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  #161 (permalink)  
Alt 11.02.2005, 13:43
 
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Zitat:
Zitat von double
Hi,
hab jetzt nicht den thread durchgelesen, aber ich mache (anfangs unbewusst) auch eine low carb diät.
und es wirkt!!
Bitte lies den ganzen Thread mal durch, wenn du Zeit hast. Ich muss sonst immer wieder die gleichen Fragen beantworten.

Zitat:
...wenig fleisch
Tierische Nahrungsmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Käse) isst man bei einer kohlenhydratarmen Ernährung recht häufig. Ich empfehle dir schrittweise immer mehr dieser Nahrungsmittel in deine Ernährung einzubauen. Du brauchst keine Angst vor diesen Nahrungsmitteln zu haben. Auch wenn diese Nahrungsmittel in den letzten Jahrzehnten von der Schulmedizin und den Medien immer wieder für alle möglichen Krankheiten verantwortlich gemacht wurden, ist bis heute nicht bewiesen, das dies tatsächlich so ist. Neuere (methodisch besser durchgeführte) grossangelegte prospektive Studien deuten sogar eher darauf hin, dass diese Nahrungsmittel äusserst gesund sind. Kein Wunder unsere Vorfahren, haben sich lange Zeit überwiegend von Fleisch ernährt. Deshalb sind wir genetisch bestens an eine solche Ernährungsweise angepasst.

Zitat:
ps:
frage:kann ich milch trinken bei einer low carb diät? ich mein da sind ja auch kohlenhydrate drin oder ? :/

und wie isses dann mit käse?
Auf Milch würde ich möglichst verzichten, da darin viel Milchzucker (Lactose) enthalten ist, das viele schlecht verdauen können. Butter, Sahne und harter oder halbharter Käse (am besten aus Rohmilch) sind Milchprodukte, die nur sehr wenig Milchzucker enthalten und deshalb meist gut vertragen werden. Ich persönlich esse grosse Mengen davon und habe keine Probleme damit (auch bezüglich meiner Akne nicht).

Tierische Fette sind sehr gesund. Sie enthalten vorwiegend einfachungesättigte und gesättigte Fette, sowie kleinere Mengen Omega-6 und Omega-3 in einem ausgewogenen Verhältnis.

Bestimmte tierische Fette wirken auch gegen Darmpilze und schlechte Bakterien im Darm

Buttersäure (hautpsächlich in Kuhmilchbutter) schützt vor Viren, Hefepilzen und schlechten Bakterien im Darm. Kaprinsäure (hauptsächlich in Ziegenmilchbutter) hat den gleichen Effekt. Laurinsäure (ebenfalls in Butter sowie im Kokosnussöl in grossen Mengen enthalten) schützt ebenfalls stark vor schlechten Bakterien, Pilzen, Tumoren und unterstützt das Immunsystem. Konjugierte Linolensäure (ebenfalls in Butter) hat starke Antikrebs-Eigenschaften. Es fördert zudem den Muskelaufbau und hilft bei der Gewichtsabnahme. Palmitoleinsäure kommt vor allem im Fleisch vor und schützt ebenfalls vor schlechten Bakterien.

Kurzum: Die tierischen Fette, insbesondere Butter, ist ein äusserst wichtiger und gesunder Bestandteil der Ernähung. Die Weston Price Foundation bewertet unpasteurisierte Butter von gesunden grassfressenden Kühen als das gesündeste Nahrungsmittel überhaupt!
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  #162 (permalink)  
Alt 11.02.2005, 22:48
 
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ok vielen dank für deine antwort!

meine akne ist weiterhin zurueckgegangen, aber trotzallem muss ich täglich eiterpickel ausdrücken.. ich hoffe das das bald weniger wird, das ist als ob ich offene wunden auf dem rücken habe, manchmal ist das gewebe also die haut ( schwer zu beschreiben) richtig weich auf weiten stellen, so ca. 1*1 cm oder so.
da drunter verbirgt sich dann der eiter.
das ist aber zum glueck zurueckgegangen seitdem ich die diät mache, ich hoffe einfach wenn ich die diät weiter fortführe das nicht nur die akne zurueckgeht sondern auch dieser eiter nicht mehr vorkommt.
meistens drueck ich den ganzen kram immer abends raus, kommt mir so vor als ob sich das an jedem tag neu entwickeln würde.
manchmal sitz ich einfach nur auf nem stuhl oder so, und dann schmerzt auf einmal eine stelle am rücken richtig krass. da braut sich dann immer was zusammen so hab ich das gefuehl.
aber insgesamt muss ich sagen sieht mein ruecken und brust schon viel besser aus.
vorallem auf der brust wo die akne nicht so schlimm war sieht man jetzt nur noch die ganzen mitesser,welche aber sehr viele sind.
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  #163 (permalink)  
Alt 11.02.2005, 23:17
 
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Zitat:
meine akne ist weiterhin zurueckgegangen, aber trotzallem muss ich täglich eiterpickel ausdrücken.. ich hoffe das das bald weniger wird, das ist als ob ich offene wunden auf dem rücken habe, manchmal ist das gewebe also die haut ( schwer zu beschreiben) richtig weich auf weiten stellen, so ca. 1*1 cm oder so.
da drunter verbirgt sich dann der eiter.
das ist aber zum glueck zurueckgegangen seitdem ich die diät mache, ich hoffe einfach wenn ich die diät weiter fortführe das nicht nur die akne zurueckgeht sondern auch dieser eiter nicht mehr vorkommt.
meistens drueck ich den ganzen kram immer abends raus, kommt mir so vor als ob sich das an jedem tag neu entwickeln würde.
manchmal sitz ich einfach nur auf nem stuhl oder so, und dann schmerzt auf einmal eine stelle am rücken richtig krass. da braut sich dann immer was zusammen so hab ich das gefuehl.
lol, der Text spricht mir aus der Seele. Genau so gings mir früher auch, jetzt nur noch manchmal. Diese weiche Haut von der du sprichst hatte ich früher verdammt oft, der Eiter war bei mir richtig mit Blut vermischt und wenn ich so am Stuhl gesessen bin und es am Rücken plötzlich gejuckt hat hab ich schon wieder Panik bekommen...die Teile sind verfluchte Dinger, zum Glück kommt sowas bei mir nur noch alle paar Monate. Kann dir auch nur zu einer Ernährungsumstellung raten, wirst sehn, dass deine Haut mittelfristig viel besser wird und lange nicht so anfällig ist.
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  #164 (permalink)  
Alt 12.02.2005, 01:39
 
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Ich lese gerade das Buch "Syndrom X oder Ein Mammut auf dem Teller!" von Nicolai Worm. Was ich bisher gelesen habe, hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist unterhaltsam geschrieben und trotzdem höchst informativ. Ausserdem ist es hervorragend recherchiert. Worm hat seine Hausaufgaben wirklich gemacht, alle Aussagen sind mit Quellenverweisen zu wissenschaftlichen Studien versehen.

Da ich grade nichs Besseres zu tun habe und ein bisschen Hintergrundwissen diesem Thread nicht schaden könnte, poste ich hier mal ein Kapitel aus dem Buch.


Zitat:
Die Kohlenhydratfalle

Bevor wir Bekämpfungsstrategien gegen das Syndrom X ausarbeiten, sollten wir das Terrain sichern und den Hintergrund noch besser ausleuchten. Wenn Insulinresistenz auf einer Verwertungsstörung von Zucker basiert, sollten wir zunächst einmal klären, ob der Mensch überhaupt Zucker und - wenn ja - wie viel er davon braucht.

Eiweiss bzw. bestimmte lebensnotwendige, so genannte "essenzielle" Aminosäuren muss man sich zuführen, sonst können wir nicht überleben. Es gibt auch "essenzielle" Fettsäuren, nicht aber "essenzielle" Kohlenhydrate. Hier sei ausdrücklich festgehalten: Wir müssen keine Kohlenhydrate zu uns nehmen, um funktions- und überlebensfähig zu sein. Der Körper kann sie zur Not aus Eiweiss selbst herstellen.

Alle verdaulichen Kohlenhydrate der Nahrungsmitteln, ob aus Muesli, Nudeln, Sportlerriegeln oder Streuzucker, werden durch Verdauung und Stoffwechsel so lange chemisch aufgeschlossen und umgebaut, bis daraus ein und dasselbe Endprodukt, die Glukose, entstanden ist. In der Umgangssprache wird sie auch als "Traubenzucker" bezeichnet. Speichern kann der Körper Glukose in Muskulatur und Leber in einer speziellen Verbindung, dem Glykogen, was gelegentlich aus als tierische "Stärke" bezeichnet wird. Bei einer durchschnittlichen Ernährung beträgt der Speicher dreihundert bis vierhundert Gramm Glykogen.

Glukose ist die Energiequelle, die jede Körperzelle für sich in Anspruch nehmen kann. Jede Zelle benötigt für ihre Funktion diesen "Treibstoff", am meisten natürlich die Zellen, die besonders viel leisten müssen: die verarbeitenden Muskelzellen. Die genaue Menge hängt - wie bei einem Auto - von Tempo, Technik, Gewicht, Alter, Zustand und so weiter ab. Eine Verdoppelung der Aktionsdauer führt etwa zur Verdoppelung des Energieverbrauchs der Muskeln. Bei Verdoppelung der Intensität steigt der Energieverbrauch sogar exponentiell!

Muskelzellen können Energie auch aus der Verbrennung von Fett und Eiweiss beziehen. Allerdings braucht es für die Energiegewinnung aus Fett eine höhere Bereitstellung von Sauerstoff. Sie ist also aufwändiger und langsamer als die direkte Glukoseverbrennung. Sobald die Sauerstoffbereitstellung in den Muskelzellen kritisch wird - weil Sie beispielsweise schnell rennen und die Muskeln dabei mehr Sauerstoff zur Energieproduktion benötigen, als sie mit der Atmung heranschaffen können - kommt der Körper mit Fett nicht mehr zurecht. Er muss dann Glukose oder Glykogen verbrennen. Dagegen verwendet er mit Vorliebe Fett wenn es ruhig zugeht und mit der Atmung immer genügend Sauerstoff ins Blut und zu den Muskeln gelangt. In diesem Fall ermöglicht die Fettverbrennung, dass man seine knappen Kohlenhydratreserven für den Moment schonen kann, bis man wieder losspurtet.

Um aus Eiweiss verwertbare Energie zu gewinnen, muss Muskeleiweiss zunächst umgebaut und zur Leber transportiert werden, um dort zu Glukose aufgebaut werden zu können. Von dort gelangt sie wiederum auf dem Blutweg an die arbeitende Muskulatur. Bei ausreichender Versorgung mit Kohlenhydraten und Fett schont der Körper natürlich seine Eiweissreserve. Er braucht ja möglichst kräftige Muskeln. Nur bei zu niedriger Kalorien- bzw. Kohlenhydratzufuhr muss er "ran an die Muckis".

Die Leber ist ein sehr wichtiger Glukosespeicher. In Ruhe scheidet si kontinuierlich Glukose ur Versorgung von Gehirn- und Nervenzellen, der Nieren und der roten Blutkörperchen in die Blutbahn aus. Diese Organe können ihre Energie nich aus Fett beziehen. Mit Zunahme der körperlichen Arbeitsintensität wird vermehrt Glukose aus der Leber ins Blut und von dort in die Gewebe und Muskulatur eingeschleust. Damit kommt natürlich der Grösse der Glykogenspeicher zur Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels eine besondere Bedeutung zu.

Wenn die Glukosespeicher knapp werden, muss sich der Körper etwas anderes "einfallen" lassen. Bei Nahrungsmittel bzw. beim freiwilligen Hungern, also in Situationen mit geringer Kohlenhydrat- bzw. Glukoseversorgung, schalten die Muskel- und Leberzellen ihr Überlebensprogramm mit dem Namen "Insulinresistenz" ein. Damit werden die Muskel- und Leberzellen gezwungen, weniger Glukose aufzunehmen. Entsprechend bleibt mehr für jene Organe übrig, die für das Überleben am wichtigsten sind. Sobald wieder genügend Kohlenhydrate zum Essen vorhanden sind, schaltet sich die Insulinresistenz ab. So weit der Normalzustand.

Um alle lebenswichtigen Organe während eines 24-Stunden-Tages ausreichend mit Glukose zu versorgen, werden mindestens 100 Gramm benötigt. In der Leber sind etwa achtzig Gramm gespeichert, in den Muskeln rund weitere 300 Gramm. Daraus kann man ableiten, dass bei körperlicher Ruhe die gerade geschilderte kritische Knappheit bereits nach drei bis 4 Tagen eintritt, bei körperlicher Aktivität natürlich umso rascher. Eine temporäre Insulinresistenz ist in diesem Fall also überaus sinnvoll.

Was passiert aber, wenn wir immer genügend Kohlenhydrate zu uns nehmen? Zur Zeit besteht die "westliche" Kost zu etwa 45 Prozent aus Kohlenhydraten - bezogen auf den Energiegehalt der gesamten Ernährung. Bei einer mittleren Kalorienzufuhr von 2200 Kilokalorien entfallen damit 990 auf Kohlenhydrate, was der Menge von etwa 240 Gramm reinen Kohlenhydraten entspricht. "Das ist zu wenig!", tadeln uns die Ernährungspäpste und deren Glaubenshüter. "Unausgewogen", also ungesund, lautet das Verdikt. Wir sollen lieber das ungesunde, dick machende Fett auf etwa 25 Prozent, also auf etwa sechzig bis höchstens achtzig Gramm pro Tag, einschränken und auch nicht so viel Eiweiss essen, höchstens 15 Prozent. Dann bliebe mehr Raum für die gesunden Kohlenhydrate. Der empfohlene Kohlenhydratanteil von sechzig Prozent entspricht beim Beispiel oben einer Menge von 330 Gramm pro Tag. Das daraus resultierende Nährstoffverhältnis von 60 zu 25 zu 15 bezeichnen Ernährungspäpste übrigens als "ausgewogen"!.

Was passiert nun mit all diesen Haufen Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis und Zucker? Zunächst muss die Stärke verdaut und abgebaut werden, bis Glukose übrig geblieben ist, die dann in die Muskel-, Leber- und Nervenzellen sowie in die roten Blutkörperchen geschleust werden kann. Dazu benötigen wir unser Insulin. Hat man eine gesunde Bauchspeicheldrüse, wird diese immer auch genügend Insulin zur Verfügung stellen - tagein, tagaus. Da kann man nur hoffen, dass sie nicht eines Tages streikt oder in ihrer Leistung auch nur ein wenig nachlässt.

Aber benötigen wir wirklich die ganzen Kohlenhydrate, den "Supertreibstoff", in unseren Muskelzellen? Was leisten unsere Muskeln denn an einem ganz normalen Tag? Nehmen wir an, Sie radeln täglich zur Arbeit, vierzig Minuten hin und nach der Arbeit wieder zurück und das Ganze in so flottem Tempo, dass sie gehörig ausser Puste kommen. Nehmen wir optimistisch an, Sie würden zusammen für die An- und Rückfahrt etwa 800 Kilokalorien Energie abstrampeln. Das entspräche etwa 200 Gramm Glukose. Wenn für das Nervensystem und die Blutkörperchen weitere 100 Gramm anzurechnen sind, dann sind die 330 Gramm Kohlenhydrate am Tag, die Ihnen von Ernährungspäpsten zugeteilt wurden, in der Tat berechtigt und gut untergebracht.

Aber steigen Sie wirklich täglich 80 Minuten flott in die Pedale? Was machen Sie stattdessen? Könnte es sein, dass Sie von der Wohnungstür direkt zum Lift schreiten, um damit in die Tiefgarage zu fahren? Werfen sie dort Ihren "sportlichen", automatisierten und klimatisierten Schlitten an, um damit in die Bürogarage zu brausen? Eilen sie dann in dynamisch federndem Schritt zum Lift und steigen im ersten Stock aus, wo Sie voller Tatendrang ihren bequemen Sessel vor einem Computerbildschirm einnehmen? Und am Abend nach getaner Arbeit, knallen Sie da nicht den Aktenkoffer n die Zimmerecke und lassen sich in den Fernsehsessel sinken - Beine schön hoch, Augen zu? Spüren Sie nicht die Trockenheit nach so viel Klimaanlage in ihrer Kehle, und genehmigen Sie sich nach dem Essen erst mal ein Bierchen, um auzuspannen? Ziehen Sie sich nach dem Essen nicht noch einen Krimi rein und schlafen dabei vielleicht ein oder schleppen sich nur noch mühsam ins kuschelige Bett? Alles genehmigt, aber brauchen Sie für solch einen anstregenden, bewegungsintensiven Alltag derart viel von dem Kohlenhydrat-"Supertreibstoff"?

Wenn man die päpstlichen Ernährungsempfehlungen artig befolgt, füllen sich Ihre untätigen Muskelzellen täglich mit einem Treibstoff, den die meisten dort so gut wie gar nicht benötigen. Die energetische Bewältigung der Bürobelastung würden wir locker auch mit Fettverbrennung abdecken. Werden aber ständig Kohlenhydrate nachgeschoben, müssen diese auch ständig verbrannt werden, da ihre Speicher kaum zu vergrössern sind. Dafür muss die Fettverbrennung entsprechend zurückgestellt werden.

"Na Und?, höre ich jetzt einige von Ihnen, liebe Leser und Leserinnen, in meinem geistigen Ohr entgegnen. "Diesen Luxus gönne ich mir. Ist ja wohl immer noch besser als Fett zu essen! Was kann schon Unrechtes geschehen, wenn man Expertenratschläge befolgt?"

Ich will es Ihnen gerne sagen: Die kohlenhydratreiche, fettarme Kost regt den Körper zur Eigensynthese von Fett an. Kurioserweise werden dann speziell die "bösen" gesättigten Fettsäuren gebildet, die man eigentlich mit der fettarmen Kost endlich loswerden wollte. Mit der Zeit verdrängen sie dann die mehrfach ungesättigten aus den Zellmembranen - was keineswegs wünschenswert ist. Und bei positiver Energiebilanz, wenn man also mehr Kalorien zuführt als verbraucht, wird aus Kohlenhydraten sogar eine ganze Masse Fett gebildet.

Eine sehr kohlenhydratreiche Kost führt des Weiteren - ohne entsprechende hohe körperliche Aktivität - zu deutlich erhöhten Blutfettwerten. Das betrifft die Trigylceride und die triglyceridreichen Lipoproteine wie VLDL- und IDL-Cholesterin sowie triglyceridreiche Remnants-Partikel, die als besonders herzgefährdet gelten. Speziell nach dem Essen sind alle diese Blutfette unter fettarmer, kohlenhydratreicher Kost erhöht und bleiben es auch den ganzen Tag über. Eine kohlenhydratreiche Kost hemmt sogar ihren Abbau.

Diese triglyceridreichen Blutbestandteile aktvieren wiederum die Blutgerinnung, fördern die Thromboseneigung und hemmen die Fähigkeit, solche Gerinnsel aufzulösen. Zusätzlich wird das "böse" LDL-Cholesterin noch viel "böser", in dem es sich bei der fettarmen Kost in kleinere dichtere LDL-Partikel umwandelt. Ein weiterer "böser" Blutfettparameter, das sog. Lp(a), steigt ebenfalls an. Gleichzeitig sinkt der Blutspiegel des "guten" HDL-Cholesterins.

Das alles sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Konstellation, hohe Trigyceride mit niedrigem HDL, hat es übrigens besonders in sich. Und gemeinsam potenziert sich das Risiko. Diese grandiosen Effekte mit der ernährungspäpstlich empfohlenen Kost sind bei ganz gesunden, normalgewichtigen Menschen zu beobachten, wenn auch nich so ausgeprägt, dass sie klinisch besonders relevant sind. Aber bei Menschen mit bestehenden Stoffwechseldefekten, etwa bei Übergewicht und ein ganz klein wenig Insulinresistenz, wird die Situation sehr schnell äusserst bedrohlich! Dann bewirkt diese Kost zusätzlich auch noch hohe Blutzucker- und Insulinwerte, und die Blutfettwerte steigen weiter in die Höhe. Das wiederum verschlimmert die Insulinresistenz. Und je insulinresistenter jemand ist, desto schneller beginnt sich der Teufelskreis zu drehen.
Ich würde nur allzu gerne einmal erfahren, auf Grund welcher Erkenntnisse und Kriterien die heutigen Ernährungpäpste der kohlenhydratreichen fettarmen Ernährungsweise Jahr für Jahr das Gütesiegel "besonders gesund" verleihen. Nach gut 15 Jahren Recherche sehe ich immer noch keine Indizien für diese Einschätzung. Auch auf spezielle Anfrage hin habe ich vom ernährungspäpstlichen Amt keine hilfreichen Hnweise oder Erläuterungen erhalten. Besonders bemerkenswert ist allerdings, wenn die "Abspeckpäpste" ausgerechnet den Übergewichtigen mit ihrem ausgeprägten Risiko für Insulinresistenz diese kohlenhydratreiche, fettarme Ernährung empfehlen. Als Begründung wird meist angeführt, dass sich mit dieser Kost deren dickes Problem von selbst in Luft auflöse! Dann wollen wir doch einmal nach den entsprechenden Spuren in der Atmosphäre Ausschau halten...
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  #165 (permalink)  
Alt 13.02.2005, 18:02
 
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Zitat:
Zitat von paba
Och, Mensch, das ist doch echt zum Verzweifeln mit dir. Ich habe deine Botschaft längst mitbekommen. Ich habe deine Postings alle schön brav gelesen, aber du wiederholst dich nur und auch ich kann nur immer wieder das Gleiche sagen. Wir drehen uns echt im Kreis.

Deine Hauptmessage ist doch, dass Getreide nur deswegen gesundheitliche Probleme verursacht, weil es durch unsere industrielle Nahrungsmittelverarbeitung auf schädliche Weise verändert wurde.
Hmm, bei dir kommt man aber mindestens genauso ins Verzweifeln. Du hast dir vielleicht alle meine Beiträge durchgelesen aber ernst genommen hast du sie wohl nicht und mal richtig drüber nachgedacht. Und immer wenn ich mal etwas für dich unangenehmes also gegen deine Ernährung geschrieben habe, worauf du keine Antwort hattest oder es eindeutig falsch war was du geschrieben hast, darauf hast du nie geantwortet und bist auch nicht darauf eingegangen. Kannst wohl auch nicht zugeben das deine Ernährung nicht auf alles eine Antwort hatt oder warum du manchmal falsch liegst. Du haust einfach irgendwelche Texte rein und lässt diese für dich sprechen, wobei die ja auch schon oft ziemlich schlecht waren. Was einfach dein Fehler ist das du dich einfach nur von diesen Low-Carb-Leuten informierst. Wenn sich nur so einseitig informiert, wird man klar davon so beeinflusst das man nur noch ihnen glaubt. Schau doch mal sie versuchen das Getreide niederzumachen was ganz klar ist und auch von deinen hier reingeballerten Texten zu erkennen ist. Aber wenn man sich über Getreide informiert dann doch nicht nur bei solchen die es niedermachen wollen, sondern auch unabhängig davon bei anderen die sich z.B speziel nur auf Getreide speziealisieren und unabhängig von irgendwelchen Ernährungsphylosophien berichten. Diese Leute von denen du die Bücher liest haben schon alle bevor sie sich über Getreide informieren oder irgendetwas untersuchen schon im Hinterkopf das Getreide sowieso schlecht ist und richten alles dann natürlich auch darauf aus. Klar das da nichts gutes bei rauskommen kann. Außerdem kann man bei jeder Sache was schlechtes finden auch beim Fleisch.


Zitat:
Hier nochmal meine wichtigsten Argumente, die dagegen sprechen.

1. Selbst bei optimaler traditioneller Verarbeitung können nicht alle schädlichen Substanzen (sog. Antinährstoffe) aus dem Getreide eliminiert werden.

2. Antinährstoffe sind nicht das einzig Problematische. Auch der hohe Kohlenhydratanteil kann mit der Zeit zu gesundheitlichen Problemen führen. Viele Kohlenhydrate führen mit der Zeit unweigerlich zu Insulinresistenz!

3. Die Zivilisationskrankheiten, die durch hohen Getreidekonsum bzw. hohen Kohlenhydratkonsum entstanden sind (Insulinresistenz bzw. Syndrom X), gibt es nicht erst seit der industriellen Revolution vor 200 Jahren, sondern haben schon vor ein paar Tausend Jahren, als der Mensch die Ackerbau-Diät annahm, begonnen. Knochenfunde belegen, dass die Ackerbauern über eine viel schlechtere Gesundheit verfügten, als die Jäger und Sammler.

4. Wolfgang Lutz, ein Arzt der im Verlauf seines Lebens die kohlenhydratarme Ernährung ca. 10'000 Patienten verordnet hat, hat festgestellt, dass eine Besserung vieler chronischer Krankheiten erst dann eintritt, wenn alle Kohlenhydrate reduziert werden, und nicht nur die sog. schlechten, wie Weissmehl und Zucker.

5. Ich persönlich habe lange sehr auf die Qualität meiner Kohlenhydrate geachtet, aber selbst bei optimaler Qualität der Kohlenhydrate, hatte ich noch Akne. Zuerst habe ich Vollkorn-Dinkel-Keimbrot gegessen, später nur noch glutenfreies Getreide und schliesslich gar kein Getreide mehr. Jeder Schritt hat eine kleine Verbesserung gebracht. Kein Getreide zu essen, funktioniert für mich am besten.


Zu 1: Tja pech nehabt. Die Antinährstoffe werden aber so weit abgebaut oder verträglich gemacht das es für den Mensch nichts mehr ausmacht. Dieses Thema hatten wir aber auch schonmal

Zu 2: Ja viele Kohlenhydrahte z.B Zucker oder wenn man die Kohlenhydrahte nicht wie normal vorgesehen zu sich nimmt wie z.B beim Weißmehl. So wie die Kohlenhydrahte im Getreide oder getreideähnlichen Getreide vorkommen sind sie kein Meter schädlich. Aber jetzt wirst du sagen Schwachsinn stimmt doch gar nicht und tust wieder nen Text reinballern oder irgendwas aber halt du musst dir anschauen das im Getreide usw. auch andere Dinge sind nicht nur Kohlenhydrahte.
Z.B auch Ballaststoffe die man sehr nötig hatt bei der Aufnahme von Kohlenhydrahten.
So dazu baller ich dir jetzt mal was hier nei:

Zitat:
Zunächst sei einmal unbestritten, dass unser Organismus Kohlenhydrate benötigt, und ein Hauptenergiespender ist der Zucker. Damit ist aber nicht der Fabrikzucker gemeint, sondern der Zucker aus der ganzen Frucht, wie die Natur sie uns liefert. Nehmen wir z.B. einen Apfel. Er enthält, wie alle Gewächse aus der Natur, als Nährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, aber zusätzlich auch genau die Vitalstoffe, die zum Abbau gerade der Nährstoffe dieses Apfels vom Stoffwechsel benötigt werden. Das ist bei jeder Frucht so! Ein Getreidekorn enthält wegen des großen Stärkekerns hauptsächlich die Vitamine des B-Komplexes, die ja zum Abbau der Kohlenhydrate gedacht sind.

Natürlich enthält das Getreidekorn auch noch Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, pflanzliches Eiweiß bis 18%, pflanzliche Fette und die Faserstoffe. Eine Banane wird wegen ihres hohen Anteils an Kohlenhydraten auch entsprechend die B-Vitamine mitbringen. Ein anderes Beispiel für die Vollkommenheit der Früchte sind Nüsse und Samen, die die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K beinhalten wegen ihres hohen Fettgehaltes.
Tja du siehst alles nur reine Panikmache mit den Kohlenhydrahten man muss die Pflanze im ganzen anschauen und nicht nur kucken ah enthält des jetzt Kohlenhydrahte. Wenn ja isses natürlich sofort schlecht.

Zu 3. Aha da sind wir wieder beim Thema knochenfunde wo ich ja schonmal gegen dich gewonnen habe und woran man an deinen Quellen sehen kann das die nicht wirklich sauber sich informieren oder es richtig schreiben wie es ist. Aber trotzdem vielleicht kahm das ja auch vom Weißmehl das wie du gesagt hattest schon früher gab. Das heißt sie hatten sich auch schon früher schlecht ernährt.

Zu 4. Könntest du das mal genauer beschreiben wie sie ihre Leiden in den Griff bekommen haben. Da muss er wohl irgendwo was falsch festgestellt haben, das lag wohl eher daran das auch alles andere ungesunde weggelassen wurde oder?

Zu 5. Das ist einfach falsch auf die Qualität oder auf die Menge der Kohlenhydrahte zu achten. Es ist ja keiner Kohlenhydrahte alleine oder hast du schonmal jemanden reine Kohlenhydrahte essen sehen? Das ist einfach ein falsches Bild das dir eingeprägt wurde mit den Kohlenhydrahten. Man muss einfach darauf achten das es gesund ist. Ich weiß zwar nicht genau wie du dich da genau ernährt hast und es auch geändert hast aber du hattest zu der Zeit bestimmt noch Fruchtsäfte getrunken und einiges anderes getan was du jetzt nicht mehr machst da du jetzt besser drüber gescheit weißt. klar das es da immer besser wurde. War das Dinkel-Keim-Brot mit Hefe. Denn die ist nicht wirklich gut. Kein Wunder wenn man dann auch ne Verbesserung erreicht. Beim Brot muss man schon übelst aufpassen. Und wie war es denn mit den Fetten du hast bestimmt noch andere Sachen geändert wodurch es zur Verbesserung kahm.




Zitat:
Hier nochmal eine Zusammenfassung, des Buchs von Cordain - Getreide ein zweischneidiges Schwert der Menschheit:

Zitat:
Das Getreide – zweischneidiges Schwert der Menschheit

"Unser täglich' Brot macht satt, aber krank. Ernährung mit Getreideprodukten kann die Gesundheit ruinieren.
- Vitamin- & Mineralstoffmängel
- Störungen im FettStoffwechsel
- Autoimmunkrankheiten & Allergien
- Schizophrenie & neurologische Störungen
- Koronare Herzerkrankungen & Krebs
- Osteoporose & Karies"
(Buchcover)

* Getreide als Grundnahrungsmittel (Daten, Geschichte)

* Nährstoffbedingte Unzulänglichkeiten des Getreides
- typische Nachteile bei den Nährwerten
(kein Vitamin A, kein Beta-Carotin, kein Vitamin C, kein Vitamin B 12)
- verdrängen Fleisch, Milchprodukte, Obst und Gemüse)
-> Nährstoffe aus dem Gleichgewicht

* Tatsächliche Nutzbarkeit der im Getreide enthaltenen B-Vitamine?

* Antrinutrienten (reich im Getreide vorhanden) behindern im Darm die Aufnahme vieler wichtiger Nährstoffe (ausführlich in Kapital 3 erklärt).
Lektin z. B. kann auch beim fortlaufenden Verzehr kleinerer Mengen der Gesundheit des Menschen sehr gefährlich werden.
U. a. Hinweise, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Weizengluten auch bei gesunden Menschen – ohne das ein Sprue/Zölialkie vorliegt - die Struktur der Schleimhautzellen des Leerdarms verändern.

- Bioverfügbarkeit von Vitamin B 6 aus Getreide niedrig
- nur sehr kleine Mengen verfügbaren Biotins (Weizen und Sorghum scheinen zudem den BiotinStoffwechsel zu hemmen)
- schlechte Quelle für Natrium und Calcium
- unvorteilhaftes Calcium : Phosphor-Verhältnis und Calcium : Magnesium -> Knochenerkrankungen
- Beeinträchtigung des Vitamin-D-Stoffwechsels
- geringe Bioverfügbarkeit von Eisen
- geringe Bioverfügbarkeit von Zink, Kupfer und Magnesium
- zu hohes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren
- evtl. unausgeglichene bzw. unzureichende Aufnahme von Aminosäuren

Getreide steht unter Verdacht, an der Entstehung mehrerer Autoimmunkrankheiten beteiligt zu sein. Bei Zöliakie und Dermatitis herpetiformis ist das zu 100 % gewiss.

Viele Krankheiten treten mit Zöliakie / Sprue gemeinsam auf.

Wie genau psychologische und neurologische Erkrankungen, Gliadin-Antikörper und Zöliakie zusammenhängen ist nicht bekannt, aber wahrscheinlich.

Verschiedene Getreideproteine (Protease-Hemmer, Lektine, Opioide und Speicher-Peptide) können den Organismus des Menschen beeinflussen und ihn verändern!


Schlussfolgerungen

... Getreide kann offensichtlich in die Ernährung einbezogen werden. Wenn dies nicht in allzu großer Menge geschieht, kommt es nicht zu Gesundheitsschäden, darin liegt seine Stärke. Wenn Getreide abwechslungsreich mit tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln kombiniert wird, kann es als billiger und sättigender Kalorienlieferant dienen und so menschliches Leben erhalten und fördern. ...

Die Schattenseite des Getreides liegt darin, dass der Verzehr größerer Mengen bei allen Menschen zu Gesundheitsschäden führt. Die Erkenntnis ist relativ neu, denn erst mit der Entdeckung von Vitaminen, Mineralien und bestimmten Antrinutrienten ...

Ohne Getreide hätte unsere Art wahrscheinlich niemals die vielschichtigen kulturellen und technologischen Neuerungen hervorgebracht, welche uns schließlich erlaubten, die evolutionäre Nische der Jäger und Sammler zu verlassen. Doch wegen des Missklangs zwischen den von der Evolution geformten Nährstoffbedürfnissen des Menschen und dem unzulänglichen Nährstoffgehalt hochgezüchteter Gräser leiden viele Völker der Welt an Krankheiten und Beschwerden, die allein dem Verzehr von Getreide zuzuschreiben sind.


Der Artikel ist in englisch im Netz verfügbar:
http://www.thepaleodiet.com/articles...%20article.pdf
Oh mann wenn man im Text schon liest das Getreide die Ursache für Zöliakie usw. ist dann könnte man schon explodieren. Denn das stimmt nur zum Teil. Zöliakie kommt vom Weißmehl weil da dieser Klebereiweiß drinnen ist ohne die anderen Wichtigen Stoffe. So kommen die Vorurteile des Getreides indem wie im Text krankheiten aufgezählt werden die durch die falsche Verarbeitung des Getreides entstehen. Dann sollen sie doch das Weißmehl fertig machen aber nciht einfach das Getreide im ganzen. Zöliakie würde es bei einer gesunden Ernährung (ja mit Getreide) niemals geben. Dr. Bruker konnte auch schon welche von Zöliakie heilen die sich an seine Ernährung gehalten haben. Und diese Ernährung hatt nicht das Getreide und die Kohlenhydrahte ausgeschlossen es war einfach nur die richtige Ernährung.
Naja daran sieht man ja schon wie diese Leute das Getreide schlecht machen wollen und auf den Rest des Textes hab ich dadurch auch kein Bock drauf einzugehen so viel Falschheit will ich mir nicht antun.
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  #166 (permalink)  
Alt 13.02.2005, 21:39
 
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mal ne Frage zwischendurch....

Angenommen ich esse etwas, was sich negativ auf meinen Hautzustand auswirkt, wann muss ich mit der Verschlechterung rechnen? Stunden? Tage?
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  #167 (permalink)  
Alt 13.02.2005, 22:13
 
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Zitat:
Zitat von SpatzusNamensHonk
Was einfach dein Fehler ist das du dich einfach nur von diesen Low-Carb-Leuten informierst. Wenn sich nur so einseitig informiert, wird man klar davon so beeinflusst das man nur noch ihnen glaubt.
Du kannst mir glauben, ich informiere mich nicht nur bei Low-Carb-Leuten. Ich war ja nicht immer auf dem Low-Carb-Trip. Ich beschäftigte mich schon sehr lange mit Ernährung und habe alle möglichen Bücher gelesen. Die Low-Carb-Geschichte hat mich aber mit Abstand am meisten überzeugt, weil sie perfekt mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen übereinstimmt. Und ich meine jetzt nicht mit diesen pseudowissenschaftlichen und gefaketen Studien aus den Anfängen der Ernährungslehre, auf die sich die meisten heutigen Ernährungspäpste immer noch berufen, sondern mit den verlässlicheren grossangelegten prospektiven Studien. Leute wie Nicolai Worm berufen sich eben auf die Studienergebnisse mit der grössten empirischen Evidenz und die zeichnen ein ganz anderes Bild, als die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und andere Gesundheitsbehörden uns heute immer noch weiss machen wollen.
Die Low-Carb-Theorie überzeugt mich auch deshalb so sehr, weil sie mit den Erkenntnissen der Anthropologie total übereinstimmt. Der Mensch hat sich in den letzten 2 Millionen Jahren überwiegend von Fleisch ernährt. Das sagen alle heutigen Anthropologen und nicht nur Low-Carb-Anhänger! Aber was soll ich machen? In dieser Beziehung bist du unbelehrbar. Wie soll ich dich überzeugen, wenn du nicht mal an die Evolution glaubst und im Ernst behauptest, die Erde sei erst ein paar Tausend Jahre alt.
Es gäbe soviele gute Texte im Netz darüber, aber leider sind die meisten Texte in englisch und solche kannst du ja leider nicht lesen.


Zitat:
Zitat von SpatzusNamensHonk
Schau doch mal sie versuchen das Getreide niederzumachen was ganz klar ist und auch von deinen hier reingeballerten Texten zu erkennen ist. Aber wenn man sich über Getreide informiert dann doch nicht nur bei solchen die es niedermachen wollen, sondern auch unabhängig davon bei anderen die sich z.B speziel nur auf Getreide speziealisieren und unabhängig von irgendwelchen Ernährungsphylosophien berichten. Diese Leute von denen du die Bücher liest haben schon alle bevor sie sich über Getreide informieren oder irgendetwas untersuchen schon im Hinterkopf das Getreide sowieso schlecht ist und richten alles dann natürlich auch darauf aus. Klar das da nichts gutes bei rauskommen kann. Außerdem kann man bei jeder Sache was schlechtes finden auch beim Fleisch.
Schau mal, die besten Informationen, die du über Getreide kriegen kannst, sind diejenigen, die uns die Wissenschaft liefert. Loren Cordain hatte alle wissenschaftlichen Studien darüber zusammengetragen. Es tut mir ja echt Leid, dass das Getreide nicht besser abgeschnitten hat, aber so ist es nun mal. Wenn du das einfach nicht glauben willst, was willst du denn noch glauben, wenn du nicht einmal mehr auf wissenschaftliche Erkenntnisse vertraust.

Zum Rest möchte ich echt nichts mehr sagen. Ich habe es satt, mich ständig wiederholen zu müssen. Ich denke, ich habe genügend begründet, wie ich zu meiner Meinung gekommen bin. Ich habe die besten Quellen genannt, die ich finden konnte. Es liegt nun an jedem selbst, meine Behauptungen nachzuprüfen, indem er die entsprechende Literatur liest bzw. eigene Erfahrung mit meinen Ernährungstipps sammelt.

Als kleiner Ansporn muss ich wieder mal meine Hautsituation schildern.

Ich habe in den letzten Wochen weiterhin kaum Pickel gekriegt. Hie und da kam mal ein ganz kleiner im Mundbereich (eine neuralgische Stelle bei mir), der aber sehr gut und schnell wieder abgeheilt ist. Ich bin im Moment echt happy mit meinem Hautzustand. So gut war es schon lange nicht mehr und das beste ist, dass ich seit über 2 Wochen überhaupt keine Nahrungsergänzungsmittel mehr nehme (abgesehen von 2 Teelöffeln Lebertran pro Tag). Die Ekzeme, die ich an den Händen schon seit längerer Zeit hatte, sind alle komplett verschwunden. Auf der Stirn am Haaransatz hat sich noch ein kleines Ekzem gehalten, aber auch dieses scheint auf dem Rückzug zu sein.
Am Ellenbogen hatte ich eine Warze, die während 5 Jahren etwa gleich gross war. Vor ein paar Jahren hatte ich vergeblich versucht, die Warze wegbrennen zu lassen. Vor ein paar Wochen ist die Warze nun plötzlich verschwunden.
Auch sonst fühle ich mich sehr gut im Moment. Ich schlafe etwas besser als vorher und habe das Gefühl, dass ich ruhiger und entspannter bin.
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  #168 (permalink)  
Alt 13.02.2005, 22:19
 
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Zitat von Rodicher
mal ne Frage zwischendurch....

Angenommen ich esse etwas, was sich negativ auf meinen Hautzustand auswirkt, wann muss ich mit der Verschlechterung rechnen? Stunden? Tage?
ich würde sagen 1-4 tage danach, aber das ist nur so ne schätzung von mir.
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  #169 (permalink)  
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Zitat von paba
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Zitat von Rodicher
mal ne Frage zwischendurch....

Angenommen ich esse etwas, was sich negativ auf meinen Hautzustand auswirkt, wann muss ich mit der Verschlechterung rechnen? Stunden? Tage?
ich würde sagen 1-4 tage danach, aber das ist nur so ne schätzung von mir.
Das kann ich voll bestätigen. Bei mir kommt es zuerst zu einer Verdauungsstörung, die sich als Blähungen oder Verstopfung äussern kann (wenn ich Nüsse esse, dann kommt es zu einer Verstopfung). Erst viele Stunden später setzt langsam eine verstärkte Hauttalgproduktion ein, die dann mehrere Tage dauern kann und nur langsam wieder zurück geht. In dieser Zeit können Pickel entstehen. Das ist dann ein Akneschub.
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  #170 (permalink)  
Alt 15.02.2005, 02:38
 
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Paba, bitte verwechsel mal nicht Wissenschaft und Studien, das sind 2 völlig unterschiedliche Sachen. Ich hab schon haufenweise sinnlose Studien für und gegen LowCarb & Atkins gesehen, aber eine wissenschaftliche Erklärung nicht
Ausserdem ernähr ich mich gerade von Kohlenhydraten und trotzdem hab ich keine neuen Pickel mehr seit Tagen (und auch keine bestehenden eintrigen), liegt an Roa, aber wie du siehst, auch mit Kohlenhydraten kann man pickelfrei sein.
Und genauso hab ich schon allzuoft in BodybuildingForen gelesen, wie viele darüber klagen, während LowCarb einfach keine Kraft mehr im Training zu haben und immer weiter mit dem Gewichten zurückgehen.

Also erklär mir mal was die böse Glucose (C6 H12 O6 ^^) mit deiner Haut macht? chemisch? physisch? Ich seh da keinen Zusammenhang
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