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Zitat von _er
ich denke das es nur erfolgreich bei ernährungsakne ist, oder was für eine akne hattest/hast du denn?
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ehrlich gesagt, ich glaube nicht an die unterscheidung "ernährungsakne" und "normale" akne. ich glaube, dass sich jede akne - wenn nicht geheilt - so doch erheblich von der ernährung beeinflusst werden kann. praktisch alle krankheiten hängen mit unseren ernährungsgewohnheiten zusammen, warum soll ausgerechnet die akne eine ausnahme sein.
ich lese von praktisch allen, die eine ernährung mit wenig kohlenhydraten (brot, pasta, reis, kartoffeln usw.) über längere zeit (mehrere monate oder jahre) durchgezogen haben, eine signifikante besserung ihres hautzustandes erreicht haben. nicht wenige sind durch eine solche ernährungsweise auch andere chronische gesundheitliche probleme losgeworden. auch berichten praktisch alle, die diese diät längere zeit gemacht haben, von einer steigerung der leistung, erhöhtem wohlbefinden, mehr ruhe und gelassenheit und vieles mehr. ich empfehle jedem, die berichte im lowcarb-forum zu studieren - die effekte sind sehr erstaunlich. obwohl die leute genau das machen, was ihnen jahrzehntelang von schulmedizin verboten wurde und als "ungesund" verteufelt wurde - nämlich viel fleisch und milchprodukte, und dagegen fast kein getreide zu essen - fühlen sich die leute hervorragend, verlieren ihr übergewicht und andere chronische krankheiten. und es ist übrigens kein kurzzeitiger effekt. es gibt leute, die sich schon seit 50 jahren so ernähren und praktisch nie krank waren, wie etwa der österreichische arzt wolfgang lutz, der den low-carb-klassiker "leben ohne brot" geschrieben hat.
wenn man diese erfolge aus der sicht der menschlichen evolution anschaut, sind sie eigentlich nicht weiter erstaunlich. ich habe es an anderer stelle schon oft geschrieben, erwähne es aber gerne noch einmal. der mensch hat während der längsten zeit seiner entwicklung seine kalorien über tierische nahrung gedeckt. der mensch war sehr lange zeit jäger und sammler und hat immer sehr viel fleisch gegessen. er hat zwar auch beeren, früchte und wildes gemüse gegessen, aber das war "beigemüse" und vor allem in der kälteren nordhemisphäre nicht das ganze jahr über verfügbar. getreide isst der mensch erst seit er sesshaft wurde, d.h. seit ca. 5-10.000 jahren. in mittel- und nordeuropa hat sich der getreidekonsum wahrscheinlich sogar erst seit 2000 jahren mit den römern verbreitet. 2000 jahre haben aber nicht gereicht um unsere gene völlig umzukrempeln. wir sind immer noch an eine ernährung mit viel fleisch und nur wenig kohlenhydraten angepasst. deshalb geht es den meisten leuten mit einer solchen ernährungsweise auch so gut.
auch wenn es von ärzten und medien leider immer noch allzu oft behauptet wird. brot ist definitiv kein gesundes nahrungsmittel. vollkornbrot ist zwar gesünder als weissbrot, aber es ist immer noch sehr schwer verdaulich (wegen den vielen antinährstoffen wie enzyminhibitoren, phytinsäure, lektine, gluten usw.) und enthält viel zu viele kohlenhydrate. die kohlenhydrate werden zwar langsamer aufgenommen als vom weissbrot, die "glykämische last" ist aber praktisch gleich gross wie bei weissbrot.