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  #1 (permalink)  
Alt 19.08.2011, 08:56
 
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Standard Ernährungstagebuch (LC & milchlos)

Hallo Leute,
ich werde hier immer ein bisschen berichten, wie meine Ernährungsumstellung so läuft. Ich verzichte jetzt seit drei Tagen auf fast alle Kohlenhydrate und auch zum größten Teil auf Milchprodukte, da ich noch nicht weiß, was von beidem meine Haut negativ beeinflusst. Der Plan ist, später wieder eins davon zu essen, um zu sehen, wie es sich auswirkt.

Zu mir:
Ich war hier schon mal angemeldet vor ca. 4 Jahren (im alten Forum?) um über meine Iso-Therapie zu berichten.
Ich bin 20 Jahre alt, weiblich, 165 cm groß und wiege 52 kg. Ich habe Akne (z. T. Conglobata) seit ich 13 bin, jedoch war ich dank der Pille (Cyproderm) und zwei Isotretnoin-Therapien in den letzten Jahren quasi pickelfrei. Vor einem halben Jahr habe ich die Pille abgesetzt, und siehe da: Akne wieder da. Die Pille ist also auch keine langfristige Lösung!

Daher möchte ich jetzt die Ernährungsumstellung machen. Allerdings nehme ich parallel seit zwei Monaten wieder die Pille, weil bald mein Studium anfängt und ich habe keine Lust, dass ich dann durch die Pickel schüchtern und zurückhaltend bin Die Pille wirkt jedoch, glaube ich, erst nach 3-6 Monaten Einnahmezeit richtig - von daher kann ich mir jetzt noch keine Besserung erwarten.

Momentaner Zustand der Haut:
Sehr viele unterirdische Mitesser, größere Entzündung vor allem außerhalb (!) der T-Zone, am unteren und seitlichen Wangenrand, ganz oben an der Stirn. Erweiterte Poren und die üblichen Mitesser auf der Nase. Eispickel-Narben von der alten Akne. Rücken und Dekolleté sehen im Gegensatz zu früher sehr gut aus.

Jetzt zur Ernährung:
Ich esse hauptsächlich Eier, Fleisch, Fisch, natürlich viel Gemüse, Nüsse und ein bisschen Obst. Außerdem immer reichlich Fett, z. B. Remoulade - ich will ja nicht abnehmen. Und außerdem, irgendwo muss die Energie ja herkommen. Fett hilft auch, dass Zucker langsamer ins Blut geht. (Quelle: Buch "Die neue Anti-Krebs-Ernährung", darin geht es um kohlenhydratreduziertes Essen.) Deswegen immer alles dick mit Butter bestreichen.

Tag 1
- Zum Frühstück gab's noch ganz normal Toast
- Mittagessen: Frikadellen mit Gemüse (Erbsen, Bohnen, Mais, Karotten) Vorsicht, Mais enthält Stärke = Kohlenhydrate.
- Abendessen: das gleiche

Tag 2
- Frühstück: zwei weichgekochte Eier, eine Schüssel Himbeeren mit Sonnenblumenkernen
- Mittagessen: dicke Bohnensuppe
- Abendessen: Frikadelle mit Paprika, hartgekochte Eier

Tag 3
- Frühstück: zwei weichgekochte Eier, Himbeeren und ein kleines Stückchen kohlenhydratreduziertes Brot (Rezept aus dem Buch über Krebs)
- Mittagessen: Bohnensuppe, ein bisschen LC-Brot
- Abendessen: Paprika und Gurken mit Frischkäse-Dip, LC-Brot mit viel Butter, Thunfisch mit Remoulade

Ach ja, Getränke:
- Wasser ..
- Tee mit Stevia (ein natürliches Süßungsmittel)
- ganz stark verdünnter Fruchtsaft
Das geht ja alles noch, aber der Gedanke, keinen Alkohol trinken zu können, tut echt weh...

Auswirkungen bis jetzt:
- Über die Haut kann man bis jetzt natürlich noch nichts sagen.
- Am zweiten Tag war ich extrem schlapp und es war der Horror auf der Arbeit (Industrie/Schichtarbeit). Der Körper kann sich angeblich nicht so schnell umstellen.
- Die Verdauung ist besser geworden.

Das ist jetzt total viel Text geworden. Ich hoffe, es ist dem einen oder anderen von Nutzen. Ich werde demnächst berichten, wie es weitergegangen ist.
Liebe Grüße, haltet durch...
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  #2 (permalink)  
Alt 19.08.2011, 09:58
pm2 pm2 ist offline
 
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Weshalb hast Du Dich vorher nicht im
Ernährungs-Forum eingelesen?

Es gibt keinen besseren Ratgeber, auch nicht "Bücher",
als z.B. dieser Thread:
Reine Haut durch kohlenhydratarme Ernährung

Wichtig ist die Verwendung der richtigen Fette&Öle+Fleischsorten
(Pufareduzierung), das Austesten von Milchinhaltsstoffe/Gluten
(wer z.B. Milchinhaltsstoffe verträgt kann Milchprodukte sehr
gut in Low-Carb einbauen) (andersherum, wenn Gluten ein Problem sind
bringt auch Low-Carb nicht viel)!
Einige Low-Carbler hier sind mit extrem niedrigen Mengen an KH
garnicht klar gekommen, auch da sind bestimmte Mengen an
KH (mit oder ohne Ketose) die ggf. bessere Variante.
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  #3 (permalink)  
Alt 19.08.2011, 22:07
 
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[quote=pm2;164628]Weshalb hast Du Dich vorher nicht im
Ernährungs-Forum eingelesen?

Durchaus - nur nicht ALLES. ^^

Zitat:
Zitat von pm2 Beitrag anzeigen
das Austesten von Milchinhaltsstoffe/Gluten
(wer z.B. Milchinhaltsstoffe verträgt kann Milchprodukte sehr
gut in Low-Carb einbauen) (andersherum, wenn Gluten ein Problem sind
bringt auch Low-Carb nicht viel)!
Weiß ich ja alles noch nicht... Wenn die Haut besser werden sollte, fange ich zuerst wieder mit Milch an. Wie lange dauert das denn ca., bis man die Auswirkungen der Ernährung merkt?

Was es heute zum Essen gab:
Tag 4
- Eier, Beeren
- gebratene Zuchini und Tomatensalat, Thunfisch
- LC-Brot mit viel Butter, Paprika und Gurken mit Remoulade, Forelle

Soweit gehts mir ganz gut, Haut ist wie immer.
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  #4 (permalink)  
Alt 19.08.2011, 23:53
pm2 pm2 ist offline
 
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Habe die Erfahrungswerte nicht mehr im Kopf,
aber die Veränderungen im Körper durch Nahrungsumstellung sind
in manchen Bereichen eine Sachen von wenigen Wochen&Monaten
und in anderen Bereichen von vielen Monaten...

Könntest auch hier mal reinschauen:
OptimaleGesundheit.de • Foren-Übersicht
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  #5 (permalink)  
Alt 20.08.2011, 08:59
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Ich meine das jetzt nicht böse, aber wenn man sich nicht hier einliest, dann sollte man seine Ernährung auch nicht umstellen. Denn das Allerallerwichtigste, was hier immer und immer wieder erwähnt wird, spiegelt sich in deiner Ernährung nicht wieder: der weitestgehende PUFA-Verzicht (PUFA = mehrfach ungesättigte Fettsäuren).


Listen wir mal die Lebensmittel auf, auf die du besser verzichten solltest:

- Nüsse (zu viele PUFAs, Antinährstoffe)
- Remoulade (zu viele PUFAs)
- Frikadellen (PUFAs, Zusatzstoffe)
- Erbsen und Bohnen (Hülsenfrüchte haben zu viele Antinährstoffe und sind schwer verdaulich)
- Sonnenblumenkerne (zu viele PUFAs)
- Thunfisch (zu viele PUFAs)
- und wahrscheinlich auch noch das LC-Brot (Zutaten?)


Dein Fett sollte aus pufa-armen Fetten stammen, also Kokosfett, Milchfett (Butter, Sahne, Käse, Milch) und Rindertalg. Ansonsten geht als einziges Pflanzenöl Macadamianussöl, ist aber sehr teuer.


PS: Darf ich fragen, wie viele Kalorien du zu dir nimmst? Ich frage deshalb, weil du eine Frau bist und diese bekanntlich gerne zu wenig essen
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  #6 (permalink)  
Alt 20.08.2011, 10:55
 
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Das Problem ist, ich weiß langsam nicht mehr, was ich überhaupt noch essen darf. Hier im Forum wird von so vielen Sachen abgeraten, weil es sein könnte, dass man das nicht verträgt oder es die Akne fördert. Aber auch abgesehen von den teilweise widersprüchlichen Infos, die man hier so liest, geben mir andere Leute wieder ganz andere Tipps. Das ist voll verwirrend. Hab langsam das Gefühl, dass ich mich nur noch von Wasser ernähren sollte.
Sorry für meine Unmotiviertheit, werde mich hier weiterhin schlau machen und das Thema vertiefen. Aber meine Haut ist zur Zeit so schlecht, mir geht es nicht gut...

Zu den Kalorien:
Ich esse zwar prinzipiell nicht viel. Aber seit ich weniger Kohlenhydrate esse, nehme ich dafür umso mehr Fett (zum Anbraten, Butter...) Ich merke das auch, wenn ich zuwenig Fett esse, hab ich keine Energie.

Haut.
Wie immer, es sind einige sehr kleine Pickel dazugekommen.
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  #7 (permalink)  
Alt 20.08.2011, 11:36
 
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wieso bring LC bei glutenunverträglichkeit nichts ? meinst du das sie dann soger mehr schaden anrichtet ?
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  #8 (permalink)  
Alt 20.08.2011, 12:28
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Zitat:
Zitat von faceless Beitrag anzeigen
Das Problem ist, ich weiß langsam nicht mehr, was ich überhaupt noch essen darf. Hier im Forum wird von so vielen Sachen abgeraten, weil es sein könnte, dass man das nicht verträgt oder es die Akne fördert. Aber auch abgesehen von den teilweise widersprüchlichen Infos, die man hier so liest, geben mir andere Leute wieder ganz andere Tipps. Das ist voll verwirrend. Hab langsam das Gefühl, dass ich mich nur noch von Wasser ernähren sollte.
Kann die Frustration darüber verstehen, wird vielen Neu-Lesern so gehen.
Das Thema ist sehr komplex. Aber Dinge unerwähnt lassen nur
weil es besser für die Übersicht ist kann auch nicht richtig sein,
gerade chronische Aknbetroffene brauchen viele Optionen/Infos um
ggf. doch noch einen Erfolg zu haben.

Eingeschränkte Auswahl an Essen ist manchmal hart,
in der 3. Welt wäre sowas trotzdem noch Luxus.
In Polen gab es früher 1x die Woche Fleisch, Du darfst
jeden Tag Fleisch essen

Nebenwirkungen von Medikamenten ertragen ist auch nicht ohne,
von daher, spezielle Ernährung ist aufwendig aber kein Beinbruch...

Konzentriere Dich doch erstmal auf die grossen Strömungen,
richtige Öle&Fette (damit ist auch das Fett von Fleisch/Nüssen usw.
gemeint), Austesten von Unterträglichkeiten (z.B. Milchinhaltsstoffe,
Gluten, ggf. auch Histamin), bei Bedarf probiere Low-MiddleCarb, bekommt
aber nicht jedem!

Normale Butter darf nicht zum Anbraten genommem werden,
Butterschmalz (Butaris) ja, gutes ungehärtetes Kokosfett ist
aber Mittel der Wahl.
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  #9 (permalink)  
Alt 20.08.2011, 12:44
 
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Achso, ich meinte nicht, dass ich zum Anbraten Butter nehme, sondern dass ich beim Anbraten und beim Butter essen Fett zu mir nehme. Zum Anbraten nehme ich Olivenöl, ich dachte eigentlich immer, dass das sehr gesund ist.
Was mich z. B. verwirrt, ist, dass boykott von Thunfisch abrät, paba empfiehlt ihn aber, wegen dem Omega3.

PUFAs sind doch vorallem in pflanzlichen Fetten enthalten, oder nicht?

Vielen Dank, dass ihr mir so viele Tipps und Hinweise gebt, obwohl ihr die sicher schon hundertmal geschrieben habt.
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  #10 (permalink)  
Alt 20.08.2011, 12:55
Benutzerbild von boykott
 
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Olivenöl ist in kleinen Mengen noch in Ordnung, zum Braten darf man es jedoch nicht nehmen! Da sind nur Kokosfett und Butterschmalz erlaubt.

Zum Thunfisch: Das Ausmaß über die Gefährlichkeit der PUFAs hat sich in den Jahren immer weiter verschärft. Damals hatte paba noch Thunfisch empfohlen um das Omega 3-/Omega 6-Verhältnis zu verbessern, heute wird davon abgeraten um den PUFA-Konsum so gering wie möglich zu halten.

PUFA-reiche Lebensmittel sind die meisten Pflanzenöle, Nüsse, Samen, Getreide, fetter Fisch, Schweine- und Geflügelfett und natürlich fast sämtliche Fertigprodukte.
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