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  #349 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 15:53
 
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kannst du das mit dem Bittersalz ein bisschen ausführen?
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  #350 (permalink)  
Alt 25.03.2005, 16:02
 
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Zitat:
Zitat von King Arthur
kannst du das mit dem Bittersalz ein bisschen ausführen?
Hier mal ein Auszug aus dem Buch "Ernährung+Verdaung=Gesundheit" von Stefan Schaub. Ich habe diesen Abschnitt gerade im Low-Carb-Forum entdeckt, so musste ich ihn nicht extra abtippen.


Zitat:

Die Verdauungsorgane und ihre Pflege

Das Wurzelsystem des Menschen
Der Verdauungsapparat ist das Wurzelsystem des Menschen — der Inhalt der Verdauungswege ist das Erdreich des Organismus. Im oberen Teil des Verdauungstraktes (Mund, Magen, Dünndarm) wird die Nahrung von den Verdauungssäften zerlegt und in eine für den Organismus aufnehmbare Form umgebaut. Dieser Speisebrei bildet den Nährboden für alle Organe, Gewebe und Säfte; aus ihm werden die Körperzellen aufgebaut und erneuert. Aus ihm bezieht der Körper auch seine Energie und seine Betriebsstoffe sowie die Grundstoffe für die Produktion von Verdauungsfermenten und Hormonen. Im unteren Teil des Verdauungskanals (Dickdarm) sammeln sich die unverdaulichen Nahrungsbestandteile zur Ausscheidung.

Voraussetzung für einen optimalen Gesundheitszustand sind gesunde, leistungsfähige Verdauungsorgane. Der Mensch kann nur gesund bleiben oder werden, wenn er seinem Körper die richtigen Speisen und Getränke zuführt und diese auch ordnungsgemäss verdaut werden. Deshalb sollten die Nahrungsaufnahme und die Speisekombination auf das Leistungsvermögen des Verdauungsapparates abgestimmt sein.

Lässt das Befinden oder Aussehen zu wünschen übrig, dann sind der Verdauungsapparat und sein Inhalt nicht in Ordnung. Um eine Verbesserung zu erreichen, empfiehlt sich neben einer verdauungsgerechten Ernährung zu Beginn auch eine Reinigung der Verdauungswege. Besonders am Anfang der Kostumstellung ist dies hilfreich und wird von vielen als Wohltat empfunden.


Die Reinigung der Verdauungswege
Zu diesem Zweck trinkt man beim Aufstehen ein grosses Glas Wasser (nach Belieben temperiert). Wenn das Trinkwasser wenig geniessbar ist, kann man kohlensäurefreies Mineralwasser nehmen. Bei der Wahl des Mineralwassers empfehlen wir, die verschiedenen Sorten selber auszuprobieren. Man wählt jenes, das einem geschmacklich zusagt und mit dem man sich auch wirklich wohl fühlt. Mineralwässer mit einem niedrigen Mineraliengehalt sind zu bevorzugen.


Die Bitterwasser-Trinkkur
Bei Stuhlgangschwierigkeiten kommt die Bitterwasser-Trinkkur zur Anwendung. Angezeigt ist sie bei Verstopfung, bei Durchfall, wenn der Stuhl den Darm ungeformt verlässt, wenn häufig Blähungen auftreten und übelriechende Winde abgehen sowie wenn öfters Stuhldrang, Juckreiz oder ein brennendes Gefühl am Darmausgang wahrgenommen wird.

Durch die Umstellung auf die kohlenhydrat- und säurearme Ernährung kann mitunter am Anfang Verstopfung auftreten; denn diese Kost enthält nur wenig Ballaststoffe. Auch sind die Nahrungsmittel so ausgewählt und die Mahlzeiten so zusammengestellt, dass keine saure Darmgärung entsteht. Die Ernährungswissenschaft hält zwar Speisen und Getränke, die auf den Stuhlgang anregend wirken, für gesundheitlich wertvoll; in Wirklichkeit aber können sie den Darm schädigen. Ballaststoffreiche Nahrung (Roh- und Vollwertkost) ist schwer verdaulich, und die groben, harten, kantigen Bestandteile von Kernchen, Körnchen, Schalen, Splittern, Fasern, Kleie usw. können die empfindlichen Schleimhäute der Verdauungswege reizen. Grössere Mengen Obst, saure Früchte, Beeren, Obst- und Gemüsesäfte, Sauermilchprodukte, Kompotte und mit Zucker (auch Rohzucker), Honig, Obstkonzentrat oder anderen Süßstoffen auf-bereitete Speisen und Getränke verursachen Gärungszustände. Der Darm bemüht sich dann, diesen für ihn unangenehmen und schädlichen Inhalt möglichst rasch wieder auszuscheiden. Dadurch kann es zu mehreren (meist ungeformten) Darmentleerungen am Tag kommen. Dies wird als positiv gewertet, denn kaum jemand ahnt, dass der Körper mit solchen scheinbar harmlosen stuhlgangfördernden Produkten übersäuert wird.

Um eine wirkliche Verbesserung des Gesamtbefindens zu erreichen, sollte der Verdauungsapparat schonend gesäubert werden. Aggressiv wirkende, die Darmschleimhaut reizende Nahrungs- oder Abführmittel sind zu meiden. Der Verdauungsspezialist Dr. med. Franz Xaver Mayr gab seinen Patienten jeweils in Wasser aufgelöstes Bittersalz. Es findet von Alters her Verwendung in der Darmreinigung und hat sich bestens bewährt. An den etwas herb-bitteren Geschmacks kann man sich gewöhnen. Es soll auch nur vorübergehend oder in Ausnahmefällen angewendet werden.

Wer die Bittersalzkur nicht unter Aufsicht durchführt, nimmt das Bitterwasser jeden zweiten Tag am Morgen gleich nach dem Aufstehen, mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück. Bei hartnäckiger Verstopfung kann man es während 3 bis 4 Wochen täglich einnehmen:


Einen Teelöffel Bittersalz in wenig heissem Wasser auflösen, 2 dl kaltes Wasser dazugeben und rasch trinken. Die angegebene Wassermenge sollte eingehalten werden; vom Salz kann man je nach Stuhlgang schwierigkeiten einen Teelöffel mehr oder weniger gehäuft nehmen. Kleinere Kinder weigern sich, das nicht sehr gut schmeckende Bitterwasser zu trinken. Sollten sie unter Verstopfung leiden, genügt es, wenn sie morgens nach dem Aufstehen und ca. 10 Minuten vor den Hauptmahlzeiten gewöhnliches Wasser trinken. Bei hartnäckiger Verstopfung kann ein Einlauf vorgenommen werden.

Nach der Einnahme des Bitterwassers erfolgt die Entleerung normalerweise kurz nach der nächsten Mahlzeit. Danach ist die Angelegenheit meist erledigt, weitere Ausscheidungen über den Tag kommen selten vor. Es ist jedoch wichtig, dass nach dem Essen genügend Zeit für den Aufenthalt am stillen Örtchen bleibt. Wird das Entleerungsbedürfnis unterdrückt, dann funktioniert es den ganzen Tag nicht mehr und man fühlt sich nicht wohl. Wenn am Morgen nach dem Frühstück zu wenig Zeit ist, kann man das Bitterwasser allenfalls eine halbe Stunde vor dem Abendessen einnehmen. Der Magen muss jedoch leer sein, zuvor darf während mindestens 4 Stunden nichts gegessen werden. Getränke können Sie zu sich nehmen. Der zeitliche Abstand zwischen den Mahlzeiten ist über Nacht länger, deshalb ist die Anwendung am Morgen nach Möglichkeit vorzuziehen. Am Anfang der Bitterwasserkur nehmen die Darmentleerungen bisweilen eine dünne bis wässerige Form an und riechen mitunter sehr unangenehm, denn oft werden auch alte Kotrückstände ausgeschwemmt. Sehr zu empfehlen ist während der Kur die Anwendung der Bauchkompresse.

Untergewichtige und geschwächte Menschen sollten die Bitterwasserkur unter Kontrolle durchführen. Durch Unkenntnis oder Unachtsamkeit können nämlich Kost- und Verhaltensfehler vorkommen, die zu einem weiteren Gewichtsverlust führen, ohne dass sich der Zustand der Verdauungsorgane verbessert. Gerade das darf nicht sein, denn der ganze Organismus kann nicht gesunden, wenn die Wurzeln krank bleiben. In solchen Fällen kann man sich an uns wenden.



Die ideale Entschlackungskur
Die Bitterwasserkur ist — zusammen mit der kohlenhydrat- und säure armen Ernährung — ein vorzügliches Mittel zur allgemeinen Entschlackung
und zur Verbesserung des Befindens und Aussehens. Zu diesem Zweck führt man die Kur während 2 bis 4 Monaten wie vorgängig beschrieben durch. Der Tagesrhythmus sollte dabei dem Erfolg zuliebe nach Möglichkeit durch kleine Ruhe- und Erholungspausen und Aufenthalt an der frischen Luft unterbrochen werden. Übermüdung ist tunlichst zu vermeiden.

Für die Entschlackungskur wird das Bitterwasser während 4 bis 6 Wochen morgens nüchtern (ev. vor dem Abendessen, siehe oben) getrunken; bei Verstopfung am Anfang täglich. Wenn sich allfällige Unpässlichkeiten weitgehend gegeben haben und das Allgemeinbefinden sich zufriedenstellend gebessert hat, baut man die Trinkkur schrittweise ab. Man nimmt das Bitterwasser dann etwa 3 bis 6 Wochen lang zweimal, später noch einmal pro Woche; an den übrigen Tagen das übliche Glas Wasser. Bei richtiger Verhaltensweise normalisiert sich die Darmtätigkeit durch die Kur meist so weit, dass das Bitterwasser in der Folge nicht mehr erforderlich ist. Das morgendliche Wassertrinken ist weiterhin ratsam. Um den erreichten Zustand und das Wohlbefinden zu erhalten, muss die kohlenhydrat- und säurearme Kost beibehalten werden.


Massnahmen bei hartnäckiger Verstopfung
Viele Menschen leiden unter starker Verstopfung. Ein Grund dafür ist der Konsum von Kleisternahrung in Form von Zucker, Süsswaren und Weissmehlprodukten. Auch industrielle Gewürzmischungen und damit gewürzte Produkte (Fleischwaren usw.) können Stuhlgangprobleme verursachen. Medikamente wie Eisenpräparate, Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Psychopharmaka sind ein weiterer Grund für massive Verstopfung. In solchen Fällen reicht das Bitterwasser mitunter nicht aus, um die Darmtätigkeit zu regulieren. Da ist der Einlauf eine weitere mögliche Hilfsmassnahme.


Der Einlauf
Mit einem Einlauf wird der ca. 11/2 m lange Dickdarm, oder zumindest ein Teil davon, gereinigt. Man kann ihn jederzeit, also vor oder nach einer Mahlzeit anwenden. Die Handhabung ist einfach, Erwachsene können ihn ohne fremde Hilfe sitzend auf dem WC vornehmen. Bei Kindern und geschwächten Patienten kann er liegend appliziert werden. (Eine genaue Beschreibung für den Hausgebrauch wie auch das erforderliche Gerät ist im Schaub Institut erhältlich).


Bittersalz und Einlauf im Krankheitsfall
Bittersatz gehört in jede Haus- und Reiseapotheke, auch ohne Einlauf-gerät sollte man nicht auf Reisen gehen. Die meisten gesundheitlichen Störungen, kleine Unpässlichkeiten des Alltags (Kopfschmerzen usw.) und fieberhafte Erkrankungen können nur bei einem schlechten Darm-Milieu entstehen. Eine akute Verschlechterung von Krankheitszuständen im ganzen Körper (Schmerzschübe usw.) wird meist durch Zersetzungsvorgänge in den Verdauungswegen ausgelöst oder zumindest verschlimmert.

Die Richtigkeit dieser Behauptung kann jeder Mensch an sich selber erfahren. Man muss in solchen Fällen nur Bitterwasser nach Vorschrift nehmen — am Anfang täglich. Wenn diese Massnahme allein nicht zu einer gründlichen Darmentleerung führt, ist zusätzlich ein Einlauf zu empfehlen. Auf diese Weise verschwinden die Beschwerden meist sehr schnell. Das Fieber sinkt in wenigen Stunden beträchtlich, ohne dass Fieberzäpfchen oder Medikamente eingesetzt werden müssen. Bei hart näckigen gesundheitlichen Schwierigkeiten wiederholt man die Prozedur einige Tage hintereinander, bei hohem Fieber auch zweimal am gleichen Tag. Erkältungskrankheiten, Husten, Grippe und ähnliche Erkrankungen können so in drei bis vier Tagen kuriert werden. Dabei fühlt man sich nach der Genesung ausserordentlich wohl, nicht erschlagen wie nach einer medikamentösen Behandlung. Sehr leicht und mit wenig Beschwerden verlaufen auch Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Windpocken oder Mittelohrentzündungen.

Ebenso gut, wenn auch nicht immer ganz so schnell, sprechen zahlreiche andere Leiden auf dieses Vorgehen an, zum Beispiel alle Arten von Rheuma, Ischias, Hexenschuss, Nervenentzündungen, Nieren-! Blasen-Entzündungen usw., überhaupt alle Entzündungen im Körper, desgleichen Allergien, Ekzeme, Asthma und vielfach sogar Herz- und Kreislaufbeschwerden. Dabei müssen jedoch die Ernährungsanweisungen nach den besprochenen Richtlinien konsequent eingehalten werden. Jeder Ernährungsfehler kann sich schon nach einigen Stunden, spätesten in der folgenden Nacht, in Form einer Verschlechterung des Zustandes mit verstärkten Schmerzen an den kranken Körperstellen bemerkbar machen.
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