Krankhaftes Pickel drücken – Skin Picking
Hin und wieder in das Gesicht zu fassen, das kennt jeder. Was aber wenn das Pickel drücken zur Krankheit, ja sogar zur Sucht wird? Experten sprechen von “Skin Picking”, quasi einem Zwang oder einer Sucht nach reiner Haut.
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Bis zu 5,4 % der Bevölkerung sollen nach diesem Bericht betroffen sein. Die Patienten müssen sich ständig kratzen sowie Unebenheiten der Haut wie Wunden oder Pickel abpulen. In einem gewissen Rahmen handelt es sich um ein angeborenes Verhalten zu Selbstpflege. Einige Menschen können damit aber nicht mehr aufhören – dann wird die eigene Haut stundenlang bearbeitet.
Zeichen der Haut
Im Anschluss an die “Behandlung” sieht die Haut oftmals richtig übel aus. Wenn sich der Patient dann nicht mehr auf die Straße traut oder sich sogar krank meldet oder die Schule schwänzt, kann von Skin Picking gesprochen werden. Wenn sich die Wunden entzünden oder sogar auffällige Narben bilden sollte das eigene Verhalten dringend reflektiert werden. Nicht wenige Menschen müssen dann sogar stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden.
Die Ursachen
Die Ursachen werden im heutigen Schönheitsideal vermutet. Die Medien machen es vor: die Haut muss perfekt sein. Aber auch Verbindungen zu Zwangskrankheiten werden vermutet. Patienten fühlen sich oftmals unreinen und müssen deshalb zum Beispiel Pickel beseitigen. Andere Patienten bauen damit – zumindest vermeintlich – Stress und Anspannungen ab. Oftmals geht Skin Picking mit depressiven Phasen einher.
Wann Arzt aufsuchen?
Sobald das eigene Leben durch dieses Verhalten eingeschränkt wird sollte man seinen Arzt aufsuchen. Dieser entscheidet wie das Problem behandelt werden kann. Die Heilungschancen scheinen recht gut zu stehen.
Interessanter Beitrag im Forum: Das Pickel ausdrück abgewöhn Tagebuch


da es hier schon so viele wunderbare kommentare gibt, die einem mut machen und einem helfen, seine sucht (mehr oder minder ausgeprägt) auch als solche anzuerkennen, hier ein paar tipps von mir, die vielleicht helfen könnten:
- definitiv spiegel: es hilft schon, ein nicht allzu klares licht im bad zu haben und einen spiegel, der nicht wie eine lupe funktioniert
- mir hilft es, bei anderen zu übernachten, mit anderen unterwegs zu sein, abgelenkt zu sein…
- eine zeit festmachen, wie lange man sich im bad aufhalten wird. manchmal morgens sogar später aufstehen um weniger zeit im bad verbringen zu können. + ablenkung im bad vermeiden, wie nachrichten hören etc… dadurch vergisst man die zeit und man vergisst sich und erleidet einen rückfall.
- sich auf andere teile seines körpers konzentrieren und diese besonders pflegen…
- kein make-up, wenn es irgendwie vermeidbar ist.
- ein bad nehmen hilft mir persönlich, mich wohler in meiner haut zu fühlen, auch wenn die rötungen davon nicht besser werden.
- regelmäßig die trockene haut an armen und beinen bspw eincremen verhindert, dass man viel drücken oder kratzen kann.
- ärzte haben hier schon viele geraten…
letzlich ist es eine wirkliche willensaufgabe und sehr schwer komplett zu unterbinden. im sommer klappt das bei mir besser, am besten hilft bei mir sonne und v.a. meerwasser.
1zum arzt gehe ich nur sehr ungerne. besonders zum hautarzt, die einem dann etwas vorpredigen und man sich ganz schlecht fühlt.
bitte gebt weiter tipps! ich würde mich echt freuen! wie überlistet man sich selbst? wie bleibt man willensstark?
Künstliche Fingernägel helfen ein bisschen. Die sind stumpfer und man kann sich nicht so leicht kratzen.
2Denke auch, dass es letztlich ein psychisches Problem ist. Ich mache es, um Stress und Druck abzubauen und vergesse dabei Zeit und alles andere. Künstliche Fingernägel helfen ein bisschen. Da kann man nicht so gut kratzen. Natürlich bin ich nervös, wenn ich nicht kratze, aber ich bin dann gezwungen die Nervosität anders abzuarbeiten, z.B. Sport und Atemübungen.
3Bin auch ein Skin-picker. Seit etwa 20 Jahren, denke ich. Das mit dem rausgehen auf die Straße ist bei mir kein Problem – einfach weil die Stellen alle problemlos mit Kleidung zu verdecken sind. (Es sei denn, ich zöge es vor, ganz oben ohne zum Beispiel in die Uni zu gehen… allerdings wird das wohl nicht vorkommen ^^”")
4Aber es sind schon wirklich immer wieder zum Teil mehrere Stunden (1-4h gehen da durchaus rum), die ich mit dem “reinigen” verbringe.
Derzeit äußerst beliebt sind die Oberschenkel bis knapp unters Knie und ein bisschen noch zur Wade hin.
Leider hab ich zusätzlich vom Hauttyp diese kleinen Grießkörnchen an Oberarmen, Schultern bis zu den Schulterblättern, Oberschenkeln, Po, Flanken, Wangen (da fast nicht) und wenn ich die Pille nicht nehm, kommen auch noch Mitesser im Gesicht dazu.
Eine denkbar schlechte Ausgangslage im Bemühen, das “reinigen” irgendwann mal abstellen zu können ^^”"
Ich krieg dabei auch nichts mit um mich herum, versinke in einer Art Schwebezustand, bei dem die Gedanken ziemlich locker und rege fließen. Schmerz spüre ich fast keinen dabei.
Es stimmt, hinterher ist das Hautbild katastrophal. Trotzdem herrscht während der Tätigkeit die äußerste Befriedigung darüber, die Verstopfung an der Stelle weggemacht zu haben. Fühlt sich beinah wie ein Aufatmen durch die Haut an. Befreiend.
Inzwischen ist mir klar, dass auch ich in dieses Schema allzu gerne falle, wenn ich auf irgendeine erdenkliche Weise gestresst und angespannt bin. Oftmals müsste ich zum Beispiel eigentlich etwas lernen, für die Uni tun oder ähnliches… aber ich schaff es nicht anzufangen (Prokrastination ist auch mit dabei). Das schlechte Gewissen der unerledigten Pflicht gegenüber und auch damit einhergehend das miese Gefühl, nicht die perfekte Erfüllung meiner gesellschaftlichen Rolle liefern zu können, sind schon reichlich Anspannung, die es anscheinend irgendwie abzubauen gilt. Alternativ kommt auch gerne mal das Stopfen und Spucken (Bulimie) zum Einsatz, um Spannungen loszuwerden.
Kann echt nur empfehlen, sich damit in Behandlung zu begeben – etwas, zu dem ich mich bisher nicht wirklich bringen konnte (lediglich mal eine psychologische Gesprächsgruppe an der Uni, die allerdings auch schon nicht so schlecht war – an der Stelle herzliche Grüße und innigsten Dank an unsere damalige GL Frau N.
Huhu…
5es ist echt der Hammer dass so viele Leute genau so ticken wie ich… Ich bin inzwischen 28 und mache das seit meinem 14 Lebensjahr und ich kann euch nicht mal sagen warum….
Allerdings habe ich seit einigen Wochen die Produkte von CLINIQUE gekauft und lasse das Licht am Badspiegel morgens und abend aus und es wird besser, da ich nicht mehr so viel drücke…Leider habe ich sehr viele hässliche Narben am Dekoltee die wohl auch nicht weg gehen werden… Im Gesicht gehts eigentlich (was mich wundert…)
Ich wünsche vor allem den jüngeren hier, dass sie so schnell wie möglich aufhören können, DIE NARBEN SIND SEHR HÄSSLICH!!!!
Drücke euch allen die Daumen…
Ich kenne dieses Problem nur zu gut. Ständig drücke ich an meinem Geischt rum, weil ich in dem Moment der Ansicht bin, dass es die Pickel vllt.verschwinden lässt, was natürlich totaler Schwachsinn ist, weil es das ganze nur noch schlimmer macht. Das weiß ich, aber ich tue es trotzdem ständig und anschließend bin ich total traurig und mies drauf, weil es mich dann noch mehr stört. Ich würde so gerne damit aufhören, aber es ist ein Zwang und ich habe wirklich Angst vor Narben. Ich finde es in diesen Momenten einfach nur ungerecht, weil ich mir immer wünsche, dass meine Haut genau so aussehen würde, wie die von anderen Leuten. Das frustriert mich echt extrem, denn es steigert nicht gerade mein Selbstbewusstsein. Sobald mir jemand ein Kompliment macht, ist mir das gleich unangenehm und ich denke, dass die Leute das nur aus Höflichkeit sagen !
6Ich Finde es richtig krass wie fwie viel da drunter leiden …ich Gehör auch dazu bin erst 16 und meine Haut us Mega schlecht hauptsächlich im Gesicht aber auch rücken und Dekolte..ich weiss nicht Wiebken es abstellen kann..ich hab schon viel versucht :/und mein selbstbesuwusstsein is dqdurch extrem gekraänkt..leider kenn ich persönlich niemanden der ebenfalls drunter leidet..aber wir könnten ein Wette abschließen Wests es am längsten ohne ausdrücken und kratzen aushält..ich denjenigen das ist ein Ansporn…
7Es ist ja schon so, dass ich dem Pickel-bekommen vorbeugen möchte und dadurch jeden Tag im Gesicht drücken muss! Oft entstehen dabei entzündete, unterirdische Pickel. Die Schmerzen sind unerträglich, aber noch schlimmer ist das Bild von unreiner Haut oder Mitessern.
8Hallo,
9bin ebenfalls ein skinpicker und muss mir das wohl endlich auch eingestehen! Mein Problem mit unreinheiten habe ich nur im gesicht, obwohl ich ehrlich gesagt nicht mal wirklich an unreihner Haut leide. Hier und da mal ein Mitesser oder kleiner pickel aber der zwang ist immer da und es wird auch gedrückt und gekratzt wenn nicht wirklich etwas zu sehen ist. Ich fühle mich erst wirklich rein wenn ich mein gesicht bearbeitet habe. Mache das ganze seit ungefähr 2-3 jahren, bin aber schon von Narben geprägt und ist jetzt nach nägel kauen und anderen komischen ticks mal was neues! Bin froh das ich nicht alleine bin und hoffe auf weitere gute tipps mein problem endlich zu bekämpfen!!
Hallo. Mir geht es genauso wie euch. Ich bin jetzt 15 Jahre und leide schon seit 2 Jahren darunter. Mittlerweile hab ich sogar das Gefühl, dass es schlimmer wird. Die Hauptproblemzone liegt bei mir im Gesicht, in der T-Zone. Ich dachte immer, ich wäre die Einzige, die sich mit soetwas abquälen muss, aber scheint nicht so. Ich denke, die Ursache kommt davon, dass man jeden Tag die Stars sieht und denkt, oh ich muss auch so eine schöne Haut haben wie die. Ausserdem mach ich das auch noch immer im Unterbewusstsein. ich merke gar nicht wie ich an mir herumpule. das ist echt schlimm. danach könnte ich mich jedesmal ohrfeigen. :/ Ich hoffe jeder von uns wird schnell geheilt, denn das wünsche ich echt keinem.
10Ich bin gerade sehr verwundert, dass es einen Namen für mein Problem gibt und gleichzeitig froh, dass es anderen genau so geht wie mir. Ich bin jetzt fast 25 und habe immer mal wieder Pickel. Das ich unter Stress öfter Pickel drücke als sonst, ist mir selbst aufgefallen. Ich würde mich nicht als sehr krank beschreiben, aber es tritt in Phasen auf, dann seh ich auch dementsprechend aus. Eigentlich ist meine Haut ganz ok, nur dann…
11Den Jüngeren Leserinnen (den älteren auch) kann ich raten, nehmt die Pille. Es gibt Pillen die eine Antiakne wirkung haben, das hat mir in der Pubertät sehr geholfen. Es wird zunächst schlimmer, aber nach 2-3 Monaten gehts wirklich aufwärts. Der Frauenarzt hilft dann besser als der Hautarzt
Und wenn man sich mal nicht beherschen konnt, desinfizieren!
Ich mache mir eigentlich mehr sorgen darum, dass ich bei anderen Menschen die Unreinheiten beseitigen will. Mein Freund ist schon ganz genervt.
ich bin 14 mache es seit 1Jahr es belastet mich extrem. Es schränkt mich ein in meinem Handeln. Da ich nicht mehr weiter wusste ging ich zu einer Psychologin gehe ich immer noch. Doch ich habe grosse angst das ich es nicht schaffe ;( ich würde sehr gerne einfach normal in den spiegel sehen oder das ich im Sommer ein T-Shirt tragen kann ohne mich zu schämen. Wen mich jemand meiner Mitschüler fragt was ich an den Oberarmen habe , sage ich eigentlich immer es wäre eine allergische Reaktion . Ich wünsche mir so sehr einfach normal zu sein. Doch die Narben werden mich immer daran erinnern.
12ich habe auch genau das selbe problem seit dem ich 14 bin fing das schon an jetzt bin ich 18 und weiß nciht mehr weiter oft gehe ich nicht zur schule und bleibe den ganzen tag zu hause. dann wenn ich zu hause bin esse ich auch immer und lass mich gehen. Oft denke ich das man mir eh nicht helfen kann en will und mir niemand helfen wird…. ich traue mcih nicht zum artzt weil ich jeden tag nciht auf schminke verzichten kann
selbst als ich mit meinem ex zusammen war konnte ich nie schwimmen gehen. weil er mich ungeschminkt sieht! sogar im schwimmbad war ich immer geschminkt. und sobald die schminke lief, bin ich ruhiger gewesen und auch eingeschnappt und das hat sich dann auch ausgewirkt auf die beziehung
wo muss ich hin zu welchem artzt ? erst hautarzt oder direktem weg zum pshychologen???
13hallo ihr lieben,
14ich bin gerade zum ersten mal auf diesen begriff “skin picking” gestoßen und ich muss mit entsetzen feststellen, dass ich auch dazu gehöre…ich glaube ich bin sogar ein typisches beispiel dafür…bei mir ist es so, dass ich an einer faktor-5 genmutation leide, das heist ich darf keine normale pille nehmen zur verhütung, sondern nehme seit dem ich 15 bin eine minipille ohne östrogene, da ich keine andere nehmen darf. seit dem habe ich extrem schlechte haut…im gesicht, dekolte und ab und zu am rücken. darunter leide ich bzw meine psyche sehr, habe mich auch schon 2mal krank schreiben lassen wegen meiner haut, weil ich einfach nicht unter leute wollte.sitze oft zuhause und weine weil ich das ganze kratzen, pulen und ausdrücken gar nicht will und weiß dass es dadurch nur schlimmer wird, aber ich kann einfach nicht sehen wenn da schon wieder so ein hässlicher pickel wächst.
es ist wirklich krankhaft und wie eine sucht ich muss einfach fast immer drücken und kratzen. nun lasse ich mir eine spirale ohne hormone einsetzen und bin mal gespannt ob meine haut dann auch besser wird, da es eigentlich nur an dieser blöden pille liegen kann, denn bevor ich damit angefangen habe, hatte ich schöne haut und ich der packungsbeilage steht auch als häufigste nebenwirkung “akne”.
naja soviel zu mir, wusste echt nicht dass es so viele gibt die die selben probleme haben…alles was wir wollen ist doch eigentlich nur etwas was uns hilft pickel sanft zu bekämpfen und dauerhaft vorzubeugen…einfach eine schöne haut wie viele andere menschen auch haben.
OMG,
das ist voll schlimm, ich bin so eine. ich bin 28 Jahre und es wird immer schlimmer. Ich drücke solange rum bis da was raus kommt und oder es platz dann ist der wirklich frei. Und dann geht es auf die Suche nach einem neuen den ich ausdrücken kann. Ich betrachte solange bis ich einen finde. Am besten bin ich glücklich wenn einer nach dem anderen platz. Ich stehe ich drauf. Aber ich weis das es schon eine gewisse Sucht ist.
Ich schwöre bei Gott ich will es endlich los werden, die Sucht und die Pieckel. Es ist ein Teufelskreis und als das hier gelesen habe, hätte ich am liebst geheult. So bald ich ein Spiegel sehe bin ich gefangen in mir selbst. Sogar wenn ich dabei bin , denke ich, ich muss aufhören, doch ich kann nicht. Manchemal mache ich das schon vor anderen Menschen, obwohl ich weis, dass das eklig ist. Aber ich Muss drauf drücken, drücke drücke drücken bis es platz.
Und auch bin so eine die bei den Anderen die eitrigen Pickel nicht sehen kann, entwieder mussen die es weg machen oder ich mache es weg. Im enrnst, meine Hände jucken.
Auch wenn es weh tut oder bluten, es wir gedrückt was das Zeug hält, bis es platz. Das ist was fühle wenn ich dabei bin.
Ist schon ein Zwag geparrt mit schmezen zufügen? Es ist schlimm im Gesicht im Dekolte geht es noch aber es wird schlimmer im Hals bereich, dort wo es am schrigsten ran zukommen, trozdem verbiege ich mich bis ich ran komme.
Auch wenn ich das jetzt schreibe zittern mir richtig die Hände und etwas Herz rassen.
Ich fühle mich richtig hässlich und mein Wunsch ist es ohne Make up raus zugehn können.
ich bin echt verzweifelt.
15Liebe LeidensgenossInnen,
16Ich habe das gleiche Problem und überlege schon sehr lange, was ich dagegen machen könnte. Das Verrückte ist, dass man ja theoretisch weiß, wie ungesund das ständige Kratzen ist, aber gerade in Stresssituationen fühlt es sich dann wie eine Belohnung an.
Ich habe bis jetzt folgende Tricks probiert:
Nägel lackieren (gibt mir das Gefühl, ich sei eine “feine Dame”, deren Hände im Gesicht nichts verloren haben)
und einen Stressball in der Nähe haben. Sobald man merkt, dass das Verlangen wieder auftaucht, ein paar Minuten auf dem Stressball kneten.
Leider ist es bei mir aber so weit, dass ich mich auch in der Nacht bearbeite, wo solche Tricks natürlich nichts helfen
Aber vielleicht hilft es ja bei euch! Alle Gute!
Ich bin 1,5 Jahre deswegen in einer Psychotherapie (Verhaltenstherapie) gewesen. Dieses rumpulen wurde als Zwangserkrankung diagnostiziert. Ich habe damals sehr darunter gelitten und war teilweise so depressiv, dass ich nicht mehr leben wollte. Mein Tipp aus meiner Therapie: macht euch das Leben schön, lasst euch nicht durch die Haut einschüchtern und gegen das Pulen hilft vor allem Konfrontation. Das heißt versucht nicht zu pulen, wenn euch danach ist. Euer Gehirn lernt mit der Zeit mit dem Stress anders umzugehen als einen Zwang auszuüben.
Jetzt geht es mir wieder gut
Ich versuche mein Leben schön zu gestalten (also viele Dinge zu machen dir mir Spaß machen) und habe ganz viel in Bezug auf meine Haut ausprobiert. Meine Erfahrungen damit habe ich hier erzählt: Kurz zusammengefasst: Fett schonend beseitigen, keins draufschmieren (Creme/make-up) und Haut nicht stark durchbluten (durch pulen, Massage, Rotlicht, Wasserdampf, Sonne, mechanisches Peeling…)!!!! Meine Haut ist also auch richtig schön geworden, wodurch ich zufriedener bin und weniger pule
Das Pulen tritt immer wieder mal auf, jedoch nicht so krass wie früher und außerdem weiß ich nun, dass ich es einfach unterlassen muss (s. o.).
Wünsche euch ganz viel Erfolg!!!
17hi nadine, das hört sich interessant an, was du geschrieben hast. ich leide auch schon seit langem drunter und bin in einem teufelskreis gefangen. 1,5 jahre warst du deswegen in psychatrischer behandlung …wow. kannst du uns vielleicht noch mehr hilfreiche tipps geben, die du während der zeit erlernt hast!?
18Liebe Mitleidende,
es tut gut, zu lesen, dass es euch gibt.
Der Begriff “Skin Picking” ist mir zwar neu; dass ich (20) dazu gehöre, ist aber klar. Emotionaler Stress lässt mich häufig vor dem Spiegel inne halten, und dann geht es los – Ihr kennt das ja. Dass die anfängliche Befriedigung einem wachsenden Selbsthass weicht (“Wieso tue ich mir das immer wieder an?!”) und das ganze Gekratze und Gequetsche die Hautsituation natürlich alles andere als verbessert, ist mir auch aufgefallen, aber in dem Moment ist es einem einfach egal, oder?
Manchmal sage ich mir auch, dass es “dieses Mal das letzte Mal” war, dass ich mein Gesicht von jetzt an in Ruhe lassen und mich damit arrangieren werde. Aber irgendwann taucht wieder ein Pickel auf, der danach schreit, ausgedrückt zu werden, und das geht ja schnell. Nur ganz kurz. Nur dieser. Und der Teufelskreis hat mich wieder.
Dieses “Reinigen” halte ich für ein Aufbäumen gegen das Ohnmachtsgefühl – Weil man von den Ärzten und Co. so allein gelassen wird mit seinem Problem (die einem teilweise nur raten, nicht mehr so viele Süßigkeiten zu essen – welch’ wertvoller Ratschlag!) und nicht weiß, an wen man sich wenden soll. Selbst, wenn die Haut gar nicht allzu schlimm ist, sucht man ja nach kleinen Unreinheiten, die es “zu beseitigen” gilt – Schließlich will man dem Schönheitsideal möglichst nahe kommen.
Und entfernt sich durch die Selbstbehandlung nur noch mehr davon.
Ich vermute, dass für eine “Heilung” ein komplettes Umdenken nötig ist. Man muss beginnen zu verstehen, dass andere Menschen einen gar nicht so genau betrachten wie man es selbst in aller Grausamkeit vor dem (Lupen-)Spiegel tut. Man muss Selbstwertgefühl aufbauen. Sich selbst wertschätzen, und sich mit Menschen umgeben, die das auch tun. Spiegel oder helles Licht zu vermeiden hilft vielleicht für den Anfang, aber nicht auf Dauer.
Habt Mut! Vergesst eure Haut mal für einen Moment. Sie ist nicht das, was uns ausmacht; sie sollte das sein, was uns schützend umhüllt. Sie sollte selbstverständlich da sein, nicht dauernd präsent in unserem Denken.
Wir können das schaffen.
19Hallo!
Ich hatte auch lange Zeit immer an meiner Haut rumgedrückt. Im Gesicht hatte ich jeden Tag dort rumgedrückt, wo sehr oft Pickel gewesen waren. Irgendwann taten meine Pickel so sehr weh, daß sie einfach ausdrücken mußte, aber meistens drückte ich, bevor meine Pickel weh taten. Meine Haut wurde im Gesicht ganz rauh und rot und tat fürchterlich weh und es kamen keine Pickel mehr raus. Irgendwann schmierte ich mir dann eines abends Ringelblumensalbe ins Gesicht und die Schmerzen gingen sofort weg und meine Haut besserte sich. Am nächsten Abend versuchte ich es mit PENATEN-Creme. Die Schmerzen gingen sofort weh. 2 Tage später war meine Haut wieder normal. Danach fing ich wieder an an meinem Gesicht rumzudrücken und es kamen viele Pickel raus und dann hatte ich wieder mein Gesicht mit PENATEN-Creme eingeschmiert….
Wenn mein Gesicht abends sehr weh tut und beim drücken keine Pickel rauskommen, dann schmiere ich mein Gesicht mit Creme ein (ich habe schon viele verschiedene Cremes ausprobiert)…. und die Cremes helfen zwar nicht gegen Akne und auch nicht gegen “Skin Picking”, aber sie bewirken, daß sich die Haut schneller repariert. Allerdings nehme ich fettreiche Cremes gegen trockene Haut. Menschen, die fettige Haut haben, dürfen keine fettreichen Cremes nehmen. Am besten sollte man so lange ausprobieren bis man die richtige Creme gefunden hat. Gerötete Haut repariert sich zwar in 28 Tagen (nur bei Nichtrauchern) von alleine, aber warum soll man keine Creme verwenden, wenn es mit Creme schneller geht…
Herzliche Grüße
Roland
20Hallo ihr Lieben!
Schön zu lesen, dass ich nicht die Einzige bin, die fix und fertig sowie mehr oder weniger am Verzweifeln ist.
Ich hab mir schon überlegt, ob ich alle Spiegel in unserer Wohnung abhänge. Leider wohne ich in einer WG und kann meine Mitbewohner kaum dazu zwingen auf die Spiegel im Bad zu verzichte.
Ich hab zwar keine klassische Akne, aber millionen (und ja, gaaanz sicher!!!
von Mitessern und “normlen” Pickeln – die sich logischerweise entzünden, wenn ich falsch gedrückt hab
Eigentlich dürfte ich nach nem Konflikt erst gar nicht mehr an einem Spiegel vorbei laufen. Ich merk erst, dass ich das schon weider mache, wenn es meist schon zu spät ist.
Schön, dass ich nicht alleine damit bin.
Grüße
21Sabrina
Hallo ihr Lieben
Ich hatte diesen Zwang (bis vor kurzem) auch. Ich hab aber nicht mein Gesicht bearbeitet, sondern Schultern und Oberarme. Die Oberarme haben teilweise echt brutal ausgesehen, total angeschwollen und knallrot, gebrannt hat’s auch ordentlich. Manchmal bin ich mehrere Stunden dagesessen und hab das gemacht. Lustigerweise hab ich das verstärkt im Sommer praktiziert, mich haben ziemlich viele Menschen darauf angesprochen. “Was ist das? Allergie? Krankheit?” Wenn ich gesagt habe was es ist, haben sie blöd aus der Wäsche geguckt.
Vor 3 Wochen ca. bin ich vor dem Spiegel gestanden und mein Blick ist darauf gefallen. Dann ist mir erst die Unsinnigkeit dessen aufgefallen. Ich hab in diesem Moment aufgehört. Und bis heute bin ich nicht ein Mal rückfällig geworden. Man muss nur Willen zeigen, man kann aufhören
3 Wochen ist jetzt zwar nicht viel, aber ich bin unendlich stolz auf mich, meine Schultern und Oberarme sehen schon fast wieder normal aus
Grüße, Armina
22Hallo alle zusammen
23Also ich bin leider auch ein Skin-Picker!
Ich bin jetzt 16 geworden und kämpfe schon seit 2 Jahren mit diesem Problem! Bei mir im Gesicht ist es gar nicht so schlimm, ich drücke immer an meinem Armen herum. Wie ihr das sicher kennt bekommen viele in der Pubertät Pickel an den Oberarmen..
Ich ziehe mir sogar manchmal zwanghaft langärmlige Pullover an, um das Drücken zu vermeiden. Am schlimmsten ist es aber, wenn ich Abends in meinem Bett liege und mein Nachtlicht (das super gut ist, wegen des gelegentlichen Lesens) an ist. In schwachen Momenten oder wenn ich den folgenden Tag eine Arbeit schreibe, denke ich jedes Mal: “Noch ein letztes Mal” oder “dieses Dinger müssen unbedingt raus!”.
Ich habe schon überall auf meiner gebräunten Haut weiße narbige Flecken.. Was ich, wenn ich ehrlich bin, viel unschöner finde als solche kleinen “Pickel”.
Ab jetzt nehme ich mir fest vor mit diesem “Scheiß” (entschuldigung wegen der Wortwahl) aufzuhören, und zwar entgültig! Ich hoffe, ich schaffe das! Und vor allem hoffe ich, dass im Sommer die Narben wieder durch die Sonne verblassen, geschweige denn weggehen werden!
Manchmal glaube ich, mit einem Stück Haut auch ein wenig Emotion wegkratzen zu können. Dann schmerzt irgendetwas, leicht unangenehm, und ich drücke und kratze daran herum, weil es aufhören soll, es soll aufhören!, und meistens tut es das auch; meistens quetsche ich ein bisschen, bis das Weiße herauskommt, und ein bisschen Blut, und dann atme ich durch und streichle die kleine Wunde mit Blicken, denn lieber eine Wunde als dieses Gefühl, lieber ein paar Tage Heilungsprozess als diese aufdringliche Beule im Gesicht.
Natürlich geht das manchmal schief. Oft, sogar. Und ich finde Menschen im Internet, denen es genauso geht, und ich schicke ihnen eine Botschaft… Und kann nur hoffen, dass es irgendjemanden erreicht. Das Gefühl, bei jemandem auszulösen, was die anderen Kommentare bei mir ausgelöst haben:
Hoffnung. Dankbarkeit (darüber, nicht allein zu sein).
24Hallo Ihr Lieben. Ich bin seit 10 Jahren Skin Picker, seit ich 13 bin. Frueher war es echt schlimm… meine Oberarme und mein Gesicht hatten viele kleine Wunden, dass Leute schon gefragt haben und ich meinte es sei eine Allergie oder Mueckenstiche (oberarme). Eine Zeit lang war es besser, da ich die Pille genommen habe und weniger Hautunreinheiten hatte (aber was da war wurde immer noch bearbeitet). Nun habe ich die Pille abgesetzt und es kommen mehr Pickel und Mitessern. Mein Gesicht sieht schlimm aus, weil ich vom druecken und kratzen lauter wunden habe. Ich nehme mir vor es zu lassen, aber es geschiet automatisch. Ich kratze waehrend der arbeit staendig ueber meine Kopfhaut, meine krusten im Gesicht etc. Meine Arbeitskollegen muessen mich fuer eklig und unhoeflich halten, dass ich das nicht lassen kann.
Ich hab von einem auf den anderen Tag aufgehoert Fleisch zu essen (obwohl ich es mag)… warum schaffe ich es nicht auch hier?
25Ich bin 23… ich sollte langsam keine Pickel mehr haben!! Ich hab auch nicht viele, aber durch das aufkratzen kleinster mitesser sieht es natuerlich aus, als waer es viel!! Ich will das nicht mehr, aber ich kann nicht aufhoeren. Keiner nimmt mich ernst. Ich glaube kaum das irgend ein Psychologe das Problem ernst nehmen wuerde. Ich finde das gemein… wenn man sich ritzt bekommt man eine Therapie. Wenn man sich sein Gesicht blutig drueckt/kratzt ist es eine dumme Angewohnheit.
Ich wusste schon laenger, das es eine Art Krankheit/Tick/Selbstverletzung ist, bevor ich den Begriff “Skin-Picker” kannte. Ich denke so geht es vielen.
Wenn jemand tipps hat…
ach ja, meine Beziehung leidet auch darunter, weil ich nicht aufhoeren kann an seinen Unreinheiten rumzuknibbeln. Er meinte das einzige was ihn richtig an mir stoert ist das, manchmal denkt er ich interessiere mich nur fuer seine Unreinheiten. Und es stimmt… wenn wir zusammen aneinander liegen sehe ich manchmal nur diese und jene kleine Unreinheit die ich ja ganz leicht rausmachen koennte… ich fixiere mich dann richtig darauf und denke “wenn nur diese eine Stelle weg ist…”
26Aber er will nicht das ich ihn ‘reinige’ und ich verstehe das auch, aber meine Gedanken… ich wuerde einfach gerne wieder so sein wie am Anfang unserer Beziehung, als ich nur ihn sah und nicht das andere…
Das ist so zwanghaft. Ich wuenschte ich koennte das Abstellen… vor allem auch das “kibbeln wollen”… Ich will nicht nur NICHT knibbeln, sondern auch nicht knibbeln wollen!
Das zu schreiben ist schon bloed. Das hoert sich alles so banal an… “knibbeln”, “pickel ausdruecken”…
Hallo liebe Mitleidende!
Auch ich muss sagen, dass ich froh bin, dass es Leute gibt, die mich verstehen, denn sonst tut es ja niemand: Eltern, Freunde, Ärzte, eben keiner. Und es ist ein Teufelskreis, aus dem man nicht heraus kommt. Auch wenn ich bei anderen Leute solche Pickel sehe, dann würde ich am liebsten gleich ran und quetschen bis dieses ‘Vieh’ stirbt.
Bin gerade wieder ungefähr eine Stunde vor dem Spiegel gestanden und eher unbewusst an meiner Haut herumgequetscht, als ich realisierte, wie lange ich eigentlich schon vor dem Spiegel stand. Und ich war mir bewusst: Du musst aufhören. Okay, nur dieser eine.. Und hoppla, da ist ja noch etwas, bis man dann anfängt, jeden Millimeter der Haut nach Unebenheiten abzusuchen. Auch wenn ich aufhören will – bis alles irgendwie mal zwischen den Fingern, oder auch Nadeln und der Pinzette war. Und als ich dann endlich mal fertig war, realisierte ich, dass mein Verhalten eigentlich krankhaft sein muss, ein Zwang von dem ich nicht mehr loskomme. Und nachdem ich ‘Akne ausdrücken Zwang’ gegooglet hatte, landete ich hier.
Und als ich den Text las, war mir sofort klar, dass alles auf mich zutrufft. Als ich dann nach dieser Zwangsstörung Infos zusammensuchte, stiess ich darauf, dass man solche Störungen mit Therapie, psychisch wie medikamentös mit Antidepressiva, behandeln kann. Leider muss ich sagen, dass es bei mir erst solche Ausmasse angenommen hat, seit ich Antidepressiva hatte (u.a. Schlafstörungen, weitere depressive Symptome, Stress in der Schule, Gedanken an Vergewaltigung in meiner Kindheit kamen auf..). Erst hatte ich eine wirksame Therapie mit der Pille gegen meine Akne, musste diese dann aber absetzen, da meine Mutter strikt dagegen war, ständig diese (in ihren Augen) unnötige Hormone zu mir zu nehmen. Ich war ja vorher schon nicht gerade glücklich mit meiner Figur, da ich Übergewicht hatte, hatte aber wenigstens meine Akne los, da ist man dem Schönheitsideal ja schon mal ein Schritt näher. Als ich sie absetzte kam also die Akne wieder. Also ging das wieder los – Akne und Übergewicht: Frust hoch hundert.
Dann kamen die Antidepressiva einmal dazu, aber dann konnte ich irgendwann nicht mehr: Ich hatte diese ätzenden Pickel, und nachdem ich dann noch 15kg schwerer als vorher war, setzte ich die Antidepressiva entgegen der Empfehlung meiner Psychologin ab, da ich nicht noch mehr zunehmen wollte: Nun ja, sie stüttelte erst einmal eine geschlagene viertel Stunde den Kopf und hat mir Vorwürfe gemacht.
Da Pickel ausdrücken, und sie so vermeintlich auch lozuwerden, einfach scheint als abzunehmen, fing es an. Also kommt eine Therapie gegen die Zwangsstörung nicht in Frage.
Mittlerweile quetschte ich nicht nur im Gesicht rum, wo ich wirklich Mitesser, Pickel und Entzünden habe, sondern überall, was nur schon nach Pickel aussieht: somit auch meine Reibeisenhaut an den Oberarmen, den Schultern, den Schulterblätter (werden meist abgekratzt), Dekoltee und Hals. Und im Gegensatz zu dem ist mein Gesicht zur Zeit ein Babypo (auch wenn das schon irgendwie nach Allergie aussieht). Ich glaube, dass es dort keinen Millimeter gibt, wo nicht irgendwelche Krusten, Narben etc. sind. Aber wenn ich so weitermache, wie in den letzten Tagen, ist mein Gesicht sogar noch schlimmer.
Jedes Mal schäme ich mich, dann mit diesen hässlichen Narben irgendwo hinzugehen, habe auch schon die Schule geschwänzt. Ich werde überall gefragt, was denn das für eine Krankheit oder Allergie sei, weil das übelst aussehe. Wurde auch schon von einer Verkäuferin aus dem Laden gebeten, weil sie sich dachte, dass ich irgendeinen ansteckende Krankheit habe.
Nun ja, bin froh, dass ich das alles mal loswerden konnte und weiss, dass es doch Leute gibt, die genau dasselbe Problem haben und auch scheinbar hilflos ausgeliefert sind.
Schönes Wochenende noch!
Kitty
27Hi an alle ….
Das Gefühl das ich beim drücken bekomme macht mich krank ich fühle keinen Schmerz wie in Trance. Das ekelhafteste ist dass ich mir immer wieder sage dass das was ich da tue falsch ist und ich aufhören muss. Ich bin 15 ich habe eigentlich keine besonders «schlimme» haut ich weiß dass es an mir liegt. Am rücken und an den armen konnte ich es abstellen aber im Gesicht bekomme ich das auf dauer einfach nicht hin. Ich kann auch nicht darüber reden auch wenn meine Mutter mich fragt warum ich nicht aufhöre in meinem Gesicht rumzukratzen kann ich mich nicht dazu überwinden ihr zu sagen dass ich möglicherweise an einer zwangsstörung leide das klingt völlig absurd …hat jemand einen Tipp für mich??? Auf jeden Fall schon mal danke für die oben aufgeführten Vorschläge
28Hallo liebe Betroffenen,
ich bin schockiert, wie viele doch betroffen sind.
Und dass es tatsächlich dafür einen Namen gibt.
Ich 22, kann mich auch dazu zählen. Und seit 2 Monaten
fing es an dass sich kleine Narben bilden, also in die Tiefe der Haut.
Meistens wenn man die “Wunde” dann aufkratzt bevor es verheilt ist.
Vor ca. 2 Monaten war ich bei einer Kosmetikerin und wir hatten einen Deal, wenn ich aufhöre auszudrücken, dann dürfte ich zu den Behandlungen kommen. Klingt erstmal krass. Aber Sie meinte, was soll ich mit einer Patientin die meine Arbeit zerstört. Und sie hat doch total Recht. Naja so 2 Wochen ging es sehr gut und ich war sozusagen glücklicher. Weil ich mit einen frischem Gesicht nach der Reinigung ins Bett ging anstatt auszusehen wie eine rote Tomate im Gesicht. Naja irgendwann hat es nachgelassen und alles fing wieder von Anfang an. Zu der Kosmetikerin will ich nicht mehr gehen weil 40€ mir einfach zu teuer sind.
Ich habe es noch nicht bekämpft, es gibt gute und schlechte Tage bzw. Entscheidungen.
Aber ein Tipp welchen ich geben kann ist:
Du hast jeden Tag die Wahl, dein Gesicht zu zerstören oder nicht.
Vorhin habe ich es nicht geschafft. Aber morgen ist ein neuer Tag,
wo ich die WAHL habe. Stimmts?
Nimmt es doch mal vor einfach zum Selbsttest,
1 Woche lang,
das Gesicht nach dem abwaschen nicht anfassen oder drücken. Und einfach mal zu sehen was passiert
Erst wenn man die Optionen erlebt hat, fällt es dann einem leichter für ein “NEIN, ich zerstöre mein Gesicht heute nicht” zu entscheiden. Die Entscheidung muss man jeden Tag treffen. Und laut Statistik muss man etwas 21 Tage lang tun, damit es zur Gewohnheit wird. In unserem Fall, nach dem Abschminken, Cremen usw. am besten sich kurz mit einem Lächeln verabschieden und dann sofort raus aus dem Bad. Das mit dem Lächeln hilft. THINK POSITIVE! YOU ARE BEAUTIFUL!
PS: Bastelt euch ein Zettel, wo ihr bei jedem erfolgreichen Tag ein Kreuzchen setzen könnt und beim Erfolg nach einer Woche oder nach den 21 Tagen eine Belohnung euch ausschreibt.
Ich hoffe ich konnte euch helfen! Der Tipp mit dem Zettel ist mir eben eingefallen, steht auf meiner To Do Liste für morgen.
Viel Erfolg, Ladies!
29PS: Vergiss nicht, du bist geliebt! Und ich werde für all die Mädels und Frauen beten, die darunter leiden, deswegen weinen und sich nicht schön fühlen.
Meine lieben Mitleidenden, ich war soeben im Zimmer und habe an meiner Jaut gedrückt. Seit 2 Jahren leide ich an einer Depression und erst vor kurzem wurde festgestellt, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion habe. Ich nehme nun Tabletten. Aber meine Depression hält noch an. Eigentlich habe ich eine sehr gute Haut, mit einigen Mitessern und Pickeln, aber ich drücke an allem was ich sehe. Ich denke in dem Moment: “es wird besser,es wird besser” und danach weine ich meistens, weil es das eben nicht ist. Bei einem Mitesser habe ich es letztens geschafft nicht zu drücken und er ging nach ca 1 Woche komplett weg. In den Momenten wo ich drücke, denke ich immer, wenn ich es nicht tue, werde ich immer haben und danach wird mir klar, wie dumm der >Gedanke doch ist. Sie gehen auch so weg…es dauert evtl länger, aber sie werden nicht wund und narbig. Leider bin ich immer nur hinterher schlauer. Ich werde mir Hilfe holen. Ich bin nun 22 und ich möchte endlich ein normales Leben führen ohne diese Einschränkungen. Man glaubt nicht, was man alles damit verpassen oder verlieren kann. Momentan kann ich mich nicht im Spiegel angucken. Aber ich hoffe sehr, dass all das bald vergeht. Das Problem hat sich bei mir entwickelt, da war ich 15. 7Jahre Leid. Ich wünsch uns allen, dass wir das schaffen. Ich leide mit euch und auch wenn ich euch nicht kenne, weiß ich, wie es in eurer Seele aussieht
30Meine Mutter ist von dieser sucht STARK betroffen, es vergeht kein Tag an dem sie mich und meinen Vater nicht mindestens zweimal damit quält aber auch von sich selber kann sie die Finger natürlich nicht lassen. Immer wenn sie es macht artet es in einen Streit aus ich weine deswegen oft weil es nicht in meinen Kopf geht wie uns das antun kann. Es tut einfach nur höllisch weh und ich kann das nicht mehr ertragen denn es kommt mittlerweile jeden Tag zum Streit doch ich kann mich dagegen nicht wären denn wie bei jeder anderen Sucht reicht es nicht zu sagen ‘Hör auf!’, doch ich wusste nicht wie ich das angehen sollte aber als ich gemerkt habe das noch einige andere Menschen davon betroffen sind weiß ich dass man irgendwie damit aufhören können muss. Helft mir bitte ich will das nicht mehr, wie habt ihr eure Sucht bekämpft?
31Hallo! Auch ich bin sehr froh zu hören, dass es nicht nur einen Begriff für diese “Krankheit” gibt, sondern auch noch so viele, die es betrifft – habe immer gedacht ich wäre so ziemlich die einzige.
Ich bin jetzt 25 Jahre und habe diese Sucht etwa seit ich 12 Jahre alt bin. Ich habe in den vielen Jahren immer wieder versucht aufzuhören und habe es aber nie länger als maximal zwei Tage geschafft und dies auch nur durch beseondere Umstände.
32Ich sitze auch jeden Tag stundenlang im Bad deswegen und bei mir sind am stärksten die Oberschenkel schon immer betroffen gewesen, jedesmal blutet dann alles und erst wenn ich “fertig” bin, wache ich quasi auf und denke mir oh nein ich wollte das doch nicht mehr machen – aber in Gedanken wenn man auf Toilette sitzt, vorm Spiegel oder ähnliches tut man es ohne zu wollen, ohne nachzudenken, als wäre man nciht man selbst und checkt erst dass man es gerade wieder tut, wenn es schon wieder vorbei ist, also fast alle Wunden mit den Fingernägeln bearbeitet wurden. Ich hatte es auch einmal mit Kunstnägeln versucht, doch es war unerträglich nicht Kratzen zu können, sodass es dann doch ging trotz der dicken Nägel ein bischen und nur länger gedauert hatte und eben nicht so einfach war, doch hinterher noch schlimmer aussah und aufgequollen war als mit normalen Nägeln irgendwie.
Beim Sportunterricht hatte ich mich oft deswegen immer krankschreiben lassen oder gesagt ich hätte die Sportsachen vergessen, später quasi versteckt und mega schnell umgezogen. Habe sehr oft geweint nach dem Aufkratzen.
Das letzte Mal schwimmen war ich auch vielleicht so mit 13 oder als Kind, ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern. Ich traue mich nicht ohne gut deckendes Makeup auf die Straße und selbst meine festen Freunde wussten nie Bescheid – es sieht so schlimm aus, dass ich Sex nur im Dunkeln oder unter der Decke haben möchte und meinen festen Freunden nie etwas davon erzählen konnte, weil ich nicht wusste wie und auch nie wusste, dass es einen Namen dafür gibt.
Es ist traurig zu sehen wenn andere Mädchen im Sommer kurze Hosen/Kleider usw tragen und ich weiß, dass ich niemals so sein kann. In der Oberschule habe ich sogar im Sommer langärmlige Kleidung und bis zum Hals verdeckt getragen und immer Haare offen, damit man so wenig Haut wie möglich sieht (und die auch nur mit viel Makeup, sodass es dort nicht wirklich auffiel). Ich war auch so froh, wo ich dann irgendwann keinen Sportunterricht mehr hatte und ebenso wo ich aufgrund von Schwangerschaft im letzten Abijahr krankgeschrieben war und mich so nicht zeigen konnte. Auch vor dem Frauenarzt etc hatte ich immer angst vorallem meine Oberschenkel zu zeigen und zog, so dumm es klingt, sogar schon deckende strapse an, wenn es sich nicht vermeiden ließ, hinzugehen und verschob natürlch immer wieder den Termin vorher. In der Schwangerschaft war dann auch mein Bauch sehr betroffen, weil ich immer dachte, ich müsste ihn irgendwie rein machen, durch Pulen. In der Pubertät hatte ich auch schon den Gedanken an Tod nur deswegen. Ich hatte immer viele Freunde und war auch fast immer in einer Beziehung – doch so komisch es klingt, konnte ich es immer verheimlichen, indem mein Freund mich wenn dann nur im Dunkeln nackig sah wo man nichts von den Wunden sieht und immer nur die nicht betroffenen Stellen an mir anfassen durfte wenn überhaupt, umgezogen habe ich mich immer im Bad und mit langer Schlafhose geschlafen etc.
Ich habe mir schon oft gedacht, dass ich deswegen sogar gerne in eine Psychiatrie würde, die mir am besten die Hände fesseln, dass ich keine Gelegenheit mehr dazu habe, doch im Alltag ist dies nicht möglich, schließlich habe ich auch meine Pflichten zu erfüllen. Als Studentin hat man natürlich noch mehr Zeit zum Wunden aufziehen oder Unebenheiten betrachten…
Ich habe schon viel versucht und immer wieder, doch im Endeffekt bin das ich und ich glaube nicht mehr dran, diese Krankheit loszuwerden, wenn ich mir nicht selber die Hände auf den Rücken fesseln würde – was ich natürlich nicht tu. Mein Freund fragt auch, was ich abends zwei Stunden lang im Bad immer mache und so – doch er weiß es immernoch nicht. Es klingt einfach zu komisch, wenn ich sagen würde ich kratze mir meine Haut zwanghaft auf und wenn er mich vielleicht nicht ernst nehmen würde oder es sehen wollen würde und so – da haben es denke ich die leichter zu sagen, die sich einfach nur die Haut mit Rasiermesser oder so aufschlitzen, weil davon zumindest jeder schon einmal etwas eghört hat. Aber dass Schoft abziehen auch zwanghaft und mehere Studnen täglich als Krankheit sein kann – ich habe denk ich am meisten angst nicht ernstgenommen zu werden und möchte aber auch meine Wunden auf keinen Fall zeigen.
Ich könnte Romane über diese Sucht und meine Vergangenheit diesbezüglich schreiben, also wenn ihr Fragen habt oder es euch genauso geht oder ihr es losgeworden seid – ich würde mcih freuen, wenn die Welt erfährt, dass es das in dieser Form gibt und es viele Betroffene gibt, die diese Sucht seit Jahren nciht loswerden und bei denen es vielleicht auch so intensiv ist. Mich würde auch interessieren, ob ihr es jemanden erzählt habt usw.
Ich drücke allen die Daumen, dass sie es bald wieder loswerden und nicht wie ich seit über 10 Jahren darunter in so vielen Situationen leiden. MfG.
Hallo Ihr Lieben,
Ich leide seit meiner Pubertät unter dem Skin-Picking. Das Problem an dieser Sache ist, dass es kaum Ärzte gibt, die sich mit der Symptomatik auskennen und einem mit halbherzigen Ratschlägen die Zeit rauben. Ich kann mich nicht mehr überwinden zum Arzt zu gehen weil ich schon immer voraus weiß, dass ich wieder die gleichen “Pröbchen” und Standardsprüche hinterher geworfen bekomme.
Dabei kann ich den Ärzten eigentlich keine Vorwurf machen, denn ich bringe es nicht übers Herz gewisse “Details” zu erzählen, aus Scham. Als ich in meiner Aktehochzeit gekratzt habe, habe ich mich selbst grausam entstellt. Ich habe gekratzt und dem Blut beim herunterlaufen zugeschaut und ich war glücklich, zumindest solange bis ich wieder bei klarem Verstand war. Dann wollte ich nur noch tot sein um niemandem mit meinem widerlichen Antlitz den Tag versauen zu müssen.
Heute muss ich sagen geht es mir deutlich besser. Ich bin sogar letztens ungeschminkt zum Supermarkt gegangen hier im Ort. Das geht natürlich nur zu besonders guten Zeiten aber immerhin. Ich denke, der Schlüssel liegt darin, sich selbst lieben zu lernen. Nicht die Anderen sind das Problem, sondern dass man selber glaubt die Anderen würden jeden ach so kleinen Mitesser mit Argusaugen betrachten. Aber mal ehrlich: Welcher Fremde kommt so nah an dein Gesicht heran oder interessiert sich überhaupt dafür?
Meine Tricks um nicht zu kratzen:
1. Halte mindestens eine Armlänge Abstand vom Spiegel
2. Immer schön die Fingernägel kurz halten
3. Peelings (aber nicht so oft), das glättet die Haut
4. Konfrontation mit der Angst, einfach mal ungeschminkt vor die Türe gehen, z. B. wenn man ins Solarium geht oder noch mal schnell zum Bäcker muss. Das Gefühl “es geschafft zu haben” ist echt toll!
5. Sport um Agression und inneren Druck abzubauen
6. Ablenkung, z. B. mit einem Stressball oder einfach Gummiringe ums Handgelenk und flippsen lassen
Liebe Grüße an euch alle!!!
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