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Alt 04.10.2008, 08:06
 
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Standard Erfolg mit Homöopathie

Ich habe vor ca. 3 Monaten endlich meinen langjährigen Kampf gegen meine Akne gewonnen und möchte euch erzählen, was bei mir geholfen hat und was nicht. Wer nur wissen möchte, was schlussendlich geholfen hat, kann ja einfach ans Ende scrollen :-)

Bei mir hat die Akne im Alter von ca. 11 Jahren begonnen, also bereits vor der Pubertät. Mir war das damals noch völlig egal - in diesem Alter kümmert sich ein Kind ja meistens noch nicht um sein Aussehen.

In der Pubertät hab ich dann angefangen, die Akne mit diversen Pflegemittel zu bekämpfen - meine Mutter hatte selber auch Akne und daher hatte sie den Badezimmer-Schrank immer prall gefüllt mit jensten Mittelchen - natürlich alles ohne Erfolg, egal was die Packungen versprachen.

Irgendwann wollte ich dann mehr machen, und ging zuerst einmal zum Hautarzt. Leider hatte ich wohl einen sehr schlechten Hautarzt erwischt, er konnte sich gerade mal dazu aufraffen, kurz meine Haut anzuschauen und mir dann irgendwelche starken "Pflege"-Produkte (Creme, Waschlotion etc.) zu verschreiben. Die Mittel waren sehr stark, und die Akne wurde nur noch schlimmer dadurch. Der Hautarzt meinte jedoch bei jedem Besuch, es habe gebessert (was nicht stimmte), und verschrieb mir noch andere aggressive Produkte... Lang habe ich das aber nicht mitgemacht und die Behandlung abgebrochen.

Als nächstes ging ich einfach zu einer Kosmetikerin, die mir die Haut professionell reinigte und mit einer Licht-Therapie (ich glaub es war Infrarot-Licht?) arbeitete. Für mich bedeutete das wöchentlich sehr unangenehme Besuche ihr (es ist nicht gerade lustig wenn einem jemand eine halbe Stunde oder länger alle Pickel ausdrückt...), aber die Haut war etwas besser und vor allem waren die Poren etwas feiner. Aber der Erfolg hielt sich natürlich in Grenzen.

Dann hörte ich von dem Wundermittel Roaccutan und wollte das unbedingt probieren. Ich ging zu einer Hautärzti (zu einer anderen!!) und erklärte ihr mein Problem. Zuerst musste ich auch da diverse Produkte ausprobieren, dann hat sie mir aber doch Roaccutan verschrieben und ich musste regelmässig bei meinem Hausarzt vorbei um meine Blutwerte testen zu lassen. Während der Roaccutan-Therapie war meine Akne weg. Mit trockener Haut hatte ich nicht so grosse Probleme, aber meine Haut war im Gesicht so dünn, dass immer wieder irgendwo Wunden hatte, aber das war mir egal. Nach der Roaccutan-Therapie kam aber die Akne wieder und ich war ziemlich depremiert. Meine Hautärztin verschrieb mit dann eine zweite Therapie, aber nur mit halber Dosis (da man Roaccutan ja nicht zu lange nehmen sollte...). Das hat aber dann nicht mehr wirklich genützt. Bei den regelmässigen Blut-Kontrollen bei meiner Hausärztin entschied sich diese (die Hausärztin und nicht die Hautärztin!) einfach, die Dosis wieder zu erhöhen und die Therapie so fortzuführen. An diesem Punkt brach ich die Therapie ab. Mir war das nicht mehr geheuer, solche starke Medikamente zu schlucken, und ich zweifelte an der Fachkompetenz meiner Hausärztin, die mir einfach (ohne Absprache mit der Hautärztin!) eine höhere Dosis verschrieb. Ich war damals 16 Jahre alt und ich bekam langsam auch Angst, dass mir diese Medikamente langfristig schaden könnten. Im Nachhinein muss ich sogar sagen, hätte ich diese Medikamente nie nehmen sollen, ich zweifle daran, dass man die Langzeitfolgen solcher Medikamente genau kennt...

Nun hatte ich genug von der Schulmedizin. Ich habe von sehr vielen Erfolgen mit Naturmedizin gelesen und probierte da einiges aus. Zuerst ging ich zu einem Therapeut, der mit autogenem Training arbeitete (sogenannte "Selbstheilung"). Funktionierte nicht.

Als nächstes war TCM (traditionelle chinesische Medizin) an der Reihe. Ich hatte eine sehr gute Therapeutin, die sich wirklich mit Akne auskannte und nach den wahren Ursachen suchte, und zwar nicht nur bei der Haut selber (denn die Haut selber ist nicht die Ursache, sondern das Resultat der Krankheit!), sondern in erster Linie bei der Funktion der Organe. Insbesondere eine Fehlfunktion der Leber oder der Nieren kann eine Akne verursachen, da die Giftstoffe dann anders - in manchen Fällen eben über die Haut - ausgeschieden werden müssen. Sie arbeitete in erster Linie mit Akkupunktur. Die Akne wurde etwas besser, aber leider nicht viel, und es war keine langfristige Besserung in Sicht. Die Therapeutin ging davon aus, dass meine Akne durch eine Lebensmittel-Allergie oder -Unverträglichkeit ausgelöst wird. Sie hatte jedoch selber keine Möglichkeit um herauszufinden, durch was genau. Sie empfahl mir eine Therapie mit Bioresonanz.

Also ging ich zu einer Therapeutin, die mit Bioresonanz arbeitete. Bei der Bioresonanz werden leichte elektrische Impulse durch den Körper geleitet. Der Computer kann zum Beispiel einen Impuls durch den Körper leiten, der dem Körper die Information "Nüsse" gibt, und dann sieht man, wie der Körper auf Nüsse reagiert und ob eine Allergie/Unverträglichkeit besteht (so ungefähr hat mir die Therapeutin das jedenfalls erklärt :-) - Sie hat bei mir dann eine Art Allergie-Finder-Programm gestartet und der Computer hat jenste Sachen angezeigt, die ich nicht vertrage. Ich war daraufhin für etwa 10 Therapien bei ihr, sie versuchte, diese Unverträglichkeiten ebenfalls mit diesen Elektro-Impulsen zu behandeln. Leider ohne Erfolg... Ich kann nicht sagen, dass alles nur Quatsch war, weil ich von anderen Leuten weiss, die bei anderen Beschwerden Erfolg hatten mit Bioresonanz - aber in meinem Fall kostete es nur sehr viel Geld und mehr nicht.

Nach diesem Fehlschlag wusste ich lange nicht mehr, was ich noch probieren sollte. Aber eines wusste ich immer: ich gebe nicht auf! Ich werde eines Tages diese Krankheit besiegen! Ich lasse mich nicht ein Leben lang entstellen und ich möcht nicht den Rest meines Lebens vor dem Spiegel verbringen und Pickel mit Makeup überdecken. Irgendwann werd ich es schaffen...

Auf die Idee mit der "klassischen" Homöopathie kam ich diesen Frühling. Ich hatte starken Heuschnupfen (was ich sonst eigentlich selten habe) und ging in die Drogerie, um irgend ein "sanftes" Mittelchen zu holen. Die Verkäuferin empfahl mir Globuli (diese kleinen weissen Kügelchen, die man gegen jedes Leiden haben kann) und ich kaufte die, obwohl ich eigentlich diesen Globuli gegenüber immer sehr skeptisch war (kann es sein, dass solche Kügelchen, die ja alle gleich aussehen und gleich schmecken, wirklich gegen etwas helfen?). Ich hab es probiert und es hat sofort gewirkt - obwohl ich nicht wirklich dran glaubte! Da dachte ich mir: so etwas müsste es doch auch gegen Akne geben.

Ich fand im Internet eine Homöopathin in der Nähe, welche sehr gute Ausbildungen in diversen Bereichen hatte. Mir war das wichtig, dass ich nicht zu irgend jemandem ging, der mal irgend ein Kurs in Homöopathie belegt hat, sondern wirklich zu einem "Profi". Die Frau machte auch von Anfang an einen sehr guten Eindruck, sie kannte sich sehr gut aus und schaute - wie schon bei der TCM - alle Aspekte der Krankheit genau an. Sie verschrieb mit dann homöopathie Tröpfchen (Ceres), welche ich 3 mal Täglich mit etwas Wasser trinken musste. Nach 2 Wochen hatte ich wieder einen Termin und die Haut war schon etwas besser - aber ich glaubte nicht wirklich, dass es von den Tröpfchen ist. Ich hatte immer wieder bessere und schlechtere Phasen und ich dachte, es sei einfach so eine Phase und in ein bis zwei Wochen wäre es wieder schlechter. Die Homöopathin machte noch ein paar Tests mit mir, um noch optimalere Tröpfchen zu finden, und verschrieb mit zwei andere und eine Tee-Mischung. Ich nahm diese Sachen wieder brav während ca. 3 Wochen und es besserte rasant! Nach 3 Wochen ging ich wieder zur Kontrolle und die Therapeutin entschied sich, nur noch die Tee-Mischung leicht anzupassen. Sie meinte, ich sollte diese Therapie so noch einen Monat fortsetzen und dann muss ich nichts mehr nehmen, es sollte dann nicht mehr schlechter werden. Meine Therapie bei ihr war damit bereits beendet nach nur 3 oder 4 Besuchen! Ich nahm die Tröpfchen und den Tee noch einen Monat, und jetzt seit ca. 3 Monaten nicht mehr. Die Akne ist nicht 100%ig weg, zwischendurch verirren sich mal wieder ein, zwei Pickel in mein Gesicht, und leichte Unreinheiten auf der Stirn sind auch noch da, aber wirklich nur minim. Und mit diesem Ergebnis kann ich sehr gut leben. Ich gehe morgens ohne Makeup und ohne Abdeckstift aus dem Haus! Ich hab nie mehr das Gefühl, mein Gesicht verstecken zu müssen! Ich investiere nicht mehr Stunden in die Gesichtspflege - ich hab inzwischen sogar festgestellt, dass meine Haut noch besser ist, wenn ich sie nur einmal bis zwei mal täglich mit Wasser wasche und nur eine neutrale Feuchtigkeitscreme ("Optiderm" - kann ich sehr empfehlen!!) verwende. Ich nehme keine Pflegeprodukte, mache nur ca. alle 1 - 2 Wochen ein Peeling und sonst nichts!!

Ich hoffe, ich kann mit meiner Erfolgsgeschichte vielleicht auch jemandem helfen. Was mir sehr wichtig ist, was ich euch mit auf den Weg geben möchte: Gebt niemals auf! Hört nicht auf Hautärzte, die euch sagen, dass ihr mit der Akne halt leben müsst. Kämpft!! Und probiert alles aus was man probieren kann, auch wenn es viele Entäuschungen gibt - irgendwann werdet ihr es schaffen! Und macht euch nicht die Haut und den Körper kaputt mit scharfen Salben und Medikamenten, die bekämpfen nur die Symptome und nicht die Ursache. Versucht, die Ursache herauszufinden.

Produkte, die ich empfehlen kann:
- Optiderm (neutrale Feuchtigkeitscreme, in jeder Apotheke und Drogerie rezeptfrei erhältlich)
- Teebaumöl (da erzähl ich ja den meisten nichts Neues.... :-)
- 101E (ein chinesisches Kräuterwasser, dass mir auch immer wieder mal geholfen hat. Kann man im Internet bestellen)

Meine Homöopathin (meine Heldin!!!! :-) :
Bettina Styner, Aarau (Schweiz) GESUNDHEITSPRAXIS AARAU
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  #2 (permalink)  
Alt 05.10.2008, 13:32
 
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da freu ich mich für dich...

hab allerdings ne frage zu den globuli: kann ich die theoretisch auch einfach so nehmen (die gleichen wie du), oder muss sie das erst bei mir "auspendeln" und ich brauch evtl. ganz andere als du???

wie nimmst du das teebaumöl?

und wie nimmst du das kräuterwasser? das hab ich nämlich auch, aber bei mir hats nicht wirklich was bracht
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  #3 (permalink)  
Alt 05.10.2008, 17:50
 
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gegen die akne habe ich keine globuli genommen, sondern sogenannte "Ceres"-Tropfen. Und das ist sehr individuell, weil man ja damit die Ursache der Akne bekämpft, und die kann bei jedem anders sein. Ich würd dir daher schon empfehlen, zu einer Homäopathin zu gehen, die können das austesten.

Das Teebaumöl tupfe ich auf die entzündeten Stellen. Einfach etwas auf die Fingerspitze nehmen (oder auf ein Stück Watte) und dann auf die Pickel tupfen. Habe auch schon versucht, es grossflächig (z.B. über die ganze Stirn) anzuwenden, indem ich es mit einer Creme gemischt habe, aber das hat bei mir nicht viel gebracht.

Das Kräuterwasser benutzte ich wie eine Lotion. Ich hab einfach etwas davon in die Handfläche gegeben und dann so auf das ganze Gesicht aufgetragen und dann aber nichts mehr drauf getan (keine Creme oder so darüber). Das Kräuterwasser riecht etwas seltsam und hat die Haut auch leicht ausgetrocknet, ich habe es daher nur am Abend vor dem ins Bett gehen verwendet :-)

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen. Und wenn du noch Fragen hast, einfach melden!

Liebe Grüsse
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Stichworte
alternative medizin, homöopathie, naturmedizin

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