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Hallo zusammen,
Ich habe mich heute entschlossen mich zu euch zu gesellen, da ich hoffe auf ein Bisschen mehr Verständnis und Austauschbereitschaft zu stoßen als in meinem Umfeld Die Meisten können nicht begreifen, dass mich das Thema Akne immer noch belastet, da ich äußerlich bereits riesige Erfolge erziehlt und auch gehalten habe... aber mal von von Anfang an.Das ganze Drama begann bei mir pünktlich mit dem Beginn der Pubertät. Mit 12 sprossen überall kleine fiese Mitesser, die noch nicht weiter schlimm waren. Aber schon damals wurde mir von Leuten wie z.B. meiner Oma suggeriert, dass sich eine unreine Haut für ein Mädchen nicht "gehört" und irgendwie "unfein" und hässlich ist. Relativ schnell wurde aus den paar Mitessern handfeste Akne, welche aber von meinen Eltern als "das ist doch normal in der Pubertät" abgetan wurde. Ich hätte damals schon den Wunsch gehabt, etwas gegen die ungeliebten Pusteln und Pocken zu tun, aber wurde überhaupt nicht ernst genommen. Mein Vater meinte lediglich, dass die ganzen Pasten vom Hautarzt so wie so nur teuer wären und nichts bringen würden und dass ich schon wieder aus den Pickeln "rauswachsen" würde. Für mich aber war die Pubertät die Hölle. Ich habe mich so sehr geschähmt für mein Aussehen und war furchtbar schüchtern mit absolut gar keinem Selbstbewusstsein. Ich habe es gehasst in den Spiegel zu schauen oder mich auf Fotos zu sehen, da ich mich selbst als gänzlich abstoßend empfand. So gibt es aus meiner Pubertät auch fast keine Fotos von mir, oder nur solche, auf denen ich (möglichst) mein gesamtes Gesicht hinter den Händen oder langen Haaren verberge. Ich habe die Jahre mit Abwarten und hoffen verbracht. Hoffen, dass ich doch bald endlich "rausgewachsen" sein würde. Ich habe alle handelsüblichen Cremes, Waschgele, Pillen, Pasten und alles was einem verzweifelten Teenie noch Besserung seiner misslichen Lage suggeriert durchprobiert. Egal was ich versucht habe, die Akne blieb unverändert oder wurde gar noch schlimmer. Noch zusätzlich zur Akne hatte (und habe) ich nämlich furchtbar empfindliche Haut. Schnell ausgetrocknet, schnell spannend, schnell allergisch reagierend auf alles Mögliche... Gegen Ende der Pubertät und kurz vor dem Abitur habe ich dann den Entschluss gefasst, dass die Warterei jetzt ein Ende haben würde. Mein Ziel war es zumindest auf dem Abiball "ganz normal" auszusehen und schöne Fotos vom Ende der Schulzeit mein Eigen nennen zu können. Mein erster Weg fürte mich zur Frauenärztin (da ich zunächst dem Urteil meines Vaters folgend Hautärzte für Zeitverschwendung ansah) und ich habe eine neue Pille bekommen, die angeblich auch bei Akne helfen sollte (Cyproderm). Leider musste ich feststellen, dass auch nach ca. einem halben bis 3/4 Jahr mit der Pille keine Besserung eingetreten war. In meiner Verzweiflung bin ich also doch zum Hautarzt. Das war meine Rettung. Nach erfolglosen Anfängen mit Tinkturen und Apotheken gemixten Cremes und Pasten, hat er mir schließlich Isotretinoin Isis verschrieben. Erst war ich sehr skeptisch, denn die Nebenwirkungen und Warnhinweise in der Packungsbeilage hauen einen ja schon aus den Schuhen. Ich war aber verzweifelt genug alles zu schlucken, das Besserung gelobte. Während der Einnhame bin ich von den meisten Nebenwirkungen verschohnt geblieben. Nur meine Lippen sahen in der Zeit übel aus: vertrocknet, aufgerissen, blutig. Ich habe die Zähne zusammengebissen und meine Lippen regelmäßig desinfiziert und gecremt, denn es stellte sich endlich die langersehnte Besserung meiner Haut ein. Nach etwa 3-4 Monaten war meine Akne vollständig verschwunden. Ich konnte es kaum fassen! Nach dem Absetzen hatte ich eine unheimliche Angst vor einem Rückfall, regelrechte Panik, aber ich blieb gottseidank verschohnt und konnte breit grinsed Abitur-Fotos machen lassen. Bis jetzt ist meine Akne auch 4 Jahre nach der einmaligen Isotretinoin Kur nicht wieder ausgebrochen, wofür ich mehr als dankbar bin. Ich bin aber nach wie vor sehr vorischtig mit meiner Haut. Ich benutze nur milde Naturprodukte für die Pflege und Cremes von Linola gegen die Trockenheit. Die Linola Produkte hatte mir damals mein Hautarzt für die Zeit nach der Behandlung empfohlen. Daran gemessen, wie ich in der "Blütezeit" meiner Pubertät aussah, ist es wirklich um Welten besser - ich habe manchmal noch gerötete Stellen, ein zwei Mitesser irgendwo oder vereinzelte Pickel(chen) während der Periode und (meiner Meinung nach Mondkrater-)große Poren auf der Nase und drumherum, aber alles in allem dürfte ich nicht mehr klagen. Aber auch Jahre danach kriege ich ständig noch Panik, dass ich eines Morgens aufwachen werde und wieder einen Pustel-Kuchen im Spiegel erblicke. Ich empfinde meine Haut bisweilen noch als sehr unrein und hässlich, obwohl mir mein Umfeld versichert, dass ich einen Knall habe und meine Haut ganz toll sei. Irgendwie belasten mich die "Akne-Jahre" und der daraus resultierte Knaks im Selbstbewusstsein (- welches Selbstbewusstsein?!?!) immer noch sehr stark. Okay, lange Rede, kurzer Sinn: Daher würde ich mich gerne mit (ehemals) Betroffenen austauschen. Vielleicht werde ich hier ja "trotz" der inzwischen besseren Haut verstanden. Das wäre schön. ![]() liebe Grüße, Lumi |
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