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  #301 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 20:24
 
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http://www.eufic.org/de/food/pag/food37/food372.htm

Nunja also ich denke mal, wenn ich das so interpretiere, sind die Ursachen vom Syndrom X nicht die Kohlenhydrate, sondern Übergewicht und mangelnde Bewegung.

Zitat:
Was verursacht Insulinresistenz? Die Antwort liegt noch immer im Dunkeln, aber es wird geschätzt, dass Insulinresistenz in ungefähr der Hälfte aller Fälle mit genetischer Veranlagung zusammenhängt. Allerdings wird Insulinresistenz auch durch solche Faktoren verursacht, die wir beeinflussen können: Körpergewicht (insbesondere Körperfett am Bauch) und Fitness-Grad.
Zitat:
Körperliche Betätigung ist sehr wichtig, weil die Muskelmasse den größten Gewebeanteil im Körper stellt — 30 bis 40 Prozent des Körpers bestehen aus Muskeln – und sie der Hauptverbraucher von Glukose ist. Ein inaktiver Muskel ist nicht so empfindlich gegenüber Insulin.
Ich möchte man noch anfügen, optimales Muskelwachstum erhält man durch Kraftsport und die Veränderung der Muskeln beim Ausdauersport sind marginal. Ausserdem nimmt der Muskel die Glucose auf, um damit seine Glykogenspeicher zu füllen und beim Kraftsport sind die Glykogenspeicher die einzigste Energiequelle, während beim Ausdauersport die Fettverbrennung eine große Rolle spielt. Oder um es auf den Punkt zu bringen, Kraftsport ist eine optimale Möglichkeit um dem Symdrom X vorzubeugen.

Aber jetzt mal ehrlich, ich sehe für das Syndrom X die Ursache eindeutig im Lebensstil und nicht in der Ernährung. Kohlenhydratreiche Ernährung ist denke ich mal bei über 90% der westlichen Bevölkerung normal, aber das Syndrom X umfasst doch nicht 90% der westlichen Bevölkerung. Ich denke eher, die Fettleibigkeit, die mangelende Bewegung und zuviel Industriezucker sind die Ursachen, aber nicht einfach nur die Kohlenhydrate. Zucker sollte man wirklich meiden, seh ich auch ein, aber ansonsten finde ich die Kohlenhydrate(solche, die eine langsame Insulinreaktion hervorrufen, also mit niedrigem GI), vollkommen okay, zumindest in jedem Fall in Bezug auf das Syndrom X.

//edit: Gluconeogenese

Verwechsel nicht Eiweiß und Eiweiß
Also was ich damit sagen will, die Aminosäuren, welche dann zur Glucosegewinnung herangezogen werden, kommen aus Zellen. Eiweiß in der Ernährung wird dazu nicht herangezogen. Das Eiweiß aus der Ernährung kann nur in Zellen "verbaut" werden und durch die Gluconeogenese wird dieses wieder abgebaut. Zum Abbau braucht man einfach nur eine Glucoseunverversorgung, zum Aufbau der Muskulatur dagegen benötigt es schon viel Training (Reiz!), denn von alleine bauen sich die Muskeln nicht wieder auf.
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  #302 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 20:38
 
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...das ist die "henne-ei" diskussion. bewegung ist optimal, ob ausdauer oder kraft, bestimmt nicht zuletzt die konstitution. entscheidend ist, wie deine baisis ist und wohin du willst.

sobald es wärmer wird, gehe ich wiede auf die strecke ...
__________________
... das Gegenteil von gut ist gut gemeint ...
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  #303 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 20:51
 
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guter beitrag, danke für den arte-tip! erfahrungsgemäß hält die ergriffenheit ähnlich lange wie bei tiertransporten oder spendenaktionen an weihnachten - und nach dem schreck erstmal zu mc
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... das Gegenteil von gut ist gut gemeint ...
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  #304 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 20:52
 
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Wenn es wärmer wird, werde ich wohl auch zusätzlich Laufen gehen, allerdings ist das keine Henne-Ei Diskussion, was Kraftsport und was Ausdauersport bewirkt ist schon lange wissenschaftlich erwiesen und gesichert . Anerobe Belastung verbraucht weitaus mehr Glucose als aerobe Belastung und für den Muskelaufbau ist Kraftsport ebenfalls wesentlich effektiver. Ausdauersport verringert (=besser ^^) den Herzschlag, da das Herz ein größerer Pumpvolumen bekommt, erhöht die maximale Sauerstoffversorgung und sorgt für eine allgemein bessere Durchblutung. Ausserdem vermehrt sich das HDL (zu wenig HDL ist eine Ursache für das Syndrom X).

Was meinst du mit der Konstitution? Also auch wenn man eher schmächtig ist, kann man Kraftsport betreiben, niemand sagt dir, dass du gleich mit 100kg anfangen sollst.

//
nicht ganz zum aktuellen Thema, aber halt passend zum Thead:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/...enallergie.htm

Also erstens ist 1 von 1000 Menschen Glutenunverträglich und zweitens lässt sich das sehr einfach rausfinden (Wachsstumsstörungen & Untergewicht), so dass ich nicht denke, dass man jetzt Gluten so stark in Zusammenhang bringen sollte mit Akne, den wer betroffen davon ist, wird es denke ich wissen (Hab ich jetzt alles aus meiner Quelle, bin btw durch Zufall drauf gestoßen ^^).
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  #305 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 20:57
 
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Zitat:
Zitat von X3my

Nunja also ich denke mal, wenn ich das so interpretiere, sind die Ursachen vom Syndrom X nicht die Kohlenhydrate, sondern Übergewicht und mangelnde Bewegung.
Sorry, es ist eindeutig bewiesen, dass die Ernährung (insbesondere die Kohlenhydrate) eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Insulinresistenz und somit Syndrom X spielt. Nahrungsmittel mit einer hohen glykämischen Last verschlechtern alle Blutparameter, die eine Insulinresistenz anzeigen. Siehe Fettgedrucktes im Text weiter unten.

Ich zitiere hier mal aus einem Artikel von Cordain. Sorry, ist leiden in englisch, ich habe leider grad keine gute deutsche Quelle:

Zitat:

2. Hyperinsulinemia, insulin resistance and
compensatory hyperinsulinemia

2.1. Hyperinsulinemia

Upon digestion, dietary carbohydrates can be
converted to glucose by enzymatic action in the
gastrointestinal tract. In the first 2 h following
carbohydrate consumption and digestion, glucose
is rapidly absorbed and elevates plasma glucose
concentrations. The subsequent hyperglycemia,
along with increases in glucose-dependent insulinotropic
polypeptide and glucagon-like peptide-1
secreted from the gut, stimulate pancreatic insulin
secretion, causing an acute rise in plasma insulin
concentrations. The degree of the acute hyperglycemic
and hyperinsulinemic responses to dietary
carbohydrate is primarily dependent upon the glycemic
index (Foster-Powell and Miller, 1995) and
the glycemic load wglycemic index=carbohydrate
content per serving sizex (Ludwig, 2002) of the
carbohydrate ingested. Consumption of mixed
meals containing protein and fat along with the
carbohydrate may lower the total glycemic and
insulinemic response (Wolever and Jenkins, 1986).
However, in spite of this evidence, it is established
that repeated consumption of high-glycemic-index
mixed meals results in higher mean 24-h blood
glucose and insulin concentrations when contrasted
to low-glycemic-index mixed meals of identical
caloric content (Jenkins et al., 1987; Miller, 1994).

2.2. Insulin resistance

When skeletal muscle resists insulin-mediated
uptake of glucose, clinically defined insulin resistance
occurs. Although skeletal muscle is the
principal site of insulin-stimulated glucose uptake
in peripheral tissues, adipose tissue, liver and
endothelial cells also develop insulin resistance
(Beck-Nielsen, 2002). While the molecular basis
for peripheral insulin resistance is complex and
incompletely understood (Najjar, 2001), the proximate
causes are known and result from an interplay
of four dietary related elements: (1) chronic
and substantial elevations of blood glucose (Rossetti
et al., 1990; McClain, 2002); (2) insulin (Del
Prato et al., 1994; Thomson et al., 1997); (3) very
low-density lipoproteins (VLDL) (Zammit et al.,
2001); and (4) free fatty acids (Boden and Shulman,
2002) in conjunction with susceptibility
genes (Busch and Hegele, 2001).



2.3. Compensatory hyperinsulinemia

When peripheral tissues become resistant to the
plasma glucose-lowering effects of insulin, longterm
glucose concentrations do not necessarily rise
in a pathological fashion initially because the
pancreas secretes additional insulin. The maintenance
of normal blood glucose via elevated plasma
concentrations of insulin is referred to as compensatory
hyperinsulinemia—the fundamental metabolic
disturbance underlying Syndrome X diseases
(Reaven, 1988, 1994; DeFronzo and Ferrannini,
1991). The onset of impaired glucose tolerance or
type 2 diabetes marks a failure of the pancreas to
maintain this state of compensatory hyperinsulinemia.


3. High dietary glycemic loads and insulin
resistance

Of the four major proximate dietary causes of
peripheral insulin resistance (chronic and substantial
elevations in plasma glucose, insulin, VLDL
and free fatty acid concentrations), consumption
of high-glycemic-load carbohydrates has the potential
to promote all four.
In the early (1–2 h)
postprandial periods, blood glucose levels are significantly
higher following consumption of highglycemic-
index meals (Ludwig, 2002). Plasma
insulin concentrations are also higher in the early
(1–2 h) postprandial period following consumption
of high-glycemic-index carbohydrates (Holt
et al., 1997; Ludwig, 2002). Compared to lowglycemic-
load meals, consumption of high-glycemic-
load meals acutely elevates plasma
non-esterified free fatty acid (FFA) concentrations
in the late (4–6 h) postprandial period via
enhanced lipolysis of adipocyte triacylglycerol
(Ludwig, 2002). High-glycemic-load meals cause
increased hepatic secretion of VLDL particles
during the fasting and post-absorptive state (Mittendorfer
and Sidossis, 2001). Furthermore, insulin
becomes stimulatory for VLDL secretion in the
postprandial state when the interprandial period is
short and plasma insulin levels cannot fall to basal
levels (Zammit et al., 2001). Taken together, the
endocrine and homeostatic changes elicited by
habitual consumption of high-glycemic-load carbohydrates
over a 24-h period, particularly under
hypercaloric conditions, promote the development
of insulin resistance and compensatory hyperinsulinemia
(Ludwig, 2002).
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  #306 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 21:01
 
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konstitution - gelenke & co. und ob du ggf. schon krankheitsbilder wie diabetes hast.

habe gelesen, dass fast alle produkte in supermärkten aus nicht viel mehr als ein dutzend grundnahrungsmitteln hergestellt werden - bei dem schlechten geschmacksempfingen der zielgruppen sei auch nicht mehr nötig. ich bin da mit der low bewegung (wenn man das überhaupt bewegung nennen kann) - mehr grundnahrungsmittel die wenig veredelt sind
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  #307 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 21:18
 
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Zitat:
Zitat von X3my
Zum Aufbau der Muskulatur dagegen benötigt es schon viel Training (Reiz!), denn von alleine bauen sich die Muskeln nicht wieder auf.
Da bin ich anderer Meinung. Wolfganz Lutz beschreibt in seinem Buch ja, dass zahlreiche Untergewichtige durch eine Low-Carb-Diät zugenommen hätten. Auch auf Low-Carb-Foren finden sich solche Fälle.
Diese untergewichtigen Leute, die durch Low-Carb erfolgreich Gewicht gewonnen haben, haben aber nicht Fett zugelegt, sondern hauptsächlich Muskelmasse. Diese Zunahme der Muskelmasse entstand nicht durch Krafttraining, sondern dadurch dass eine dem Untergewicht zugrundeliegende Stoffwechselstörung durch die Low-Carb-Diät behoben wurde.
Wenn man viel Muskelmasse aufbauen will wie beim Bodybuilding kommt man sicherlich um das Training nicht herum. Eine leichte Zunahme von Muskelmasse bei zuvor Untergewichtigen halte ich aber durch eine alleinige Ernährungsumstellung für möglich.
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  #308 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 21:21
 
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Nun bei einem gesunden Menschen verschlechtern sich diese Blutparamter bestimmt auch, aber sicher nur ganz leicht und keinesfalls bedenklich. Wer sich dagegen nicht bewegt und Übergewicht hat, bei dem ist die Reaktion auf die Kohlenhydate viel größer, so das die Blutparameter nicht mehr gesund sind.

Welche Blutparamter meinst du den genau?
Also wenn man z.B. den Blutzucker betrachtet:
- Kohlenhydrate erhöhen den Blutzucker
- Bewegung veringert den Blutzucker

Also entweder man bewegt sich nicht und man nimmt keine Kohlenhydrate auf oder man macht Sport und nimmt Kohlenhydrate auf. Die Bilanz ist in beiden Fällen gleich.

//edit @2ter Beitrag von dir
Muskelwachstum benötigt die Aktivierung der dafur zuständigen Rezeptoren der Muskeln (Reizsetzung). Der einzigste natürliche Weg ist mechanische Belastung. Eine mechanische Belastung des Muskel oberhalb seiner Konditionierung wird durch die Nerven in ein chemisches Signal gewandelt. Das signalisiert dem Körper, der Muskel wurde einer Belastung oberhalb seiner Leistungsfähigkeit ausgesetzt und er muss weitere Muskelmasse aufbauen. Die mechanische Belastung führt ausserdem zu Mikrotraumen. Das sind winzige Risse der Muskeln. An diesen Stellen setzt die Neusynthese von Muskelgewebe ein. Das sind quasi die Stellen, die der Belastung nicht gewachsen waren, der Körper repariert sie, allerdings wird dabei eben noch etwas mehr Muskelgewebe synthesiert, den beim nächsten Mal soll ja hier nicht wieder eine Mikrotrauma enstehen.
Hmm und wie soll das ohne Training jetzt funktionieren?
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  #309 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 21:27
 
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Zitat:
Zitat von X3my
Also erstens ist 1 von 1000 Menschen Glutenunverträglich und zweitens lässt sich das sehr einfach rausfinden (Wachsstumsstörungen & Untergewicht), so dass ich nicht denke, dass man jetzt Gluten so stark in Zusammenhang bringen sollte mit Akne, den wer betroffen davon ist, wird es denke ich wissen (Hab ich jetzt alles aus meiner Quelle, bin btw durch Zufall drauf gestoßen ^^).
Nicht nur Leute, die unter Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) leiden, können von einem Verzicht auf Weizen profitieren. Weizen hat auch eine ausgesprochen schlechte Wirkung auf Insulin. Es wird in der Forschung diskutiert, ob Gluten evtl. als Insulin-Mimiker fungiere, d.h. Gluten ruft irgendwie alleine schon die körperlichen Veranderungen hevor wie Insulin (Erhöhung von IGF-1, Senkung von SHBG usw.).
Abgesehen davon enthält Weizen jede Menge Antinährstoffe, vor allem Lektine, die proinflammatorisch (entzündungsfördernd) wirken können. Es zeigt sich auf Akneforen immer wieder, dass die meisten Aknebetroffenen äusserst positiv auf einen Verzicht von Weizen reagieren.
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  #310 (permalink)  
Alt 15.03.2005, 21:33
 
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Zitat:
Zitat von X3my
Welche Blutparamter meinst du den genau?
Ich hab's doch extra fett markiert.

Nahrungsmittel mit einer hohen glykämischen Last führen zu:

1. chronisch erhöhten Blutzuckerspiegeln
2. vermehrte Ausschüttung von Insulin
3. erhöhte Spiegel von VLDL-Cholesterin
3. erhöhte Spiegel von freien Fettsäuren im Blut

Jeder einzelne dieser 4 Faktoren fördert Insulinresistenz und somit Syndrom X.
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