Aknewelt.de Produktbewertung

Zurück   Akneforum gegen Pickel > Behandlung von Innen > Ernährung

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #281 (permalink)  
Alt 10.03.2005, 20:54
 
Registriert seit: 29.06.2004
Ort: Frankfurt
Beiträge: 22
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge
Fiesta eine Nachricht über MSN schicken
Standard

danke für den tip, ich werde es gleich mal ausprobieren!!
Mit Zitat antworten
  #282 (permalink)  
Alt 11.03.2005, 13:48
 
Registriert seit: 27.08.2004
Beiträge: 24
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge
Standard

Zitat:
Zitat von paba
Kokosöl enthält zu 96% gesättigte Fette. Es ist deshalb äusserst stabil und eignet sich hervorragend zum Braten. Palmöl und Olivenöl sind ebenfalls ok. Sie haben zwar ein ungünstiges Omega-3/Omega-6 Verhältnis, aber da sie hauptsächlich gesättigte und einfach ungesättigte Fette und nur sehr wenig Omega-3 und Omega-6 enthalten,
fällt dies nicht so ins Gewicht.

Ein Fett ist umso stabiler und geeignter zum Braten, je mehr gesättigte und einfach ungesättigte Fettsäuren es enthält.
hallo paba.

ist kokosöl das gleiche wie kokosfett?
hffentlich schmeckt das nicht mehr nach kokosnuss,denn sonst wäre es ja nicht gerade optimal für fleischgerichte.
was findest du eigentlich wichtiger?das verhältnis omega3 zu omega 6 oder ob eine fettsäure ungesättigt oder gesättigt ist,oder ob sie mehrfach oder nur einfach gesättigt ist?
was hat das eigentlich alles auf sich(ausser das mit dem o6 und 03, das vetsteh ich)?
an alle:
der low-carb thread läuft jetzt echt schon lange,und es wäre jetzt mal echt interessant zu wissen wer aller mitgemacht hat und ob es was gebracht hat.
ich meine bei 5500 aufrufen werden sich doch ein paar dazu entschlossen haben es versuchen?
also sagt mal hats für euch was gebracht?

grüsse solala
Mit Zitat antworten
  #283 (permalink)  
Alt 11.03.2005, 14:24
 
Registriert seit: 20.09.2004
Beiträge: 2.008
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 1 Danke für 1 Beitrag
Standard

Zitat:
Zitat von solala
ist kokosöl das gleiche wie kokosfett?
ja, ist das gleiche

Zitat:
hoffentlich schmeckt das nicht mehr nach kokosnuss,denn sonst wäre es ja nicht gerade optimal für fleischgerichte.
ich würde nicht unbedingt natives kokosnussfett zum braten nehmen. im reformhaus gibt's kokosnussfett, dessen geschmacksstoffe entfernt wurden.

Zitat:
was findest du eigentlich wichtiger?das verhältnis omega3 zu omega 6 oder ob eine fettsäure ungesättigt oder gesättigt ist,oder ob sie mehrfach oder nur einfach gesättigt ist?
was hat das eigentlich alles auf sich(ausser das mit dem o6 und 03, das vetsteh ich)?
beides ist wichtig. die grösste anteil der fette in der nahrung sollte einfach-ungesättigt und gesättigt sein. mehrfach ungesättigte fettsäuren sollten nur ein kleiner teil der fette ausmachen, da zuviele ungesättigte fettsäuren im körper oxidieren und freie radikale freisetzen. ausserdem unterdrücken sie das immunsystem. es gibt studien, die gezeigt haben, dass ein hoher anteil von ungesättigten fettsäuren, die haut schneller altern lässt!! das ist eben so, weil mehrfach ungesättigte fettsäuren instabil sind und im körper schnell ranzig werden und freie radikale freisetzen.
ungesättigte fettsauren braucht der mensch nur wenig und es ist sehr wichtig, dass das verhältnis zwischen omega-6 und omega-3 stimmt. falls du dich gründlicher in dieses thema einlesen willst, kann ich dir die artikel der weston price foundation empfehlen:
http://www.westonaprice.org/knowyourfats/index.html
Mit Zitat antworten
  #284 (permalink)  
Alt 12.03.2005, 11:36
 
Registriert seit: 25.06.2004
Ort: Bayern
Beiträge: 149
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge
Standard

man kann ja auch palmin nehmen, is ja auch kokosfett
__________________
Sag nicht, du willst mich nie verlassen, sag lieber: du willst heute noch nicht gehen! Denn vielleicht ist nie, morgen schon vorbei!
Mit Zitat antworten
  #285 (permalink)  
Alt 13.03.2005, 16:46
 
Registriert seit: 25.06.2004
Ort: Bayern
Beiträge: 149
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge
Standard

also bei dem diätduell auf RTL hat nach 4 monaten die low carb diät im bezug auf gewichtsreduktion am schlechtesten abgeschnitten von den 4, bestehend aus low carb, weight watchers, brigitte diät und forever young diät
__________________
Sag nicht, du willst mich nie verlassen, sag lieber: du willst heute noch nicht gehen! Denn vielleicht ist nie, morgen schon vorbei!
Mit Zitat antworten
  #286 (permalink)  
Alt 14.03.2005, 15:14
JB JB ist offline
 
Registriert seit: 22.10.2004
Ort: Zürich
Beiträge: 1
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge
Standard

das ist doch so ein sh.... also um mehr fit zu sein braucht der mensch vitamin c, einweiss (3mal pro tag. zB. ein stck käse, ein joghurt, ein glas milch), und kohlenhydrate!!!!! vorallem für junge menschen sind kohlenhydrate sehr wichtig. das liegt doch an den übermengen butter und öl die ihr zu euch nehmt dass ihr pickel kriegt. und dass die haut mit einer diät anfangs besser wird ist doch logisch: man fügt sehr wenig nahrung bei, deshalb verarbeitet der körper viel schneller. wenn ihr aber einfach gesund essen würdet, und nicht lc, dan würde dass gleiche entstehen... ich kann nicht glauben dass ihr so etwas nur glauben könnt. ihr glaubt einfach alles, und wenn eure haut etwas besser wird führt ihr es grad auf irgendwas zurück. sorry. aber ich empfinde so. ich war früher genauso als ich akne hatte.,,das lag daran dass ich um alles in der welt einfach sofort eine gesunde schöne haut haben wollte. das ist alles.
__________________
true word by JBaby&EAZY
Mit Zitat antworten
  #287 (permalink)  
Alt 14.03.2005, 15:53
 
Registriert seit: 31.08.2004
Beiträge: 28
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge
Standard

Hey Sabrina,

Ich glaube Du wetterst da völlig zu Unrecht gegen Low Carb. Low Carb ist doch nicht ungesund (wir können sonst beim RTL mal anfragen wie LC in der Kategorie gesündeste Diät abgeschlossen hat). Der Mensch braucht nicht unbedingt Kohlenhydrate. Zucker kann der menschliche Organismus nämlich auch selbst herstellen. Hingegen braucht er unbedingt Fett! Und: Habt ihr gewusst, dass der Mensch und das Meerschweinchen die einzigen höheren Lebewesen sind, die Vitamin C nicht selbst produzieren können und es mit der Nahrung zuführen müssen?

Edit: Der Menschenaffe gehört da natürlich auch noch dazu. :wink:
Edit2: Die Fledermaus kann es offenbar auch nicht. ops:
Mit Zitat antworten
  #288 (permalink)  
Alt 14.03.2005, 18:05
 
Registriert seit: 20.09.2004
Beiträge: 2.008
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 1 Danke für 1 Beitrag
Standard

@JB

Hast du den ganzen Thread gelesen? Vielleicht solltest du es mal tun. Dann würdest du nämlich vielleicht auch verstehen, dass eine Low-Carb-Diät unter Umständen gar nicht so ungesund ist, wie es auf den ersten Blick aussieht und dass es viele Gründe gibt, warum eine Low-Carb-Diät bei Akne helfen könnte.
Mit Zitat antworten
  #289 (permalink)  
Alt 14.03.2005, 18:52
 
Registriert seit: 20.09.2004
Beiträge: 2.008
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 1 Danke für 1 Beitrag
Standard

Für diejenigen unter euch, die immer noch Angst vor dem "bösen" tierischen Eiweiss haben, habe ich mal folgendes höchst aufschlussreiches Kapitel aus dem Buch "Syndrom X oder ein Mammut auf dem Teller von Nicolai Worm abgetippt :wink:

Zitat:
Tierisch gutes Eiweiss


Für Hunderte von Millionen Menschen auf der Welt ist auch im neuen Millenium "Hunger" das quälenste Problem. Wenig Nahrung heisst wenig Nährstoffe. Zu wenig Eiweiss ist die typische Mangelerkrankung in Hungergebieten. Dieser Proteinmangel hat dramatische gesundheitliche Folgen, auf die ich hier aber nicht näher eingehen werde. Das Problem geht auf die Unfähigkeit des Körpers zurück, sich durch Umwandlung von anderen Nährstoffen sein "persönliches" Eiweiss aufbauen zu können. Aus Kohlenhydraten beispielsweise kann er Fett oder aus Eiweiss Glukose aufbauen. Er ist aber gezwungen, kontinuierlich gewisse Aminosäuren vorgefertigt zugeführt zu bekommen. Diese sind somit lebensnotwendig, also "essenziell". Am reichlichsten finden sich die essenziellen Aminosäuren in tierischen Produkten. Als Mindestbedarf für Eiweiss nimmt man 35 bis 40 Gramm pro Tag für einen durchschnittlichen Erwachsenen an, sofern all die "essenziellen" Aminosäuren darin enthalten sind.

In jüngster Zeit hat man in wissenschaftlichen Untersuchungen deutliche Hinweise dafür gefunden, dass eine mangelhafte Eiweissversorgung zu einer Störung der Betazellen in der Bauchspeicheldrüse führt, die für die Insulinsynthese zuständig sind. Die Folge wäre sowohl eine mangelnde Insulinproduktion als auch eine unzureichende Insulinwirkung. Wenn der Eiweissmangel dauerhaft und diese Funktionsstörung erst einmal chronisch geworden ist, scheint sich das nicht mehr durch entsprechende Eiweissgaben beheben zu lassen. Daraus leitet man ab, dass Kinder, die über längere Zeit mangelernährt waren, im späteren Leben mit einer sehr viel höheren Wahrscheinlichkeit insulinresistent werden und entsprechend häufig einen Typ-2-Diabetes entwickeln. Diese Zusammenhänge könnten eine weitere Erklärung dafür sein, dass in der "Dritten Welt" die Häufigkeit an Diabetes in den letzten Jahren, parallel zur Verstädterung und zum plötzlichen hohen Kalorienangebot über leichter verfügbare kostengünstige Kohlenhydrate und pflanzliche Fette, derart zugenommen hat.

Wir Glücklichen in den Industriestaaten kennen gottlob keinen echten Hunger mehr. Heutzutage sind sogar die Menschen aus der untersten Einkommensschicht besonders häufig übergewichtig. Und an Eiweissmangel muss hier sicher niemand leiden. Im Schnitt konsumieren beispielsweise deutsche Frauen knapp siebzig und die Männer etwa neunzig Gramm, die US-Amerikaner um die hundert Gramm Eiweiss pro Tag. In den meisten industrialisierten Ländern nimmt Protein einen Anteil von etwa 13 bzw. 17 Prozent der täglichen Kalorien ein, wobei der Anteil von tierischem Protein etwas höher ist, als der von pflanzlichem.

Gewisse Vertreter der Ernährungswissenschaft bezeichnen seit langem einen solch hohen Konsum von Eiweiss, insbesondere von tierischem, als "Gesundheitsrisiko". Vor diesem derzeitigen "zu hohen" Konsum wird sogar ausdrücklich gewarnt. Beispielsweise formuliert eine bekannte deutsche Fachgesellschaft seit vielen Jahren "Zehn Regeln für eine vollwertige Ernährung", nach denen sich die deutschen Verbraucher richten sollten, um ihre Gesundheit zu optimieren. Dabei lautet die siebte Regel: Weniger tierisches Eiweiss. Da sind sie wieder, die üblichen Verdächtigen: "zu viel" Eiweiss, vor allem zu viel "tierisches". Ich frage mich dabei immer: zu viel für wen oder für was?

Was tut uns die heute übliche Menge Eiweiss denn eigentlich "Böses" an, vor allem das tierische? Vier Thesen stehen hier zur Diskussion: Erstens - viel Eiweiss wirke "toxisch", zweitens - viel Eiweiss schädige die Niere, drittens - viel Eiweiss führe zu Osteoporose, und schliesslich viertens - viel Eiweiss sei mit viel tierischem, "gesättigtem" Fett und Cholesterin verbunden und begünstige auf diese Weise Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zum ersten Punkt: Aminosäuren sind biologisch hoch aktive Substanzen, so dass man davon ausgehen kann, dass ein Zuviel mit entsprechenden unerwünschten Nebenwirkungen einhergeht. Ausserdem enthält Eiweiss Stickstoff, der immer mit der Niere als Harnstoff ausgeschieden werden muss, damit er den Körper nicht schädigt. Die Leber muss dafür entsprechende Enzyme zur Verfügung stellen. Nach theoretischen Berechnungen liegt, die Obergrenze, mit der ein durchschnittlicher Mann von achtzig Kilogramm noch zurechtkommt, bei etwa 250 Gramm pro Tag. Allerdings ist bei gesunden Menschen eine toxische Wirkung nie bewiesen worden. Am ehesten könnte das bei kritisch erkrankten bzw. vorgeschädigten Menschen erwartet werden.

Zu Punkt zwei: Die Nierengeschichte - seit Jahren in aller Ernährungsberaterinnen Munde - ist wieder einmal ein so unsägliches Dogma, das aus heisser Luft und viel Fantasie besteht. Folgendermassen wurde dieser Heissluftballon gestartet: Man beobachtete, dass nach eiweissreicher Kost die Durchblutung der Niere und ihre Filterleistung gesteigert wird. Bei Menschen mit beginnendem Nierenversagen müssten entsprechend immer weniger intakte Niereneinheiten all die Arbeit des nicht mehr funktionierenden Organs übernehmen. Wenn man also mit beginnendem Nierenversagen viel Eiweiss konsumiert, müsste der Stress für die Niere zunehmen und im Endeffekt zu deren schnellen Versagen beitragen - hat man sich überlegt. Und - schwupps! - war daraus ein Eckpfeiler der modernen Ernährunslehre geworden: Viel Eiweiss schädigt die Niere.

Kürzlich wurde der Erfolg einer Eiweisseinschränkung bei Nierenerkrankten in einer Meta-Analyse überprüft. Das Ergebnis: Die Phantasie übertrifft die Realität bei weitem. Nun wird Patienten mit leicht eingeschränkter Nierenfunktion keine Eiweisseinschränkung mehr empfohlen. Bei fortgeschrittener Nierenerkrankung ist eine Einschränkung möglicherweise von Vorteil, und entsprechend wird eine Eiweisszufuhr bis zu 0.8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht erlaubt. Das entspricht den gängigen Empfehlungen für Gesunde.

Doch wer leidet eigentlich unter Nierenversagen? Von diesem zum Glück seltenen Leiden sind vor allem Diabetiker betroffen. Nach langer Diabetesdauer und permanent erhöhten Blutzuckerwerten kann sicherlich eine Nierenschädigung eintreten. In Bevölkerungsuntersuchungen haben etwa dreissig Prozent der Diabetiker eine leichte und etwa zehn Prozent der Diabetiker eine ausgeprägte Nierenschädigung. Aber was hat das mit Gesunden zu tun?

Wie steht es bei Übergewichtigen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann insulinresistent werden und ein Syndrom X entwickeln? Diese Frage wurde kürzlich bei einer kontrollierten Studie an der Universität von Kopenhagen untersucht. Man hatte zu dem Zweck 65 Dicke gesucht, die bereit waren, sich mit zwei verschiedenen Diätformen abspecken zu lassen. Beide Diäten waren relativ fettarm, doch enthielt die eine 25 Prozent Eiweiss und 45 Prozent Kohlenhydrate und die andere 12 Prozent Eiweiss und 58 Prozent Kohlenhydrate. Während der ersten sechs Monate nahmen die Probanden mit beiden Diäten schön ab, wobei die eiweissreich Ernährten drei Kilo mehr schafften. Und die Nieren? Man fand heraus, dass unter der proteinreichen Kost die Nieren der Probanden zu wachsen anfingen, offenbar um sich mit mehr Kapazität für die Mehrarbeit zu wappnen. Auf diese Weise konnten sie tatsächlich ihre Nierenleistung um rund zehn Prozent gegenüber den eiweissarm ernährten erhöhen. Keine Anzeichen einer Schädigung waren zu erkennen. Entwarnung also, solange man nicht schon seit Jahren Diabetiker ist. Und die These, dass ein Gesunder von Eiweiss nierenkrank wird, kann man getrost ins oberste Regal zu den anderen "Ernährungsmärchen" legen oder besser noch zum Altpapier.

Die Osteoporose-Story, der dritte Punkt, ist hingegen schon etwas ernster zu nehmen. Öfter war unter experimentellen Bedingungen, bei hoher Zufuhr reines Proteins, ein vermehrter Abbau von Kalzium aus den Knochen beobachtet worden. Andere Studien konnten das andererseits nicht bestätigen. Möglich, dass bei gleichzeitig genügend hoher Kalziumzufuhr eine vermehrte Resorption im Darm alle Kalziumverluste ausgleichen kann. Ausserdem hängt der der Kalziumhaushalt noch von vielen weiteren Faktoren ab, unter anderem von der Höhe der gleichzeitigen Versorgung mit Phosphat, Magnesium und Vitamin D, von der Menge an Getreide und seinem Phytat, das die Mineralstoffabsorption hemmt, und nicht zuletzt vom Ausmass der Bewegung. Die Lage lässt sich bislang einfach nicht überblicken. Osteoporose-Experten streiten sich aufs Heftigste und werfen Dutzende ungeklärte Fragen in den Raum, vermögen aber leider keine konkreten Antworten zu geben.

Man kann wohl davon ausgehen, dass unter realistischen Bedingungen, mit natürlichen Nahrungsmitteln und einer gemischten, abwechslungsreichen Kost, die reichlich Gemüse und Milchprodukte enthält, sowie einem Mindestmass an täglicher Bewegungsaktivität eine Knochenentkalkung unwahrscheinlich ist. Jedenfalls konnten epidemiologische Studien für hohe Eiweisszufuhr mehrheitlich kein Osteoporoserisiko belegen. In einer ganz neuen Langzeit-Beobachtungsstudie stand hoher Proteinkonsum sogar mit einer gesenkten Rate an Knochenbrüchen in Beziehung.

Und schliesslich zu Punkt vier: das Herz-Kreislauf-Risiko. Was passiert beispielsweise mit dem Blutzucker, dem Insulin und dem Fettstoffwechsel, wenn man mehr Eiweiss isst als heute üblich? Für Menschen mit Insulinresistenz und Syndrom X bietet es sich an, nach sinnvollen Alternativen zu suchen, um die Kohlenhydratzufuhr einschränken zu können. Etwas mehr Fett, wie im Kapitel 15 beschrieben, zeigt ja schon einmal einen wünschenswerten Effekt an. Aber wie sieht es damit, wenn man nun Kohlenhydrate gegen Eiweiss austauscht?

Eiweiss erhöht den Blutzuckerspiegel nur geringfügig, am wenigsten dasjenige aus Rindfleisch und Fisch. Bei Gesunden erhöht Eiweiss aber, unabhängig von seiner geringen Blutzuckerwirkung, den Insulinspiegel auf mittlere, bei Diabetikern sogar auf hohe Werte. Warum das so ist, weiss man nicht ganz genau. Welche Bedeutung bzw. welche gesundheitlichen Konsequenzen diese Entdeckung hat, weiss man auch nicht, - abgesehen davon, dass es in der Tendenz den Blutzuckerspiegel niedrig hält.

In Tierversuchen ist beobachtet worden, dass Taurin, ein Protein, das überwiegend mit Rindfleisch aufgenommen wird, die Insulinsensitivität verbessert. Bei kontrollierten Studien an insulinresistenten Menschen hat eine stark kalorienreduzierte, proteinreiche Kost (30 bzw. 45 Prozent Eiweiss) im Vergleich zu einer kohlenhydratreichen Ernährung ebenfalls zu einer deutlichen Verbesserung der Insulinsensitivität geführt. Viel mehr ist zu dieser Frage nicht bekannt.

Ausserdem scheint eine hohe Eiweisszufuhr bei freier Nahrungsauswahl das anfängliche Abnehmen zu verstärken. Das ist damit erklärbar, dass Protein von allen Nährstoffen die schnellste Sättigung bzw. ausgeprägteste Sattheit auslöst. Darüber hinaus verbraucht die Verstoffwechselung von Eiweiss bis zu dreissig Prozent des eigenen Energiegehalts, was unter anderem dazu führt, dass bei eiweissreicher Reduktionsdiät der Grundumsatz während des Hungerns nicht so weit abfällt. Ob aber "eiweissreich" ein auf Dauer erfolgreiches Abnehmen ermöglicht, ist eine andere Frage, bei der ich sehr skeptisch bin. Dies konnte bislang auch nicht demonstriert werden. Viel realistischer erscheint mir, dass eine eiweissreiche Kost auf Grund ihrer gerade geschilderten Eigenschaften dabei behilflich ist, nicht noch weiter zuzunehmen.

Und der Fettstoffwechsel? Zu dieser Frage hat Professor Bernard Wolfe von der University of Western Ontario (Kanada) in den letzten Jahren bahnbrechende Untersuchungen durchgeführt. In mehreren streng kontrollierten Stoffwechselstudien ersetzte er einen Teil Kohlenhydrate mit einer kalorisch entsprechenden Menge Eiweiss - bei gleichem Fettgehalt. Damit steigerte er den Eiweissgehalt der Kost in Bereiche von 22 bis 27 Prozent und senkte im Austausch den Kohlenhydratgehalt in Bereiche von 40 bis 45 Prozent. Als Proteinquelle setzte er überwiegend tierisches Eiweiss ein: mageres Fleisch und Geflügel, mageren Fisch und magere Milchprodukte. Dieses Regime testete er sowohl bei Frauen und Männern mit erhöhten Cholesterinspiegeln wie auch bei ganz gesunden Menschen.

All seine Untersuchungen führten zu den gleichen Ergebnissen: Die Anreicherung mit Eiweiss und die Einschränkung der Kohlenhydrate führt zu signifikanten Senkungen sämtlicher relevanter Blutfette und gleichzeitig zu einem Anstiege des HDL-Cholesterin ("gutes Cholesterin"). In Professor Wolfs neuester Studie an Probanden mit "normalen" Blutfettwerten kam es beispielsweise zu einer Senkung des Gesamtcholesterins um fünf Prozent, des LDL-Cholesterins ("schlechtes Cholesterin") um neun Prozent, der Triglyceride um 26 Prozent, der VLDL-Triglyceride um 35 Prozent und zu einem gleichzeitigen Anstieg des HDL-Cholesterins um 5 Prozent. Dadurch wurde der Quotient von Gesamt- zu HDL-Cholesterins um zehn Prozent gesenkt. Die Verbesserung des Quotienten aus Triglyceriden zu HDL-Cholesterin belief sich sogar auf dreissig Prozent. Da kann man nur noch sagen: Herz was willst du mehr?"

Stimmt diese positive Bilanz auch mit Daten aus der Epidemiologie überein? Bislang sind sieben Langzeit-Beobachtungsstudien am Menschen zum Einfluss des Eiweisskonsums auf Herzinfarkt durchgeführt worden. In einer fand sich tatsächlich ein direkter Bezug, ein erhöhtes Risiko. Allerdings hatte man bei der Auswertung dieser Studie wesentliche Einflussfaktoren statistisch unberücksichtigt gelassen. Fünf Studien wiesen keinen Zusammenhang aus. Und schliesslich wurden kürzlich die Ergebnisse der Nurses Health Study aus der Ernährungsabteilung der Harvard-Universität in Boston (USA) veröffentlicht, die neueste und am sorgfältigsten ausgewertete Untersuchung zu dieser Frage.

Man hatte 80'000 Frauen über eine Zeit von 14 Jahren unter Beobachtung gehalten. Alle erdenklichen medizinischen und ernährungsbedingten Einfluss- bzw. Störvariablen waren dabei berücksichtigt worden. Dennoch kam man zum Resultat: Eine hohe Eiweisszufuhr - durch pflanzliches wie auch tierisches - senkt das Herzinfarktrisiko signifikant! Die Damen mit dem höchsten Proteinkonsum, in diesem Fall ein mittlerer Eiweissanteil von 24 Prozent, hatten im Vergleich zu jenen mit 15 Prozent Eiweiss eine um 26 Prozent gesenkte Herzinfarktrate. Es machte dabei keinen Unterschied, ob die hohe Proteinzufuhr mit einer gleichzeitig fettreichen oder fettarmen Kost erreicht wurde. Bei genauer Betrachtung zeigte sich, dass vor allem das tierische Eiweiss mit der niedrigeren Herzinfarktsterblichkeit assoziiert war, denn Rindfleisch nahm mit rund zwanzig Prozent den grössten Anteil an der Eiweissversorgung ein, gefolgt von Huhn mit 15 Prozent, Fisch mit 13 Prozent, Magermilch mit 10 Prozent, Käse mit 10 Prozent, dunkles Brot mit 8 Prozent, Weissbrot mit sieben Prozent und Frühstückcerealien mit fünf Prozent.

Was gibt es sonst noch "Erschreckendes" zum Eiweiss zu berichten? Aus epidemiologischen Studien ergibt sich der Eindruck, als sei hohe Eiweisszufuhr mit niedrigem Blutdruck verknüpft. Das wäre eine mögliche Erklärung dafür, dass in der grössten Langzeit-Beobachtungsstudie Japans der höchste Proteinkonsum, und zwar speziell jener über Fleisch und Milchprodukte, mit der niedrigsten Sterblichkeitsrate für Schlaganfälle einherging. Und nicht zuletzt noch einmal die Nurses Study: Sie ergab bei Frauen, die im Laufe der Studie Brustkrebs entwickelt hatten, dass sich mit der Steigerung des Eiweisskonsums, vor allem des tierischen, die Überlebenschancen signifikant verbesserten.

Und so tönt es schrill in den Ohren jedes mit der Fachliteratur Vertrauten, dass die die siebte Regel zur "gesunden Ernährung" der grossartigsten deutschen Ernährungsfachgesellschaft auch noch im Jahre 2000 lautet: weniger tierisches Eiweiss.
Mit Zitat antworten
  #290 (permalink)  
Alt 14.03.2005, 19:53
 
Registriert seit: 19.01.2005
Beiträge: 39
Abgegebene Danke: 0
Erhielt 0 Danke für 0 Beiträge
Standard

Vor kurzem haben mir meine Eltern mal gesagt, dass man durch soviel Fleisch (sagen wir mal, ich mache im Moment Light Low Carb, kA. ich esse weniger Kohlenhydrate und mehr Fleisch, Käse und Ei, und so gut es geht auf Zucker komplett verzichten) Gicht bekommt und einige Quellen im Internet sagen irgendwie das gleiche:
http://www.aponet.de/arzneimittel/ge...Ern_hrung.html
Da steht 100g Fleisch, na hilfe ich hatte gerade eben 300g Schinken gegessen und das ist bestimmt nicht alles an Purin, was ich zu mir nehme. Also wie sieht's damit aus?

Noch eine Ergänzung zu dem Text hier drüber: Im tierischen Eiweiss sind viel mehr der essentielle Aminos vorhanden im Gegensatz zum pflanzlichen, wo einige in viel zu geringen Konzentrationen vorkommen, deswegen sind tierische Eiweisse auch biologisch höher wertiger als pflanzliche.
Mit Zitat antworten
Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.
Trackbacks are an
Pingbacks are an
Refbacks are aus


Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Reine Haut durch (Elektro)-Akupunktur! Eine-Welt-ohne-Akne Fragen, Tipps und Tricks 36 07.08.2011 18:45
Reine Haut durch Schweinefleisch-Verbot Eine-Welt-ohne-Akne Fragen, Tipps und Tricks 10 11.07.2009 22:00
Reine Haut durch niedrigen Blutzuckerspiegel Eine-Welt-ohne-Akne Fragen, Tipps und Tricks 13 10.07.2009 20:49
Reine Haut durch veränderte Ernährungsgewohnheiten Zelltrinker Fragen, Tipps und Tricks 44 23.06.2009 11:18
Kohlenhydratarme ernährung und süßes?? hans0r Ernährung 1 06.09.2007 06:30


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 20:58 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, vBulletin Solutions, Inc.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.6.0