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Alt 01.02.2010, 20:49
 
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Standard BPO, Minocyclin und jetzt? (lang)

Hi,
ich bin komplett neu hier als Nutzer, obwohl ich schon vor einiger Zeit durch Google auf diese tolle Seite gestoßen bin und mich durch die Beiträge anderer Nutzer gewühlt habe! Allerdings hat sich aus meiner Geschichte eine wichtige Frage ergeben, deswegen hab ich mich kurzerhand angemeldet um euch meinen Leidensweg mitzuteilen und sie anschließend zu stellen

Los geht's...

Alles fing schon vor Jahren an... Mir kommt es tatsächlich wie eine Ewigkeit vor aber objektiv sind es wohl ungefähr 3 Jahre mit, tja, mit "Akne".

Zuerst hat mich das Ganze wenig gestört, wahrscheinlich auch weil mein Hautzustand sich relativ langsam verschlechtert hat. Am Anfang nur hier und da ein Pickel und mehr nicht. Hinzu kam, das mich das mit 14 kaum interessiert hat - mir war es insgesamt ziemlich unwichtig wie ich aussah.

Langsam aber sicher bekam ich allerdings das Gefühl, das sich die Akne bei mir festbeißt. Während meine Freunde sich über ihre immer reinere Haut freuten ging es bei mir erst richtig los.

Also bin ich schließlich zum Hautarzt gegangen. Und wie glücklich war ich als ich mit einem Rezept für BPO rausging, mit dem alle meine Probleme gelöst sein sollten. Fröhlich habe ich es brav Tag für Tag abends angewendet. Und tatsächlich meine Haut verbesserte sich stetig.

Hier wär jetzt der Platz für das Happy-End, aber leider geht die Geschichte noch weiter.

Während ich also munter BPO auf meine Haut auftrug, hatte sich meine Haut grundlegend verändert. Von Reinheit war bald keine Spur mehr: Mit jeder Woche glänzte mein Gesicht mehr und mehr! Und deswegen dachte ich mir: Der Arzt meinte doch BPO wirkt austrocknet... Es kann nichts anderes sein, als dass ich zu wenig auftrage.

Und darum trug ich anfangs mehr von Creme meiner Tube PanOxyl 2,5% auf, die dann sehr schnell alle war. Kein Problem - ab zur Apotheke und PanOxyl 5% gekauft. Auch diese Tube war schnell alle und während ich immer verzweifelter mein Gesicht becremte, verschlechterte sich der Hautzustand zusehends. Vor allem im Sommer sah mein Gesicht aus wie aus flüssiger Butter gezogen. E-k-e-l-i-g.

Schließlich hatte ich meinen Mut verloren und mit ihm das Vertrauen zu meinem Hautarzt. Auf Anraten meiner Mutter bin ich zu einer Kosmetikerin gegangen. Zwar war ich schon ziemlich verzweifelt aber sie konnte mich aufmuntern und versprach mir, das ihre Therapie helfen würde. Sie befönte meine haut immer mit nasser, heißer Luft, drückte anschließend alle Pickel aus und trug am Ende eine Maske aus grünlicher Creme auf. So bin ich regelmäßig zur ihr gegangen. Die Therapie sollte nicht sofort wirken, sondern erst nach ein paar Monaten. Deswegen bin ich auch mindestens ein halbes Jahr zu ihr gegangen. Zwischendurch gab es noch die Gelgenheit die grünliche "Heilcreme" zu kaufen, um die Wirkung noch zu steigern. Das tat ich auch. Nur die Wirkung blieb aus. Stattdessen verschlimmerte sich meine Haut immer und immer mehr bis ich irgendwann nicht mehr hingegangen bin.

Schweren Herzens bin ich also nochmal zu meinem alten Hautarzt gegangen. Und jetzt war er sich sicher: BPO hilft nicht genug. Wie wahr. Also hat er eine Therapie mit einerseits Minocyclin (Skid) und andererseits einer selbstgemischten Vitamin-A-Säure vorgeschlagen ("Das hilft fast immer!").

Um es am Ende doch noch kurz zu machen: Hat es geholfen? Es geht.
Nach ganzen 5 Monaten Minocyclin und langsam echt nervigen Nebenwirkungen habe ich das Ganze eigenmächtig abgesetzt. Während ich mir jede 4/5 Wochen neue Tabletten und die Vitamin-A-Creme abgeholt habe, hat mir der Arzt wieder und wieder aufs neue versichert: Minocylin - das wirkt frühestens nach ein paar Monaten.

Es ging aber nicht anders. Zum Absetzten gab es keine Alternative. Die Klausuren-Zeit nahte und mit einer immer stärker werdenden Müdigkeit wollte ich mich nicht daran wagen.

Meine Haut sah inzwischen insgesamt zwar ziemlich gut aus, aber es kam wie es kommen musste: Eine Woche nachdem ich es abgesetzt hatte, fing sich das Hautbild wieder zu verschlechtern an...

Inzwischen war mir mein Aussehen aber alles andere als egal und deswegen wollte ich es nicht auf ein zweites Mal Grusel-Haut ankommen lassen. Also hab ich gegoogelt: Hautarzt. Und bin fündig geworden. Ganz in der Nähe gab es nicht nur meinen, sondern noch mindestens 3 andere Hautärzte. Perfekt. Also nichts wie hin.

Nach einer ewigen Wartezeit kam ich schließlich dran und erzählte meine Geschichte. Das hätte ich mir allerdings fast sparen können, denn die Ärztin versichterte mir daraufhin, dass sie eh immer "Aknenormin" verschrieben, ein "viel besseres" Mittel als Minocyclin und dass damit "fast alle" sehr zufrieden wären. Um mir die Möglichkeit zu geben mich zu informieren gab sie mir noch eine Infobroschüre mit auf den Weg und den Rat das darin stehende nicht zu ernst zu nehmen.

Ein weiser Rat, denn würde ich alle Nebenwirkungen von Aknenormin in Erwägung ziehen, würde ich mich sehr sicher gegen eine Therapie damit entscheiden.
Allerdings ist nach einer unmittelbaren Behandlung mit Minocyclin die Einnahme von Aknenormin sehr gefährlich, denn der Schädeldruck kann sich deutlich erhöhen. 4-6 Wochen Wartezeit müsse schon eingehalten werden.

Genug Zeit um sich den ganzen (Irr-)Sinn nochmal durch den Kopf gehen zu lassen und Schauergeschichten über Isotretinoin hier im Forum zu lesen

Nach dieser etwas lang gewordenen Beschreibung hier die Frage: Lohnt sich (siehe Foto, Minocyclinbehandlung ist inzwischen 2 Wochen her) bei meinem Hautzustand das Risiko von Haarausfall, Gelenkschmerzen und den dutzenden anderen leichteren wie schlimmeren Nebenwirkungen, die das Begleitheft aufführt, einzugehen und Aknenormin zu nehmen? Gibt es andere Möglichkeiten?


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  #2 (permalink)  
Alt 02.02.2010, 18:05
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Hallo!

ich denke, dass du kein Fall für ISO bist.

Probiers lieber noch mal mit der 2,5 % Bpo(vorbeugende Methode=Thread im Forum)
5% sind zu stark austrocknend...deshalb auch das fetten der haut.
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  #3 (permalink)  
Alt 04.02.2010, 17:22
 
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Hi Christian,

also auch nach meiner Einschätzung bist du kein Fall für ISO. So schlimm ist deine Haut nicht, dass du diese Nebenwirkungen in Kauf nehmen müßtest. Das würde ich mir gut überlegen, du siehst immernoch gut aus.

Ich hab selbst mal Minocyclin genommen, ohne Nebenwirkungen, wollte es aber nicht noch länger nehmen, es kann ja nicht gut sein, den Körper dauerhaft mit Antibiotika zuzupumpen. Letztendlich ist es halt so, dass die Haut nach Mino wieder die gleiche ist wie vorher auch. Mittlerweile weiss ich auch, dass es einige Menschen gibt, die zudem immun dagegen werden und es beim zweiten Mal gar nicht mehr anschlägt.

Ich finde auch, dass die vorbeugende BPO-Methode evtl. was für dich wäre. Lies dir einfach mal die Beiträge hier im Forum durch. Eventuell musst du ein bisschen rumprobieren, was dir liegt an Methoden, Cremes und Mittelchen. Das muss leider jeder für sich selbst rausfinden und das hab auch ich hinter mir. Oft ist weniger mehr.

Vielleicht bringt dich auch eine Ernährungsumstellung weiter. Meine Haut verbesserte sich z.B. auch, seit ich Vitamin C nehme. Das ständige Nachfetten habe ich mit Wildrosenöl in den Griff bekommen, dass die Talgproduktion reguliert.

Es gibt auf jeden Fall noch eine Menge Möglichkeiten.
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