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Alt 18.03.2010, 19:16
Ipanema Ipanema ist offline
 
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Ich bin seit einiger Zeit stiller Mitleser dieses Threads und bin erstaunt, wie viel Wissen sich hier (leider wahrscheinlich eher unbeachtet) verbirgt. Meine Kenntnisse über Ernährung stammten bisher aus einschlägigen Diät-Büchern und ich war regelrecht erschrocken, welche Widersprüche sich zu dem hier geschriebenen auftun.

Ich leide seit meiner Pubertät an leicht unreiner Haut (fettig, Mitesser in der T-Zone, wenige größere Entzündungen, rote Flecken und schnell reizbare, empfindliche Haut). Ich bin weiblich, 29 Jahre alt und müsste aus der normalen Pickelzeit eigentlich schon längst raus sein. Die Pille nehme ich seit über 10 Jahren und konnte damit keine Verbesserung der Haut erzielen. Auch nicht bei hoch dosierten Exemplaren. Ein Selbstversuch bei dem ich die Pille absetzte, zeigte auch nur eine kurzzeitige Änderung der Haut (sie wurde erst deutlich fettiger, aber pendelte sich dann wieder auf dem alten Niveau ein). Meine Schlussfolgerung daraus war, dass meine schlechte Haut mit großer Sicherheit aus meiner Ernährungsweise resultiert. Mein Frauenarzt diagnostizierte bei mir jedoch ein Überschuss an männlichen Hormonen, der für die schlechte Haut und auch für meinen unregelmäßigen (eher kaum vorhandenen) Eisprung verantwortlich sein soll. Aber die Einnahme der Pille ändert den Zustand meiner Haut nicht.

Meine Ernährung basiert größtenteils auf Kohlehydraten in Form von Getreideerzeugnissen (Brot, Brötchen, Laugengebäck …) in Verbindung mit Wurst, Käse und süßen Aufstrichen. Fleisch und Fisch esse ich eher selten, Süßigkeiten in sämtlichen Varianten dafür umso mehr. Obst und Gemüse habe ich bis vor einem halben Jahr regelmäßig und auch täglich verzehrt. Allerdings habe ich dann Beschwerden (starke Blähungen, harter Bauch, Schleim im Stuhl) entwickelt und vermute, dass diese von einer aufgetretenen Fruktosemalabsorption stammen könnten. Mit Laktose habe ich diese Probleme nicht. Kartoffeln und Reis konsumiere ich eher wenig, da ich selten warm esse.

Eine Ernährungsumstellung auf die empfohlene Basis von Low-Joe (kaum mehrfach-gesättigte Fettsäuren, wenig Fruktose, Kohlehydrate aus Reis Kartoffeln und wenig Brot, viele gesättigte Fette, Eiweiß) könnte ich mir gut vorstellen. Eine strikte Low-Carb Ernährung würde mir sicher schwer fallen.

Gerne will ich in diesem Zusammenhang noch einmal bezüglich einzunehmenden Kalorienmenge pro Tag eingehen. Low-Joe schrieb


Zitat:
Zitat von Low-Joe Beitrag anzeigen

Wer sich viel bewegt, benötigt viele Kalorien und zwar sehr viele! Ich achte schon seit Jahren peinlichst genau darauf, immer mehr Kalorien aufzunehmen als ich rein rechnerisch pro Tag benötigen würde. Das berechne ich natürlich nicht für jeden Tag (das habe ich lediglich 1x gemacht, das reicht), aber ich kenne meinen rechnerischen Grundumsatz und habe im Kopf Zahlen für den Kalorienverbrauch bestimmter Tätigkeiten/Zeitintervall. Ich habe einen Körperfettgehalt von 11% und esse wirklich sehr viel.
Ich habe mir im Laufe der letzten Jahre durch ständige Diäten und darauffolgendem unkontrollierten Essen (meist Kohlehydrate, Fertiggerichte und Süßigkeiten) eine hartnäckige Speckschicht am Bauch angefressen und wahrscheinlich meinen Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht gebracht. Mein Gewicht mit 61 kg auf 1,74 m ist in Ordnung, aber der Speck sitzt hartnäckig. Durch viel und regelmäßig Sport liegt mein Gesamtumsatz bei etwa 2300 Kcal pro Tag. Doch wieviel darf/soll ich essen, um bestenfalls den Körperfettanteil zu senken?

Die Ernährungsforen predigen ein mäßiges Kaloriendefizit (Gesamtumsatz minus 500 kcal) bei der üblichen falschen Nährstoffzusammstellung (mit viel Obst, Gemüse, low-fat Lebensmitteln und den anscheinend gesunden mehrfach-gesättigten Fetten).

Ich bin sehr unsicher, was, wie viel und in welcher Zusammensetzung ich überhaupt essen soll!!!!!
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