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Alt 14.11.2009, 06:37
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Low-Joe Low-Joe ist offline
 
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Nicht das ich schon wieder gegen Low-Carb-Diäten plädieren möchte, dem ist nicht so! Hier ist ein Post (Diabetes Update: Effect of The Atkins Diet, Long-term, on Mood) welcher meine Probleme nach 2,5 Jahren LC recht gut zusammenfasst. Interessanter Weise hatte wir genau dieselben Sachverhalte hier schon einmal besprochen. LC = oftmals erniedrigte Insulinspiegel und in der Folge erniedrigte T3-Werte. Im Text wird dies unter Euthyroid kurz angesprochen. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch den Kommentar zu den Eades (Patienten T3 unter LC alias der “optimalen“ Diät geben und dann leugnen). Die physiologische Seite dessen hatten wir hier schon einmal besprochen, da verzichte ich drauf.

Der Vergleich der beiden Studien ist sicherlich nicht überaus aufschlussreich. Auf den Punkt gebracht gibt der Artikel aber ziemlich genau meine Erfahrungen wieder, nur deshalb spreche ich diesen an.

Wem es nach Monaten und Jahren unter LC gut geht, ohne jegliche Probleme braucht sich sicherlich keine Gedanken machen.

Mir ist ebenfalls bewusst, dass es die perfekte KH-Quelle nicht gibt. Wurzelgemüse wie Bataten, Yams, Kartoffeln usw. beinhalten viele kritische Inhaltsstoffe. Trotzdem mache ich mir die Mühe, mir diese täglich in größeren Mengen zuzubereiten. Diese Prozedur begann mich schon nach der 1. Woche zu nerven, aber trotzdem mache ich mir diese (lästige) Mühe, da genau das bei mir einen Unterschied von Tag und Nacht (LC früher vs. Moderat KH heute) ausmacht. Die u.a. extrem trockene Haut (Schuppen), welche sich bei mir nach längerem LC einstellte, verschwand einfach nur durch eine simple Erhöhung der KH.

Wie gesagt, mir sind die Probleme mit KH wohl bekannt und auch die Vorteile von LC (zu mindestens zu Beginn), aber bei mach einem stellen sich irgendwann vielleicht doch ein paar Probleme unter LC ein. Dann kann man ja noch einmal die Erfahrungsberichte der User hier lesen, welche nach langjährigem und konsequenten LC Probleme feststellten.

Vielleicht stelle ich in geraumer Zeit unter moderatem KH-Konsum auch wieder irgendwelche Probleme fest. Dann werde ich diese hier auch ansprechen, keine Frage. Ich denke nur, man sollte es mit der KH-Beschränkung nicht übertreiben und lieber sämtliche raffinierten KH komplett streichen. Bei manchen Krankheiten macht es auch Sinn, zu mindestens zu Beginn, die KH etwas mehr zu reduzieren (gerade bei Problemen mit dem Verdauungstrakt).

Wer schwer krank ist wird sicherlich unter LC besser fahren. Da muss man dann abwiegen. Trockene, schuppende (und gerötete) Haut, Muskelkrämpfe (bei mir während intensiver sportlicher Belastung, aber nur wenn ich zeitgleich in Ketose war), Schlaflosigkeit (bzw. nur 5-6h Schlaf, Einschlafprobleme etc.) und teilweise Gefühlsschwankungen. Das waren meine größten Probleme nach 2,5 Jahren LC (bzw. schon nach ca. 1 Jahr). Nun glücklicherweise nicht mehr. Manch einer wird diese Probleme vielleicht sogar durch LC erst los (könnten aber auch nur anfängliche Verbesserungen sein, sollte man vielleicht genauer im Auge behalten).

Es ist überhaupt sehr gut und ratsam seinen Gesundheitszustand in bestimmten Abständen ärztlich überprüfen zu lassen. Man sollte nur nicht auf alles hören was einem Ärzte dann vielleicht erzählen werden.

Also wie gesagt, nichts gegen LC, gerade bei den Leuten welche diese Kost-Form nach Jahren ohne Probleme verfolgen.

Geändert von Low-Joe (14.11.2009 um 06:42 Uhr)
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